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Lily Evans
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Lily Evans › Orden des Phönix › Muggelstämmig › Gespielt von Letha
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Lily Evans
Light in Her EyesLily hier, Lily da, Lily mit den roten Haaren und den lebendigen, grünen Augen. Bekannt aus der Schulzeit als talentierte Hexe und Schulsprecherin, für die Lehrer stets nur positive Worte übrig hatten. Gemocht von Mitschülern wegen ihres starken Charakters, der sich von den dunklen Zeiten nicht unterkriegen ließ. Auf einen Podest gehoben von niemand Geringerem als James Potter - wertgeschätzt und gemieden von Severus Snape. Geächtet von all denen, die ihr Blut als unrein betrachten und sie zusammen mit den anderen Muggelstämmigen gerne aus der Welt fegen würden. Da bietet es sich doch an, dass sie sich dem Orden des Phönix angeschlossen hat und damit aktiv den Todessern den Kampf ansagt, oder? Schließlich hat sie nie gelernt, wie man klein beigibt, wenn die Welt doch bereits begonnen hat, aus den Fugen zu geraten.
Wusstest du, dass...
Jeder weiß, dass...
Freunde und Familie wissen, dass...
Wusstest du, dass...
Orden des Phönix Für Lily war es nie eine Frage, nach der Schule zum Zauberstab zu greifen, um für ihre Werte einzustehen und die Zukunft zu verwirklichen, in der sie leben will; dass sie hingegen schon zu Schulzeiten vom Orden des Phönix erfuhr und ihm nach kurzer Überlegung beitrat, war selbst für sie eine überraschende Wendung. Mit James, ihren Freunden und den Rumtreibern an ihrer Seite fühlte es sich aber nie wie die falsche Entscheidung an. Es mag an ihrem jungen Alter liegen, dass sie keine Vorstellung davon hatte, wozu sie sich verschrieb und wie viel sie würden opfern müssen, mit Todesanzeigen in den Zeitungen, die sie in ihre Träume verfolgen würden, aber hatte sie jemals eine andere Wahl? Muggel-Demonstrationen helfen in einem Krieg nicht, der von Kräften getrieben wird, die weit außerhalb ihrer Reichweite liegen. Es ist Lily wichtig, etwas beizutragen und nicht das schwache Glied in der Kette zu sein, auch wenn sie sich nicht ganz sicher ist, welche Art von Potential Dumbledore in ihr sieht. Deswegen hat sie sich letztendlich auch dafür entschieden, als Novizin im St. Mungos anzufangen - wenn ihre Freunde schon an der Frontlinie kämpfen, will sie wenigstens dafür sorgen, dass sie nicht auch in den Todesanzeigen landen. Dumbledore, ihr Mentor, der ihr schon immer den richtigen Weg gewesen hat, vertraut sie blind. Wenn er eine Vision hat, dann ist es die richtige Vision. Und wenn er von ihr verlangen würde, zu sterben? Schlösse es die Sicherheit ihrer Liebsten ein, würde sie vermutlich blind den Zauberstab ziehen in der Überzeugung, die Welt mit mehr Licht zu verlassen, wie Dumbledore es ihr in den Kopf gesetzt hat. „I am so tired of waiting, aren't you, For the world to become good and beautiful and kind?“
Familie Hauptwohnsitz der Familie: Cokeworth ist ein größeres Dorf im zentralen, industriell geprägten England. Es gibt nicht viel Schönes über das Dorf zu berichten. Der Fluss ist dreckig, die Häuser rustikal und oft von Stromausfällen betroffen. Die Muggel hier haben gelernt, sich durch kalte Winter zu kämpfen und legen einen besonders herben Humor an den Tag. Man sieht der Jugend an, dass sie sich gegen die Arbeitergeneration ihrer Eltern auflehnen und mehr vom Leben erwarten, als einen einfachen Job in der Stahlindustrie. Vermutlich ist das auch ein Grund, warum im Dorf immer weniger Jugend anzutreffen ist.Familien-Kurzbeschreibung: Eine stinknormale Muggelfamilie der oberen Arbeiterklasse Die Evans sind als reine Muggelfamilie - mit Ausnahme von Lily - nicht weiter von Bedeutung. Tatsächlich sind sie so normal, dass ihr Familienbonding darin besteht, abends nach dem Essen eine Runde Cluedo zu spielen. Die Eltern, Bonnie und George, wissen zwar um den Umstand, dass ihre jüngste Tochter eine Hexe ist, und sie sind mächtig stolz drauf, aber sie wissen nichts über die magische Welt und werden von Lily absichtlich im Unwissen gelassen. Warum auch nicht? Die kleine Familie hat genug eigene Probleme, mit denen sie sich rumzuschlagen hat. Mit wenig Geld auszukommen ist für die Evans nichts Neues, und doch sind sie immer zufrieden mit dem gewesen, was sie