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The night of Guy Fawkes
Szenen-Informationen
Charaktere Albus Dumbledore » Bartemius Crouch » Queenie Arwen Kowalski » Gast
Datum 01.01.2021
Ort Londoner Untergrund
Tageszeit Spät Abends
Keine Reihenfolge Für diese Szene existiert keine feste Postingreihenfolge! (Achtung: sie wird in Ihrem Tracker also niemals als offene Szene angezeigt!) Sie dürfen sich also austoben wie Sie möchten.

saw it coming

FraktionTodesser
Beruf/HausAlleinerbe
BlutstatusSacred 28
SpielerRica
Dazu geboren im Schatten des älteren Bruders zu stehen und ihm Rückendeckung zu geben kann man sich vorstellen, dass Regulus Leben gehörig durcheinander gewirbelt wurde, als der eigentliche Erbe aus dem Familienstammbaum gebrannt wurde. Der ruhige, zurückhaltende Mann ist alles andere als ein geborener Anführer und sieht sich auch heute mehr als Schild denn als das führende Schwert. Jene zu beschützen, die ihm lieb und teuer sind, ist dann auch der Antrieb, der ihn weitermachen lässt, wenn sein Körper eigentlich danach schreit, aufzugeben. Mit 16 Jahren trat Regulus den Todessern bei und bekam sein Dunkles Mal eingebrannt: einen Tag nachdem er aus Hogwarts heim gekehrt war. Freiwillig war das wohl nur insofern, dass er lieber keine Widerworte gab anstatt auch noch der Kontrolle über seine Gedanken beraubt zu werden. Beschweren würde er sich aber auch nicht darüber: Immerhin hat er sich die Suppe selbst eingebrockt, war schon immer der schwache, der sanfte Black. Das Gefühl seinen Bruder verraten und im Stich gelassen zu haben wird er wohl nie wieder los, auch wenn er jedem beteuern würde, dass er nie einen Bruder hatte. Es gab immer nur ihn. Nur Regulus. Im Krieg wäre er mittlerweile sicherlich zu einem Bauernopfer geworden, wäre er nicht ein äußerst talentierter Seher und damit in den Fokus des Dunklen Lords geraten. Nun hilft er diesem also dabei, Strategien zu überprüfen und Taktiken für die Schlacht festzulegen. Ist ein zuverlässiges Werkzeug, während er innerlich längst in tausend Scherben zerbrochen ist. Da ist es fast ein Trost, dass ihn das brackige Wasser einer finsteren Grotte in seinen Träumen zu sich ruft.
#21
Unter anderen Umständen, an einem anderen Ort und nicht von dem Gefühl des Ertrinkens geplagt hätte Regulus sich vielleicht mehr Gedanken um die öffentlich zelebrierte Beziehung seines Bruders und Barty gemacht. Vielleicht. Seine Gedanken waren aber nunmal von ganz anderen Dinge in Beschlag genommen.
Sirius sprach über ihn als wäre er nicht anwesend - was ja auch durchaus verständlich war, war er ja auch irgendwie nicht, andererseits irgendwie auch seltsam. Überhaupt, dass er von ihm sprach. "Ich bin nicht depressiv." Man hätte es wohl kaum erwarten können, aber doch teilten sich seine Lippen, wurde gar ein Einwand eingebracht. "Ich mache nur, was getan werden muss." Weil es sonst auch niemand tun würde. Sein Blick wanderte weiter.

Ich finds gut, dass es endet wie alles begonnen hat. Regulus graue Augen fixierten nun doch direkt Barty, wo er doch zuvor noch ganz woanders gewesen war. "Wenn es denn endet." Er sprach nicht von ihnen. Ohnehin würden seine Worte doch nur als unqualifizierter Mist abgestempelt, nicht wahr? Seine Meinung interessierte nicht und das hatte wohl auch gute Gründe.

Dann jedoch versank Regulus wieder in Schweigen, folgte der Gruppe widerspruchslos ohne sich in die auftauchenden Fragen einzumischen. Ging voran, als es darum ging das Treppenhaus hinunterzugehen. Falls ihnen jemand begegnen würde, sollte es nicht diese Frau treffen, die so... lebensfroh wirkte.
Er spürte Blicke im Rücken, konzentrierte sich selbst aber darauf nun das andere wahrzunehmen, den Schatten zu folgen statt dem Verlauf der Gänge. Hatte keinen Blick fürs Irdische, war hier doch ohnehin nicht daheim. Je mehr er sich los ließ, je mehr er sich dieser anderen Seite hingab, umso genauer konnte er sie sehen, konnte er es fühlen. Dieses daheim. Vielleicht lag es auch einfach an dieser scheuslichen Schlinge um den Hals.

Und obwohl er wusste wo er hätte abbiegen müssen, in die richtige Abteilung, dorthin wo er hin musste, blieb er auf dem angeordneten Kurs. Machte keinen Ausfall, versuchte keine Flucht. Die Schatten huschten den Gang entlang und er folgte ihnen, einer dicken, trägen Schnur.
Bis ins Gamot hinein folgte er ihr. Und betrachtete fasziniert die kräuselnden Wellen hier überall. Echos vielleicht. Oder die Zukunft? Manchmal war es verwirrend und obwohl er sah, bedeutete es nicht, dass er sie richtig deuten konnte. Fremde Schatten zu deuten war schwierig, man machte so leicht Fehler. Und dennoch lockten sie ihn und während Sirius seinen Zauberstab erhob, schritt Regulus abwesend zu dem Stuhl in der Mitte, um den es waberte. So wild waberte. "Ich sehe euch." Unhörbar fast. Aber was? Was sah er da? So etwas hatte er noch nicht oft gesehen, einen Fleck, der beinah an sich beseelt wirkte. Vielleicht wegen all der Ängste und begrabenen Hoffnungen, die daran gebunden waren? Mhm... Regulus umkreiste diesen verfluchten Ort nun eng, doch etwa auf halber Strecke traf es ihn. Die Möglichkeit. Die Erkenntnis. Eine Idee. Wie auch immer!

Die Lehne als Sichtschutz richtete er seinen Zauberstab auf sich. Spürte, wie es kalt durch ihn hindurch rieselte. Ein Desillusionierungszauber. So leise gewispert, dass er sicherlich niemandem an die Ohren drang. Und was dann? Die Füße. Sie waren viel zu laut. Die hallenden Schritte schmerzen in den Ohren, richtig? Sie musste lautlos sein. Noch ein Zauber und Regulus bewegte sich lautlos zur Seite. Wie der Schatten der er war. Den Blick nun doch endlich auf Sirius gerichtet, dessen Augen doch sicherlich sein Sprengwerk spiegelten. Er wollte nicht, dass Sirius hier eine Dummheit betat. Sein Leben riskierte. Starb. Aber konnte er ihm vorschreiben zu bleiben, wenn doch auch er sich hier zur Ruhe betten würde?

