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Marathon
Wir sind ein sehr düsteres Marauder Forum mit Fokus auf den Dunklen Krieg 1978. Außerdem wollen wir das HP-Universum nach und nach um weitere phantastische Elemente (vor allem der britischen Mythologie) bereichern.
Du bist bei uns richtig, wenn du düster magst und GB in den 70ern kennenlernen willst.

Gesuche


Puls? Stabil. Laune? Frag nicht.

Das St. Mungo ist in der magischen Welt die erste Adresse, wenn es um Krankheiten, Flüche, Verwandlungsunfälle oder spontane Explosionen geht. Die Heiler hier sind routiniert, oft müde, aber brillant – Menschen, die selbst in Angesicht eines Drachenbisses' noch sachlich bleiben. Zwischen den Etagen für Zauberunfälle, Fluchschäden und Magische Pestillenzen verliert man leicht den Überblick – oder den Appetit. Doch die Heiler des St. Mungo halten den Laden am Laufen.

She sold souls for headlines

Kimmkorn - dieser Name hat bisher niemandem was gesagt. Ob du muggelstämmig oder halbblütig bist sei mal dahin gestellt, auf jeden Fall bist du heute vollkommen in der magischen Welt angekommen und erarbeitest dir hier einen Ruf. Geschenkt bekommen hast du nichts – das fing an deinem ersten Schultag bei der Fahrt über den See an, als eins der anderen Kinder dein Boot zum kentern brachte und du unter dem Gekicher einiger Mädchen tropfnass an Land gezogen wurdest und ging weiter, als du immer wieder den Streichen eben jener Grazien ausgesetzt warst. Mal waren es verzauberte Schuhe, die dich wie in diesem Muggelmärchen gnadenlos durchs Schloß tanzen ließen, dann waren es Spinnen, die dir überall hin folgten. Den Schmerz hast du dir im stillen Kämmerlein von der Seele geschrieben.


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Megaera Avery

Megaera Avery
Megaera Avery › Zivilist › Sacred 28 › Gespielt von Kamel
Megaera Avery

Junior Member

Megaera Avery war eine sehr vielversprechende Hexe, bis sie mit sechzehn Jahren einen magischen Unfall hatte, der ihr linkes Knie zerstört hat. Aus dem lebenslustigen Mädchen wurde eine hinkende, missgelaunte Gestalt, die nur noch wenig teilnahm am öffentlichen Leben.
Beruf Tochter aus gutem Haus
Werdegang
Vollständiger Name:
Megaera Atropos Avery

