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Familie
Midas ist mein Zwilling und das ist nichts, was man erklären muss, sondern etwas, das man fühlt. Wir haben diese stille Selbstverständlichkeit miteinander, dieses Wissen, wie der andere tickt, noch bevor ein Wort fällt. Manchmal stehen wir uns im Weg, manchmal gehen wir uns auf die Nerven, aber darunter liegt immer dieses feste Band, das nicht reißt. Er kennt meine Schwächen, ich kenne seine. Wir müssen einander nichts beweisen. Egal, wie sehr wir uns voneinander entfernen oder unterschiedliche Wege gehen ein Teil von uns bleibt immer beim anderen. Nicht verklärt, sondern tief, ehrlich und unerschütterlich. Zwillinge eben.
Freundschaften
Meine Freundschaft mit Gideon fühlt sich einfach richtig an. Nichts Erzwungenes, nichts, das erklärt werden muss. Bei ihm kann ich sein, wie ich bin. Wir lachen viel, verstehen uns oft ohne Worte und teilen diese ruhige Nähe, die nicht ständig Aufmerksamkeit braucht. Und da ist diese Anziehung zwischen uns. Leise, aber da. In Blicken, in kleinen Gesten, in dem kurzen Zögern, wenn man eigentlich einen Schritt zurückgehen sollte. Wir sprechen selten darüber, aber wir tun auch nicht so, als gäbe es sie nicht. Wir klammern nicht, wir lassen einander frei und trotzdem verlieren wir uns nicht. Genau das macht das zwischen uns so ehrlich.Innerlich bin ich sein kleiner heimlicher Groupie.
Für mich war Ari nie jemand, der erst später wichtig wurde. Die Verbindung zwischen uns war schon immer da. Schon in der Schulzeit, über Midas, aber eigentlich ganz unabhängig davon. Ari war für mich lange wie ein kleiner Bruder jemand, den ich beschützt habe, den ich kannte, noch bevor er selbst wusste, wer er sein wollte. Seit er sich als Midas ausgibt und wir uns oft nur zu zweit begegnen, ist diese Nähe tiefer geworden, aber nicht fremd. Eher vertrauter. Liebevoller. Er sucht meinen Rat, vertraut mir Dinge an, die er sonst niemandem sagen würde, und ich spüre, wie sehr er sich auf mich verlässt. Für mich fühlt es sich an wie Familie.Als hätten wir uns gegenseitig immer schon gehalten, nur jetzt bewusster als früher.
Unsere Freundschaft hat nicht gerade sanft angefangen. Er hat einer meiner Freundinnen das Herz gebrochen, ich hab ihm dafür sehr direkt gezeigt, was ich davon halte. Seitdem war eigentlich alles geklärt. Wir wissen beide, wo die Grenzen liegen. Wenn er Mist baut, sag ich was manchmal deutlicher, als ihm lieb ist. Und er? Er nimmt’s hin, grinst vielleicht, tritt bei manchen Themen aber tatsächlich einen Schritt zurück. Genau deshalb funktioniert es zwischen uns überraschend gut. Kein großes Drama, kein Gesülze. Nur Ehrlichkeit, Loyalität und genug Humor, um über den Rest zu lachen.
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Friendly rivals
Zwischen James und mir ist viel Necken und gegenseitiges Herausfordern. Wir sticheln uns gern, liefern uns kleine Wortgefechte und wollen beide nie nachgeben. Es fühlt sich mehr nach Spiel als nach Streit an. Trotzdem ist da Vertrauen. Wir wissen, dass wir es nie ernsthaft böse meinen. Wenn es wichtig wird, sind wir füreinander da auch wenn wir uns dabei noch einen Spruch drücken. Unsere Art von Freundschaft ist chaotisch, ehrlich und auf eine seltsame Weise ziemlich liebevoll.
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