Zugang erhält nur, wer mit der hässlichsten Puppe im Schaufenster redet, die herunterhängende künstliche Wimpern und ein grünes Nylonkleid vorzuweisen hat. Ein paar Worte über den Anlass des Besuchs genügen, dann nickt sie leicht und krümmt einen ihrer Finger... und schon darf man durch die Glaswand treten. Der Übergang fühlt sich an wie ein kühler Regenschauer, nur ohne das nasse Ende. Drinnen herrscht das übliche geordnete Chaos eines Empfangsbereiches eines Krankenhauses und das Schaufenster im Rücken ist verschwunden, offenbart die von der anderen Seite magisch verborgene Tür.
Das St. Mungo ist in der magischen Welt die erste Adresse, wenn es um Krankheiten, Flüche, Verwandlungsunfälle oder spontane Explosionen geht. Die Heiler hier sind routiniert, oft müde, aber brillant - Menschen, die selbst in Angesicht eines Drachenbisses noch sachlich bleiben. Zwischen den Etagen für Zauberunfälle, Fluchschäden und Magische Pestillenzen kann man leicht Überblick oder Appetit verlieren.
Ausbildung
Wer im St. Mungo
Pfleger übernehmen im Alltag alles, was Heiler gern vermeiden: Körperpflege, Essensausgabe, das Wechseln von Verbänden... kurz gesagt, sie halten den Betrieb am Laufen. Trank-Assistenten arbeiten im Hintergrund, sortieren Zutaten, rühren Tränke an und sorgen dafür, dass kein Heiler versehentlich etwas in die Luft jagt. Ohne sie ginge hier gar nichts, auch wenn das selten jemand laut ausspricht.
Entsprechend dem Prozedere ist auch die Wahl der Abteilung nur bis zu einem gewissen Grad einer eigenen Entscheidung geschuldet: Man wird dorthin beordert, wo man mit seinen Fähigkeiten am Besten hinpasst. Natürlich ist es Gang und Gebe, dass Novizen gerade in ihren bevorzugten Abteilungen versuchen die Aufmerksamkeit ihrer Ausbilder zu erregen!
Sollte man sich in einer ungeliebten Abteilung allerdings absichtlich ungeschickt anstellen, kann das rasch das Ende der Karriere bedeuten: Heiler haben die Verpflichtung nach bestem Wissen Patienten zu behandeln und dürfen sie auch nicht wegen ihrer Abstammung oder politischen Einstellung abweisen. Das St. Mungos beweist hier keinerlei Nachsicht.
Bei Vertragsunterzeichnung leisten alle Heiler den
Wie lange die Ausbildung dauert, ist so individuell wie die Patienten. Manche schaffen es in zwei Jahren, andere brauchen sechs, bis sie ihr Handwerk perfektioniert haben. Das ist ganz sicher auch von der Abteilung und der angestrebten Zuständigkeit abhängig: manches braucht mehr Zeit als anderes.
Das Gehalt eines Novizen ist nur geringfügig kleiner als das eines frisch angestellten Heilers, der damit gut über die Runden kommt. Das Gehalt ist solide, aber niemand wird hier reich - außer vielleicht an Erfahrung. Wer in St. Mungo arbeitet, tut es selten allein wegen des Geldes.
Das Miteinander in der Abteilung
Im St. Mungo kennt man sich. Jede Abteilung hat zwar irgendwo ihren eigenen Rhythmus, ihren eigenen Humor und ihre eigenen Eigenheiten, doch wer hier länger arbeitet merkt schnell, dass das Hospital weniger ein Gebäude als ein lebender Organismus ist, der nur funktioniert, weil alle seine Teile wissen, was die anderen tun.
Heiler und Pfleger verbringen so viel Zeit miteinander, dass man oft schon auf den ersten Blick erkennt, ob er gerade aus der Fluchschäden- oder der Zauberunfallabteilung kommt - ganz ohne eigene Kennzeichnung der Abteilungen. Man kennt die Gesichter, die Stimmen, die Eigenarten, wenn jemand neu ist, fällt das sofort auf. Sich hier als Heiler auszugeben, ohne wirklich einer zu sein, ist daher schlicht unmöglich. Mit einem
Trotzdem der eigentlich fixen Zuteilung der Heiler hilft man sich regelmäßig gegenseitig wo es nur geht. Wenn in einer Abteilung Engpässe herrschen, springt man ohne weitere Fragen ein, egal wie groß das durchwegs