hatten. George Evans arbeitete in der Stahlindustrie und brachte stets genug Geld nach Hause, dass sich die Familie ein kleines Haus am Rande der Stadt leisten konnte. Bonnie Evans verdiente, nachdem die Kinder alt genug waren, um die Schule zu besuchen, das Abendbrot und das Geld für das Schulzubehör mit einem einfachen Job in der dörfischen Apotheke. Nachdem George zum Aufseher in der Fabrik aufstieg, konnte sich die Familie allmählich Haushaltsgeräte leisten, wie ein Handrührgerät, einen größeren Ofen, eine Spülmaschine, einen Fernseher, ein Auto. Die Töchter kennen es nicht anders, dass sie ihre Familie ebenfalls finanziell mit Ferienjobs unterstützen und sich ihr Taschengeld selbst verdienen. Vor allem, seit George vor drei Jahren (1976) an einem plötzlichen Herzinfakt verstarb, ist die dreiköpfige Familie auf Einkommen von allen Seiten angewiesen. Lily hat sich deswegen nach der Schule um eine Ausbildung bemüht, die ihr genug einbringt, um ein wenig für ihre Mutter zur Seite zu legen, während Petunias frisch gebackener Ehemann teilweise für die Arztrechnungen und die Miete der nun kleineren Wohnung der Schwiegermutter aufkommt. Stammbaum: George Evans, 1935-1976 (mit 40 verstorben) Ein Mann mit Arbeiterhänden. Geboren und aufgewachsen im zweiten Weltkrieg träumte er stets, seiner Familie eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Mit seiner geringen Bildung waren seine Chancen auf einen gesellschaftlichen Aufstieg gering, doch das hielt ihn nie davon ab, hart für das zu arbeiten, was ihm wichtig war. George war ein Familienmensch, der seine Töchter liebte und sich eigentlich nie einen Sohn wünschte. Er machte allerdings auch nie ein Geheimnis draus, dass er Lily ein wenig lieber hatte als Petunia, da sie lebhafter war, mehr Späßchen mitmachte und ein helleres Köpfchen zu haben schien. Die Stahlindustrie war schon immer ein riskantes Arbeitsumfeld gewesen, dem war sich George bewusst und deswegen schloss er diverse Versicherungen schon früh ab, bezahlte das Haus ab und ließ sein Testament schreiben, das keinen Zweifel darüber zuließ, dass seine Frau all seinen Besitz erben würde. Trotzdem war es ein tiefer Schlag für die kleine Familie, als George plötzlich auf dem Weg zur Arbeit 1976 einen Herzinfakt erlitt und an dessen Folgen noch Vorort starb. Bonnie Evans, geb. 1938 Bonnie hatte es anfangs tatsächlich noch schwerer als ihr Ehemann. Mit einem Vater, der als Gefangener aus dem Krieg nach Hause kehrte und seitdem kaum noch ein Wort sagte, und den ständigen Fluchten aus London wuchs sie mit einer starken Antikriegshaltung auf. Von ihr haben Petunia und Lily vermutlich das starke Temperament geerbt. Aber Bonnie ist auch klug; sie weiß, wie man jeden Pfund umdreht und das Beste aus ihm herausholt. Die Ehe mit George war eine praktische Ehe, die ihr Stabilität versprach, doch die beiden entwickelten schnell eine familiäre Zuneigung zueinander, und schließlich Liebe. Sein Tod riss ein großes Loch in Bonnies Leben, auch wenn sie immer die Starke war, immer die zuverlässige Mutter, die nicht wollte, dass ihre Töchter sie weinen sahen. Vor allem für Lily hat sie große Träume, ihre kleine "Morgana", wie sie ihre Tochter liebevoll nach der Herrin vom See aus der Arthurlegende bezeichnet. Petunia wählte den sicheren Weg, den auch sie ging, doch Lily ist für mehr bestimmt. James Potter, den sie nun auch kennen lernen durfte, scheint das Beste aus ihrer Tochter herauszuholen und sie wirklich herauszufordern - genauso, wie sie es sich immer für sie gewünscht hatte. Dass Bonnie seit etwa zwei Jahren die Diagnose zuteil wurde, an Lungenkrebs zu leiden, hat sie ihren Töchtern lange verschwiegen. Doch die Anzeichen wurden immer deutlicher, bis Petunia sie schließlich mit einer Arztrechnung konfrontierte und sie ihre lebensbedrohliche Krankheit nicht mehr verheimlichen konnte. Petunia Dursley, née Evans, geb. 1958 Wie behauptet man sich neben einer kleineren Schwester, die einem in allem übertrifft? Petunia hatte es, ihrem Stand entsprechend, nicht so einfach gehabt. Als ältere Schwester trug sie mehr Verantwortung, als man Lily aufbürdete, sie hatte Regeln strenger zu befolgen, während Lily sich hin und wieder Freiheiten nahm, und sie durfte zusehen, wie ihre Eltern immer etwas mehr für ihre Schwester beiseite legten, weil sie mehr Hoffnungen