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Wir sind ein sehr düsteres Marauder Forum mit Fokus auf den Dunklen Krieg 1978. Außerdem wollen wir das HP-Universum nach und nach um weitere phantastische Elemente (vor allem der britischen Mythologie) bereichern.
Du bist bei uns richtig, wenn du düster magst und GB in den 70ern kennenlernen willst.

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Wenn es kracht sind wir schon vor Ort

Auroren mögen vielleicht als Kriegshelden gelten, doch wenn es brennt, rückt die Eingreiftruppe aus. Sie ist die Spezialeinheit der Strafverfolgung, jene, die kommt, wenn selbst erfahrene Ermittler nur noch „Oh fuck“ sagen können. Ob Festnahmen unter Fluchfeuer, Evakuierungen magischer Großereignisse oder direkte Gefechte – sie balancieren auf dem schmalen Grat von Mut und Wahnsinn.

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Du bist im wahrsten Sinne ein Urgestein des Ministeriums und doch jemand, der dort offensichtlich keinen Einfluss genießt. Egal, denn als Fae verfolgst du ganz andere Ziele!


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Bellatrix Lestrange

Bellatrix Lestrange
Bellatrix Lestrange › Todesser › Sacred 28 › Gespielt von Cat
Bellatrix Lestrange

Junior Member

Bellatrix Lestrange, geborene Black, stammt aus einer der ältesten Reinblutfamilien Großbritanniens und bewegt sich entsprechend selbstsicher innerhalb konservativer Gesellschaftskreise. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Rodolphus Lestrange führt sie ein Antiquariat für seltene Bücher und Kunstobjekte und gilt innerhalb der Reinblutgesellschaft als ebenso charismatisch wie anstrengend. Bellatrix ist laut, impulsiv und ausgesprochen präsent, kann sich gesellschaftlich jedoch bemerkenswert gut kontrollieren und anpassen. Besonders auffällig ist ihre intensive Art, ihr nahezu perfektes äußeres Erscheinungsbild und ihre offensichtliche Faszination für schwarze Magie, mit der sie sich bereits seit jungen Jahren intensiv beschäftigt. Innerhalb ihres engeren Umfeldes ist sie für ihre Loyalität, ihre Begeisterungsfähigkeit und ihre oft beinahe überschießende Emotionalität bekannt.
Beruf Buchhaltung
Werdegang
Vollständiger Name:
Bellatrix Lestrange

Körpergröße:
173

Zauberstab
Bellatrix’ Zauberstab besteht aus Walnussholz mit einer Drachenherzfaser als Kern, misst 12 ¾ Zoll und gilt als unnachgiebig biegsam. Gefertigt wurde er von Ollivander und der Stab suchte sich Bella aus, als diese ihre Sachen für Hogwarts besorgte. Walnussholz wird bevorzugt von intelligenten und magisch vielseitigen Zauberern gewählt und besitzt den Ruf besonders eng mit seinem Besitzer zu arbeiten. In den richtigen Händen gilt es als außergewöhnlich lernfähig und beinahe erschreckend anpassungsfähig. Gleichzeitig neigen Zauberstäbe aus Walnuss dazu die Gedanken- und Gefühlswelt ihres Besitzers stark widerzuspiegeln, insbesondere dann, wenn dieser sich intensiv mit komplexer oder verbotener Magie beschäftigt. Die Drachenherzfaser verstärkt diese Eigenschaften zusätzlich. Zauberstäbe mit diesem Kern gelten als besonders mächtig, temperamentvoll und anfällig für eindrucksvolle, oftmals aggressive Magie. Sie lernen schnell, entwickeln eine starke Bindung zu ihrem Besitzer und eignen sich insbesondere für Hexen und Zauberer mit großem Ehrgeiz sowie starker emotionaler Intensität. Außerdem gelten sie allerdings auch als leichter für die dunklen Künste empfänglich als andere Zauberstabkerne. Die vergleichsweise große Länge des Zauberstabs deutet zudem auf eine Persönlichkeit hin, die Raum einnimmt und starke Präsenz besitzt. Bellatrix’ Zauberstab ist entsprechend nichts Subtiles oder Elegantes im klassischen Sinne, sondern vielmehr ein Werkzeug für eine Hexe, die gelernt hat ihre Magie mit Nachdruck, Intensität und oftmals beinahe beunruhigender Leidenschaft einzusetzen. Optisch wirkt Bellatrix’ Zauberstab elegant und gleichzeitig leicht bedrohlich. Das dunkle Walnussholz besitzt eine beinahe schwarzbraune Färbung und glänzt im Licht matt, als wäre die Oberfläche über viele Jahre hinweg ständig poliert worden. Der Stab ist ungewöhnlich schlank gearbeitet, dabei jedoch etwas länger als viele andere Zauberstäbe und wirkt in der Hand auffallend leicht. Die Struktur des Holzes ist fein, aber nicht vollkommen glatt. Entlang des Griffes ziehen sich leicht geschwungene Maserungen, die entfernt an ineinanderlaufende Ranken oder Flammen erinnern. Der Griff selbst verjüngt sich nur minimal und liegt dadurch ausgesprochen sicher in der Hand, beinahe so, als würde der Zauberstab Bewegungen seines Besitzers bereits erahnen bevor diese tatsächlich ausgeführt werden. Gerade bei Magie wirkt der Stab auffallend reaktionsfreudig. Zauber entstehen schnell, intensiv und oftmals mit ungewöhnlich starker Wirkung. Besonders bei dunkler Magie scheint der Zauberstab beinahe mühelos mit Bellatrix zusammenzuarbeiten.
  • 30.04.1951: Geburt als älteste Tochter von Cygnus und Druella Black
  • 1953: Geburt von Andromeda Black
  • 21.01.1955: Geburt von Narcissa Black
  • 1957-1963: Bella verbringt viel Zeit bei Orion und Walburga Black. Von ihren Eltern fühlt sie sich nicht angenommen oder gar verstanden. Die beiden sind mit ihr überfordert und nehmen die Hilfe von Schwester und Schwager gerne an. Bella verbringt auch gerne Zeit mit Walburgas Söhnen. Da wo sie schon kann und darf hilft sie gerne mit, auch wenn sie dann schon bald nach Hogwarts muss. Sie erhält außerdem Privatunterricht im Lesen, schreiben und rechnen und ihre Mutter besteht außerdem auf den Etiketteunterricht.
  • 03.11.1960: Geburt von Sirius Black, Sohn von Orion und Walburga Black
  • 13.02.1961: Geburt von Regulus Black, Sohn von Orion und Walburga Black
  • 1963: Einschulung in Hogwarts (Slytherin) Bella fällt der Wechsel auf die Schule nicht schwer. Allerdings hat sie anfänglich im Unterricht ein paar Probleme damit, still zu sitzen. Die Probleme geben sich allerdings schnell, weil Bella sich gut in ihrem Haus und bei ihren Mitschülern einfindet.
  • 1968: Ablegen der ZAGs in den Pflichtfächern sowie Wahlfächern
    • Zaubertränke: O
    • Zauberkunst: E
    • Verwandlung: E
    • Verteidigung gegen die dunklen Künste: O
    • Kräuterkunde: A
    • Geschichte der Zauberei: E
    • Astronomie: A
    • Alte Runen: E
    • Wahrsagen: A
  • 26.12.1969: Verlobung mit Rodolphus Lestrange
  • 1970: Ablegen der UTZ
    • Zaubertränke: O
    • Zauberkunst: E
    • Verwandlung: E
    • Verteidigung gegen die dunklen Künste: O
    • Geschichte der Zauberei: E
    • Alte Runen: E
  • 1970: Beginn intensiver Studien im Bereich schwarzer Magie in Zusammenarbeit mit Walburga Black
  • 1970: Erstmalige gesellschaftliche Auftritte innerhalb konservativer Reinblutveranstaltungen ohne direkte familiäre Begleitung zusammen mit Rodolphus
  • 1971: Andromeda Black heiratet Ted Tonks gegen den Willen ihrer Familie und wird daraufhin aus dem Hause Black ausgeschlossen
  • 18.08.1972: Eheschließung mit Rodolphus Lestrange Anschließend mehrmonatige Reise durch Europa und Teile Asiens gemeinsam mit ihrem Ehemann; Beschäftigung mit internationalen Reinblutgesellschaften, magischen Artefakten und obskuren Ritualpraktiken
  • 1973: Orion und Roderick bringen die beiden jungen Eheleute in die Machenschaften der Todesser mit ein. Rodolphus und Bellatrix lassen offiziell verlauten, dass sie ihre Kinder in einer besseren Welt großziehen und diese daher erst einmal erschaffen wollen Bella und Rodolphus lernen Antonin Dolohov kennen und freunden sich mit ihm an. Viele Aufträge erledigen sie als Trio und steigen so entsprechend weiter auf. Dank zuverlässiger Ergebnisse bei Aufträgen und intensiver Beschäftigung mit allem, was ihnen aufgetragen wird, pflegen sie im Anschluss regelmäßige direkte Kontakte zum dunklen Lord Zwischen Bellatrix, Rodolphus und Antonin entsteht eine Art Dreiecksbeziehung. Alle drei erhalten in diesem Jahr das dunkle Mal.
  • 1975: Gemeinsame Eröffnung eines Antiquariats mit Schwerpunkt auf seltenen Büchern, magischen Fachwerken und Kunstobjekten Übernahme organisatorischer und buchhalterischer Tätigkeiten innerhalb des Antiquariats
  • 1977: Eheschließung von Narcissa Black und Lucius Malfoy Bellatrix und Rodolphus nehmen selbstverständlich an den Feierlichkeiten teil. Bella ist Cissy’s Trauzeugin.
  • bis 1978: Vertiefung ihrer Kenntnisse im Bereich schwarzer Magie und verbotener Flüche unter anderem in Kontakt mit Antonin Dolohov, Roderick Lestrange und Walburga Black Verfeinerung des Cruciatus Fluchs in Zusammenarbeit mit Antonin Dolohov
  • 1978: Bella versucht sich einen höheren Platz in den Reihen der Todesser zu erkämpfen und mehr wahrgenommen zu werden. Andromeda betrachtet sie mittlerweile nicht mehr als Schwester, sondern als Verräterin am eigenen Blut. Entsprechend existiert keinerlei Kontakt zwischen den beiden Frauen und Bellatrix spricht nur selten überhaupt noch über sie. Zu Narcissa hingegen pflegt Bellatrix weiterhin ein enges Verhältnis. Die beiden sind als Schwestern nach wie vor unzertrennlich und ihr gegenüber zeigt Bella sich durchaus auch ein wenig angreifbarer, als gegenüber anderen Menschen. Zu ihren Eltern hat Bellatrix nur sporadischen Kontakt. In der Familie ihres Mannes sowie in Orion und Walburga hat sie ihre eigentliche Wunschfamilie gefunden und fühlt sich dort ausgesprochen wohl. Auch Antonin ist mittlerweile fester Bestandteil ihres familiären Umfeldes und verbringt viel Zeit mit Rodolphus und ihr.
Fähigkeiten
Einfluss
Kampfkunst
Muggelwissen
Magisches Potential
Schwarze Magie
Soziales Chamäleon
Einfluss
Bellatrix stammt aus dem Hause Black und hat ihr gesamtes Leben innerhalb jener gesellschaftlichen Kreise verbracht, in denen Namen oftmals mehr Gewicht besitzen als Gesetze.
Entsprechend verfügt sie über ausgezeichnete Kontakte innerhalb konservativer Reinblutfamilien und bewegt sich mit einer gewissen Selbstverständlichkeit durch die oberen Ebenen der magischen Gesellschaft.
Gemeinsam mit Rodolphus Lestrange bildet sie dabei ein gesellschaftlich ausgesprochen präsentes Reinblutpaar. Die beiden besuchen regelmäßig Veranstaltungen alter Familien, pflegen Kontakte innerhalb elitärer Kreise und führen mit ihrem Antiquariat zusätzlich einen Ort, an dem nicht nur seltene Bücher und Kunstobjekte gehandelt werden, sondern auch Informationen, Gerüchte und Beziehungen beinahe beiläufig ihren Besitzer wechseln.
Bellatrix kennt dadurch erstaunlich viele Menschen oder weiß zumindest genau, wer Einfluss besitzt, wer mit wem verbunden ist und welche Namen man innerhalb bestimmter Kreise besser nicht offen erwähnt. Sie versteht es hervorragend gesellschaftliche Spannungen wahrzunehmen und Menschen gegeneinander auszuspielen, wenn es ihr nützt.
Gleichzeitig unterschätzen viele Bellatrix zunächst, weil sie nach außen hin oft eher wie eine naive Reinblutprinzessin wirkt als wie jemand, der aufmerksam zuhört und sich Details merkt. Dass sie zusätzlich den Namen Black trägt und eng mit angesehenen Familien wie den Lestranges verbunden ist, verstärkt ihren gesellschaftlichen Einfluss erheblich.
Bellatrix besitzt zwar weder ein politisches Amt noch nennenswerte Macht innerhalb ministerialer Strukturen, bewegt sich allerdings innerhalb jener Kreise, in denen Entscheidungen häufig längst vorbereitet werden, bevor sie überhaupt öffentlich ausgesprochen werden.
Sie gehört entsprechend nicht zu den Menschen, die offiziell die Kontrolle besitzen — wohl aber zu jenen, die problemlos Zugang zu den richtigen Räumen, Gesprächen und Personen erhalten. Bellatrix selbst genießt diese Aufmerksamkeit sehr. Sie ist niemand, der still im Hintergrund bleibt oder sich bewusst kleiner macht als nötig. Sie möchte gesehen werden, Eindruck hinterlassen und als jemand wahrgenommen werden, dessen Anwesenheit Bedeutung besitzt. Und ehrlich gesagt gelingt ihr genau das meistens ziemlich gut.