Körpergröße:
165

Zauberstab
Megs Zauberstab ist aus Silberlinde, natürlich aus echter, nicht aus einem der gefälschten Stücke aus dem neunzehnten Jahrhundert. Es ist ein Holz, dem man nachsagt, dass es sich besonders auf die Fähigkeit der Vorhersehung einzulassen weiss. Mit fast vierzehn Zoll ist der Stab ziemlich lang und äusserst biegsam. Wo Meg früher dachte, dass das nicht zu ihr passt, hat sie bei ihrem Schicksalsschlag festgestellt, dass diese Eigenschaft, nicht einfach zu brechen, wenn etwas Druck kommt, durchaus entspricht. Der Kern des Stabes ist die Schwanzfeder eines amerikanischen Donnervogels, der die manchmal auch gefährliche Eigenschaft hat, sich selbstständig zu machen und Flüche aus eigenem Antrieb zu wirken. Meg hat allerdings gelernt, darauf zu vertrauen. Oft scheint ihr Zauberstab ihre seherische Fähigkeit besser zu verstehen als sie selbst. Der ungewöhnliche Stab ist ein Erbstück, das von ihrer Urgrossmutter her in der Familie ist. Schon im Alter von sieben Jahren hat sie behauptet, dass das IHR Stab wäre, aber erst, als bei Ollivander kein Zauberstab auf sie reagiert hatte, zogen ihre Eltern in Betracht, es auszuprobieren. Dieses innere Wissen sollte dann auch die erste Zauberei sein, welche die junge Megaera gewirkt hatte.
  • 17.07.1953 Hausgeburt in Bath
  • 20.09.1959 Erste seherisches Gefühl
  • 1964: Einschulung in Hogwarts (Slytherin)
  • 1969: Ablegen der ZAGS in den Pflichtfächern, ausserdem Wahrsagen, Arithmantik und Alte Runen
    • Zaubertränke: M
    • Zauberkunst: E
    • Verwandlung: A
    • Verteidigung gegen die dunklen Künste: A
    • Kräuterkunde: T
    • Geschichte der Zauberei: E
    • Astronomie: E
    • Alte Runen: E
    • Arithmantik: O
    • Wahrsagen: O
  • 1969, Sommer: Unfall mit schwarzmagischem Artefakt
  • 1971: Ablegen der UTZ:
    • Zauberkunst: E
    • Geschichte der Zauberei: M
    • Astronomie: E
    • Alte Runen: A
    • Arithmantik: O
    • Wahrsagen: O
  • 1972: Meg unterstützt zum ersten Mal ihren Grossvater in Gamotsvorbereitungen
  • 1974: Eine heftige Vision überkommt Meg im Traum. Sie hält den Vorfall für einen Albtraum.
Fähigkeiten
Einfluss
Kampfkunst
Muggelwissen
Magisches Potential
Seherin mittleren Grades
Wissen über die Gamot-Verhandlungen
Die zweitälteste Avery-Tochter war eine ganze Zeit lang der aufsteigende Stern der Familie. Klug, ein beachtliches magisches Talent, durchaus ansehnlich und obendrein noch mit der Gabe der Vorsehung ausgestattet: Was wollte man mehr? In Hogwarts erarbeitete sie sich bemerkenswerte Fähigkeiten für eine Junghexe und ihre Karriere hätte sie ins Ministerium führen sollen, vielleicht sogar als Fluchbrecherin. Nach ihrem Unfall veränderte sich das und auch der Fokus ihrer Fähigkeiten verschob sich.

Mangels der Fähigkeit, sich sinnvoll zu bewegen, musste Meg sowohl auf ein gesellschaftliches Leben wie auch auf kämpferische und sportliche Tätigkeiten verzichten. Sicher, sie hat Kampfzauber gelernt und ist auch eine fähige Hexe, aber zu einem guten Kämpfer gehört eben doch mehr als das.

Von der Welt der Muggel hält sich Meg tunlichst fern. Sie will auf gar keinen Fall den Groll oder zumindest das Misstrauen der Familie, oder, noch viel schlimmer, der Todesser auf sich ziehen. Einerseits wegen ihr persönlich, andererseits aber auch, weil die guten Beziehungen Sicherheit für ihr Leben und das ihrer Familie bedeuten.

Ihr Einfluss auf die politische Welt ist gering, sieht man von der Möglichkeit, ihrem Grossvater Ideen bezüglich dem Gamot einzugeben, einmal ab. (Sie nutzt diese Option nur sehr, sehr zurückhaltend, um ihm auf keinen Fall einen Grund zu geben, wütend auf sie zu sein.) Hier nützt ihr vor allem, dass sie immer Bescheid weiss, was im Gamot so läuft, da ihr Grossvater sich daran gewöhnt hat, die Fleissarbeit seiner Enkelin zu überlassen. Sie bereitet für Thanos Avery die Sitzungen vor, recherchiert die Fälle und die beteiligten Personen und macht den ganzen Papierkram im Hintergrund.

Ihre wahre Stärken sind zwei. Einerseits hat Meg ein beeindruckendes magisches Potenzial. Sie zaubert mit grosser Umsicht und hat mehr als nur einmal mit viel Kraft Fehler gemacht, als sie jünger gewesen ist. Sie hat darum gelernt, sorgfältig zu agieren und bricht einen Zauber niemals übers Knie. Was eine pure magische Macht sein könnte, hat ihren Charakter geschult und geformt und war eine harte Lehrerin gewesen punkto Kontrolle. Diese Kontrolle wiederum hilft ihr bei ihrer zweiten grossen, magischen Stärke: Die Fähigkeit, Dinge vorher zu ahnen. In ihrem Alltag ist es ein Bauchgefühl, auf das sie zu vertrauen gelernt hat. Meg verliert nie beim Hütchenspiel, stellt sich immer in die richtige Schlange und trägt stets die richtige Kleidung für das richtige Wetter. Es sind selten Dinge, die ihr wirklich bewusst sind, sondern ein Gefühl, das sie durch den Alltag trägt - und dem sie zu vertrauen gelernt hat.