Er wusste doch nur noch nicht wie. Mit irgendetwas, das alles unwiderbringlich zerstörte. So musste es sein.
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Cherry bomb

FraktionZivilist
Beruf/Haus
BlutstatusHalbblut
SpielerLily Jane
Ein Augenblick, ein Stundenschlag, 20 Jahre sind ein Tag. Nein 11. Und sie erinnerte sich an keinen einen. Was eigentlich eine harmlose Knutscherei im verbotenen Wald hatte werden sollen, verwandelte sich für Queenie Arwen Kowalski, von allen nur Baby genannt, mit großer Federleichtigkeit in einen, ihr Leben fressenden, Alptraum. Weil ein seltsames Licht sie und Dai verschluckte, nur um die beiden Teenager dann 11 Tage später wieder auszukotzen. Um zwei Dekaden gealtert, wohl gemerkt. Plötzlich, binnen eines Wimpernschlagen, 36 Jahre alt zu sein statt sweet sixteen ist hart. Nicht nur weil sie jetzt alt ist, sondern weil dadurch auch all ihre Träume wie eine schillernde Seifenblase zerplatzt sind. Nein. Nicht so hübsch, eher wie ein kleines aus dem Nest gefallenes Vogelküken. Am Boden zerschellt. Aufgeplatzt mit heraushängenden Gedärmen. Genau so. Richtig hässlich. Magizoologie hatte sie doch studieren wollen, mit Drachen arbeiten. Dahin. Ohne UTZ-Abschluß bleibt für die Legilimentikerin wohl nur noch das Backen, um sich eine Zukunft aufzubauen. Und Dai, den sie doch kaum kennt. Oder? Dai, der sein Erwachsensein feiert, während sie sich nur sehnlichst ihre Jugend zurückwünscht. Mit ihrer Freundin auf dem Bett liegend die Musik der `The runaways' anzuhören, das will sie. Ferner Traum aus einem andern Leben. So unerreichbar wie der Wunsch nach Freiheit. Sind die beiden kindlichen Erwachsenen doch aktuell auf der geschlossenen Abteilung für Fluchschäden des St. Mungos untergebracht. Ohne zu wissen, was sie noch alles verloren haben. Ein gemeinsames wildes Leben, drei Kinder.
#22
Treppen Sie eilten sie hinunter, Stockwerk um Stockwerk. Das ganze Team, dass dann doch keine flapsige Betitelung bekommen hatten, weil niemand die Muse aufgebrachte, ihre alberne Idee von einem erhellenden Namen aufzugreifen. Also blieben sie, für Baby, das fliegende Suizidkommando! Zugegeben das verbreitete keine allzu positiven vibes, aber dafür war es (leider) passend. Sehr passend. Und ohnehin hatte sie den andern Vorschlag, Team Irrlichter, ja nur gemacht um Sirius Blacks Bruder -Regulus!, sagte sie sich, immerhin hatte er ja einen eigenen Namen- etwas mitzuteilen. Nämlich, dass er nicht allein sei, hier und jetzt, nicht unter toxischen Menschen, welche er in Gedanken mit schwarzen Löchern verglich. So traurig. Doch der blasse junge Mann hatte ebenso wenig auf ihre dahin gebrabbelten Worte reagiert, wie der Rest des Teams. Des, die Treppen hinabfliegenden Suizidkommandos! "Noch drei Stockwerke runter", hörte sie Bartemius sagen, der im Stillen sogar mitgezählt hatte. Baby nickte: "Okay. Ja.. Unnötige Worte, in die Enge des Treppenhauses geworfen, allein des Bedürfnisses wegen etwas zu sagen. Sie drückte Jewel an ihre Brust und beeilte sich, um mit den Andern Schritt zu halten. Beabsichtige Baby doch keinen von ihnen aus den Augen zu verlieren, in dieser Nacht. Oder vielmehr aus dem Kopf. Dunkel war es im Treppenhaus, doch keiner machte Licht, auch sie nicht. Sie alle folgten sicher Etwas oder Jemandem. Bartemius ließ sich von seinen Erinnerungen leiten, kannte er sich hier doch aus. Regulus folgte düsteren Schatten und Schemen, die nur er sehen konnte. So wie nur sie die Gedanken aller hörte! Wodurch es leicht war zu folgen. Keinen zu verlieren.
Als sie am Abzweig zur Mysteriumsabteilung vorbei kamen, drehte sie kurz den Kopf in diese Richtung, sich fragend ob es eine kluge Idee von ihr gewesen war vorzuschlagen sie sollten alle beisammen bleiben. Wäre es nicht doch geschickter gewesen sich aufzuteilen? Zeit sparender? Immer diese elende Zeit. Man schien nie genug davon zu haben! Doch wie konnte etwas das endlos währte, zu knapp bemessen sein? Ihrer aller Leben würde möglicherweise, gegebenenfalls noch in dieser Nacht enden. Wahr. Während die Zeit selbst nie endete, nie zum Stillstand käme. Ewiger Fortbestand. Augenblick an Augenblick gereiht. Bescheuert!
Genauso bescheuert, wie ihre Gedanken, welche sie bewusst verdrängte, als sie weiter Stufe für Stufe in die Tiefe hastete. Sich sehr bewusst nicht verinnerlichend wieviel Stein und Geröll sich inzwischen über ihnen auftürmte. Nun da sie ganz unten angekommen waren. In den Gerichtssälen.

Baby sah sich verstohlen um. Heimeliger Ort. Unwahr! Sowas von! "Hier würde ich nicht sein wollen...." Wahr. Dem Ort haftete eine ungeheuer düstere Atmosphäre an. Etwas das durch Regulus Worte, "Ich sehe Euch" nun auch nicht gerade besser wurde. Leise nur hatte er sie gesprochen, doch hätte er sie auch gar nicht aussprechen können und Baby hätte sie dennoch laut und klar vernommen. Still und leise wie ein Dieb folgten ihre Augen ihm. Sie sah wie er auf den Stuhl in der Mitte zuging, diesen umkreisend. Sie sah die wabernden Schatten und Schemen in seinen Gedanken. Ja. Das ganze Holz des Stuhles musste sich vollgesogen haben. Mit den Ängsten und Hoffnungen, den Gedanken der Angeklagten. Fast glaubte Baby sie wirklich auch hören zu können. Zum Glück unwahr. Doch fragte sie sich kurz an was für einem Ort man wohl über sie zu Gericht sitzen würde wenn...nein...falls man sie schnappte. Hier jedenfalls sicherlich nicht mehr. Nun lieber gar nicht daran denken! Den aufflatternden Gedanken rasch verscheuchen. Einfach machen. "Wie wollen wir vorgehen?" "Confrigio!" Ganz so als hätte Sirius ihren letzten Gedanken laut vernommen, legte der junge Mann direkt los. Einfach machen, machen, machen War ja klar gewesen. Irgendwie. Wahr. Baby duckte sich, als allerlei große Holzsplitter durch die Luft flogen. Kurzerhand tat sie es dann dem jungen Black gleich, richtete ihren Zauberstab auf Sitzbänke an der hinteren Wand und sprach: "Bom-BAR-da MAKS-ee-ma" Eine gewaltige Explosion sprengte die Bankreihen und riss ein großes Loch in die dahinterliegende Steinmauer. "Wenn mein Vater hiervon erfährt habe ich für den Rest meines Lebens Hausarrest!" Irrwitziger surrealer Gedanke. Sich ihr aufdrängend. "Na ja ich mein nur..." Matt lächelnd sah sie die Andern ihres glorreichen Teams an. Sirius und Bartemius, die ein Liebespaar waren. Soooo süß! Und...ähhh...Regulus. Bei Letzterem brauchte sie einen Moment, musste blinzeln, weil sie ihn eben nicht sah. Nicht mehr sehen konnte. Mit den Augen. Er musste sich unsichtbar gemacht haben. Desillusionierungszauber. Auch bewegte er sich lautlos, ganz so als sei er zu einem seiner Schatten geworden. Trotzdem war es leicht ihn auszumachen. Für sie. Wahr. Vernahm sie doch seine Gedanken nach wie vor laut und klar. Der seltsame junge Mann, der tief in sich ertrank, war immer noch hier bei ihnen. Ganz dicht bei seinem Bruder.

An diesen denkend. Warm und hell. Daran, dass er keine Dummheit begehen, nicht sterben solle. Während er selbst sich hier zur Ruhe zu betten gedachte. Unwiderbringlich. Was für ein Scheiß aber auch!