Magisches Potenzial
Auch magisch gehört Bellatrix zweifellos zu den talentierteren Hexen ihrer Generation. Neue Zauber fallen ihr vergleichsweise leicht und insbesondere in emotional aufgeladenen Situationen zeigt sich, wie viel rohe Kraft eigentlich in ihr steckt.
Allerdings ist diese Stärke nicht immer sauber kontrolliert.
Bellatrix’ Magie reagiert oftmals beinahe empfindlich auf ihren emotionalen Zustand. Wut, Euphorie, Ehrgeiz oder Frustration schlagen sich entsprechend deutlich in ihrer Zauberei nieder und führen nicht selten dazu, dass Zauber stärker, aggressiver oder schlicht zerstörerischer ausfallen als ursprünglich beabsichtigt. Und damit auch deutlich schwerer kontrollierbar.
Ihre Magie wirkt dadurch häufig intensiv und schwer vollkommen vorhersehbar. Bellatrix selbst empfindet das dabei weniger als Schwäche denn als Ausdruck echter Stärke.
Dass sie die magischen Auswüchse ihrer eigenen Fähigkeiten nicht immer kontrollieren kann bedeutet für sie nur, dass sie auch außerordentlich begabt sein muss.

Kampfkunst
Im direkten Kampf sollte man Bellatrix ebenfalls besser nicht unterschätzen.
Sie ist schnell, impulsiv und vor allem ausgesprochen offensiv. Während andere zaudern oder analysieren, hat sie meistens längst gehandelt. Gerade ihre Risikobereitschaft macht sie schwer einzuschätzen, da sie deutlich weniger Angst davor hat verletzt zu werden als viele andere.
Einen Teil ihrer Fähigkeit gewinnt sie vor allem aus immer wiederkehrenden Übungsduellen mit Antonin Dolohov, der ihre Fähigkeiten grundsätzlich bis zum Äußersten ausreizt. Die regelmäßige Übung mit dem erprobten Kämpfer haben aus Bellatrix eine junge Frau gemacht, die schnell, wendig und ausgesprochen kreativ vorgeht. Und weil man unfair kämpfen muss als Frau vielleicht auch oft genug unmagisch.
Dazu kommt, dass Bellatrix durchaus Freude daran empfindet ihre Gegner einzuschüchtern oder emotional aus dem Gleichgewicht zu bringen. Sie kämpft selten fair und ehrlich gesagt interessiert sie das auch herzlich wenig.

Muggelwissen
Ihr Wissen über die Welt der Muggel hingegen ist eher überschaubar.
Bellatrix kennt die grundlegenden Dinge, die man eben mitbekommt, wenn man gelegentlich gezwungen ist sich außerhalb reinblütiger Kreise zu bewegen, wirklich interessieren tut sie sich dafür allerdings nicht. Muggeltechnik empfindet sie als laut, unnötig kompliziert und ehrlich gesagt ziemlich hässlich. Sie könnte sich vermutlich halbwegs unauffällig durch London bewegen, würde dabei aber aussehen wie jemand, der jederzeit bereit ist sich über alles und jeden zu beschweren.

Schwarze Magie
Besonders hervorzuheben ist allerdings ihre Beschäftigung mit schwarzer Magie.
Bellatrix interessierte sich bereits früh für verbotene und obskure Zauber und wurde innerhalb ihrer Familie darin nicht nur geduldet, sondern aktiv gefördert.
Insbesondere Walburga Black erkannte früh Bellatrix’ Faszination für dunkle Magie und begann damit sie gezielt an alte Rituale, Flüche und die entsprechenden Familienarchive heranzuführen.
Später vertiefte sich dieses Interesse zusätzlich durch den engen Kontakt zu Antonin Dolohov, mit dem Bellatrix über Jahre hinweg nicht nur gemeinsam arbeitet, sondern sich auch intensiv über magietheoretische Feinheiten, verbotene Zauber und Möglichkeiten schwarzer Magie austauscht.
Mit der Zeit entwickelte Bellatrix dadurch eine beinahe beunruhigende Beziehung zu den dunklen Künsten. Alte Rituale, obskure Flüche und die Frage, wie weit sich Magie eigentlich treiben lässt, faszinieren sie ehrlich und oftmals mit einer Intensität, die selbst innerhalb konservativer Reinblutkreise nicht mehr ganz gesund wirkt.
Wenn Bellatrix sich mit einem Thema beschäftigt, verliert sie sich regelrecht darin.
Sie arbeitet tagelang an einzelnen Zaubern, testet Variationen, liest alte Aufzeichnungen oder diskutiert stundenlang über theoretische Zusammenhänge, ohne überhaupt zu bemerken wie viel Zeit vergangen ist. Besonders gefährlich ist dabei vermutlich, dass Bellatrix ihre Beschäftigung mit schwarzer Magie nie als moralischen Grenzbereich wahrgenommen hat. Für sie war dieses Wissen nie verbotenes Grauen, sondern vielmehr etwas Faszinierendes, Mächtiges und beinahe Schönes. Auf diese Weise besitzt sie in diesem Bereich ein bemerkenswert tiefes Wissen, obwohl sie noch längst nicht aufgehört hat weiterzulernen.
Sehr zum Leidwesen ihrer Eltern, die die Hingabe zu den dunklen Künsten so gar nicht teilen.

Soziales Chamäleon
Der Umstand, dass andere Menschen deutlich besser auf kontrollierte Versionen ihrer Persönlichkeit reagieren als auf ihre tatsächliche Impulsivität, ist Bella schon mit knapp 12 Jahren bewusst geworden. Entsprechend beherrscht sie es mittlerweile bemerkenswert gut, sich sozialen Situationen entsprechend anzupassen und genau die Rolle einzunehmen, die gerade von ihr erwartet wird. Insbesondere an Walburga hat sie sich in Sachen Selbstbeherrschung orientiert.
Bei gesellschaftlichen Veranstaltungen wirkt sie oft ruhig, elegant und beinahe makellos erzogen - besonders dann, wenn der Ruf ihrer Familie oder ihres Ehemannes auf dem Spiel steht.
Allerdings handelt es sich dabei keineswegs um einen natürlichen Zustand. Die permanente Selbstkontrolle kostet sie viel Energie und führt häufig dazu, dass Bellatrix nach längeren gesellschaftlichen Verpflichtungen spürbar erschöpft oder gereizt reagiert. Menschen, die ihr wirklich nahestehen, erleben deshalb oft einen deutlichen Unterschied zwischen ihrer öffentlichen und privaten Persönlichkeit.
Wusstest du, dass...




Jeder weiß, dass...
  • Sie unglaublich schlecht darin ist einfach stillzusitzen und nichts zu tun?
  • Bellatrix grundsätzlich immer overdressed wirkt und vermutlich selbst zum Frühstück geschniegelt auftaucht?
  • Sie großen Wert auf ihr Äußeres legt und ungeschminkt niemals das Haus verlassen würde?
  • Ihr Haar meistens perfekt sitzt — und sie ausgesprochen schlechte Laune bekommt, wenn dem nicht so ist?
  • Bellatrix eine unangenehme Angewohnheit besitzt Menschen ungefragt anzufassen, sobald sie jemanden mag oder interessant findet?
  • Sie sehr laut lachen kann und dabei keinerlei Scham empfindet?
  • Bellatrix oft deutlich zu nah vor anderen Menschen steht, ohne das selbst überhaupt wahrzunehmen?
  • Bellatrix eine Vorliebe für teure Kleidung, Schmuck und alte Familienerbstücke besitzt?
  • Sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Rodolphus Lestrange ein Antiquariat führt?
  • Man Bellatrix und Rodolphus nur selten getrennt voneinander antrifft?
  • Bellatrix Aufmerksamkeit in einem Raum oftmals sofort bemerkt und beinahe automatisch anzieht?
  • Oder das sie Konflikte erkennen, bevor diese ausbrechen und entsprechend befeuern, um die Show zu genießen?
  • Sie stundenlang über schwarze Magie reden kann, ohne überhaupt zu bemerken, dass andere Menschen vielleicht gelangweilt aussehen?
  • Sie das nur dort tut, wo sie sicher sein kann, dass man sie dafür nicht auf die Anklagebank setzt?
  • Sie allgemein sehr viel reden kann. Über alles, was sie interessiert.
  • Bellatrix innerhalb ihrer Familie besonders eng mit Orion und Walburga Black verbunden ist?
  • Walburga Black ihr großes Vorbild darstellt?
  • Bellatrix ihre Schwester Andromeda konsequent wie einen unangenehmen Familienfehler behandelt?
  • Sie gegenüber Narcissa deutlich weicher reagiert als bei den meisten anderen Menschen?
  • Bellatrix Morpheus, die Inferi-Eule von Walburga Black, absolut vergöttert?
  • Sie selbst am liebsten jedes magisch konservierte oder animierte Tier besitzen würde, das ihr interessant genug erscheint?
  • Rodolphus ihr tote Hunde ausdrücklich verboten hat, weil er Hunde tatsächlich mag?
  • Bellatrix eine erstaunlich hohe Schmerztoleranz besitzt?
  • Bellatrix während Hogwarts dem Hause Slytherin angehörte?
  • Sie Menschen entweder sehr schnell faszinierend oder vollkommen uninteressant findet. Dazwischen existiert erstaunlich wenig?
  • Bellatrix oft wirkt, als wäre sie gedanklich gleichzeitig bei fünf verschiedenen Dingen?
  • Sie Dinge, die sie wirklich interessieren, beinahe obsessiv verfolgt?
  • Bellatrix erstaunlich schnell beleidigt reagiert, sobald sie sich ignoriert oder nicht ernst genommen fühlt?
  • Bellatrix ihren Geburtsnamen Black mit beinahe aggressivem Stolz trägt?
  • Sie es hasst unterschätzt zu werden — auch wenn sie genau das oft gezielt für sich nutzt?