Dass sie zu viel stärkeren Visionen fähig wäre, ist ihr nicht bewusst. Zwar hatte sie ein einziges Mal eine solche Vision gehabt, doch sie hat diese als Albtraum abgetan. Ein Albtraum, der sie wochenlang verfolgt hat, einer über eine schreckliche Zerstörung, doch weder erinnert sie sich konkret noch will sie es. Ein Albtraum, sagt sie sich, und weigert sich, sich damit auseinanderzusetzen.
Wusstest du, dass...




Jeder weiß, dass...
  • Megaera seit einem Unfall ein kaputtes Knie hat.
  • Sie keinen Beruf ergriffen hat und aus der Öffentlichkeit verschwunden ist.
  • Ihr vor ihrem Unfall von allen eine grosse Zukunft vorhergesagt wurde.
  • Sie eigentlich fast nie lacht und viel mit Schmerzen zu kämpfen hat.
  • Sie sich bei Bällen und anderen gesellschaftlichen Anlässen eher nicht blicken lässt.


Freunde und Familie wissen, dass...
  • Megaera ganz Avery-klassisch in Slytherin war.
  • Meg kaum eine Beziehung zu ihrer Mutter hat - weder positiv noch negativ.
  • Nyx ihre engste Bezugsperson innerhalb der Familie ist und sie immer wieder geschickt deckt, wenn sie zum Ziel von Gehässigkeiten wird.
  • Sie zwei Krähen angefüttert hat, welche häufig auf ihrem Fensterbrett chillen oder ihr im Garten Gesellschaft leisten.
  • Meg den wohl schlechtesten ZAG in Kräuterkunde gemacht hat, den je jemand geschafft hat.
  • Sie das Fach 'Geschichte der Zauberei' ganz bewusst hat schleifen lassen, weil sie nicht genug Zeit für alles hatte.
  • Sie mit zwanzig in einen jungen Mann aus der Nachbarschaft verliebt war, dessen Namen sie nicht einmal wusste.
  • Der junge Mann nicht mehr in dem Haus wohnt und sie darum nicht mehr vom Balkon und zurück winken können.
  • Sie ihre jüngeren Geschwister unterstützt, wenn sie mit dem Lernen Probleme haben.


Wusstest du, dass...
  • Megaera eine Seherin ist und ihr diesbezüglich wohl noch grosses bevorsteht?
  • Ihre seherischen Fähigkeiten auf Geheiss des Vaters unter Verschluss gehalten werden, damit er die Kontrolle darüber behält?
  • Sie einen grossen Teil der Vorbereitungsarbeit für ihren Grossvater macht, wenn er im Gamot zu tun hat?
  • Ihr Vater Hyperion durch die auf dem Laufenden ist, was der Grossvater treibt, weil er sie als Spionin nutzt?
  • Der Unfall noch immer zwischen ihr und ihrem Bruder Ari steht, welcher damals viel zu jung war, um Verantwortung zu übernehmen?
  • Meg furchtbar gern professionelle Quidditch-Spielerin geworden wäre?
  • Sie alles tut, was sie kann, um ihrem Vater zu genügen und irgendwie wieder so richtig in den Kreis der Familie aufgenommen zu werden?
  • Eingeweiht ist in den Plan, ihren Onkel zu befreien und darum auch weiss, dass Ari und Midas eine Person sind?
Zivilist



Für Megaera bedeutet der Krieg, dass sie nur zuhause in Sicherheit ist. Damit, dass ihr Vater ein Diener des Dunklen Lords ist, gibt es wenig Grund, auf dem Familienanwesen mit Gefahr und Gewalt zu rechnen, und so zementiert die Situation ihre innere Einsamkeit.