in ihre kleine Hexe steckten. Vielleicht war Petunia durchschnittlich, ja. Aber war das so schlimm? Ihre Eltern ließen sie immer fühlen, als wäre es ihre Schuld, normal zu sein und ihre Erwartungen nicht zu übertreffen, wie Lily es tat. Die Beziehung der beiden Schwestern ist sehr schwierig, schwieriger noch nach dem Tod ihres Vaters und der Krankheit ihrer Mutter. Lily, mittlerweile erwachsen und selbstständig, will Petunia immer noch irgendwie gefallen. Früher verstand sie nie so recht, was ihre ältere Schwester so bitter machte, folgte ihrem Beispiel und sah sie als Vorbild. Leider haben sie sich auseinandergelebt, was vor allem von Petunias Meinung ausgeht, ihre Schwester sei eine Abnormalität in ihrem so geliebten, normalen Leben. Längst ist Lily nicht mehr das kleine Mädchen, das ihrer Schwester an den Lippen hing, sie hat ihre eigene Meinung und rebelliert gegen die abwertende Haltung der Älteren, als würde sie jeden Blick und jedes Wort persönlich nehmen. Tut sie auch. Es tut ihr weh, von ihrer Schwester so abgelehnt zu werden, auch wenn sie mittlerweile einen großen Teil dazu beisteuert, von ihr nicht gemocht zu werden. Tief in ihr drin verletzt sie jeder Streit, den sie teilweise selbst vom Damm bricht, weil sie sich nicht anders zu helfen weiß. Ist es also familiäre Pflicht, dass Petunia immer noch Briefkontakt mit ihr hält und ihr gelegentlich hässliche Haushaltsgegenstände schenkt? Und warum ist es Lily so wichtig, diese Gegenstände zu behalten und auszustellen, als wäre es ein Ersatz für die unkonditionelle Liebe, die sie sich von Petunia wünscht? Bezug zur Umwelt Für jedes Problem in der Zaubererwelt hat Lily einen Namen aus der Muggelwelt: Die Art, wie Zauberer mit Minderheiten umgehen, ist reine Diskriminierung, Rassisumus und - wenn man sie fragt - deutlich ausgeprägter als bei den Muggeln. Das könnte nun daran liegen, dass man es in der Zaubererwelt mit mehr Vielfalt zutun bekommt, oder dass manches Wesen von Grund auf für mehr Probleme in der Gesellschaft sorgt als andere. Es ist aber auch egal, wenn das Ergebnis das Gleiche ist: Zauberer diskriminieren mit Gesetzen, Ächtung und Ausgrenzungen aus der Gesellschaft. Sie halten sich immer für etwas Besseres, als wären sie das Höchste, was Zivilisation zu bieten hat - das fängt schon damit an, wie sie Lily belächeln, wenn sie über ihre Erfahrungen in der Muggelwelt erzählt. Natürlich weiß sie, dass nicht immer alles Schwarz auf Weiß gemalt werden kann und die Situation komplexer ist, als sie sich darstellen lässt. Werwölfe sind gefährlich, wenn der Mond voll ist. Squibs haben es nicht einfach in einer Welt, die auf Magie ausgelegt ist. Hauselfen stellen sich laut manchen Büchern freiwillig in den Dienst von Zauberern. Und doch kann sie nicht anders, als sich zu fragen: Warum? Warum akzeptiert jeder die Welt so, wie sie ist; sogar andere Minderheiten, weil sie dann ausnahmsweise selbst nicht in den Fokus geraten? Warum will nicht jeder, der diskriminiert und rassistisch angegangen wird, wütend aufschreien und sich für seine Rechte einsetzen? Lily tut das mit voller Überzeugung. Sie setzt sich nicht nur für ihr eigenes Recht ein, als muggelstämmige Hexe ebenso einen Anspruch auf Magie zu haben wie die Reinblüter mit ihren inzestuösen Beziehungen zueinander, sondern auch für das Recht anderer; oft genug, ohne gefragt zu werden. Es ist für sie solch eine Selbstverständlichkeit, diejenigen zu schützen, die sich nicht selbst wehren können, und den Anspruch hat sie auch an ihr Umfeld. Vielleicht ist es der Zeitgeist, mit dem sie geht, die Rebellion der Muggeljugend, die auch in ihrem Herzen schlägt, doch sie lässt sich jedenfalls nicht sagen, dass ein Hauself keine eigene Meinung hat, jeder Werwolf von Mordlust geplagt ist und Squibs keine Sonderrechte verdient haben, um sozialer Ächtung und gesellschaftlichen Defiziten entgegenzuwirken. Mit Potter ist sie, vor allem, was die Nützlichkeit (das Sklaventum, wie sie meint) von Hauselfen angeht, schon öfter in hitzige Diskussionen geraten, und genau das tut sie: Sie diskutiert, bis man einsieht, dass man mit einer falschen Weltanschauung durch die Welt läuft. Dass Lily Angst vor der Zukunft hat, sieht man ihr auf den ersten Blick gar nicht an, dabei hat sie doch allen Grund, zitternd in der Ecke zu hocken und sich nicht mehr auf die