Freunde und Familie wissen, dass...
  • Sie erstaunlich körperlich anhänglich werden kann, sobald sie jemanden wirklich in ihr persönliches Umfeld aufgenommen hat?
  • Sie bei Rodolphus oft deutlich ruhiger wirkt als bei den meisten anderen Menschen?
  • Sie manchmal mitten in Gesprächen verschwindet, weil ihr irgendetwas eingefallen ist, das sie sofort ausprobieren möchte?
  • Sie eine beinahe kindliche Begeisterung entwickeln kann, sobald jemand ihr neue magische Bücher, Rituale oder Artefakte zeigt?
  • Sie sich stundenlang mit Antonin Dolohov über theoretische Magie streiten kann, ohne überhaupt zu bemerken wie viel Zeit vergangen ist?
  • Sie Menschen, die sie liebt, teilweise mit erschreckender Intensität beschützt?
  • Sie Rodolphus gegenüber deutlich kompromissbereiter ist als bei fast allen anderen Menschen?
  • Sie Rodolphus vermutlich deutlich mehr vertraut als irgendjemand anderem?
  • Sie weiß, dass ihr Mann Schokofrösche eklig findet und genau deshalb gerne direkt vor ihm welche ist?
  • Sie das möglichst plakativ tut, um eine Reaktion auszulösen?
  • Bellatrix und Rodolphus gemeinsam auffallend gut darin sind gesellschaftliche Unruhe zu stiften, ohne dabei jemals offen gegen Regeln zu verstoßen?
  • Sie deshalb gerne Leute beobachten, die ohnehin schon unglücklich sind um für unangenehme Situationen zu sorgen?
  • Bella von ihrer Wahl-Mutter Walburga zur Hochzeit einen untoten Streifenkauz bekommen hat?
  • Sie dem Tier den Namen Phobos verpasst hat?
  • Die beiden Inferi, Morpheus und Phobos, ständig miteinander kuscheln?
  • Der gesamte Schriftverkehr zwischen den beiden Frauen durch die Inferi-Eulen stattfindet?
  • Sie manchmal vollkommen vergisst zu essen oder zu schlafen, wenn sie sich zu sehr in ein Thema hineinsteigert?
  • Sie innerhalb ihrer Familie überraschend viel Körperkontakt sucht?
  • Sie unglaublich nachtragend sein kann und Beleidigungen teilweise über Jahre hinweg nicht vergisst?
  • Sie sich deutlich stärker über Ignoranz aufregt als über offene Feindseligkeit?
  • Ihr Lob deutlich mehr bedeutet, als sie jemals offen zugeben würde?
  • Sie manchmal absichtlich provoziert, nur um überhaupt irgendeine emotionale Reaktion zu bekommen?
  • Sie es hasst alleine zu sein, auch wenn sie das niemals so formulieren würde?
  • Sie in Wahrheit erstaunlich sensibel darauf reagiert verlassen oder ausgeschlossen zu werden?
  • Sie Morpheus regelmäßig kleine Geschenke mitbringt, als würde die Eule tatsächlich verstehen, was sie da bekommt?
  • Sie tote oder konservierte Tiere ehrlich faszinierend findet und diese deutlich niedlicher wahrnimmt als die meisten anderen Menschen?
  • Sie eine Schwäche für Süßigkeiten besitzt, insbesondere übertrieben teure oder aufwendig gestaltete?
  • Sie Namen, Geburtstage und peinliche Details über andere Menschen erschreckend gut behalten kann?
  • Sie sehr genau darauf achtet, wie andere Menschen auf sie reagieren?
  • Sie innerhalb ihres familiären Umfeldes deutlich humorvoller wirkt als in gesellschaftlichen Situationen?
  • Bellatrix ein sehr viel besseres Gedächtnis für Menschen und Gespräche besitzt als für praktische Alltagsdinge?
  • Sie mit Narcissa teilweise stundenlang über Kleidung, Schmuck oder andere gesellschaftlich vollkommen irrelevante Dinge reden kann?
  • Sie manchmal so schnell spricht, dass andere Menschen kaum noch hinterherkommen?
  • Sie sich emotional sehr stark an einzelne Menschen bindet und diese Bindungen dann beinahe obsessiv werden können?
  • Sie viel schneller verletzt ist, als sie nach außen wirken möchte?
  • Sie Nähe oft über Kontrolle, Aufmerksamkeit oder Besitzdenken ausdrückt, ohne das selbst wirklich zu bemerken?
  • Sie sich heimlich freut, wenn Rodolphus sie in gesellschaftlichen Situationen bewusst machen lässt, was sie will?
  • Sie sich erstaunlich leicht für neue magische Theorien oder Experimente begeistern lässt?
  • Sie mit Menschen, die sie wirklich mag, überraschend albern sein kann?
  • Sie sich deutlich besser an Gespräche erinnert als an konkrete Termine oder alltägliche Verpflichtungen?
  • Sie eine überraschend dominante Ader hat – insbesondere im Umgang mit Antonin.


Wusstest du, dass...
  • Bellatrix auch schon gefährliche und verbotene Rituale ausprobiert hat, einfach weil sie wissen wollte, ob diese funktionieren?
  • Sie das lieber weder Antonin noch Rodolphus erzählt, damit sie sich nicht sorgen (oder mit ihr schimpfen)
  • Sie eine Sammlung obskurer magischer Artefakte besitzt, von denen selbst Rodolphus nicht bei allen genau weiß, woher sie stammen?
  • Diese Dinge sicher nicht legal beschafft wurden.
  • Bellatrix sich heimlich wünscht innerhalb der Todesser irgendwann wirklich unübersehbar wichtig zu werden?
  • Sie Anerkennung durch Lord Voldemort deutlich mehr beschäftigt, als sie öffentlich jemals zugeben würde?
  • Bellatrix sich insgeheim davor fürchtet irgendwann langweilig oder bedeutungslos zu werden?
  • Sie manchmal bewusst Situationen eskalieren lässt, einfach weil sie die entstehende Dynamik interessant findet?
  • Bellatrix erstaunlich wenig Angst vor körperlichen Schmerzen besitzt, dafür allerdings umso mehr davor ignoriert zu werden?
  • Sie heimlich überzeugt davon ist magisch außergewöhnlicher zu sein als die meisten Menschen in ihrem Umfeld?
  • Bellatrix sich selbst deutlich intelligenter hält, als sie sich gesellschaftlich oft präsentiert?
  • Sie Gerüchte liebt! Nicht unbedingt, weil sie daran glaubt, sondern weil Informationen Macht bedeuten? Außerdem bedeutet Tratsch, dass sie Aufmerksamkeit bekommt.
  • Bellatrix manchmal absichtlich unterschätzt wirken möchte, um andere Menschen unvorsichtig werden zu lassen?
  • Bellatrix eine unangenehme Angewohnheit besitzt während Gesprächen plötzlich völlig andere Themen anzuschneiden, die nur in ihrem eigenen Kopf logisch verbunden sind?
  • Sie heimlich gerne einmal einen Drachen aus nächster Nähe sehen würde? Und streicheln!
  • Sie Geld erstaunlich schnell für Bücher, Schmuck oder unnötig luxuriöse Dinge ausgibt?
  • Bellatrix manchmal so sehr in Gedanken versinkt, dass sie ihre Umgebung kaum noch wahrnimmt?
  • Bellatrix tief im Inneren große Angst davor hat ersetzt zu werden?
  • Sie Menschen, die sie emotional verletzen, nur äußerst selten wirklich verzeiht?
  • Bellatrix ihre eigenen moralischen Grenzen immer weiter verschiebt, ohne selbst noch bewusst wahrzunehmen wie extrem manche ihrer Ansichten inzwischen geworden sind?
  • Sie sich selbst niemals als grausamen Menschen beschreiben würde?
  • Bellatrix fest davon überzeugt ist, dass die meisten Menschen schlicht nicht mutig genug sind echte Macht auszuhalten?
  • Bellatrix ihre Familie nach außen hin verteidigt, innerlich aber seit Jahren darunter leidet, dass ihre Eltern mit ihr überfordert waren?
  • Sie tief im Inneren vermutlich deutlich verletzlicher ist, als sie jemals zulassen würde?
Todesser



Fraktion
Bellatrix gehört den Todessern mit voller Überzeugung an und empfindet ihre Zugehörigkeit weder als Belastung noch als moralischen Konflikt. Im Gegenteil. Innerhalb der Bewegung hat sie zum ersten Mal das Gefühl gefunden wirklich gebraucht zu werden. Während andere Menschen ihre Intensität, ihre Obsessionen oder ihre kompromisslose Art oftmals als anstrengend oder beängstigend wahrnahmen, werden genau diese Eigenschaften innerhalb der Reihen der Todesser plötzlich wertvoll. Bellatrix erlebt die Bewegung nicht als Unterdrückung, sondern beinahe als Befreiung. Regeln werden dort klarer gezogen, Loyalität offen eingefordert und Macht nicht hinter höflichen Fassaden versteckt. Dabei bewegt Bellatrix sich erstaunlich selbstverständlich innerhalb dieser Strukturen. Sie hinterfragt Befehle nicht offen und empfindet Härte oder Gewalt nicht als abschreckend, solange sie einem größeren Ziel dienen. Vieles daran hängt auch mit ihrem eigenen Weltbild zusammen. Bellatrix glaubt fest daran, dass manche Menschen schlicht bedeutender sind als andere und dass Stärke sich letztlich durchsetzen sollte. Die Todesser geben diesen Gedanken eine Struktur und einen Zweck. Dabei erhält Bellatrix innerhalb der Bewegung genau das, wonach sie sich bereits ihr gesamtes Leben gesehnt hat: Aufmerksamkeit, Bedeutung und Anerkennung durch Menschen, die sie selbst als außergewöhnlich betrachtet. Bellatrix weiß, dass Orion Black und Roderick Lestrange Teil der Bewegung sind und innerhalb dieser Kreise offenbar großen Einfluss besitzen. Dass beide Männer ihre Loyalität Lord Voldemort widmen, verstärkt Bellatrix’ Überzeugung zusätzlich. Menschen wie Orion oder Roderick verkörpern für sie Stärke, Kontrolle und gesellschaftliche Macht. Dass ausgerechnet sie hinter Voldemort stehen, bestätigt Bellatrix in ihrem Glauben, auf der richtigen Seite zu stehen. Die genauen Strukturen innerhalb der Todesser interessieren sie dabei erstaunlich wenig. Bellatrix kennt lediglich die Identitäten weniger enger Mitstreiter wie Rodolphus Lestrange oder Antonin Dolohov und hat keinerlei Bedürfnis darüber hinaus mehr zu erfahren. Geheimhaltung empfindet sie nicht als Einschränkung, sondern als Zeichen von Exklusivität und Vertrauen. Zudem steigert es die Sicherheit der einzelnen Personen. Der Krieg selbst bedeutet für Bellatrix entsprechend keine Quelle von Angst, sondern vielmehr eine Entwicklung, die ihrer Ansicht nach längst überfällig war. Die zunehmende Gewalt, die Unsicherheit innerhalb der Gesellschaft und selbst die Berichte über Tote oder Anschläge erschüttern sie deutlich weniger als andere Menschen. Nicht, weil Bellatrix emotionslos wäre, ganz sicher nicht. Sondern weil sie viele dieser Ereignisse innerhalb ihres radikalisierten Weltbildes längst anders bewertet. Gewalt erscheint ihr nicht sinnlos, sondern notwendig. Einschüchterung nicht grausam, sondern effektiv. Gerade dadurch verliert Bellatrix zunehmend die Fähigkeit einzuschätzen, wie extrem ihre eigenen Ansichten inzwischen geworden sind. Sie genießt es, grausam und willkürlich agieren zu dürfen. Und sie genießt es außerdem, dass sie dafür auch noch Aufmerksamkeit bekommt und sich wichtig fühlt. Dass sie für den dunklen Lord im Grunde nur eine hübsche Handpuppe ist, versteht sie nicht. Deshalb kommt hinzu, dass Bellatrix sich innerhalb der Bewegung regelrecht verliert. Sie stürzt sich mit beinahe manischer Begeisterung in Aufträge, beschäftigt sich obsessiv mit schwarzer Magie und sucht ständig nach Möglichkeiten sich weiter zu beweisen. Anerkennung durch den dunklen Lord oder höhergestellte Todesser besitzt für sie einen enormen emotionalen Wert, auch wenn sie das niemals offen formulieren würde. Bellatrix möchte nicht bloß Teil der Bewegung sein. Sie möchte auffallen. Wichtig sein. Unverzichtbar werden.