Suicide Squad
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Member

FraktionPhönixorden
Beruf/Haus
BlutstatusReinblut
SpielerLena
James Potter in drei Worten: Chaos, Ärger, Unheil. Zu Schulzeiten gründete er zusammen mit seinen Freunden Sirius, Remus und Peter die legendären Rumtreiber und lernte seine große Liebe Lily Evans kennen, die er jetzt glücklich grinsend als seine Freundin betiteln darf. Er hat sich schon in Kindestagen strikt gegen alles ausgesprochen was muggelfeindlich ist oder gar mit Dunkler Magie zu tun hat, daher wundert es nicht, dass er nun im Orden des Phönix tätig ist und zudem auch eine Ausbildung zum Auror begonnen hat um den Todessern ordentlich in den Hintern treten zu können.
#23
Man sagt, Dinge geschehen nie zweimal auf die selbe Art und Weise. Das tun sie auch nicht. Nicht vollkommen.
Man sagt ebenfalls, die Menschheit würde nie aus ihren Fehlern lernen. Wahr… wie wahr.
Eine weitere Floskel die immer wieder in den Mündern der Gesellschaft auftaucht besagt: Liebe und wahre Freundschaft könnte alles überstehen.
Nun, Ladys and Gentleman, es tut mir leid sie enttäuschen zu müssen. Dies ist kein Märchenbuch und die Welt ist auch kein Thestral-Hof.
Sie ist alles andere als rosarot und blumig.
Sie ist schwarz.

Schwarz so wie James Potters Umhang es ist, dessen Kragen dieser hochgeschlagen hat. Seine Hose? Die langen hohen Stiefel, die dumpf bei jedem Schritt auf dem steinernen Boden aufkommen? Schwarz!
Auch seine Haare sind schwarz. Rabenschwarz. Wie früher.
Doch dieser Tage ist die wilde Potter Mähne gebändigt. Gekämmt, getrimmt, gestriegelt bis auch das letzte Maß an Verspieltheit ihnen ausgetrieben wurde. Viel Arbeit ist dafür nötig. Arbeit und Zauber um den Willen der eigensinnigen Haare zu brechen. Doch nach Tonnen von Gel, Tränken und schwarzmagischen Zaubern ergibt sich selbst das Haar eines Potters seinem Schicksal.
Strähnig von Gel hängt es ihm in die Augen. Die Augen, die nicht mehr wie früher von Brillengläsern bedeckt werden. Längst hat er dies abgestellt, hat Dunkle Magie genutzt um seine Sehfähigkeit zu verbessern.
James Potter und das wofür er einmal stand existiert nicht mehr.
Es wurde zerstört, in die Luft gesprengt, zerrissen und mit Füßen getreten. Langsam und leise hat ihn die Vergangenheit zerrissen. Hat ihm aufgefressen, ausgemerzt, bis nichts mehr übrig blieb.
Nur noch Schwärze und Finsternis.
Seine Freunde, sie haben ihn betrogen. Besonders sein bester Freund, der, dessen Name so schwarz ist, wie Potters Seele, hat ihn betrogen.
Und der andere. Bartemius Crouch jr. Ein Name, ausgesprochen wie ein Schimpfwort.
Das Geständnis der Liebe seines besten Freundes zu einem Todesser hat James das Herz gebrochen.
Am Anfang dachte er noch, er würde darüber hinwegkommen.
Sirius, nicht James. Potter dachte Black würde eines Tages zur Vernunft kommen und erkennen welchen Fehler er begangen hatte.
Doch es passierte nicht.
Alles wofür James stand, alles wofür er sich jahrelang eingesetzt hatte… es erstarb in jener Nacht, als Sirius Black sein Herz an einen Todesser vergab.
Er dachte Black wäre anders. Dass hatte er vom ersten Tag an gedacht, als der sprechende Hut den Schwarzmagier nach Gryffindor schickte. James Potter, der edle heldenhafte James Potter, nahm Sirius Black auf wie einen Bruder, gab ihm eine Familie, ein Zuhause… doch er hatte sich geirrt.
Das Kuckuckskind entpuppte sich als Schlange.

Und nun? Nun ist die Schlange zu ihren schleimigen Artgenossen zurückgekehrt.

James suchte jahrelang nach Hoffnung, suchte Erklärungen, Ausreden und Liebe, wo es nie welche gegeben hatte.
In seinen Augen wurde Sirius Black zum Verräter und so gut die Absichten des Black auch waren… James konnte ihm nicht verzeihen.

Die Welt wurde grauer, schwärzer, mit jedem Tag, bis die Dunkelheit sich auch ins Herz des Potters schlich.

Schleichend, so wie er sich auch jetzt fortbewegt.
Vor Jahren hätte er den Tarnumhang benutzt, doch dieses Relikt hat er längst im Ministerium abgegeben. Es war gefährlich und gegen die Regeln. Regeln, die dazu gemacht sind um eingehalten zu werden.

Der dumpfe Knall der Explosion erklingt, doch James verzieht keine Miene.
Er wusste es würde so kommen. Und nicht nur er.
Als er die Gänge durchquert blicken ihm Männer mit eisernen Mienen streng entgegen. Sie alle sind bereit. Bereit für den Angriff und bewaffnet bis an die Zähne. Ihr Ziel ist es die Rebellen aufzuhalten, jene, die Regeln brechen und sich nicht ins System einfügen wollen.
Sie wurden gewarnt.
Sie alle hat er gewarnt.
Auch James Potter. Ein Verräter.

Es war vor wenigen Tagen als ihn ein anonymer Brief erreichte, während er gerade am Esstisch im edlen Salon von Potter Manor saß. Ein anonymer Brief, geschrieben in einer so hübsch geschwungenen Handschrift, dass er den Ersteller des Briefes auch ohne Signatur mit Leichtigkeit erraten konnte.
Man warnte ihn in dieser Nacht nicht ins Ministerium zu kommen und dort seine sonst übliche Schicht wahrzunehmen, falls ihm sein Leben lieb sei. Er solle eine Ausrede finden und seiner Arbeit fernbleiben, denn das Ministerium würde einen schrecklichen Schlag, einen „terrible blow“, abbekommen.
Eine Information, die James auf keinen Fall für sich behalten konnte, denn er konnte es nicht leiden, wenn Regeln gebrochen werden. Er erzählte seinen Vorgesetzten davon und sie alle waren sich einig: Es würde einen Anschlag auf das Ministerium geben.

Ein Anschlag, der nun mit der Explosion eingeleitet wurde. Erst der Anfang. Der Anfang vom Ende.
James durchschreitet den Gang, entgegen dem Strom an Auroren, die in die gegensätzliche Richtung strömen bis er schließlich ganz allein im Treppenhaus ist. Seine Schritte hallen laut und zielstrebig im Treppenhaus, doch noch weiß er nicht wohin ihn sein Weg ihn führt.
Erst ein kleiner Gegenstand bringt Licht ins Dunkel.
Der goldene Schnatz, einst so prächtig golden, nun matt und angelaufen schwirrt in die Luft. Sein hinkender Flügel zuckt, setzt immer wieder aus und doch ist er bereit. Bereit für den letzten Einsatz. Den letzten Fang.
„Zeig ihn mir“, befiehlt James und der Schnatz gehorcht, surrt nach unten, so schnell, dass der ehemalige Quidditchspieler sich beeilen muss. Zwei Stufen auf einmal nehmend läuft er nach unten. Ein Stockwerk, zwei Stockwerke… und immer weiter.
Vor einer Wand hält der Schnatz flatternd inne, wartet auf James, der ihn bald erblickt. Kurz ist es, als würde der Schnatz aufleuchten. Ein letztes Mal.
Dann folgt tosender Lärm als die Wand gesprengt wird und den Weg frei gibt.
Der Schnatz, von Gesteinsbrocken getroffen sinkt zu Boden, zuckt ein letztes Mal vergebens und ergibt sich dann seines Schicksals, so wie es schon vor vielen vielen Jahren der Fall hätte sein müssen.
Alles endet dort wo es begonnen hat.