Straße zu trauen. Letztendlich wurde sie zur Zielscheibe der Todesser geboren, wie nicht nur die gemeinen Aktionen von Mulciber und Avery in der Schule deutlich gemacht hatten, sondern auch die Zeitung mit den Todesanzeigen sie täglich daran erinnert. Mittlerweile ist sie sich sogar sicher, dass das Ministerium unterlaufen ist und die Presse Dinge verschweigt, und doch macht sie jeden Abend das Radio an, um sich über die neuen Geschehnisse zu informieren. Denn auch, wenn ihre Angst sie lähmen könnte - der Gedanke, nichts zutun, ist noch viel schlimmer. Und so bietet sie der Welt die Stirn, die sie sich ausgesucht hatte, als sie damals die Einladung nach Hogwarts annahm. Eine verkorkste, rassistische Welt kann sich gerne ihren muggelstämmigen Mittelfinger sonst wohin stecken und versuchen, die rothaarige Evans kleinzubekommen, die sich jetzt mehr denn je vorgenommen hat, etwas zu verändern - und die Menschen zu beschützen, die sich mit ihr gegen das System stellen und dem langsamen, korrupten Zahnrad des Ministeriums etwas entgegenzusetzen haben. Geboren in Cokeworth, einem industriellen Dorf im zentralen England und frei von Zaubererwirkung, lernte Lily, mit relativ wenig auszukommen. Mittlerweile würde sie die Wohnung, in die ihre Mutter Bonnie nach dem Tod ihres Mannes gezogen ist, aber nicht mehr als ihr Zuhause bezeichnen. Lily ist Ende Juni, beinahe direkt nach dem offiziellen Schulabschluss, mit ihrem festen Freund James Potter zusammen in eine kleine Wohnung im zentralen London gezogen, nur drei Laufminuten von der Winkelgasse entfernt - vermietet von einem Squib, der es schon gewohnt ist, an Zauberer zu vermieten und deswegen den Strom gar nicht erst zugeschaltet hat. Wie es sich für junge Zauberer am Anfang ihrer Karriere gehört, drehen sie derzeit jede Galleone auf den Kopf, um ihr Heim zu einem Zuhause zu machen, zumal Lily auch einen Teil ihres Gehaltes dazu nutzt, ihre Mutter zu unterstützen. Dennoch ist es ihr sehr wichtig, nicht einfach nur in einem Raum mit Bett und Sofa zu leben, weshalb sie durchaus kreativ wird, um die Wohnung langsam mit Leben zu füllen. ![]() Namensbedeutung Zufall, dass Bonnie ihre beiden Töchter nach Blumen benannt hat? Jeweilige Blumen sind es auch, die getrocknet auf der ersten Seite ihrer Poesiealben kleben und das Wohnzimmer schmücken, wenn eines der beiden Mädchen Geburtstag hat. Den Zweitnamen "Jean", auf Formblättern oft mit einem einfachen J abgekürzt, hat Lily von ihrer Patentante, die beste Freundin ihrer Mutter, so wie Petunia ihren zweiten Namen von ihrer Tante väterlicherseits hat. Obwohl Lily andere gerne mit Spitznamen anspricht, gibt es nicht so viele, die ihr einen Spitznamen geben. Lils war lange Zeit der bevorzugte Name, den Severus nutzte, weshalb er einen bitteren, traurigen Beigeschmack hinterlässt; auch ein Grund, warum ihre anderen Freunde aus Hogwarts sich von diesem Namen fernhalten und sie beizeiten lieber "Lil" nennen. Erst im letzten Schuljahr hat sie sich ihren Spitznamen "Bambi" ergattert, da ihr Patronus die Form einer Hirschkuh annimmt. Seitdem scheint James auch einen Gefallen daran zu finden, sie "Mrs. Prongs" zu nennen, auch wenn sie den Namen - noch - für absolut übertrieben hält und absichtlich nicht auf ihn hört. Persönliche Geschichte » Kindheit in einem normalen Dorf, mit normalen Freunden und ein bisschen Magie. (1960-1969) Lily erinnert sich gerne an die Zeit zurück, in der sie mit Petunia draußen nach der Schule gespielt hat, während ihre Eltern noch arbeiten waren - das taten Eltern in den 60er Jahren oft so, wenn das Einkommen des Mannes nicht ausreichte, um die Haushaltskosten zu decken. In Cokesworth gab es nicht viel für Kinder zutun, außer draußen auf der Straße mit Kreide zu malen, über Seile zu hüpfen und auf dem rostigen Spielplatz zu schaukeln. Machte aber nichts, denn alles, was Petunia mit ihren Freunden gemacht hat, fand Lily cool. Vermutlich hing sie ihrer großen Schwester ein wenig zu sehr am Rockzipfel und wollte ihr zu sehr gefallen, plapperte ihr zu oft nach und nahm sie als Vorbild für viele soziale Interaktionen. Sie weinte, wenn Petunia bei Kartenspielen schummelte, und hörte auf sie, wenn sie ihr anwies, nicht über den Nachbarszaun zu klettern. Eine Weile jedenfalls. Lily begriff damals schon mit ihrem kleinen Köpfchen, dass ihre Eltern