Amortentia
Irrwicht
Der Amortentia-Trank riecht für Bellatrix nach schweren Parfümnoten, dunklem Holz und dem Wachs alter Kerzen, wie sie im Hause Black beinahe ständig gebrannt hatten. Darunter liegt der Geruch alter Bücherseiten, ein wenig Staub, Leder und Tinte — das Antiquariat spätabends, wenn es still geworden ist und nur noch das Knistern magischer Schutzzauber durch die Regale zieht. Dazu mischt sich kalte Nachtluft nach Sommerregen und ganz schwach der metallische Duft frisch gewirkter Magie, dieses elektrische Knistern kurz bevor ein Zauber den Raum verändert.
Der Trank selbst ist tief burgunderrot mit fast schwarzem Schimmer darin. Je nachdem wie das Licht darauf fällt, wirkt er manchmal beinahe wie flüssiger Wein und manchmal wie geronnenes Blut. Die Oberfläche bewegt sich unruhig und spiegelt Gesichter nie ganz richtig wider.
Geschmacklich ist der Trank intensiv und widersprüchlich zugleich. Zunächst süß und schwer wie teurer Likör, beinahe angenehm — ehe kurz darauf bittere Kräuternoten folgen, begleitet von etwas Rauchigem und scharfem Zimt auf der Zunge. Der Nachgeschmack bleibt ungewöhnlich lange bestehen und wird mit jedem Schluck ein wenig stärker, bis er beinahe unangenehm wird. Genau die Art von Geschmack, die Bellatrix eigentlich verabscheuen müsste und trotzdem sofort noch einmal probieren würde.
Man könnte natürlich damit rechnen, dass sie ihren toten Ehemann sieht. Oder den gestürzten Lord Voldemort. Aber stattdessen sitzt Bellas Angst sehr viel tiefer.
Der Irrwicht zeigt ihr einen überfüllten Raum. Einen prächtigen Ballsaal voller Stimmen, Gelächter und Gespräche. Menschen bewegen sich an ihr vorbei, unterhalten sich. Sie trinken, tanzen und haben Spaß. Bella steht mittendrin, perfekt gekleidet, makellos frisiert. So schön und eindrucksvoll wie immer. Sie spricht die ersten Personen an, doch niemand reagiert auf sie. Nicht ein einziger Blick streift sie.
Je länger sie versucht Aufmerksamkeit zu bekommen, desto schlimmer wird es. Gespräche laufen einfach weiter. Menschen rempeln sie an, ohne sich zu entschuldigen. Ihr Lachen verhallt ungehört zwischen den Stimmen anderer. Selbst ihre Familie scheint sie nicht wahrzunehmen. Walburga blickt durch sie hindurch. Orion wendet sich jemand anderem zu. Rodolphus reagiert nicht einmal, wenn sie ihn berührt.
Am schlimmsten allerdings ist Lord Voldemort. Nicht, weil er sie angreift oder verspottet — sondern weil er sie ansieht, ohne irgendeine Form von Wiedererkennen in den Augen zu haben. Als wäre sie vollkommen bedeutungslos. Austauschbar. Vergessen.
Der Irrwicht konfrontiert Bellatrix also nicht mit dem Tod, sondern mit der Vorstellung, keinerlei Eindruck auf die Welt zu hinterlassen. Nicht gefürchtet zu werden. Nicht bewundert zu werden. Nicht einmal gehasst. Einfach zu verschwinden, als hätte sie nie existiert.

Bellatrix ist alleine nicht in der Lage, ihren Irrwicht zu besiegen.
Familie




Hauptwohnsitz der Lestranges: Lestrange Court, Kent
Hauptwohnsitz der Blacks: Grimmauldplace, London

Stammbaum:
  • Licorus Black | geb. 1808 | verstorben 1872
    • oo Magenta Black, geb. Tripe | geb. **
    • Phineas Black | geb. 1847 | verstorben 1925
      • oo Ursula Black, geb. Flint | geb. **
      • Phineas Black | geb. 1875
        • Kreios Black | geb. 1932
          • oo Ernestine Black, geb. Bagshot | geb. **
          • Artemis Black | geb. 1953
          • Theseus Black | geb. 1957
          • Cassandra Black | geb. 1960
    • Sirius Black | geb. 1877
      • oo Hesper Black | geb. 1880
      • Arcturus Black | geb. 1901
        • oo Melania Black, geb. MacMillan | geb. **
        • Lucretia Prewett, geb. Black | geb. 1925
          • oo Ignatius Prewett | geb. 1922
        • Orion Black | geb. 17.02.1929
          • oo Walburga Black, geb. Black | geb. 30.04.1925
          • Sirius Black | geb. 03.11.1960
          • Regulus Black | geb. 13.02.1961
      • Lycoris Black | geb. 1904 | verstorben 1965
      • Regulus Black | geb. 1906 | verstorben 1959
    • Arcturus Black | geb. 1884 | verstorben 1959
      • oo Lysandra Black, geb. Yaxley | geb. **
      • Callidora Longbottom, geb. Black | geb. 1915
        • oo Harfang Longbottom | geb. **
      • Cedrella Weasley, geb. Black | geb. 1917
        • oo Septimus Weasley | geb. **
      • Charis Crouch, geb. Black | geb. 1919 | verstorben 1973
        • oo Caspar Crouch | geb. **
    • Belvina Burke, geb. Black | geb. 1886 | verstorben 1962
      • oo Herbert Burke | geb. **
      • 1. Sohn
      • 2. Sohn
      • 1. Tochter
    • Cygnus Black | geb. 1889 | verstorben 1943
      • oo Violette Black, geb. Bulstrode | geb. **
      • Pollux Black | geb. 1912
        • oo Irma Black, geb. Crabbe | geb. **
        • Walburga Black, geb. Black | geb. 30.04.1925
          • oo Orion Black | geb. 17.02.1929
            • Sirius Black | geb. 03.11.1960
            • Regulus Black | geb. 13.02.1961
        • Alphard Black | geb. 12.07.1931 | verstorben 18.10.1977
        • Cygnus Black | geb. 12.11.1938
          • oo Druella Black, geb. Rosier | geb. **
          • Bellatrix Lestrange, geb. Black | geb. 30.04.1951
            • oo Rodolphus Lestrange | geb. **
          • Andromeda Tonks, geb. Black | geb. 1953
            • oo Ted Tonks | geb. **
          • Narcissa Malfoy, geb. Black | geb. 21.01.1955
            • oo Lucius Malfoy | geb. **
        • Cassiopeia Black | geb. 1915
        • Marius Black | geb. 1917
        • Dorea Potter, geb. Black | geb. 1920 | verstorben 1977
          • oo Charlus Potter | geb. 1912


    Bezug zur Umwelt



    Persönliche Wünsche vs. Patriarchat

    Bellatrix wollte eigentlich nie die Rolle einer stillen, gehorsamen, reinblütigen Frau.
    Das Problem ist nur, dass sie schnell verstehen musste, wie die Welt um sie herum funktioniert. Als Frau hat man wenige Rechte und offener Widerstand bringt entsprechend. Am Ende führt sowas nur zur gesellschaftlichen Isolation und Bellatrix kam schon als Kind nicht mit Ablehnung klar.
    Außerdem liebt sie die schöne Kleidung, alte Traditionen, Aufmerksamkeit, große Veranstaltungen und ehrlich gesagt auch den Status, den ihr Name mit sich bringt. Warum also alles niederbrennen, wenn man stattdessen lernen kann, wie man die Regeln anderer ausnutzen kann, um zu bekommen, was man will?

    Bellatrix hat früh verstanden, dass viele Männer innerhalb konservativer Reinblutkreise Frauen chronisch unterschätzen.
    Und genau das nutzt sie für sich aus.
    Nach außen erfüllt sie ihre Rolle beinahe makellos. Sie ist elegant, repräsentabel, gut gekleidet, höflich wenn es sein muss und wirkt auf gesellschaftlichen Veranstaltungen oft wie genau die Art Ehefrau, die man sich innerhalb alter Reinblutfamilien wünscht. Bellatrix weiß ziemlich genau, wann man lächeln, wann man schweigen und wann man seinem Ehemann scheinbar widerspruchslos zustimmen sollte, damit andere Menschen sich sicher fühlen.

    Das bedeutet allerdings keineswegs, dass Rodolphus die Entscheidungen alleine trifft.

    Tatsächlich funktioniert ihre Ehe eher wie eine Partnerschaft zwischen zwei Menschen, die sich gegenseitig sehr genau verstehen. Rodolphus versucht nicht Bellatrix kleiner zu machen oder sie zu kontrollieren und allein dafür bedeutet er ihr vermutlich mehr als die meisten anderen Menschen. Umgekehrt unterstützt Bellatrix ihn mit absoluter Loyalität. Die beiden präsentieren sich nach außen als perfektes Reinblutpaar und profitieren enorm davon, dass andere sie oftmals unterschätzen oder ihre Dynamik falsch einordnen. Während viele glauben Bellatrix würde ihrem Mann einfach folgen, bewegt sie sich längst genau dort, wo sie selbst hinwollte.
    Das gefällt ihr übrigens ziemlich gut. Bellatrix empfindet ihre Rolle innerhalb der Reinblutgesellschaft nicht als Belastung, solange man ihr genügend Raum lässt sich innerhalb dieser Strukturen frei zu bewegen. Sie hat keinerlei Interesse daran bestehende Regeln offen zu zerstören. In ihren Augen liegt wahre Macht ohnehin nicht darin laut gegen Mauern anzurennen, sondern darin Schlüssel zu besitzen, von denen andere nicht einmal wissen, dass es sie gibt.

    Reinblutideologie

    Bellatrix wurde innerhalb einer streng konservativen Reinblutfamilie großgezogen und hat die Reinblutideologie nie als bloße politische Haltung betrachtet, sondern vielmehr als etwas, das tief mit ihrer Vorstellung von Familie, Zugehörigkeit und Identität verbunden ist. Insbesondere ihre Tante Walburga hat sie stark geprägt.
    Alte Reinblutfamilien stehen für sie nicht einfach nur für Geld oder gesellschaftliches Ansehen, sondern für Geschichte, Tradition und ein magisches Erbe, das über Generationen hinweg weitergegeben wurde. Entsprechend empfindet sie viele moderne Entwicklungen innerhalb der Zauberergesellschaft als unerquicklich oder gar gefährlich, insbesondere wenn traditionelle Strukturen zunehmend aufgeweicht werden.
    Dabei ist Bellatrix allerdings keineswegs naiv genug zu glauben, Reinblut allein mache automatisch überlegen.
    Sie verachtet schwache, feige oder unfähige Reinblüter beinahe ebenso sehr wie Menschen, die ihrer Meinung nach keinerlei Verständnis für magische Kultur besitzen. In ihren Augen muss man den eigenen Namen und das eigene Blut auch tatsächlich würdig vertreten. Macht, Bildung, magisches Können und gesellschaftliche Präsenz gehören für sie untrennbar dazu. Reinblut ohne Haltung empfindet sie letztlich als peinlich.
    Die Entzweiung mit Andromeda hat Bellatrix in dieser Haltung zusätzlich bestärkt.
    Dass ihre Schwester sich bewusst gegen ihre Familie und für einen Muggelstämmigen entschieden hat, empfindet sie bis heute nicht nur als Verrat am eigenen Blut, sondern auch als persönliche Zurückweisung all dessen, woran Bellatrix selbst glaubt. Andromeda hat sich ihrer Ansicht nach freiwillig von ihrer Familie, ihrer Kultur und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung losgesagt.
    Und Bellatrix verzeiht nur äußerst selten Menschen, die sich bewusst gegen sie oder gegen das stellen, was ihr wichtig ist. Entsprechend spricht sie kaum noch über ihre Schwester und behandelt sie vielmehr wie einen unangenehmen Makel innerhalb der Familiengeschichte, den man am besten aus Stammbäumen entfernt.

    Trotz ihrer konservativen Haltung bewegt Bellatrix sich allerdings auch innerhalb der Reinblutideologie nicht immer streng entlang klassischer Erwartungen.

    Natürlich weiß sie, dass man von einer Frau wie ihr erwartet Kinder zu bekommen und das eigene Blut weiterzuführen. Nach außen vertreten Rodolphus und sie entsprechend die Haltung, zunächst eine bessere Welt für ihre zukünftige Familie schaffen zu wollen. Und Bellatrix trägt diese Entscheidung auch tatsächlich mit.
    Nicht, weil sie grundsätzlich keine Kinder möchte, sondern weil sie es nicht einsieht ihre Rolle ausschließlich auf Mutterschaft zu reduzieren.
    Sie will Einfluss, Bedeutung und Macht jetzt und nicht irgendwann später im Hintergrund eines Herrenhauses verschwinden, während andere die Welt gestalten.
    Bellatrix findet dabei Wege die Erwartungen ihrer Gesellschaft zu erfüllen, ohne sich vollständig von ihnen einengen zu lassen.
    Sie tritt als makellose Reinbluthexe auf, unterstützt ihren Ehemann öffentlich loyal und bewegt sich gesellschaftlich genau so, wie man es von einer Frau ihres Standes erwartet. Gleichzeitig nutzt sie genau diese Rolle um Freiheiten zu gewinnen, die viele andere Frauen innerhalb konservativer Kreise niemals erhalten würden. Solange Bellatrix nach außen hin die perfekte Ehefrau bleibt, hinterfragt kaum jemand, wie viel Einfluss sie hinter verschlossenen Türen tatsächlich besitzt.