Auge um Auge finden sie sich wieder, als James durch das klaffende Loch der Mauer tritt. Black und Potter.

Ein Stich durchfährt James. Ein Stich des Schmerzes, des Verlustes und des Verrates.
Doch er zögert nicht. Nutzt den Moment und schickt seinerseits einen Explosionszauber in den Raum. Gezielt auf Black und die Schlange neben ihm. Eine Frau ist dort, verborgen hinter einer Maske, doch das könnte James kaum weniger interessieren. Den vierten im Bunde bemerkt er nicht. Unsichtbar ist er. Verborgen.
James hat nur ein Ziel. Ein Ziel, welches von der Explosion getroffen und nun im Schutt verborgen liegt.

Langsam tritt er an Black heran, den Zauberstab auf dessen Brust gerichtet, alles andere ignorierend.
„Stets sauber und unbefleckt“, tönt James, die Stimme vor Arroganz triefend, der Hass spürbar und die Lippen zu einem Grinsen verzogen, welches jeder seiner Feinde zu fürchten weiß.
„Ein bisschen heruntergekommen, findest du nicht, Black?“
Black. Nicht Sirius. Sirius ist fort. Was bleibt ist der Verrat. Finsternis.
Einen Moment lang sehen sie sich in die einst so vertrauten Augen. Freunde, Brüder waren sie.
Der Schmerz sitzt tief. Zu tief. Zu viel ist zerbrochen. James Potter ist daran zerbrochen.
Denn woher auch immer der Gedanke des anonymen Briefeschreibers kam, es ist ein Trugschluss. Dem Potter ist sein Leben nicht länger lieb.
Es ist verraten. Verkommen. Verloren.
„Lass uns dies beenden so wie wir es begonnen haben. Zusammen.“, sagt er. Die Stimme beinahe sanft. Beinahe liebevoll gegenüber seinem alten Freund. Dem Verräter.
Und er richtet seinen Zauberstab nicht auf Sirius. Nicht auf sich selbst, sondern auf die Decke über ihnen, die in einer ohrenbetäubenden Explosion zerspringt und jeden Moment auf sie niederprasseln wird.
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rebel rebel

FraktionPhönixorden
Beruf/Haus
BlutstatusSacred 28
SpielerLisa
Sirius Black ist ein Name, den die meisten Menschen kennen – und zu dem die meisten auch bereits eine Meinung haben, bevor sie ihn überhaupt tatschlich kennengelernt haben. So war das schon während seiner Schulzeit gewesen, so ist es auch heute noch im Arbeitskontext und überall, wo er hinkommt. Ein Großteil kennt ihn noch immer als den Black, den Reinblutspross, den Erbe dieser großen, wichtigen Familie, der in einem rassistischen, elitären Haushalt aufwuchs und der aus dieser Zeit vor allem diese renitente Arroganz und sein großes Ego behalten hat. Aber auch: Als derjenige, der gleichzeitig nicht nur seine schrecklichen Eltern, sondern auch einen geliebten Bruder zurückgelassen hat. Die anderen kennen ihn als Sirius, als Padfoot, einem jungen Mann, der zu seinen Idealen steht, der furchtlos ist und nach vorn geht. Der laut ist und manchmal ein bisschen viel, der aber auch wahnsinnig loyal ist und für seine Freunde alles tun würde.
#24
Sirius hatte seinen Bruder nicht ganz so gut im Blick – oder im Kopf – wie Baby das hatte, aber er achtete trotzdem darauf, dass er bei ihnen blieb. Er beobachtete ihn auf ihrem Weg durch das Treppenhaus, sah ihn neben sich in den Gerichtsälen stehen, Sirius sah ihn auch noch, als er ein paar Schritte in die Mitte trat, behielt ihn noch im Blick, als er den Confringo in Richtung der Bänke schickte. Dieses Gefühl, hier etwas zu zerstören, brachte Sirius jetzt wenigstens endlich mal dazu, sein typisches Sirius-Black-Grinsen aufzulegen, denn das war gut. Deshalb war er hierhergekommen. Um die Dinge hier in Schutt und Asche zu legen. Er war jetzt normalerweise nicht unbedingt jemand, der auf die totale Zerstörung stand, aber hier und heute waren die Umstände einfach ein bisschen anders. Mit diesem Grinsen drehte er sich zu Baby, zuckte kurz mit den Schultern. “Sorry, ich dachte es wär gut, wenn wir’s nicht ewig durchdiskutieren, sondern jemand den Anfang macht“, erklärte er ihr, weil er sie irgendwie ganz süß fand und er sich in der kurzen Zeit schon ein bisschen an sie gewöhnt hatte und noch besser fand er sie, als sie, als wäre das ihre Antwort darauf, direkt selbst damit loslegte, das Inventar zu zerlegen. “Perfekt“, kommentierte er diese zweite Explosion zufrieden und er lachte leise über ihren irrwitzigen Kommentar mit dem Hausarrest, den er für einen Scherz hielt – sie sah jung aus, aber nicht so jung, dass noch Eltern über sie bestimmen würden. “Ich schreib dir eine Entschuldigung und nehm alles auf mich, wenn dir das hilft“, schlug er ihr salopp vor, auch wenn das sicherlich keinem der Anwesenden irgendetwas helfen würde, eine Entschuldigung aus der Feder von Sirius die größte Enttäuschung der Familie, des Ordens, der Auroren und der Rumtreiber Black.

Und dann war da der Moment, in dem zwei Dinge auf einmal passierten: Einerseits verlor er Regulus aus den Augen, weil er eine Sekunde nicht hingeschaut hatte. Andererseits ertönte eine weitere Explosion und durch das neu entstandene Loch in der Wand trat James.

James fucking Potter.

Früher einmal war dessen Anblick das Beste für Sirius gewesen. Da war es der beste Moment des Tages, wenn James von seinem morgendlichen Quidditchtraining zu ihnen an den Frühstückstisch kam und mit einem breiten Grinsen die Aktivitäten des Tages zur Diskussion stellte. Oder wenn er nach einem quälend langen furchtbaren Sommer bei seinen Eltern zurück zum Gleis kam und dort endlich wieder diesen absurden schwarzen Haarschopf, der immer ein bisschen wie explodiert aussah, am Zug erspähte. Für einen kurzen Moment mit 15 hatte Sirius sogar mal das Gefühl gehabt, dass er vielleicht nicht nur auf Jungs stand, sondern vielleicht auch auf James – aber ihm war sehr schnell klar geworden, dass das quatsch war. Er liebte James, mit allem was er hatte, aber nicht, weil er ihn küssen wollte, oder weil er mit ihm schlafen wollte - sondern weil er sein Bruder war. Weil James immer für ihn da war, immer an ihn glaubte, weil er ihn besser kannte als er selbst. Er hatte jeden Moment seines Lebens mit ihm geteilt und schließlich waren es auch die Potters gewesen, die ihn zum ersten Mal in seinem Leben wie eine echte Familie aufnahmen.

Und dann hatte sich Sirius in Barty verliebt und alles war plötzlich anders geworden.

Jetzt machte der Anblick seines ehemaligen besten Freundes etwas anderes mit ihm. Jeder Muskel in seinem Körper verkrampfte sich, sein Herz schlug schnell und schmerzhaft in seiner Brust und er ließ im selben Augenblick einerseits Bartys Hand los, um sich schützend vor ihn stellen zu können, andererseits erhob auch er seinen Zauberstab – aber weiter kam er nicht.