sie immer belächelten, wenn sie mal wieder über die Möbelstücke sprang und behauptete, der Boden wäre Lava, während Petunia nur einen strengen Blick von ihrem Vater erntete mit einem schroffen Setz deiner Schwester nicht solche Flausen in den Kopf. Denn sie war ja die Ältere. Sie hatte mit Lily ja zu teilen - ihre Zeit, die sie lieber mit ihren eigenen Freunden verbringen wollte, ihre Spielsachen, sogar ihre Kleidung. Lily selbst hielt sich nur zurück, weil sie sich nicht schon wieder mit Petunia streiten, sondern ihr gefallen wollte; von ganzem Herzen. Es schien ihr nur von Jahr zu Jahr schwerer zu fallen. Irgendwie hatte sie schon immer gewusst, dass etwas mit ihr nicht stimmte, dass da etwas war, das sie nicht fassen konnte. Es fing tatsächlich bereits vor ihrem 10. Lebensjahr an, immer wieder in kleinen, spontanen Wundern, wie ihre Eltern es betitelten, wenn das Licht im Wohnzimmer doch wieder anging, obwohl der Strom eigentlich ausgefallen war, das Radio auf einmal mitten in den Nachrichten Lilys Lieblingslied spielte oder Blumen sich nach ihr ausstreckten. Mit frischen 9 Jahren wusste sie bereits, dass sie sicher landen würde, auch wenn sie sich von der Schaukel in die Luft katapultierte und im Freifall lachend ihre Arme ausstreckte - sie hatte sich schließlich schon oft genug dabei die Knie aufgeschürft. Die Blumen taten mittlerweile oft das, was sie wollte, und sie verstand nicht, warum Tuny nicht genauso fasziniert von den Blüten sein konnte, die in Lilys kleiner Hand auf und zuklappten wie eine atmende Muschel, sondern sie nur schroff anwies, sowas nicht draußen zu machen, wo man sie sehen konnte. » Türen zu einer neuen Welt (1969-1971) Dass die beiden Schwestern schon über längere Zeit aus sicherer Entfernung heraus beobachtet wurden, wurde ihnen erst bewusst, als der Junge aus Spinner's End auf sie zukam und Lily darauf ansprach, was sie demonstrierte. Es war kindliche Neugierde, die sie an seine Lippen band, da er Antworten auf ihre Fragen hatte. Was andere Kinder an ihm störten, seine unpassenden Kleidungsstücke und ungewaschenen Haare, war für Lily kaum von Bedeutung, wenn er ihr die Welt erklärte; eine Welt, die auf einmal einen Platz für sie hatte. Eine Welt, zu der Petunia keinen Zutritt hatte; etwas, das Lily schon länger bewusst gewesen war, sie aber nie so recht begreifen wollte. In der magischen Welt, wie Severus Snape ihr erklärte, hatten Muggel wie ihre Schwester keinen Platz. Lily und er waren für Großes bestimmt, würden an eine magische Schule gehen und Fantastisches erleben. Petunia verstehe nichts, weil sie ein Muggel war, und sie wäre eifersüchtig, also nenne sie Lily gemeinerweise eine Hexe. » Zwischen Magie und Realität (1971-1975) Und Petunia behielt Recht, ihre Schwester war eine Hexe. Das erklärte Minerva McGonagall der kleinen Familie persönlich, während Lily mit einem Strahlen in den Augen ihren Hogwartsbrief in den Händen hielt. Für Bonnie und George fügte sich nur ein Puzzlestück in das andere, da sie schon immer davon überzeugt gewesen waren, dass ihre Tochter sich von anderen abhebe, etwas Besonderes wäre - der Beweis dafür, dass man nicht in der gleichen Klasse enden musste, in die man geboren worden war. Und vielleicht war Lily froh, aus ihrem Umfeld rauszukommen. Ein kleiner, selbstsüchtiger, ekliger Teil in ihr wollte das Leben beanspruchen, das ihre Schwester nicht haben konnte. Sie wollte sich abheben. Wollte sich selbst behaupten und über ihre Herkunft hinauswachsen. Sie wollte etwas bewegen in einer Welt, die vom Rebellionsgeist der Zeit gezeichnet war. Dieser kleine, selbstsüchtige Teil war auch froh, dass sie nicht mit Petunia im Zug nach Hogwarts saß, sondern mit ihrem besten Freund Severus, auch wenn die letzten Worte ihrer Schwester am Gleis - "Du Freak!" - sie tiefer trafen, als sie zugeben wollte. Vielleicht war es jener bittere Abschied, der sie unempfänglich für die neuen Gesichter machte, denen sie genau die gleiche Abscheu gegenüber Severus ansah, wie den anderen Kindern in ihrem Dorf auch. Sicher würde sie ihre Schulzeit nicht mit so Kindereien anfangen, wo sie dachte, sie hätten das hinter sich gelassen. Aber nein, wie sie schnell merkte, wiesen Muggel- und magische Welt mehr Parallelen auf, als ihr lieb war, und die zwei Naseweiße, die sich schon vor der richtigen Einschulung