    Todesser

    Bellatrix unterstützt Lord Voldemort überzeugt und betrachtet seine Bewegung nicht als grausame Entgleisung, sondern als notwendige Entwicklung innerhalb einer ihrer Meinung nach zunehmend schwachen und verwässerten Zauberergesellschaft.
    Dass Außenstehende die Todesser als gewalttätig, fanatisch oder gar terroristisch wahrnehmen, spielt für sie dabei kaum eine Rolle. Bellatrix trennt Menschen gedanklich sehr klar in bedeutend und unbedeutend, stark und schwach, nützlich und hinderlich. Entsprechend empfindet sie viele Handlungen der Bewegung weniger als moralisches Problem, sondern vielmehr als Konsequenz eines notwendigen Umbruchs.
    Dass dabei Menschen verletzt, eingeschüchtert oder getötet werden, bewertet sie deutlich nüchterner als normale Menschen.
    Hinzu kommt, dass Bellatrix sich innerhalb der Bewegung zum ersten Mal wirklich gesehen fühlt.
    Lord Voldemort verkörpert vieles von dem, was sie seit Jahren fasziniert: außergewöhnliche magische Fähigkeiten, Kontrolle, Disziplin und Macht.
    Während andere Menschen von Bellatrix’ Intensität häufig überfordert oder genervt reagieren, wird diese innerhalb der Reihen der Todesser plötzlich nützlich. Ehrgeiz, Rücksichtslosigkeit und absolute Loyalität werden dort nicht gebremst, sondern belohnt. Bellatrix stürzt sich entsprechend mit beinahe beunruhigender Begeisterung in alles, was mit der Bewegung zusammenhängt.

    Im Studium der dunklen Künste verliert Bella sich regelrecht.
    Alte Flüche, obskure Rituale, verbotene Zauber und die Frage, wie weit sich Magie eigentlich treiben lässt, faszinieren sie ehrlich und oftmals mit einer Intensität, die selbst innerhalb konservativer Reinblutkreise nicht mehr ganz gesund wirkt.
    Wenn sie sich mit einem Thema beschäftigt, blendet sie vieles andere um sich herum aus, arbeitet tagelang an einzelnen Zaubern oder diskutiert stundenlang über magietheoretische Feinheiten, ohne überhaupt zu bemerken wie viel Zeit vergangen ist. Gerade dadurch entwickelt sie in manchen Bereichen ein erschreckend tiefes Wissen.

    Innerhalb der Todesser versucht Bellatrix sich zunehmend einen höheren Platz zu erarbeiten und wahrgenommen zu werden.
    Lob, Aufmerksamkeit und direkte Anerkennung bedeuten ihr deutlich mehr, als sie jemals offen zugeben würde. Gleichzeitig hält sie sich selbst durchaus für außergewöhnlich und reagiert empfindlich darauf übergangen oder unterschätzt zu werden.
    Bellatrix möchte nicht irgendein Teil der Bewegung sein. Sie möchte wichtig sein. Unverzichtbar. Jemand, dessen Name innerhalb der Reihen bekannt ist und dessen Anwesenheit Eindruck hinterlässt.
    Gemeinsam mit Rodolphus Lestrange und Antonin Dolohov übernimmt sie entsprechend immer häufiger Aufgaben für die Bewegung und bewegt sich dabei zunehmend tiefer in Kreise, aus denen andere Menschen sich längst zurückgezogen hätten. Dass ihre eigene Begeisterung für Macht, schwarze Magie und Anerkennung sie dabei immer weiter radikalisiert, nimmt Bellatrix selbst kaum wahr. Für sie fühlt sich dieser Weg nicht falsch an. Sondern logisch.

    Ministerium

    Das britische Zaubereiministerium betrachtet Bellatrix als schwach, feige und vor allem als eine Institution, die sich selbst zunehmend lähmt. Ihrer Ansicht nach versucht das Ministerium seit Jahren allen Seiten gleichzeitig gerecht zu werden und verliert dadurch immer mehr Autorität. Regeln werden ihrer Meinung nach nicht geschaffen, um Stärke zu sichern, sondern um Menschen einzuschränken, die tatsächlich Macht besitzen.
    Sie empfindet vor allem das internationale Geheimhaltungsabkommen als unnötig. Für sie wirkt die Vorstellung beinahe absurd, dass sich eine magische Gesellschaft dem Schutz der Muggel unterordnen soll.
    Immerhin handelt es sich dabei aus ihrer Sicht um Menschen ohne eigene magische Fähigkeiten, die Zauberern in nahezu jeder Hinsicht unterlegen sind. Dass ganze Gesetze und Einschränkungen existieren, nur um die nichtmagische Bevölkerung vor der Zauberwelt zu schützen, empfindet Bellatrix entsprechend als erniedrigend und vollkommen unverhältnismäßig.
    Das gerade das Gesetz zur vernunftgemäßen Beschränkung der Zauberei Minderjähriger dabei völlig rassistisch ist, schneidet sie nicht mit.
    Bellatrix wuchs in einer alten Reinblutfamilie auf, in der Magie allgegenwärtig war und früh gefördert wurde. Entsprechend fällt es ihr schwer nachzuvollziehen, weshalb magisch begabte Kinder ihre Fähigkeiten künstlich unterdrücken sollen, nur damit Muggel nichts bemerken.
    Dass gerade muggelstämmige Kinder durch solche Gesetze oftmals deutlich stärker überwacht und kontrolliert werden als Reinblüter, reflektiert Bellatrix dabei allerdings kaum.
    Für sie bestätigt das lediglich ihren Eindruck, dass das Ministerium widersprüchlich, ineffizient und von falschen Prioritäten geleitet wird.

    Gleichzeitig übersieht Bellatrix dabei weitgehend, wie sehr ihre eigene Wahrnehmung bereits von den Ideologien der Todesser geprägt wurde.
    Viele ihrer Ansichten über Kontrolle, Schwäche und gesellschaftlichen Verfall übernimmt sie beinahe selbstverständlich aus den Kreisen, in denen sie sich bewegt.
    Dass Lord Voldemort gezielt Ängste schürt, Feindbilder aufbaut und Unzufriedenheit innerhalb konservativer Reinblutfamilien für seine eigenen Machtansprüche nutzt, erkennt Bellatrix nicht wirklich. Oder möchte es vielleicht auch gar nicht erkennen.
    Für sie wirkt seine Bewegung nicht wie das Werk eines machthungrigen Extremisten, sondern wie die logische Antwort auf eine Gesellschaft, die ihrer Meinung nach längst aufgehört hat ihre stärksten Mitglieder ernst zu nehmen.

    Trotz ihrer Verachtung unterschätzt Bellatrix die politische Bedeutung des Ministeriums keineswegs. Sie weiß sehr genau, wie wichtig Einfluss innerhalb staatlicher Strukturen sein kann und betrachtet Kontakte in entsprechende Kreise daher als ausgesprochen nützlich. In ihren Augen sollte Macht allerdings bei jenen liegen, die tatsächlich bereit sind sie konsequent auszuüben — nicht bei Menschen, die sich hinter Vorschriften, Kompromissen und endlosen Debatten verstecken.

    Werwölfe

    Bellatrix empfindet Werwölfe als gefährlich, unberechenbar und gesellschaftlich minderwertig.
    Besonders die Vorstellung mangelnder Kontrolle stößt bei ihr auf starke Ablehnung. Menschen, die sich einmal im Monat buchstäblich in blutrünstige Bestien verwandeln und dabei nicht einmal garantieren können ihre Mitmenschen nicht zu zerfleischen, passen ihrer Ansicht nach schlicht nicht in eine geordnete Zauberergesellschaft.
    Entsprechend hält sie die Maßnahmen des Ministeriums im Umgang mit Werwölfen für viel zu lasch und versteht nicht, weshalb man überhaupt versucht sie gesellschaftlich zu integrieren, statt sie deutlich strenger zu kontrollieren.
    Sie bringt diesen Kreaturen allerdings nicht nur Abscheu entgegen. Ehrlich gesagt findet sie sie sogar interessant. Die Verbindung aus Fluch, Gewalt, Instinkt und dunkler Magie übt durchaus eine gewisse Faszination auf sie aus, insbesondere weil Werwölfe etwas Rohes und Unkontrolliertes verkörpern, das innerhalb der sonst oft sehr kontrollierten Reinblutgesellschaft kaum existiert.
    Bellatrix würde vermutlich ohne größere Scheu mit einem Werwolf sprechen, Fragen stellen oder sich für die Auswirkungen der Lykanthropie interessieren. Das bedeutet allerdings keineswegs, dass sie Werwölfe als gleichwertig betrachtet. Einen tatsächlichen gesellschaftlichen Umgang auf Augenhöhe hält sie weder für sinnvoll noch für erstrebenswert.
    Gerade deshalb empfindet Bellatrix auch wenig Widerspruch darin, dass die Todesser Werwölfe gezielt als Waffen einsetzen könnten.
    In ihren Augen besitzen Werwölfe durchaus einen Nutzen. Allerdings eher als Mittel zum Zweck denn als Teil einer Gesellschaft, der man ernsthaft Macht oder Einfluss zugestehen sollte.
    Die Tatsache, dass viele Werwölfe durch ihre gesellschaftliche Ausgrenzung leicht manipulierbar werden, sieht Bellatrix dabei eher als logische Konsequenz ihrer Natur denn als moralisches Problem. Entsprechend würde sie vermutlich ohne mit der Wimper zu zucken mit einem Werwolf gemeinsam kämpfen, denselben Tisch im Alltag allerdings trotzdem lieber meiden.

    Squibs

    Squibs sind in Bellas Augen simpler Abschaum.
    In ihren Augen ist Magie das Wertvollste, was eine Familie überhaupt weitergeben kann. Sie steht für Macht, Bedeutung, gesellschaftlichen Wert und letztlich auch für die Existenzberechtigung alter Reinblutlinien. Entsprechend empfindet Bellatrix Menschen, die in eine magische Familie hineingeboren werden und dennoch keinerlei eigene Magie besitzen, als fehlerhaft. Nicht krank. Nicht bemitleidenswert. Fehlerhaft. Etwas, das innerhalb der Blutlinie niemals hätte entstehen dürfen.
    Gerade deshalb spricht Bellatrix nur äußerst ungern über Squibs oder entsprechende Gerüchte innerhalb alter Familien.
    Das Thema kratzt an dem Bild von Reinheit und Überlegenheit, das konservative Reinblutfamilien so verzweifelt aufrechterhalten wollen.
    Mitleid empfindet sie dabei höchstens in einer herablassenden Form, ähnlich wie man vielleicht auf ein verletztes Tier herabblicken würde, das ohnehin nie hätte überleben sollen. Einen tatsächlichen Platz innerhalb der magischen Gesellschaft gesteht sie Squibs nicht zu.
    Besonders erschreckend daran ist allerdings, dass Bellatrix diese Gedanken kaum hinterfragt.
    Sie hat nie gelernt entsprechende Ansichten kritisch zu betrachten, sondern ist mit ihnen aufgewachsen, bis sie sich irgendwann wie ihre eigenen Überzeugungen anfühlten.
    Innerhalb konservativer Reinblutkreise wurde ihr früh vermittelt, dass Magie Wert bedeutet und das Fehlen dieser Magie entsprechend Wertlosigkeit. Bellatrix glaubt daran mit voller Überzeugung, ohne überhaupt noch wahrzunehmen wie grausam diese Haltung tatsächlich ist.
    Die Vorstellung selbst ein Squib-Kind zur Welt zu bringen empfindet Bellatrix entsprechend beinahe als persönlichen Albtraum.
    Nicht nur wegen gesellschaftlicher Schande, sondern weil sie tief überzeugt davon ist, dass ein solcher Makel niemals weitergegeben werden dürfte. Ein Kind ohne Magie wäre in ihren Augen kein bedauerlicher Zufall, sondern der Beweis fehlerhaften Blutes.
    Und Bellatrix gehört nicht zu den Menschen, die glauben, dass jede Existenz allein deshalb schützenswert ist, weil sie existiert.