Bevor er wirklich reagieren konnte, explodierte der Boden um ihn herum, die Steine um ihn flogen ihm um die Ohren und Sirius und Barty wurden von den Beinen gerissen, landeten in einem Haufen Schutt. Keuchend und mit einem jähen Schmerz in der linken Schulter öffnete er ein paar Augenblicke später seine Augen, wischte sich den Dreck vom Gesicht, drehte sich sofort zur Seite, um nach seinem Freund zu suchen – das Gute war: Er wusste, dass er noch am Leben sein musste, denn Sirius war es schließlich auch. “Barty?“, rief er zur Seite und Barty rief etwas zurück und Sirius atmete erleichtert auf, als er ihn schließlich sah und kurz nach dessen Hand tasten konnte. Sie beide rappelten sich auf, kämpften sich durch den Schutt über ihnen und Sirius versuchte nicht zu sehr auf den Schmerz in seinem Arm zu achten. Ein schneller Blick zu Barty bestätigte ihm, dass er noch halbwegs intakt war, augenscheinlich, und noch bevor er wieder auf die Beine kam, spürte er James‘ Präsenz, seinen Zauberstab auf seine Brust gerichtet und er sah zu ihm auf. Kam langsam wieder auf die Beine, vergewisserte sich erst, dass Barty das auch tat und hob dann ebenfalls seinen Zauberstab gegen seinen Freund James.

Ihm schossen mit einem Mal hunderte Gefühle durch den Körper – da waren Wut, weil James ihn so hatte fallen lassen, Angst davor, was er Barty antun würde, Trauer und Verlust und Reue und das Grinsen war schneller wieder aus seinem Gesicht verschwunden, als es gekommen war. Und natürlich fiel ihm auch auf, wie anders er aussah, obwohl er ihn länger nicht gesehen hatte – er sah düster aus, seine Haare waren anders, der arrogante Blick in seinem Gesicht (den Sirius eigentlich so gut kannte), plötzlich bösartig und herablassend. So hatte James früher Menschen wie Schniefelus angesehen. Heute war es Sirius, dem dieser Blick galt.

“Wieso bist du hier?“ Waren die ersten Worte, die er über seine Lippen brachte. Eigentlich hatte er dafür gesorgt, so dachte Sirius jedenfalls, dass James nicht hier sein würde. Er hatte ihm diese kurze Notiz geschrieben, ihn gewarnt, betont, dass er heute nicht hier sein sollte. Barty wusste davon nichts, vielleicht war das die einzige Sache, die er ihm in ihrer letzten Woche nicht erzählt hatte, aber er hatte es nicht übers Herz gebracht, seinem Freund zu erzählen, dass er ihn zum Sterben mit ins Ministerium nahm, aber James vor dem gleichen Schicksal bewahren wollte. Er hatte sich dafür geschämt, aber er wusste, dass das das letzte war, was er für James tun musste. Aber natürlich hatte dieser Penner es besser gewusst, so wie er in jeder Situation immer alles besser wusste als alle andere. Wut durchfuhr ihn, heiß und kalt zugleich und seine Augenbrauen zogen sich zusammen. “Wieso bist du hier, James?“, wiederholte er, jetzt deutlich bissiger, weil James nicht antwortete und er stach seinen Zauberstab leicht in James‘ Brust. Es fühlte sich falsch an, so falsch hier so zu stehen. Es war falsch, dass sie nicht miteinander hier standen, sondern auf entgegengesetzten Seiten.

Genauso falsch, wie sich Sirius hatte entscheiden müssen, ob er Barty oder James an seiner Seite wollte.

James‘ ließ ein paar großkotzige Worte ab und wenn Sirius nicht so entsetzt gewesen wäre, seinen Freund hier zu sehen, dann hätte er jetzt gelacht. Hätte ihn mit einem abwertenden Blick bedacht. Aber dafür blieb auch keine Zeit – denn in diesem Moment hob James seinen Zauberstab und Sirius hatte nicht mal mehr Zeit, sich zu Barty umzudrehen, dessen Präsenz der die ganze Zeit beschützend, aber auch schmerzhaft im Rücken spürte, stattdessen reagierte er schnell. Hob seinen Zauberstab ebenfalls gen Decke, sprach ebenfalls einen Zauberspruch, der die herabstürzenden Gesteinsbrocken in weiche Kissen verwandelte. Instinktiv rückte er einen Meter vor James zurück, den Zauberstab noch immer auf ihn gerichtet. “Hau ab, Potter, du hast hier nichts verloren“, rief er ihm zu und dann weiteten sich seine Augen vor Schreck, er scannte den Raum, sah erst Baby mit erschrockenem Blick an und dann den Rest des Raumes, des leeren Raumes. Dann drehte er sich schließlich doch zu Barty um, griff nach dessen Arm. “Regulus, er ist weg“, keuchte er überfordert und dann merkte er es: Er begann, die Nerven zu verlieren. James‘ Auftreten hatte ihm allen Wind aus den Segeln genommen, hatte ihm das Selbstbewusstsein, die Gewissheit geraubt, dass sie das alles hier gut über die Bühne bringen würden.
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nowhere generation

FraktionTodesser
Beruf/Haus
BlutstatusSacred 28
Spieleramelie
Bartemius Crouch Jr. ist der letzte Nachkomme einer altehrwürdigen Reinblutfamilie - und abtrünnig. Er möchte endlich Beachtung finden und hat damit abgeschlossen sich für ein klein wenig Zuneigung seines Vaters auf Hogwarts abzumühen und geht jetzt lieber seinen eigenen Weg. Jetzt ist er obdachlos, vollkommen unbekannter Todesser und sitzt seine Tage im Werwolfregister ab (immerhin kann er sich dort mächtig und überlegen fühlen!).
#25
Im einen Moment war alles noch gut. Sirius und Baby legten los und Teile des Zauberergamots explodierten so wunderschön, dass Barty für einen Moment lächelnd die Augen schloss. Diese Räume hier standen für alles in seinem Leben, was schlecht war. Unfrei und voller Zwang, für eine einsame Kindheit und eine Jugend gemäß der Leistungsansprüche seines Vaters. Diese hölzernen Bänke mit den vielen reinblütigen Namen standen für verlorene Jahre. Sirius neben ihm stand für Liebe und Licht und die Momente im Leben, an denen eingeschlagene Wege sich wieder verändern durften. Das was Regulus sich immer verboten hatte, diese Möglichkeit hatte Barty nur durch Sirius erhalten. Er lauschte dem Wortwechsel zwischen Sirius und Baby, warf einen glücklichen, glühenden Blick zu seinem Freund und fasste seinen Zauberstab ein bisschen fester. Die Magie prickelte in seinen Fingerspitzen und würde sich ihren Weg bahnen, heute wusste er gut genug, dass es nicht die schlimmen, schrecklichen, wütenden Emotionen brauchte, um die Magie aus ihm heraus zu leiten, sondern auch aus diesen positiver Stimmung heraus machtvolle Zauber wirken konnte.

Eine weitere Explosion ertönte und Barty ordnete es erstmal gar nicht richtig zu, weil sein Blick auf Sirius geheftet war. Als sein Ausdruck sich dann so drastisch veränderte, wandte er den Kopf. Gerade rechtzeitig um James zu erkennen, bevor eine weitere Explosionen ihn und Sirius von den Füßen riss. Staub, Trümmer und Asche regnete auf sie herab, der Knall hing in seinen Ohren fest und halb rechnete Barty damit, dass es jetzt einfach vorbei war.