hoch profilierten, waren nur der Anfang von dem, was sie noch erwartete. In Cokeworth hatte sie mitbekommen, wie eine Nachbarsfamilie diskriminiert wurde, nur weil sie nicht den gleichen hellen Hautton wie die anderen aufwiesen und die Worte ein wenig anders aussprachen. Anders sein schien in jeder Gesellschaft negativ zu sein, selbst in einer, die davon lebte, dass ihre Bevölkerung anders war. Auf Lily selbst traf das erst nicht so ganz zu, obwohl sie wider ihrer Hoffnung in ein anderes Haus als Severus eingeteilt wurde. Sie verstand das Schulsystem und stieg schnell dort auf, obwohl ihr die Erfahrung vieler Schüler mit magischen Eltern fehlte, knüpfte Kontakte und passte sich an. Ihr Freund hingegen hatte schon immer Schwierigkeiten gehabt, sich neben anderen Kindern einzugliedern; er schien immer noch der Andere zu sein, auch in einer magischen Gesellschaft. In Lilys Augen hingegen trug Severus keine Schuld an den Schikanen, die er von den Würmern Potter und Black über sich ergehen lassen musste. Und sie war es leid, ständig nur zuzusehen, wie er von anderen zum Außenseiter gemacht wurde. Vielleicht hätte sie fragen sollen, ob er wollte, dass sie ihn verteidigte. Tat sie aber nicht. Diskriminierung war in ihrer Welt Gang und Gebe, sie würde es hier nicht auch noch zur Routine machen, wegzusehen. Auch wenn sie dafür Blicke kassierte und potentielle Freundschaften einbüßte, weil sie einen Slytherin verteidigte. Auch wenn sie sich dafür immer und immer wieder gegen Jungs aus ihrem Haus behaupten musste und die Aufmerksamkeit von Potter auf sich zog, ohne jemals nach ihr verlangt zu haben. Lily lernte, Menschen, die ihr nahe standen, zu verteidigen, und für ihre Werte von Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Individualität einzustehen. Sie war auch nur ein Bild ihrer Welt, die von Jugendrebellion geprägt war, von David Bowie und der Auflehnung gegen die konservativen Eltern, von Identitätskonflikten und Identitätssuchen. In den Ferien kehrte sie nach Cokeworth zurück und begann, länger mit ihren Freunden draußen zu bleiben, die Severus allerdings nicht mit einschlossen. Sie nahm ihren ersten kleinen Ferienjob mit 13 Jahren (1973) an, um sich eine Schallplatte kaufen zu können, die sie so lange rauf und runter hörte, bis sie einen Sprung bekam. Irgendwann lieh sie sich Petunias Eyeliner und schlüpfte in ihre Ausgehkleider. Sie las die Zeitung und begann, mit ihren Eltern die Nachrichten zu gucken. Lily lernte auch, wie man das Verbot umging, außerhalb der Schule zu zaubern. Der Aufspürzauber war, wie Severus ihr erzählte, regionsbedingt, weshalb sie sich gerne in der Nähe seines Hauses aufhielt, wo seine Mutter residierte. Nur ein schlauer Geist, der wusste, wie man überlebte? Oder die Anfänge einer raffinierten Hexe, welche die Grenzen ihrer eigenen Welt austestete? » Bruch einer Freundschaft (1975) In Wahrheit guckte sich Lily einiges von den Rumtreibern ab, auch wenn sie über Jahre hinweg vehement jeden Kontakt zu ihnen abwehrte und nicht mehr für sie übrig hatte als für Bullies einer Muggelschule. Sie verstand ihr protziges Verhalten schnell und nahm sich einfach vor, besser als sie zu sein. Das hieß nicht, dass sie jedem Ärger fernblieb - nein, sie stellte das Regelbrechen nur intelligenter an als ihre Hauskollegen. Subtiler, wenn man es so wollte, und bei weitem nicht so häufig. Und wenn niemand hinguckte, dann erlaubte sich Lily einen Blick in Potters, Blacks, Lupins und Pettigrews Richtung, und sie fragte sich: Wie konnte man durch die Welt schreiten und so tun, als könnte niemand einem etwas anhaben? Lilys Stärke war eine Fassade, die sie selbst aufgebaut hatte, nicht mehr als eine dünne Hülle, weil das Mädchen darunter langsam verstand, wie die Welt funktionierte. Sie war nicht blind gegenüber den Berichten aus den Zeitungen und den Vorfällen an der Schule, in der stets Muggelstämmige die Opfer waren, und... sie hatte Angst. Denn im Gegensatz zu den Rumtreibern stand sie zunehmend alleine da. Denn Severus bewegte sich in eine Richtung, die sich gegen alles strebte, wofür Lily stand. Sie hatte es schon früher bemerkt, in den Ferien, wo sie nicht mehr so eng Schulter an Schulter im Gras lagen. In seinem Blick, der manches Mal flackerte zwischen Ablehnung und Unsicherheit, warum? Weil sie eine muggelstämmige Hexe