    Muggelstämmige, Halbblüter & Mischehen

    Bellatrix wurde mit der Überzeugung großgezogen, dass Magie etwas Besonderes ist.
    Nicht nur irgendeine Fähigkeit, sondern ein Erbe, das über Generationen hinweg weitergegeben wird und alte Familien überhaupt erst zu dem macht, was sie sind. Entsprechend empfindet sie die Vorstellung, dass Menschen ohne magische Herkunft plötzlich denselben gesellschaftlichen Platz beanspruchen wie jahrhundertealte Zaubererdynastien, als falsch.
    Nicht unbedingt, weil Muggelstämmige automatisch unfähig wären. Bellatrix ist durchaus intelligent genug um anzuerkennen, dass einige von ihnen bemerkenswert talentiert sein können. Sondern weil sie überzeugt ist, dass ihnen etwas Grundlegendes fehlt: Verständnis für die Kultur, Geschichte und Bedeutung der magischen Welt. Ein Muggelstämmiger, der sich perfekt in die Reinblutgesellschaft einfügt, ohne aufzufallen, wäre ihr vermutlich egal, wenngleich nicht als Partner geeignet.
    Gerade deshalb reagiert Bellatrix besonders empfindlich auf Menschen, die traditionelle Reinblutfamilien offen belächeln oder deren Werte ablehnen, während sie gleichzeitig von genau jener Gesellschaft profitieren wollen, in die sie hineingelangt sind.
    In ihren Augen wirkt das respektlos, fordernd und oftmals geradezu parasitär.
    Allerdings fällt Bellatrix auch dabei kaum auf, wie stark ihre eigene Wahrnehmung bereits verzerrt ist. Viele ihrer Ansichten stammen nicht aus tatsächlichen Erfahrungen, sondern aus einem Weltbild, das sie seit ihrer Kindheit übernommen hat. Sie hält ihre Gedanken für logisch und selbstverständlich, weil sie innerhalb ihrer Umgebung niemals ernsthaft hinterfragt wurden.
    Dass Andromeda beispielsweise einen Muggelstämmigen geheiratet hat, empfindet Bellatrix bis heute nicht bloß als familiären Streit oder unglückliche Liebesgeschichte, sondern als bewussten Verrat an der eigenen Familie und allem, wofür der Name Black ihrer Ansicht nach stehen sollte.
    Andromeda hat sich in Bellatrix’ Augen freiwillig gegen ihr eigenes Blut entschieden. Und schlimmer noch: gegen ihre Schwestern. Bellatrix spricht kaum über sie, wenn es sich vermeiden lässt, und behandelt sie eher wie einen beschämenden Makel innerhalb der Familiengeschichte, den man möglichst gründlich verdrängen sollte.

    Gleichzeitig ist ihre Reaktion darauf weit emotionaler als Bellatrix selbst vermutlich jemals zugeben würde. Hinter ihrer Verachtung steckt durchaus auch Kränkung.
    Andromedas Entscheidung bedeutete letztlich, dass die eigene Familie offenbar nicht genügte.
    Dass all das, woran Bellatrix glaubte und worauf sie stolz war, für ihre Schwester offenbar keinen Wert besaß.
    Statt diese Verletzung allerdings als persönliche Zurückweisung zu begreifen, radikalisiert Bellatrix ihre Haltung nur weiter und erklärt Andromeda gedanklich zu etwas Fremdem. Verräterin klingt schließlich einfacher als verlassen worden zu sein.

    Halbblütern begegnet Bellatrix etwas widersprüchlicher.
    Reinblut bleibt für sie zwar das Ideal, allerdings misst sie Macht, Einfluss und magischem Können oftmals mehr Bedeutung bei als reiner Abstammung allein.
    Besonders mächtige oder außergewöhnlich talentierte Halbblüter kann sie durchaus respektieren, solange diese ihre Fähigkeiten beweisen und sich klar zur magischen Welt bekennen. Ein bisschen Schön-Reden muss also schon sein.
    Menschen hingegen, die ihre muggelstämmige Herkunft demonstrativ in die Zauberergesellschaft tragen oder traditionelle Werte offen ablehnen, empfindet sie schnell als störend oder unerquicklich.

    Gerade diese Widersprüche zeigen allerdings auch, wie wenig geschlossen Bellatrix’ Weltbild eigentlich ist. Vieles daran basiert weniger auf objektiver Realität als auf Angst vor Bedeutungsverlust, familiärer Loyalität und dem Wunsch eine Welt zu bewahren, in der sie selbst ihren festen Platz besitzt. Bellatrix würde das niemals so formulieren. Für sie wirken ihre Ansichten vollkommen vernünftig.

    Hauselfen

    Wie viele Mitglieder der Familie Black betrachtet Bellatrix Hauselfen als selbstverständlichen Bestandteil magischer Haushalte.
    Die Vorstellung, dass Hauselfen frei sein oder unabhängig leben sollten, wirkt auf sie beinahe absurd, weil sie nie gelernt hat dieses Verhältnis überhaupt als Ungleichgewicht wahrzunehmen. Für Bellatrix gehören Hauselfen schlicht zur Ordnung der magischen Welt dazu, ähnlich wie alte Familiennamen, Familienanwesen oder vererbte Artefakte.
    Dass ein Hauself seiner Familie dient, empfindet sie nicht als Unterdrückung, sondern als natürlichen Zustand.
    Gerade deshalb behandelt Bellatrix Hauselfen oftmals sogar besser, als Außenstehende vielleicht erwarten würden. Natürlich nur, solange diese ihre Rolle erfüllen.
    Ein loyaler Hauself, der seine Familie respektiert, Befehle zuverlässig ausführt und stolz auf seine Aufgabe ist, kann in ihren Augen durchaus Wert besitzen.
    Bellatrix spricht mit Hauselfen, kennt ihre Namen und erwartet von anderen Familienmitgliedern durchaus einen gewissen respektvollen Umgang mit „guten“ Dienern. Allerdings basiert dieser Respekt niemals auf Gleichwertigkeit. Hauselfen existieren für sie innerhalb einer klaren Hierarchie und Bellatrix hinterfragt diese Hierarchie nicht einmal ansatzweise.

    Besonders irritierend oder geradezu unangenehm empfindet sie Hauselfen, die beginnen eigene Wünsche, Individualität oder gar Unabhängigkeit zu entwickeln.
    Für Bellatrix wirkt das weniger wie ein natürlicher Freiheitswunsch, sondern beinahe wie eine Fehlfunktion. Ein Hauself, der keinen Platz mehr innerhalb der ihm zugedachten Rolle akzeptiert, stört in ihren Augen die Ordnung der Dinge.
    Genau darin zeigt sich letztlich auch, wie tief Bellatrix selbst innerhalb hierarchischer Denkweisen verankert ist.
    Loyalität und Gehorsam bedeuten für sie Sicherheit. Menschen oder Wesen, die ihre Position kennen und akzeptieren, erscheinen berechenbar und richtig. Alles andere empfindet sie schnell als bedrohlich oder unerquicklich. Dem entgegen steht selbstverständlich ihr eigener Wunsch nach Selbstbestimmung, den sie darüber verwirklicht, Rodolphus zu gemeinsamen Entscheidungen zu bringen.
    Allerdings offenbart sich in dieser Denkweise auch eine gewisse emotionale Widersprüchlichkeit.
    Bellatrix kann gegenüber Hauselfen durchaus Zuneigung empfinden — allerdings auf eine Weise, die Besitz und Fürsorge miteinander vermischt.
    Sie behandelt sie ähnlich wie etwas, das zur Familie gehört und entsprechend geschützt wird, solange es sich loyal verhält.
    Dass echte Zuneigung ohne Machtgefälle existieren könnte, liegt allerdings weit außerhalb ihres Verständnisses. Und genau deshalb erkennt Bellatrix selbst vermutlich nie vollständig, wie grausam oder entmenschlichend ihre Haltung gegenüber Hauselfen tatsächlich ist.
    Es sind immerhin keine Menschen.
Bellatrix stammt ursprünglich aus dem Hause Black und wuchs entsprechend innerhalb alter britischer Reinblutkreise auf.
Hauptsächlich befand sie sich als Kind bei ihrer Tante und ihrem Onkel, da ihre Eltern stark mit ihr überfordert und somit froh waren, wenn das Kind ihre Nerven nicht übermäßig strapazierte.
Mittlerweile lebt sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Rodolphus Lestrange auf dem Anwesen der Familie Lestrange, einem weitläufigen Landsitz, dessen Geschichte sich über mehrere Generationen erstreckt.

Das Anwesen selbst wirkt ebenso imposant wie abgeschieden.

Hohe Decken, dunkles Holz, schwere Vorhänge und alte Familienportraits prägen große Teile des Hauses. Vieles dort wirkt bewusst traditionsbewusst und beinahe aus der Zeit gefallen.
Gleichzeitig besitzen Rodolphus und Bellatrix innerhalb des Hauses einen eigenen Flügel, den sie weitgehend unabhängig vom restlichen Familienanwesen nutzen können.

Gerade Bellatrix genießt diese Freiheit sehr, da sie dort deutlich weniger Rücksicht auf gesellschaftliche Erwartungen nehmen muss als innerhalb offizieller Reinblutveranstaltungen. Insbesondere wegen des fast schon dauerhaften Quasi-Mitbewohners in Form von Antonin Dolohov empfindet sie es als sehr praktisch, nicht permanent auf irgendwen Rücksicht nehmen zu müssen.
Den Duellplatz im Keller des Hauses nutzt sie ausgesprochen gerne, um ihre Fähigkeiten weiterauszubilden. Egal ob mit ihrem Mann oder Antonin, beides ist vollkommen in Ordnung für sie.

Der Wohnbereich des jungen Paares wirkt deutlich lebendiger als viele andere Teile des Hauses.
Zwischen teuren Möbeln, alten Büchern und Familienerbstücken finden sich dort oftmals obskure magische Artefakte, halb geöffnete Bücherstapel, ungewöhnliche Sammlerstücke oder Dinge, bei denen Außenstehende vermutlich lieber nicht genauer nachfragen würden.
Trotz aller Eleganz besitzt der Bereich dadurch stellenweise beinahe etwas leicht chaotisches. Allerdings auf die Art von Chaos, die nur Menschen mit sehr viel Geld überzeugend erzeugen können.
Bellatrix empfindet das Anwesen der Lestranges dabei auch nicht nur als bloßen Wohnort, sondern vielmehr als ihr tatsächliches Zuhause. Während sie sich bei ihren Eltern oftmals wie „zu viel“ fühlte, besitzt sie dort erstmals einen Ort, an dem sie sich vergleichsweise frei entfalten kann, ohne permanent gebremst oder korrigiert zu werden.
Namensbedeutung



Der Name Bellatrix stammt aus dem Lateinischen und bedeutet frei übersetzt „Kriegerin“. Gleichzeitig handelt es sich bei Bellatrix auch um den dritthellsten Stern im Sternbild Orion, womit ihr Name perfekt in die Tradition der Familie Black passt, ihre Kinder nach Sternen, Sternbildern oder Himmelskörpern zu benennen.
Innerhalb der Familie Black wurde großer Wert auf die Bedeutung und Wirkung von Namen gelegt.
Bellatrix’ Name sollte Stärke, Präsenz und Bedeutung vermitteln. Das sind übrigens Eigenschaften, mit denen sie sich selbst sehr stark identifiziert.
Tatsächlich liebt Bellatrix ihren Vornamen ausgesprochen, auch wenn sie die Kurzform ein bisschen lieber hört. Er klingt in ihren Augen dramatisch, elegant und wichtig genug für jemanden wie sie.
Den Familiennamen Black trägt sie trotz ihrer Ehe mit Stolz weiter.
Auch wenn sie gesellschaftlich längst Teil der Familie Lestrange geworden ist, betrachtet Bellatrix sich emotional und ideologisch nach wie vor in erster Linie als Black.
Der Name steht für sie nicht nur für Abstammung, sondern auch für Tradition, Einfluss und ein Erbe, dem sie gerecht werden möchte.
Wirkung auf andere



Bellatrix ist ein für gewöhnlich lauter und impulsiver Mensch, zumindest, wenn sie sich im Umfeld ihrer Liebsten befindet. Dort wirkt sie oft beinahe übersteuert, also sprunghaft, emotional, schnell begeistert und voller Energie.
Sie redet viel, denkt schnell und springt mit ihren Gedanken nicht selten von einem Thema zum nächsten, bevor andere überhaupt hinterhergekommen sind. Gerade wenn sie sich für etwas interessiert, kann sie sich regelrecht darin verlieren und entwickelt dabei eine Intensität, die auf manche Menschen anstrengend wirkt.
Nicht zuletzt deshalb empfanden ihre Eltern genau diese Eigenschaften schon früh als schwierig und waren mit Bellatrix’ Temperament oft überfordert. Freunde und enge Vertraute hingegen lieben sie gerade dafür. Bellatrix bringt Leben, Chaos und Dynamik mit sich und besitzt eine Begeisterungsfähigkeit, die trotz all ihrer problematischen Seiten erstaunlich ansteckend sein kann.