War es nicht. Sein Herz schlug weiter, er atmete Dreck und Staub ein und mit einem gequälten Geräusch rappelte er sich auf, weit genug um Sirius zu erspähen. "Ich bin da", gab er zurück und kam wieder auf die Füße. Sein Körper schien noch ganz und Sirius auch, auch wenn der etwas schief und verkrampft da stand und Barty sich schreckliche Sorgen machte. Vielleicht lag das aber auch einfach an James, der mit gezogenem Zauberstab auf Sirius zuschritt, als hätte ihm hier irgendwer einen fucking roten Teppich ausgerollt und als wäre seine Existenz hier gefragt. Barty spürte wie ihm am Hinterkopf etwas feuchtes, warmes in den Nacken lief und er musste nicht hinfassen um zu wissen, dass er sich den Kopf aufgeschlagen hatte. Sein Zauberstab wanderte in die Höhe, nachdem Sirius seinen gegen James hob und bei allen schrecklichen Dingen, die sie überlegt, geplant und bedacht hatten: das hier war keines dieser Szenarien. Die Gefahr ging doch immer schon vom Ministerium aus und nie von Sirius engstem Freund? Oder dem, was davon noch übrig war. Bartys Hand war ruhig, er hatte seit sehr langer Zeit keinen Menschen mehr angegriffen, aber er war bereit genau das zu tun, wenn James hier eine falsche Bewegung machte. Er würde nicht zulassen, dass James ihnen die Chance auf ein Morgen nahm. Wenn er sich zwischen Sirius und James entscheiden müsste, dann würde diese Überlegung keine Sekunde dauern - er würde James töten, wenn das notwendig sein sollte. Notwendig, um Sirius und damit verbunden auch sein eigenes Leben zu retten. Er wusste genau was es mit Sirius gemacht hatte Freunde von ihm und auch bekannte Ordensmitglieder sterben zu sehen, getötet von Anhängern des Dunklen Lord, auf immer verloren. Barty hasste das Töten, er hasste was es mit ihm gemacht hatte und doch wäre er ohne eine Sekunde des Zögern bereit das zu tun. Hoffentlich wusste James das.

Sirius wollte wissen warum er hier war und Barty schwieg, nahm wortlos den Platz an seiner Seite ein und hielt seinen Zauberstab auf James gerichtet, während das Blut seinen Rücken hinablief und in seinem T-Shirt versickerte. James klang wie ein absoluter Psycho, als er davon sprach, dass sie ihren Weg hier gemeinsam beenden sollten und in der nächsten Sekunde riss sein Zauber die Decke über ihnen in Stücke. "Protego", schrie Barty im gleichen Atemzug wie Sirius' Verwandlungszauber die großen Stücke der Decke verwandelte. Die Kissen prallten von seinem Zauber ab und die Wut auf James brannte heiß in seiner Brust (wie schlimm wäre es wohl ihm seine verbissene Visage zu zertreten?). Sirius beharrte weiter darauf, dass James hier verschwinden sollte. "Lass es gut sein, das hier ist nicht dein Kampf", sagte Barty und trat einen Schritt auf James zu, den Zauberstab weiter erhoben, während Sirius sich zurückzog, sich umsah und nach Baby und Regulus suchte. Barty wandte den Blick nicht von James ab, auch nicht als Sirius panische Stimme ihm fast das Herz brach. Er würde nicht wegsehen, James nicht aus den Augen lassen. "Sirius", sagte er so ruhig er konnte, das Pochen in seiner Brust war sehr präsent. "Wir finden ihn", sagte er, denn diese Aufgabe war mit einem Mal wesentlich wichtiger als jede Zerstörungswut in diesen Räumen und auch wichtiger als James.

"Was ist deine Mission hier? Sirius töten? Mich töten?" Seine Stimme klang rau vor unterdrückter Wut auf diesen Mann, der jetzt einfach aufkreuzte und entscheiden wollte das alles hier zu zerstören. Die Chance auf ein Überleben, auf eine Zukunft, fernab von diesem Konflikt ums Ministerium. Barty wusste was für ein Arschloch in James steckte, aber er wusste auch, dass dieser Mann auch eine andere Seite hatte. Eine Seite, die Sirius gerettet hatte, vor der Dunkelheit, die Regulus zu verschlingen drohte. "Wenn du das ausdiskutieren willst, bitte, aber dann bring die Unschuldigen hier raus", forderte Barty, die Lippen schmal und ohne große Hoffnung darauf, dass James da einlenken würde. "Regulus und Baby müssen hier raus", sagte er entschieden, blickte hoffend und suchend in James' Augen. "Oder willst du Unschuldige mit in den Tod reißen?" Sowas wollten Auroren doch in der Regel nicht und Barty wollte das ganz bestimmt nicht, auch wenn er weder Schuld bei sich, noch bei Sirius fand. Ja, Barty war schuldig seinen Vater getötet zu haben und er war auch schuldig den Todessern nicht die Treue gehalten zu haben, aber Sirius zu lieben - das hatte keine Schuld auf ihn geladen.
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saw it coming

FraktionTodesser
Beruf/HausAlleinerbe
BlutstatusSacred 28
SpielerRica
Dazu geboren im Schatten des älteren Bruders zu stehen und ihm Rückendeckung zu geben kann man sich vorstellen, dass Regulus Leben gehörig durcheinander gewirbelt wurde, als der eigentliche Erbe aus dem Familienstammbaum gebrannt wurde. Der ruhige, zurückhaltende Mann ist alles andere als ein geborener Anführer und sieht sich auch heute mehr als Schild denn als das führende Schwert. Jene zu beschützen, die ihm lieb und teuer sind, ist dann auch der Antrieb, der ihn weitermachen lässt, wenn sein Körper eigentlich danach schreit, aufzugeben. Mit 16 Jahren trat Regulus den Todessern bei und bekam sein Dunkles Mal eingebrannt: einen Tag nachdem er aus Hogwarts heim gekehrt war. Freiwillig war das wohl nur insofern, dass er lieber keine Widerworte gab anstatt auch noch der Kontrolle über seine Gedanken beraubt zu werden. Beschweren würde er sich aber auch nicht darüber: Immerhin hat er sich die Suppe selbst eingebrockt, war schon immer der schwache, der sanfte Black. Das Gefühl seinen Bruder verraten und im Stich gelassen zu haben wird er wohl nie wieder los, auch wenn er jedem beteuern würde, dass er nie einen Bruder hatte. Es gab immer nur ihn. Nur Regulus. Im Krieg wäre er mittlerweile sicherlich zu einem Bauernopfer geworden, wäre er nicht ein äußerst talentierter Seher und damit in den Fokus des Dunklen Lords geraten. Nun hilft er diesem also dabei, Strategien zu überprüfen und Taktiken für die Schlacht festzulegen. Ist ein zuverlässiges Werkzeug, während er innerlich längst in tausend Scherben zerbrochen ist. Da ist es fast ein Trost, dass ihn das brackige Wasser einer finsteren Grotte in seinen Träumen zu sich ruft.
#26
Sirius so zu sehen... es tat gleichzeitig so irrsinnig weh, aber war dann doch auch das Schönste, das er sich für die letzte Lebensstunde hatte erwarten können. Sirius - und Bartemius nicht zu vergessen, dessen Freundschaft ihm in Hogwarts so viel bedeutet hatte. Er hatte sie alle ziehen lassen. Sich in sich selbst zurückgezogen, die Dinge, die er tun musste. War ihnen keine Bürde gewesen, während sie ihren Weg gefunden hatten. Diese positive Kraft zwischen den beiden, sie beseelte ihn geradezu, war wie Funken in bitterkalter, finsterer Nacht. Vermutlich ebenso wie die Leichtigkeit, die umgängliche Art der anderen, dieser Frau, die für ihn fremd war. Die deswegen immer wieder aus seinem Fokus rückte und dann wieder hinein, weil die Schatten um sie herum so seltsam waren.
Er hätte schon längst gehen sollen, nun da sie alle abgelenkt waren. Aber er konnte seinen Blick nicht abwenden. Erst dann, als dunkle Wolken vom oberen Ende der Sitzreihen herunterwallten. Eine Vorahnung, was sein würde, was sein musste, auch wenn ihm nicht klar war was. War dieses Stockwerk dabei einzustürzen? Fortgeblasen jeder Gedanke zu gehen, sie hinter sich zu lassen, ohne einen Abschied, ohne die Möglichkeit ihn daran zu hindern was getan werden musste.