war? Weil sie unreines Blut hatte, wie seine Freunde Mulciber und Avery behaupteten? Wenn sie gemeinsam lernten und diskutierten, merkte sie, wie sie die Rumtreiber immer öfter in Schutz nahm und Potter sogar verteidigte, weil er Severus das Leben gerettet hatte. Sie wollte begreifen, was er so an seinen neuen Freunden fand, die sich doch so offensichtlich nicht um ihn scherten. Was bedeutete das auch für ihre Freundschaft, wenn er Nähe zu jenen suchte, die Menschen wie sie für Magiestehler hielten - und was sagte das über sie selbst aus, die sie doch mit denen sympathisierte, die sein Schulleben zur Hölle gemacht hatten? Der Konflikt gipfelte in einem Tag am See, wo Potter wieder einmal beweisen musste, was er doch für ein unreifer, arroganter Vollpfosten war, aber Severus ihm leider in nichts mehr nachstand. Vielleicht hätte sie sich nicht in das Spektakel einmischen sollen, das man so offensichtlich vor ihren Augen abzog, vielleicht wäre es nicht so eskaliert, wenn sie einfach weggegangen wäre. Im Nachhinein war es vermutlich eine Abmahnung vom Leben, wie sich eine Freundschaft auseinander entwickeln konnte, wenn man nicht genug für sie kämpfte. Severus Fluch ließ Potter bluten, dessen Konter hob ihren Freund in die Luft und entblößte ihn auf höchst unangenehme Weise, die Lily auch heute noch nicht verzeihen kann. Aber wie gerne behauptet wird, tritt die wahre Überzeugung eines Menschen ans Licht, wenn er an seine Grenzen gepusht wird. In Lilys Ohren verletzte sie die Beleidigung "Schlammblut" aus Severus Mund schlimmer als das Wort "Freak" von ihrer Schwester. Denn sie hatte lange daran festgehalten, dass er sie nicht für anders empfand. Sie hatte lange hoffen wollen, dass sie beide für dieselbe Seite kämpfen könnten. Doch scheinbar hatte sich Severus bereits für eine Welt entschieden, die Lily als Schlammblut nicht mehr beinhaltete. Lilys ZAGs litten in diesem Jahr, obwohl sie unter anderen Umständen dem Jahresbesten den Platz hätte streitig machen können. Das lag mitunter auch daran, dass ihr Vater kurz vor den ZAGs tragisch verstarb und sie ohne Severus in ein Loch riss, aus dem sie sich nicht mehr alleine graben konnte. Trost fand sie in ihren Freundinnen, die ihr in dieser Zeit enger ans Herz wuchsen: Marlene McKinnon und Mary Macdonald. Auch Remus Lupin wurde zu einer immer häufigeren Präsenz neben ihr in der Bibliothek, während sie über einem Buch mit den Tränen kämpfte und er ihr heimlich seine Schokolade anbot. In diesem Jahr fand sie die Rumtreiber gar nicht mehr so schlimm, wie die Jahre davor. » Gleichstellung (1976-1978) Beide Welten veränderten sich. Ihre Muggelfreunde, darunter die indische Immigrantin aus ihrer Nachbarschaft, wurden erwachsen und zeigten ihr, was Punk Rock war. Nahmen sie mit in eine Garage, die zu einem Jugendtreff umgebaut war und ließen sie an einer Zigarette ziehen. Sie war das erste Mal betrunken, weil man das bei ihr im Dorf nunmal so machte; die Rebellion gegen Eltern, die ihren Kindern nicht mehr Strafe aufzwingen konnten als eine Hand voll Hausarrest. Aber Lily entfernte sich zunehmend von ihnen. Nach Hause kommen fühlte sich an wie Ferien, etwas, das sie hin und wieder tat, ohne noch so richtig in der Welt zu leben. Es war das Leiden des Erwachsenwerdens, wenn man realisierte, dass man sich auseinanderlebte. Mit zunehmendem Alter identifizierte sich Lily mit den Problemen der magischen Welt, in der sie sich ausgesucht hatte, zu leben, und sie lernte, was es hieß, sich in ihr zu behaupten. Slughorn lud sie in seinen Club ein, aus dem sie sich Beziehungen, gute Noten und auch ein wenig Genugtuung gegenüber den Reinblütern versprach. Der Rückhalt ihres Hauses, den sie nach dem Bruch mit Severus uneingeschränkt zu verzeichnen hatte, verlieh ihr Mut und Kraft, sich gegen die Reinblüter zu wehren, die auch ihr das Leben schwer machen wollten. Im Grunde hatte sie ihr Leben lang nichts anderes getan, als sich in Welten zu behaupten, die sie nicht haben wollten. Aber vielleicht stimmte das gar nicht so. Gryffindor wollte sie. Marlene und Mary wollten sie. James wollte sie - mit all dem, wofür sie stand und was sie fühlte. Potter war ein frustrierender Zeitgenosse, ein Mobber und der größte aufgeblasene Hahn, den die Schule zu bieten hatte. Aber er war auch ein unglaublich loyaler Freund und stand für