Amortentia
Irrwicht
Für Megaera hat der Trank die Farbe eines tiefblauen Bergsees und riecht nach der Frische der Berge. Eine Spur Schnee liegt im Duft und der krächzende Klang der Stimmen von Bergdohlen. Er erinnert sie an Freiheit im Geist und an Freiheit in der Bewegung, daran, unter dem Himmel zu liegen und nichts zu müssen.
Megs Irrwicht hat je nach Stimmung die Gestalt von ihrem Vater. Er ist überlebensgross, so dass er weit auf sie hinabschaut, die Arme verschränkt, der Gesichtsausdruck voller Verachtung. Er spricht davon, wie wertlos Megaera ist und was für eine Schande für die Familie. Nichts kann ihn umstimmen. Meg ist sehr, sehr schlecht im Umgang mit ihrem Irrwicht, denn ein Teil von ihr stimmt dieser Einschätzung zu.
Familie




Hauptwohnsitz der Familie:
Der Hauptwohnsitz der Familie liegt in einem alten Stadthaus in Bath, welches magisch vor Muggeln versteckt ist und weitaus größer ist, als es von Außen den Anschein hat. Angeblich gibt es alte Geheimgänge zu anderen magischen Häusern in der Stadt, zuletzt wurde einer dieser Gänge 1914 erwähnt und wird seitdem vor allem von Kindern und Jugendlichen der Familie als eine Art Herausforderung gesucht.

Offizielle Gesinnung:
Sacred 28, Reinblut

Familien-Kurzbeschreibung:
Die Familie Avery gehört zu den Sacred 28 und gehört zu den alten und stolzen Reinblutfamilien. Auf diese Zugehörigkeit legen sie so viel Wert, wie auf die ‚korrekte’ Fortführung ihres Stammbaums und ein entsprechendes Bild von Familie und Zusammenhalt, das sie nach Außen hin vermitteln.

Über die Generationen haben die Averys sehr viel Besitz vor allem an Immobilien und Land angesammelt, in dem viel des Vermögens der Familie gebunden ist und das auch der Auslöser und Grund für einige Heiraten war.

Einige Menschen sind bekannt dafür immer am richtigen Ort zu sein, die Averys sind bekannt dafür ‚immer den richtigen Ort zu haben‘ und können entsprechend auch dort anwesend sein oder dorthin einladen, was immer in der englischen Reinblutgesellschaft gerade von Nutzen und hilfreich ist.

Octavia Avery veranstaltet berüchtigte Galabälle, welche hochrangige Mitglieder der Zauberergesellschaft in einem Raum vereinen .

Stammbaum:
Mutter: Octavia Avery, geb. Meliflua
Vater: Hyperion Avery

Geschwister:
Nyxara Avery
Aristide Avery
Nicodemus Avery
Boreas Avery
Talesia Avery
Joceran Avery

Bezug zur Umwelt



Megaera ist eine Avery und damit in der Reinblutideologie aufgewachsen. Sie hatte als Kind zwar schon ein paar Fragen dazu - zum Beispiel, woher denn die ersten Zauberer kamen -, aber trotzdem stellt sie ihre Lebensrealität nicht in Frage. Aus ihrem Blickwinkel gibt es mehrere Klassen von Zauberern und eine klare Vorstellung von unten und oben und sie weiss ganz genau, wo sie hingehört. Seit ihres Unfalls nimmt sie es noch genauer, um zumindest in diesem Bereich der Familie Ehre zu machen, für welche sie mit ihrem zerstörten Bein gerade als Frau nicht mehr viel Wert hat. Weder würde man sie gut verheiraten können noch konnte sie sonst irgendwie gesellschaftlich nützlich sein.

Ihrer Erziehung gemäss hält sie Squibs für ziemliche Fehlschläge. Bedauernswert, sicher, und sie können wohl nichts dafür, aber das trifft auf Halbblüter oder gar Muggelgeborene auch zu - und trotzdem ist klar, wo ihr Platz ist. Werwölfe wiederum sind für sie Raubtiere, gefährliche Monster. Sie empfindet Mitgefühl mit jenen, die infiziert worden sind, aber das ändert nichts daran, dass sie eine Gefahr für die Allgemeinheit sind und unschädlich gemacht werden müssen.