Nein, kein Einsturz. Noch nicht. Denn es rieselte nun auch von oben herab. Doch Gestein splitterte, ein unfassbarer Krach erschütterte die heiligen Hallen des Gesetzes und Regulus konnte nicht anders als sich dabei zu ducken, die Ohren zuzuhalten. Wenn jemand in seine Richtung gesehen hätte, man hätte gleich darauf ein sirrendes, kuppelförmiges Licht gesehen, das sich von seiner Position ausbreitete. Brocken spaltete, zu harmlosen Staub zerkrümelte, der hinab rieselte. Alles mit einer Schicht bedeckte, die fast an Asche erinnerte.
Asche zu Asche... Oh, wie gut es an diesen Ort passte. Doch Regulus, nun wieder aufgerichtet, erstarrte bei dem Schauspiel, das sich vor ihm ergab. Nicht das was James sagte. Oder Sirius. Oder James tat. Es hatte doch vorhin schon herunter gerieselt. Da war so viel Unruhe, so viele Möglichkeiten um ihn herum, dass ihm ganz schwindelig wurde. Er hörte ihnen überhaupt nicht zu.

Durch seinen Kopf rasten Möglichkeiten, Entscheidungen, die den Verlauf der Schatten teils änderten, teils überhaupt keinen Einfluss hatten.

Regulus mochte keine Menschenmengen, hatte er noch nie gemocht. Die Schatten waren dann so unruhig, unruhiger als sonst. Weil es unendlich viel Möglichkeiten gab, Einflüsse, Varianten, ... auch wenn er das als Kind nicht einzuordnen gewusst hatte. Wie betäubt war er, merkte gar nicht wie er voran schritt, bis er hinter Barty stand. Mitten auf einer dunklen Spur an Möglichkeiten. Viel zu nah an Barty und kurz darauf an Sirius, der seinen Freund am Arm gepackt hatte. Panisch war.
Regulus schluckte, als die Schuld ihn einholte, ihn selbst von all den Erinnerungen ablenkte, die wieder an die Oberfläche wollten.
Keine Zeit. Diese Spur hier war zu dunkel. Zu wahrscheinlich. Er musste sich entscheiden. Jetzt.

"Bartemius... bitte vertrau mir... keine Zauber." Seine Stimme war sehr leise, doch direkt an Bartys Ohr. Die Wahrscheinlichkeit, dass er gleich am Boden liegen würde, weil Barty ihm eine reinschlug,... musste er in Kauf nehmen. Keine Zeit, sich tiefere Gedanken zu machen. Die Schatten zwischen Barty und James waren so präsent, dass es gefährlich war, wahrscheinlich, in dieser Schusslinie zu laufen. Er tat es dennoch. Verschwendete keine weiteren Gedanken an Baby, die einzig eine Verbindung mit ihm zu haben schien - irgendwie, auf eine seltsame Art und Weise. Wieso, das wusste er nicht. Konnte sich keinen Reim darauf machen, hatte keine Zeit darüber nachzudenken.

Die Zeit spielte gegen ihn - tat sie immer. So wie jetzt, als Regulus all seine Flinkheit nutzte, um die Distanz zu James Potter zu überbrücken. Ein weiterer Mensch, dem er lieber nicht zu nahe gekommen wäre. Ein weiterer Mensch, der ihn nicht sah. Nicht seine Schritte hörte. Der aber nicht nur selbst dunkel war, sondern auch von dunklen Schatten umgeben. So viele Möglichkeiten, so viele Eventualitäten und Regulus wusste, dass er es dadurch, dass er sie zu sehen versuchte, nur viel schlimmer machte. Weil jede seiner Entscheidungen, jeder Gedanke, nur noch mehr Schatten produzierte. Ein Schattenmeer, unübersichtlich, wild.
Worte, die gewechselt wurden, ihn nicht interessierten. Einzig und allein die Richtung, die ihm gewiesen wurde. Auf Fluchlinie, bereit abzufangen, was auch immer den jeweils anderen ereilen sollte. Und dann... Regulus hielt die Luft an, als er die Arme ausbreitete, als er sich auf das Kommende einstellte, als er tat wovor es ihm grauste.

James Potter fand sich in einer Umarmung wieder, die ihn hoffentlich aus der Bahn warf. Ihn nicht verletzte, aber ihm doch, hoffentlich, dabei half zur Besinnung zu kommen.
Wie bizarr es aussehen musste, für jemanden, der seiner Präsenz nicht gewahr war! Regulus merkte, wie ihm die Luft weg blieb, aber dennoch zwang er sich dazu nah an James Ohr Worte auszusprechen, die vielleicht, vielleicht einen Einfluss auf die Schatten hatten.

Es waren viel zu viele vielleichts. Viel zu viele Wahrscheinlichkeiten. Dinge, von denen er sich schon längst hatte verabschieden wollen, die er hinter sich hatte lassen wollen. Für immer. "James Potter - du hast dir mal auf die Fahnen geschrieben zu helfen, wenn man dich bittet." Eine Feststellung, keine Frage. Leise, sanft, während die Klauen er Panik nach ihm griffen. Klauen, die er nun wieder meinte in seiner Haut zu spüren. Aber Regulus traute sich nicht loszulassen, klammerte sich an den ehemaligen Gryffindor wie ein Ertrinkender. Der er war. Er ertrank an Nähe.
"Wenn ich dir sage, dass ich ein gutes Ende sehe, für jeden, wirst du mich anhören? Bitte?" Er meinte es nicht... im wörtlichen Sinne. Wusste doch nicht, wie das hier ausging. Aber doch gab es da etwas, das den Auroren vielleicht doch noch irgendwie erreichte? Bevor ihm die Luft ausging, ihm die Lichter ausgingen, bevor er die selbst auferlegte Tortur nicht mehr ertrug. "Hör mich an." Durchdringen. Irgendwie.

Wenn es doch nur jemanden gäbe, der James Aufmerksamkeit von seinem Bruder nahm. Diese tödliche Aufmerksamkeit.
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Cherry bomb

FraktionZivilist
Beruf/Haus
BlutstatusHalbblut
SpielerLily Jane
Ein Augenblick, ein Stundenschlag, 20 Jahre sind ein Tag. Nein 11. Und sie erinnerte sich an keinen einen. Was eigentlich eine harmlose Knutscherei im verbotenen Wald hatte werden sollen, verwandelte sich für Queenie Arwen Kowalski, von allen nur Baby genannt, mit großer Federleichtigkeit in einen, ihr Leben fressenden, Alptraum. Weil ein seltsames Licht sie und Dai verschluckte, nur um die beiden Teenager dann 11 Tage später wieder auszukotzen. Um zwei Dekaden gealtert, wohl gemerkt. Plötzlich, binnen eines Wimpernschlagen, 36 Jahre alt zu sein statt sweet sixteen ist hart. Nicht nur weil sie jetzt alt ist, sondern weil dadurch auch all ihre Träume wie eine schillernde Seifenblase zerplatzt sind. Nein. Nicht so hübsch, eher wie ein kleines aus dem Nest gefallenes Vogelküken. Am Boden zerschellt. Aufgeplatzt mit heraushängenden Gedärmen. Genau so. Richtig hässlich. Magizoologie hatte sie doch studieren wollen, mit Drachen arbeiten. Dahin. Ohne UTZ-Abschluß bleibt für die Legilimentikerin wohl nur noch das Backen, um sich eine Zukunft aufzubauen. Und Dai, den sie doch kaum kennt. Oder? Dai, der sein Erwachsensein feiert, während sie sich nur sehnlichst ihre Jugend zurückwünscht. Mit ihrer Freundin auf dem Bett liegend die Musik der `The runaways' anzuhören, das will sie. Ferner Traum aus einem andern Leben. So unerreichbar wie der Wunsch nach Freiheit. Sind die beiden kindlichen Erwachsenen doch aktuell auf der geschlossenen Abteilung für Fluchschäden des St. Mungos untergebracht. Ohne zu wissen, was sie noch alles verloren haben. Ein gemeinsames wildes Leben, drei Kinder.
#27
Staub und Kissen Kreischende Gedanken gellend laut in ihrem Kopf, Purzelbäume schlagend. Ein wildes Durcheinander. Und von allem zu viel! Baby fühlte sich überfahren. Überflutet. Emotional overload. Ihr Hirn war nun endgültig randvoll mit schwarzem Verrat und tiefem Verlust. Es floss über vor schneidender Trauer und blanke Angst. Zwischen bodenlosem Hass tummelte sich auch schwelendes Mitgefühl und schimmernde Hoffnung, gesprenkelt mit der Freude über das Glück Anderer. Oh! Und alles, alles wurde überlagert von dem irrwitzigen Wunsch zu Sterben. Lass uns dies beenden so wie wir es begonnen haben....beenden wie begonnen... Verrückt! Völlig verrückt. Und sie konnte es einfach nicht mehr hören! Nicht mehr hören! Es war genug!