Gleichzeitig ist sie allerdings deutlich kontrollierter, als viele zunächst vermuten würden. Bellatrix versteht gesellschaftliche Erwartungen hervorragend und weiß sehr genau, wie sie sich in bestimmten Situationen zu verhalten hat.
Vor Fremden oder innerhalb offizieller gesellschaftlicher Anlässe wirkt sie oft ruhig, höflich und beinahe vorbildlich. Dort zeigt sie sich als elegante Reinbluterbin, die gelernt hat, ihren Familiennamen mit Würde zu tragen.
Dann kann Bella charmant, aufmerksam und sehr besonnen auftreten, wenn sie das für notwendig hält. Gerade innerhalb konservativer Reinblutkreise unterschätzen viele deshalb zunächst, wie emotional oder impulsiv sie tatsächlich ist.
Allerdings kostet sie diese Kontrolle viel Kraft.
Je länger sie sich gesellschaftlich zusammenreißen oder bewusst anpassen muss, desto erschöpfter wird sie im Anschluss. Menschen, die ihr wirklich nahestehen, kennen deshalb durchaus die Momente, in denen sie nach größeren Veranstaltungen plötzlich vollkommen reizüberflutet wirkt, sich zurückzieht oder auf einmal ungewöhnlich gereizt reagiert.
Bellatrix ist sozial deutlich anpassungsfähiger, als man ihr auf den ersten Blick zutrauen würde, ihre Energie ist allerdings keineswegs grenzenlos. Sie braucht Rückzugsorte, vertraute Menschen und Situationen, in denen sie aufhören kann, permanent darauf zu achten, wie sie wahrgenommen wird.

Gerade dadurch entsteht oft ein widersprüchlicher Eindruck. Manche Menschen erleben Bellatrix als laute, beinahe chaotische Persönlichkeit voller überschießender Emotionen. Andere kennen nur die kontrollierte, elegante und auffallend gut erzogene Reinbluthexe. Beides ist echt. Bellatrix entscheidet lediglich sehr bewusst, welchen Teil von sich andere Menschen sehen dürfen.
Persönliche Geschichte



30.04.1957 - Der fünfte Geburtstag
Heute. Heute war der Tag. Heute war ihr Geburtstag.
Ein sehr sehr wichtiger Tag. Sie war jetzt fünf. Und fünf war größer als vier!
Mit entsprechend wichtiger Miene marschierte Bellatrix durch den Salon, das dunkle Kleid bereits leicht schief gezogen, weil sie seit mindestens zehn Minuten nicht mehr stillgestanden hatte. Dieses Warten war aaaaanstrengend! Ihre Mummy hatte ihr die Schleife im Haar inzwischen zweimal neu binden müssen.
Um die wilden Locken ihrer Tochter zu bändigen hätte Druella allerdings vermutlich einen Dompteur gebraucht. Oder Magie. Aber ihr Mann hatte ihr ja verboten, an dem Kind herumzuhexen.
Mittlerweile wirkte Druella Black auch wirklich sehr verzweifelt und als würde sie ihre gesamte Existenz bereuen. Und da huschte das Kind schon wieder los. Denn Bella steckte ja nicht im Kopf ihrer Mutter und empfand diese ganze Situation als maximal anstrengend. Außerdem war sie gerne hier! Da konnte man sich schon auch mal ein bisschen beeilen!
„Bellatrix, wir rennen nicht.“
„Du nicht, Mummy. Ich schon!“, beschied die fünfjährige Hexe ihre Mutter mit gereckter Nase, blieb allerdings abrupt stehen. Denn auf einer hohen Rückenlehne saß… eine Eule! Aber nicht einfach nur eine Eule! Vielleicht war dieses Tier irgendwann mal am Leben gewesen. Jetzt war es das allerdings nicht mehr. Das Tier sah schon tot aus. Aber es kippte den Kopf zur Seite und ein Auge rutschte aus der Augenhöhle, um jetzt wie an einem dünnen Faden herumzubaumeln.
Das war die absolut schönste Eule der Welt! Die beste tollste die sie jemals gesehen hatte.
Bella starrte sie mit offenem Mund an, dann holte sie tief Luft.

„MAMA!“
Druella schloss für einige Sekunden die Augen, weil die durchdringende Stimme ihrer Tochter vermutlich noch drei Straßen weiter zu hören war. Und diese Art des Ausrufs bedeutete nie was Gutes.
„Mama, schau mal!“
Mit ausgestrecktem Arm deutete das Kind auf die Eule. Ihre Begeisterung war so überbordend, dass sie von einem Bein auf’s andere hüpfte.
„Das ist meine!“
„Nein“, sagte Druelle sofort.
„Aber die ist hier!“, beschwerte sich das Kind recht irritiert darüber, dass ein so offenkundiges Geschenk offenbar nicht für sie war. „Wegen meinem Geburtstag.“
„Nein“, wiederholte Druella.
Bella dachte ungefähr drei Sekunden lang nach. Dann zeichnete sich eine tiefe Falte auf ihre Stirn.
„Tante Walburga hat die Eule bestimmt für mich hier her gesetzt.“
„Nein Bellatrix. Die Eule gehört deiner Tante.“
„Aber die mag mich!“
Das Tier hatte nicht einmal zu ihr herübergesehen sondern starrte teilnahmslos ins Leere, während das heraushängende Auge sanft hin und her schaukelte. Dennoch marschierte Bella schnurstracks auf den Vogel zu, um ihn zu streicheln.
Druella erschauderte, als sie sah, wie ihre fünfjährige Tochter das Tote Vieh anfasste, als wäre es das Normalste auf der Welt.
„Bellatrix!“, herrschte Druella ihre Tochter an, während sie nervös durch den Raum sah. „Komm sofort wieder her!“
„Ich will die haben!“
„Du bekommst sie aber nicht!“
„Warum?“
„Weil sie Walburga gehört.“
„Aber Tante Walburga hat bestimmt noch mehr.“
„Bellatrix.“
„Oder ich nehm sie nur manchmal?“
„Nein.“
„Aber sie liebt mich schon!“
Die Eule machte ein leises, raschelndes Geräusch, dass ziemlich sicher keine Zustimmung war, aber von dem Kind als genau das gewertet wurde. Sie wandte sich zu ihrer Mutter um, ihre Unterlippe begann zu zittern. Die hübschen blauen Augen glänzten bereits verdächtig und nun schob Bellatrix die Unterlippe langsam nach vorne.
„Bellatrix. Du hörst jetzt augenblicklich auf damit und benimmst dich einer jungen Dame angemessen!“
„Aber ich will die Eule!“
„Du bekommst sie nicht.“
„Warum denn nicht?!“
Die Lautstärke schnellte innerhalb eines Satzes nach oben. Die Fünfjährige rutschte vom Sofa, trat hibbelig von einem Fuß auf den anderen, die Hände zu Fäusten geballt, während Druella sich verzweifelt davon abhielt, diesem toten verhexten Vieh keinen angewiderten Blick zuzuwerfen und gleichzeitig ruhig auf ihre Tochter einzugehen, bevor sie das ganze Haus zusammenbrüllte.
„Das ist keine normale Eule. Und sie gehört Tante Walburga.“
„Das weiß ich. Deshalb will ich sie ja. Sie ist tot, oder? Tante Walburga hat sie verhext. Ich will auch so eine. Es kann auch eine andere sein. Aber. Ich. Will. Eine. Tote. EULE!“ Sie stampfte in ihrem Frust sogar mit dem Fuß auf und sah ihre Mutter wütend an, damit die begriff, wie ernst es war.
„Es reicht jetzt!“, zischte Druella, die langsam aber sicher die Geduld verlor.
„Aber ich hab Geburtstag!“
„Und trotzdem gehört dir nicht alles, was du siehst!“ herrschte sie ihre Tochter harsch an. „Hör jetzt auf. Oder wir gehen nach Hause und dann kannst du auf deinem Zimmer über dein Benehmen nachdenken!“

Bellatrix‘ Brust hob und senkte sich viel zu schnell. Sie wollte ja aufhören. Wirklich. Aber jetzt fühlte sich plötzlich alles ganz falsch an. Irgendwie, als wär alles zu eng und total… komisch. Ihr Kleid juckte plötzlich am Hals, ihre Füße waren ganz nervös und obwohl sie wirklich sehr aufhören wollte zu weinen, kullerten ihr dicke Tränen übers Gesicht. Ihre Augen brannten schon richtig, ihr Kopf wummerte ganz komisch und das unangenehme enge Ziehen im Hals wurde immer schlimmer.
„Aber ich will sie doch nur manchmal“, presste sie hervor und ihre Stimme überschlug sich bereits ein wenig, unterbrochen von einem harten Schluchchzen.
„Nein.“
„Aber warum denn nicht?“
„Weil ich es gesagt habe“, gab Druella scharf zurück.
Bella sah sie empört und gekränkt an. Das war ja gar keine richtige Antwort! Da hatte ihre Mummy gar nicht drüber nachgedacht! Sie spürte, wie immer mehr Tränen über ihr Gesicht kullerten und wusste schon, dass Druella das gar nicht mochte. Und sie wollte das auch nicht. Sie hatte doch Geburtstag. Aber ihr Kopf schien das ganz von alleine zu machen und natürlich verlor die Fünfjährige die Kontrolle über ihren eigenen Körper. So ganz ohne Hilfe konnte sie das auch gar nicht schaffen.
„Bellatrix“, wiederholte Druella scharf, „Wenn du nicht augenblicklich damit aufhörst, bekommst du heute gar kein Geschenk mehr!“
Das war richtig unfair. So unfair, dass die Fünfjährige für einen Moment lang nur da stand und ihre Mutter anstarrte. Dann explodierte sie.

„DU BIST GEMEIN!“
Ein paar der Fenster klirrten unter dem emotionsgeladenen Ausbruch der Fünfjährigen, das Feuer im Kamin erlosch und die kleine Schockwelle, die von dem Kind ausging, fegte ein paar Sachen von den Tischen. Es war nicht der erste Magieausbruch. Und Druella wusste, wie das enden würde.
Nur Morpheus… Morpheus saß immer noch auf seiner Sofalehne und wippte ein wenig hin und her. Das Auge wippte mit. In entgegengesetzter Richtung. Druella unterdrückte ein Würgen und packte ihre Tochter am Arm.
„Jetzt reicht es endgültig. Wir gehen jetzt. Das hast du dir selbst zuzuschreiben. Wie kann man sich nur so unglaublich daneben benehmen? Ich bin sehr enttäuscht von dir. Zu Hause gehst du auf dein Zimmer. Und dann denkst du über dein Benehmen nach und darüber, wie peinlich du gerade für mich warst.“
Bella bekam hingegen kaum noch Luft. Die Gedanken überschlugen sich heftig in dem Kinderkopf, ihre Mutter wirkte auf sie mehr wie eine Bedrohung denn ein sicherer Halt und sie wusste mittlerweile selbst nicht mehr, warum sie die Eule so unbedingt hatte haben wollen. Sie verstand auch nicht, was genau sie falsch gemacht hatte. Oder warum sie ihrer Mutter peinlich war.
Auch Jahre später sollte Bella sich an den Moment erinnern, in dem sie begriffen hatte, dass ihre Mutter sie gar nicht liebte. Sie nicht lieben konnte. Sie war eben falsch. Und zu viel. Sie konnte es gar nicht richtig machen. Und es würde noch viele einsame Stunden in ihrem Kinderzimmer geben.

Januar 1969 - Brief an Orion
Von: Bellatrix Black
An: Den besten Onkel der Welt

Lieber Onkel,

ich hoffe, du verzeihst mir die direkte Art dieses Briefes, allerdings erschien es mir wenig sinnvoll um etwas herumzureden, das früher oder später ohnehin ein Thema wird.

Ich möchte Rodolphus Lestrange heiraten. Und er möchte mich auch heiraten.