Auch die Position von Hauselfen ist klar. Meg ist freundlich-neutral ihnen gegenüber, da sie überhaupt keinen Grund dafür sieht, ihnen Hass oder Groll entgegenzubringen. Trotzdem ist ihr klar, dass sie kaum mehr sind als Tiere. Dass Eulen Post ausfliegen ist für sie das gleiche, wie dass Hauselfen eben arbeiten.

Dem Ministerium und dessen schwacher Führung steht Meg kritisch gegenüber. Es ist klar, dass die muggelfreundliche Haltung nur Leid bringen kann. Einigkeit ist gefragt, und es gibt nur eine Einigkeit, welche wirklich zu Erfolg führen kann: Jeder musste seinen Platz kennen. Die Reinblüter mussten zusammenstehen. In diesem Rahmen ist Megaera sogar bereit, Familien wie den Weasleys oder anderen Muggelfreunden die Hand zu reichen, wenn sie sich nur besinnen würden.

Den aktivsten Bezug hat Megaera zum Zaubergamot. Da sie oft für ihren Grossvater Informationen zusammenträgt, recherchiert, Strategien abwägt und ihr Bauchgefühl befragt, weiss sie immer, was dort gerade passiert und hat einen erstaunlichen Überblick über das, was passiert.
Megaera wohnt auf dem Familiensitz in Bath, wo sie auch geboren wurde. Sie hat zwar einmal versucht, auszuziehen, aber ihr Vater hat diesen Plänen praktisch sofort ein Ende gesetzt. Warum hat die junge Hexe nie gefragt. Es gibt Dinge, nach denen erkundigt man sich einfach besser nicht, und eigentlich ist es ihr auch egal. Ohne Zweifel ist es viel bequemer, im Familienanwesen zu leben, wo Hauselfen ihr alles abnehmen, was sie nicht selber machen kann oder will.

Ihr Schlafzimmer liegt ebenerdig, damit ihr die andauernden Treppen erspart bleiben, und hat wunderschöne, grosse Fenster hinaus auf den Garten. Es ist ein Raum, der so gar nicht zu der jungen, düsteren Gestalt passen will. Hell, aufgeräumt, strukturiert. Eine grosse Sammlung an Büchern mit Geschichten aus aller Welt füllen ein Bücherregal, ein schwebender, wirklich bequemer und verstellbarer Sessel wartet davor auf seine Besitzerin und ein schöner, grosser Schreibtisch lädt zum Arbeiten ein.
Namensbedeutung



Megaera ist eine der Rachegöttinen der griechischen Mythologie und nach eben jener ist die Hexe benannt, wobei sie persönlich ja der Meinung ist, der Name hätte gereicht. Dass sie auch nach Atropos, der ältesten der Moiren, benannt ist, scheint ihr geradezu prophetisch zu sein.
Wirkung auf andere



Megaera ist eine Hexe wie aus einem Bilderbuch. Aus einem Muggel-Bilderbuch, wohlgemerkt. Sie geht am Stock und damit immer ein wenig krumm, lacht wegen den damit verbundenen Schmerzen selten und scheint keine lustige Gesellschaft zu sein.

Schafft man es durch diese Schale hindurch - es ist gar nicht so schwer, man braucht einfach nur etwas Geduld - dann ändert sich die Wirkung. Megaera wird zwar nicht zu einer fröhlichen Gestalt, aber erweist sich dann als gute Zuhörerin, welcher man leicht vertrauen kann. Vielleicht auch zu leicht. Ihre offensichtliche körperliche Schwäche hat schon manchen dazu verleitet, mehr zu sagen, als es vielleicht klug gewesen wäre.
Persönliche Geschichte



Das Leben hätte so normal sein können. Nicht einfach, nein. Als Avery kann man es sich nicht leicht machen, darf man es sich nicht leicht machen, denn Blut ist Verpflichtung. Aber ganz sicher hätte Megaera jede noch so harte Arbeit bereitwillig in Kauf genommen, wäre ihr Schicksal ein anderes gewesen.