die Schwächeren ein, die sich Slytherin zur Zielscheibe gemacht hatte. Wenn er sie ansah, dann nicht für das, was sie war - eine muggelstämmige Hexe - sondern wer sie war; Lily Evans. Eine temperamentvolle Hexe, die hin und wieder zu viel fühlte. Ein Mädchen, das sich aus einer normalen Familie an die Spitze ihrer magischen Schule gekämpft hatte. Lily, die offen für Elfenrechte und gegen Diskriminierung einstand. Die längst nicht perfekt war und manisch an dem Besten in Menschen festhielt, nur um immer wieder enttäuscht zu werden. Und auch wenn sie es lange, lange nicht zugeben wollte, verstand sie, warum andere sich sicher in seiner Nähe fühlten. In seinen Augen sah sie eine Zukunft so greifbar nahe, weil er so überzeugt davon war, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Er gab ihr Flügel, von denen sie nicht wusste, dass sie welche besaß. Im siebten Jahr, nachdem sie beide zu Schulsprechern gewählt wurden, gab sie ihm also seine Chance - mit einer langen Liste an Punkten, die sie von ihm hochheilig unterschrieben haben wollte. Doch im Grunde erwartete sie nichts anderes von ihm als das eine: Ihm gleichgestellt zu sein. Als Lily respektiert zu werden. Herausforderung und die Sicherheit, anzukommen. Nicht auf Eierschalen zu laufen, wie sie es bei Severus getan hatte, sondern sie selbst sein zu können. So erlebte er ihre Familie in dem Scherbenhaufen, die sie war, und Lily bezweifelt heute, dass es eine gute Idee gewesen war, ihn Petunia und ihren Verlobten vorgestellt zu haben. Das Treffen endete in einem verletzten Potter-Ego, einem wütenden Muggel, einer schreienden Petunia und einer weinenden, überforderten Lily, die trotz aller Rückschläge irgendwie noch Hoffnungen hegt, die Beziehung zu ihrer Schwester wieder aufzubauen. Die Hochzeit von Petunia verlief ähnlich schmerzhaft, auf der Lily nicht einmal als Brautjungfer, geschweige denn als Trauzeugin auflaufen durfte. Immerhin Bonnie, ihre Mutter, schien Gefallen an James zu finden, der dem langweiligen Vernon doch in so vielen Punkten überlegen sei. » Hoffnung (1978) Lily führte James langsam in ihre Welt, die alte Muggelgegenstände wie ein Auto oder eine Schallplatte beinhaltete. Im Gegenzug ließ sie sich in seine Welt entführen und von seinen Lobesreden über Quidditch mitreißen. Warum? Weil sie fasziniert davon war, wie viel Lebendigkeit aus seinen Augen sprühen konnte, wenn er über etwas redete, was ihm am Herzen lag. Gleiches sah sie im Umgang mit seinen Freunden, die auch zunehmend Nähe zu ihr aufbauten. Am letzten Wochenendtag vor den UTZ war sie diejenige, die als erste zu der Flasche Feuerwhiskey griff, die Sirius in den Gemeinschaftsraum geschmuggelt hatte; mit einem Schulterzucken und der Überzeugung, dass es sich besser lernte, wenn man ein wenig getrunken hatte. Und das Pauken zahlte sich aus. Lily glänzte mit Bestnoten, die ihr Ausbildungsplätze in jede Richtung ermöglichten. Ihre Wahl hingegen fiel schnell auf das St. Mungos, nachdem sie durch Petunia erfuhr, dass ihre Mutter krank war. Sie braucht das Geld, und außerdem verlangen beide Welten von ihr ab, dass sie diejenigen schützt, die ihr am Herzen liegen. Ihre Mutter auf der einen Seite, für die das kleine Mädchen in ihr noch irgendwie hofft, ein Heilmittel zu finden. James und ihre Freunde auf der anderen Seite, die mit ihr gemeinsam Dumbledores Ruf in den Orden des Phönix gefolgt sind. Was das aus ihr macht? Eine Hexe, die scheinbar nicht weiß, wann sie aufgeben soll. Oder eine junge Frau, die Hoffnungen auf eine Zukunft hegt, während andere bereits aufgegeben haben. | ||||||||
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Lily Evans - von Lily Evans - 08.12.2025, 14:17
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Cokeworth ist ein größeres Dorf im zentralen, industriell geprägten England. Es gibt nicht viel Schönes über das Dorf zu berichten. Der Fluss ist dreckig, die Häuser rustikal und oft von Stromausfällen betroffen. Die Muggel hier haben gelernt, sich durch kalte Winter zu kämpfen und legen einen besonders herben Humor an den Tag. Man sieht der Jugend an, dass sie sich gegen die Arbeitergeneration ihrer Eltern auflehnen und mehr vom Leben erwarten, als einen einfachen Job in der Stahlindustrie. Vermutlich ist das auch ein Grund, warum im Dorf immer weniger Jugend anzutreffen ist.