Und bevor Mutter jetzt wieder anfängt dramatisch zu werden oder Vater sich wochenlang in Schweigen übt, wollte ich mich zuerst an dich wenden. Du bist immerhin einer wenigen Menschen innerhalb dieser Familie, die mir tatsächlich erstmal zuhören, bevor sie urteilen oder mich belächeln.
Die Verbindung selbst dürfte kaum Anlass für ernsthafte Kritik bieten. Rodolphus entstammt einer alten und angesehenen Familie, bewegt sich gesellschaftlich sicher, besitzt ein gutes Verständnis für Verantwortung und ist intelligent genug um nicht bei jedem zweiten Satz das Bedürfnis in mir auszulösen, ihn zu vergiften. Ehrlich gesagt halte ich das für deutlich ausreichend und für mehr, als man über einen Großteil unserer Gesellschaft behaupten kann.

Darüber hinaus arbeiten wir sehr gut zusammen und ich glaube, dass er der perfekte Mann für mich ist. Und er glaubt, dass ich die perfekte Frau für ihn bin. Wir ergänzen uns so gut. Und ich weiß, dass Vater sich bereits am umschauen ist und möchte nicht, dass mir diese eine Sache weggenommen wird, die mir wirklich wichtig ist.

Und vielleicht klingt das jetzt ein wenig zu nüchtern, aber er respektiert mich. Und das ist mir sehr wichtig. Er versucht nicht, mich kleiner zu machen, korrigiert mich nicht ständig oder behandelt mich wie ein hübsches Möbelstück. Ich glaube, dass ich mit ihm das bekomme, was du mit Tante Walburga hast, Onkel Orion. Und allein das ist macht ihn zur besten Wahl, wie ich finde.
Ich mag ihn wirklich sehr sehr gerne.

Ich bin mir außerdem sehr bewusst, welche Erwartungen an mich gestellt werden. Ich weiß, was mein Name bedeutet und ich habe keineswegs vor, der Familie Schande zu bereiten. Aber so habe ich dann wenigstens einen Mann an meiner Seite, der mich gewählt hat. Und den ich gewählt habe.
Mir ist bewusst, dass Vater jetzt vermutlich behaupten wird, dass ich noch zu jung sei und zu impulsiv. Und deshalb gar nicht in der Lage dazu bin, derartige Entscheidungen zu treffen. Allerdings hält man mich innerhalb dieser Familie ohnehin immer für zu laut, zu schwierig oder für zu emotional. Deshalb finde ich es nur fair, ihn zu übergehen und meine Entscheidung wenigstens einmal in meinem Leben selbst treffen zu dürfen. Oder dich darum zu bitten, sie für mich zu treffen.

Bitte grüß Tante Walburga von mir. Ich hab sie wahnsinnig lieb. Und grüß auch Morpheus! Ich vermisse euch alle sehr.

Ich hab dich lieb,

deine Bella

1971 - Andromedas Verrat
Der Schock hing schwer in der Luft, während Bellatrix auf dem Bett saß und sich noch nicht einmal für das heutige Abendessen mit ihren Schwiegereltern und deren Besuch fertig gemacht hatte.
Andromeda war fort. Sie war nicht tot. Oder verschwunden. Sie hatte sich einfach nur entschieden, zu gehen. Völlig freiwillig und ohne, dass sie jemand dazu gezwungen hätte. Das war schlimm. Sehr schlimm.
Bellatrix steckte immer noch in den Reitklamotten, während ihre Gedanken sich immer weiter ineinander verhakten wie Dornenranken.
Ein Schlammblut.
Andromeda hatte die Familie, ihren Namen und alles, was sie besaßen, tatsächlich für ein verdammtes Schlammblut weggeworfen. Bella versuchte sich einzureden, dass sie einfach nur wütend war. Das Andromeda eben schwach gewesen war. Peinlich. Verräterisch. Aber unter der Wut saß etwas hässliches und reckte seine Fratze neugierig in die Höhe. Die Erkenntnis, dass ihre Schwester sich die Freiheit genommen hatte, einfach zu gehen. Während Bella stumm jede Schikane ihrer Persönlichkeit ertrug und sich nicht beschwerte.
Es machte sie krank. Körperlich krank. Ihr Brustkorb fühlte sich eng an, ihre Gedanken waren viel zu schnell und trotzdem kreisten sie immer wieder um dieselben Fragen herum.
Wie konnte man einfach so gehen?
Wie konnte man sich gegen die eigenen Schwestern entscheiden?
Bellatrix dachte an Narcissa und plötzlich wurde der Gedanke unerträglich, dass auch sie eines Tages verschwinden könnte. Dass Menschen das offenbar allgemein konnten. Liebe hielt sie nicht. Familie auch nicht. Und das Pflichtbewusstsein offenbar ebenfalls nicht.
All diese Dinge, an die Bella glaubte und die ihr die Kraft gegeben hatte, diese Hölle durchzustehen, hatten am Ende nicht ausgereicht, um jemanden zum Bleiben zu bringen. Irgendetwas in ihr begann sich in diesem Moment zu verhärten.
Wenn Menschen so freiwillig gingen, dann musste man in Zukunft eben dafür sorgen, dass sie gar nicht erst die Möglichkeit bekamen. Loyalität bedeutete nichts, wenn sie nicht absolut war. Also würde sie dafür sorgen, dass wenigstens Cissy blieb. Dass sie sich nahe waren. Näher als je zuvor.
Und doch tat es weh. So weh, dass sie sich kaum noch denken hörte, so schlimm war es. Es fühlte sich an wie dieser Moment, in dem ihr bewusst geworden war, dass Druella sie nicht liebte. Es war schlimmer als jede Demütigung, die sie in ihrem Leben durch ihre Eltern erfahren hatte. Gesammelt und um ein vielfaches multipliziert.
Es war Demütigung. Trauer. Frustration. Zorn. Enttäuschung darüber, dass Andromeda sich lieber für irgendein Schlammblut entschieden hatte, statt für ihre Familie. Das sie nicht stark geblieben war. Und Bella hasste sie dafür.
Aber viel schlimmer war diese eine bohrende Frage in ihrem Kopf: Was genau war so schlimm an ihr als Schwester, dass nicht einmal sie ausgereicht hatte, um die jüngere Schwester zum Bleiben zu bewegen.

1977 - Narcissas Hochzeit
Narcissa saß bereits vorm Spiegel, als Bellatrix das Brautzimmer betrat. Das helle Kleid ihrer jüngeren Schwester floss über den Stuhl hinweg wie flüssiges Licht, während Bellas schlichtes dunkelgrünes Kleid mit den silbernen Stickereien deutlich gesetzter war. Die Stickereien fanden sich auch in Narcissas Kleid und das Oberteil hatte Elemente im selben grün. Blütenblätter, die sich wie angemalt um ihre schlanke Statur wanden.
Für einen Moment blieb Bella einfach in der Tür stehen. Nicht, weil sie so gerührt gewesen wäre. Sie war nun wirklich nicht der Typ für sentimentale Tränen oder zittrige Hände. Aber Cissy sah einfach wunderschön aus.
Bella schloss die Tür hinter sich und trat näher heran, während Narcissa nervös an ihrem Verlobungsring drehte und immer wieder an ihren Fingernägeln herumfummelte.
„Wenn du noch ein bisschen mehr an deinen Händen herummachst, ruinierst du dir nur die Nägel“, stellte Bella ruhig fest und griff sofort nach den Fingern ihrer Schwester, um sie davon abzuhalten. Entgegen der Hände Narcissas waren ihren vollkommen ruhig. Sie waren auch nicht kalt, sondern warm.
Narcissa atmete hörbar aus.
„Ich bin so nervös“, gestand sie.
„Das hoffe ich doch. Es wäre ziemlich beleidigend für Lucius, wenn du heute völlig emotionslos wärst.“
Ihre Schwester schnaubte leise und Bella war sich nicht sicher, ob das nun ein Lachen war oder Cissy sie einfach nicht ernst nehmen wollte. Ohnehin wanderte ihr Blick schon wieder zum Spiegel. Bellas folgte ihrem, sodass sie sich nun im Spiegel ansahen.
„Warst du damals auch so aufgeregt?“
Bella zog leicht die Augenbrauen zusammen und dachte einen Moment nach, dann schob sie eine Haarsträhne hinter Narcissas Ohr, obwohl sie dort eigentlich ganz ordentlich gelegen hatte.
„Nein“, log sie ohne jedes schlechte Gewissen.
Sofort verdrehte Narcissa die Augen. „Ach Bella…“
„Na schön“, schmunzelte sie belustigt. „Vielleicht ein kleines bisschen. Ich glaube, ich habe Rodolphus kurz vorher noch erklärt, dass ich notfalls auch allein nach Frankreich auswandern könnte. Ich hatte schon Notfallpläne.“
Das schlimmste daran war eigentlich, dass Rodolphus ihr schlichtweg Hilfe beim Packen zugesagt und entschieden hatte, dass er dann eben mitkommen musste.
Für einen kurzen Moment wurde Bella ungewohnt stille. Ihre Finger glitten langsam über den Stoff über Narcissas Schulter, fast schon gedankenverloren.
„Aber du musst nicht nervös sein. Hätte ich auch nicht gemusst“, informierte sie ihre Schwester dann sanft. „Lucius sieht dich an, als hätte irgendwer ihm den Mond vom Himmel geholt, Cissy. Du könntest vermutlich den gesamten Mittelgang entlangfallen und er würde dich trotzdem ansehen, als wärst du die eleganteste Frau im ganzen Raum.“
Immerhin entrang sie ihrer Schwester doch ein kleines Lachen damit.
„Und wenn irgendwer heute dir den Tag vermiesen will, dann kommst du zu mir. Und dann kümmern Rod und ich uns um das Problem.“
Das immerhin war keine leere Floskel. Und das wusste Narcissa.

1973 - Das dunkle Mal
Die schweren Vorhänge bewegten sich leicht im Luftzug des offenstehenden Fensters. Kühle Nachtluft strich durch das Zimmer und vermischte sich mit dem dumpfen Geruch zerwühlter Laken, heißer Haut und dem süßlichen Rest des teuren Weins, der noch irgendwo auf dem Nachttisch stand. Das Bett war ein einziges Chaos aus Decken, halb heruntergezogenen Laken und nackten Körpern. Zwei davon waren bereits eingeschlafen. Nur sie lag noch wach. Viel zu aufgedreht, um jetzt zu schlafen.
Sie lag halb zwischen Rodolphus und Antonin, die dunklen Locken wirr über das Kissen verteilt, während ihre Gedanken sich immer weiter überschlugen. Ihr ganzer Körper summte noch angenehm nach. Von der Nacht. Von dem Abend. Von allem. Sie hatte das Gefühl, kaum stillhalten zu können, obwohl sie sich seit mehreren Minuten überhaupt nicht mehr bewegt hatte.
Langsam hob sie den linken Arm ins fahle Mondlicht. Dort schimmerte es schwarz auf ihrer Haut.
Sofort breitete sich dieses warme, beinahe fiebrige Gefühl in ihrer Brust aus und Bella konnte nicht verhindern, dass ihre Lippen sich zu einem langsamen Grinsen verzogen. Sie strich mit den Fingerspitzen darüber, vorsichtig. Fast, als könnte das Zeichen wieder verschwinden, wenn sie es zu sehr berührte. Noch immer fühlte es sich so unwirklich an.
Bella glaubte nicht, jemals in ihrem Leben so vollkommen erfüllt gewesen zu sein. Nicht einmal als sie sich mit Rodolphus das Ja-Wort hatte geben dürfen. Jetzt fühlte sich alles gut an. Als hätten sich all die rastlosen Gedanken in ihrem Kopf endlich an einem Ort sammeln dürfen. Der dunkle Lord hatte sie angesehen und entschieden, dass sie würdig war.
Neben ihr bewegte sich ihr Mann leicht im Schlaf und sofort fand ihre rechte Hand sein Haar, während Antonins Atem ruhig durch die Dunkelheit strich. Bella sank ein wenig tiefer ins Kissen zurück, das Herz pochte schnell gegen ihre Brust. Der Blick war noch immer auf das dunkle Mal auf ihrem Unterarm gerichtet.
Sie wollte mehr davon. Mehr Magie. Mehr Nähe zum Dunklen Lord. Mehr Bedeutung. Mehr von diesem berauschenden Gefühl, endlich genau dort zu sein, wo sie hingehörte.
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