Das erste, was ihr Leben aussergewöhnlich gemacht hatte, war das sichere Wissen gewesen, dass der Zauberstab ihrer Urgrossmutter, Talia, ihrer sein würde. Meg hatte es ihrem Vater gesagt, ihrer Mutter, ihrer älteren Schwester, aber sie hatten ihr nicht geglaubt. Sie hatten ihr so sehr nicht geglaubt, dass sie zeitweilen Angst gehabt hatten, dass die zweitälteste Tochter ein Squib sein könnte, bis sie schliessliich mit acht Jahren bei einem Wutanfall den Wintergarten gesprengt hatte. Damit hatte sich die Angst in Luft aufgelöst und den Eltern und auch dem Grossvater war klar geworden, dass Meg ein aussergewöhnliches Potenzial hatte. Noch besser hatten sie das verstanden, als bei den Vorbereitungen auf Hogwarts kein einziger von Ollivanders Zauberstäben auf das Mädchen reagiert hatten und sie sich an die energischen Worte der Tochter erinnerten: Der Zauberstab der Urgrossmutter, Talia Avery...

Sie waren also nach Hause gereist und noch während Meg das Vitrinenzimmer, das sonst immer verboten gewesen war, betreten hatte, war deutlich geworden, dass es stimmte. Es stimmte, dass es ihr Zauberstab sein würde. Und es stimmte wohl auch, dass das Mädchen das im Alter von sechs Jahren schon gewusst hatte. Perfekt. Eine Hexe mit grossen Veranlagungen UND möglicherweise der Fähigkeit der Vorhersehung. Fleissig obendrein, wie sich bald herausstellte, und motiviert zu grosser Magie.

Zugegeben, als nach den ZAGS der Notenbrief nach Hause geflattert war, hatte die Note in Kräuterkunde (Troll!) einiges an Ernüchterung mit sich gebracht, aber abgesehen davon hatte es keine Gründe gegeben, sich zu beschweren, ganz im Gegenteil. Ja, alles sah grossartig aus. Bis zu jenem Tag.

Es war im August gewesen, als Megaeras Bauchgefühl sie in den Garten gelenkt hatte, wo sie ihren Bruder, Aristide, vorgefunden hatte. Er hatte ihr bewusst den Rücken zugewandt, als er sie hatte kommen sehen, aber trotzdem hatte sie noch einen Blick auf den Gegenstand auf dem kleinen Gartentisch erhaschen können. Ihr Zauberstab war geradezu in ihre Hand gesprungen und hatte, ganz seiner Natur gemäss, den Zauber schon gewirkt, bevor sie selbst hatte darüber nachdenken können. Sie hatte ihren Bruder weggerissen, dann noch versucht, mit einem Schlenker einen Schildzauber zu sprechen, doch dafür war es zu spät gewesen. Das Artefakt, mit welchem Ari so hirnlos (wie Meg findet) gespielt hatte, hatte sich bereits auf das neue Ziel eingerichtet und die schreckliche Wirkung ausgelöst gehabt.

Aufgewacht war Meg im St. Mungos, wo ihr Vater gerade mit einer Heilerin gesprochen hatte. Ihr ganzes Bein war von einem Fluch befallen gewesen, schwarze Adern hatten sich darüber gezogen, und die Heiler hatten alles in ihrer Macht stehende getan. Und tatsächlich, es war ihnen gelungen, das Bein an sich zu retten, aber das Knie nicht. Es blieb instabil und beim kleinsten Bisschen Überlastung schmerzte es in einer Art, welche Meg schreien liess. Als sie mit drei Wochen Verspätung in Hogwarts auftauchte, war nichts mehr übrig geblieben von der lebensfrohen, jungen Hexe. Am Stock gehend verkroch sie sich im Gemeinschaftsraum und in der Bibliothek, vertiefte sich in ihren Lernstoff und versuchte, sich mit ihrem Schicksal abzufinden. Nie gab sie ihrem Bruder die Schuld. Nicht ausgesprochen. Er war zu klein, um Verantwortung zu übernehmen, und doch konnte sich Meg nie von dem Wissen lösen, dass ohne seinen Ungehorsam ihr Schicksal ein anderes gewesen wäre.
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