Dabei hatte sie eben noch mit Sirius gescherzt, während sie Beide begonnen hatten die Welt um sich herum explodieren zu lassen. Ihr hatte bereits eine flapsige Antwort auf den Lippen gelegen, irgendwas ala "Oh ja danke. Mein Vater wird beeindruckt sein. Eine Entschuldigung von Mr. Sirius Black persönlich, die besagt, dass meine Hilfe beim in Schutt und Asche legen des Ministeriums unerlässlich war. " Ja irgendwie so etwas hatte sie sagen wollen, als alles mit einem Mal schrecklich schief lief und schier 1000 Dinge auf einmal geschahen. Als die Welt drohte zu Staub zermalmt zu werden. Ihre Welt. Ihrer aller Welt. Es begann mit einer Explosion, die nicht die ihre war, und dem Auftauchen einer weiteren Person. Baby brauchte eins zwei Wimpernschläge und den ein oder anderen Gedanken aus den Köpfen der Andern um den ganz in schwarz gekleideten jungen Mann mit den, an seinem Kopf klebenden, dunklen Haaren als James Potter zu erkennen. Ehemaliger Herumtreiber. Ehemaliger bester Freund von Sirius Black. Inzwischen war der Auror allerdings irgendwie nur noch...ehemalig. Nicht mehr er selbst. Sein Denken verdreht. Entstellt. Krank. Nicht mehr wissend wer Freund und er Feind war, wem er trauen konnte. Bei Merlins geblümter Unterhose, dagegen waren selbst Regulus Blacks Gedanken licht und heiter und heil. Selbst jene die sich um Suizid drehten und wanden, wie zischelnde Schlangen. Weil der blasse junge Mann zumindest niemanden mit sich reißen wollte.

James Potter hingegen schon. Richtete dieser doch unvermittelt seinen Zauberstab auf Sirius und Bartemius, gegen die sich seine ungezügelte Wut richtete. Und damit auch auf den jüngeren Black, der dort ebenfalls stand. Ungesehen. Im Windschatten des Bruders. Ihr ganzes Team! Mit flackerndem Entsetzen in den Augen sah Baby wie es die Beiden Liebenden von den Füßen riss. Höhnische Worte, Laute wie Leise, dröhnten in ihren Ohren. Und dann stürzte auch schon die Decke ein! Sie schrie! Schrie immer noch als sich Gesteinsbrocken in Kissen und Staub verwandelten, als diese von einem Protego in die Weiten des Raumes geschleudert wurden. Ja. Baby schrie und aus einem unartikulierten Laut wurden Worte.

Worte wie Messer.

Es war genug!"LASS SIE IN RUHE!" Wutentbrannt richtet sie ihren Zauberstab auf James Potter! "LASS SIE IN RUHE!" Und dann, mit einem Schwenk ihres Silberlindenstabes, hetzte sie dem Auror Kissen und Staub auf den Hals. Staub und Kissen "Oppucio!" Wie von einem magischen Windhauch getrieben wehte der Gesteinssand in das Gesicht des jungen Mannes, brannte in seinen Augen und blieb in seinen Haaren kleben. Die Unausweichlichkeit des Staubes. Während die Kissen James überall trafen. An der Brust. Im Gesicht. Immer und immer wieder. Ganz so als stünde er im Zentrum einer epischen Kissenschlacht! Und jeder Schlag der mit Federn gefüllten Geschosse wurde von weiteren Worten begleitet, die wie aus der Pistole geschlossen auf ihn einhagelten. "Liebe ist kein Verbrechen. Kein Verrat! Hörst du! Man verliebt sich nicht um andern weh zu tun! Liebe ist Liebe! Und Barty ist nett. Nett! Er hat nette Gedanken. Und Sirius ist dein Freund. Dein Freund! Scheiße er..." ...hat dich sogar gewarnt vor heute Nacht, du Arsch! Worte mit einem Schlag in ihrem Hirn verwehend. Niemals ihre Lippen verlassend. Stattdessen purzelte ein "Was?" , aus ihrem Mund. Gefolgt von einem. "Okay, ja."

Kissen und Staub, Beides stürmte nicht länger mehr auf James Potter ein. Verharrend hingen die Kissen in der Luft neben Baby, gaben den jungen verdrehten Mann frei, so Raum schaffend für eine...Umarmung. Unsichtbar. Doch nicht unspürbar. Schwer erträglich aber gewollt. Und aus freien Stücken gegeben. Gewisperte Worte an James Ohr, leis ganz leis. Und doch in ihrem Hirn dröhnend.

Ihre Feuerkrabbe im Arm und den Zauberstab auf James Kopf gerichtet, so stand Baby da, umringt von ihrer Armee aus Federkissen.

Und Staub.

Etwas das sie schon immer mal tun wollte. Das Ministerium stürmen mit einem Haufen liebenswerter suizidaler Verrückter, einer Feuerkrabbe und einer Armee Federkissen. Nicht!

Definitiv nicht.
Und doch war sie hier.
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Member

FraktionPhönixorden
Beruf/Haus
BlutstatusReinblut
SpielerLena
James Potter in drei Worten: Chaos, Ärger, Unheil. Zu Schulzeiten gründete er zusammen mit seinen Freunden Sirius, Remus und Peter die legendären Rumtreiber und lernte seine große Liebe Lily Evans kennen, die er jetzt glücklich grinsend als seine Freundin betiteln darf. Er hat sich schon in Kindestagen strikt gegen alles ausgesprochen was muggelfeindlich ist oder gar mit Dunkler Magie zu tun hat, daher wundert es nicht, dass er nun im Orden des Phönix tätig ist und zudem auch eine Ausbildung zum Auror begonnen hat um den Todessern ordentlich in den Hintern treten zu können.
#28
“Wieso bist du hier?“
Die Frage, sie schallt in seinem Kopf. Zunächst nur dumpf, als wären dort Mauern, die das eindringen dieser Gedanken verhindern wollen. Warum er hier ist? Weil es seine Pflicht ist natürlich! Weil er eine Warnung erhalten hat und weil es seine Pflicht ist das Ministerium zu warnen. Ihnen von den Unruhestiftern zu erzählen, die sich hier tummeln und die nichts gutes im Schilde führen.
Doch der Black, er wiederholt sich und sticht seinen Zauberstab leicht gegen James' Brust.
“Wieso bist du hier, James?“
James blickt auf von dem Zauberstab und sieht Sirius in die Augen. Diese schrecklich vertrauten Augen.
Und die Antwort auf seine Frage? Sie steht in James' Augen geschrieben und ist so einfach, dass es doch beinahe zum greifen nah sein müsste. Der Potter kann nicht ohne den Black. Er kann nicht zuhause am Küchentisch sitzen, wissend, dass Sirius hier sterben wird. Es gibt kein Universum in dem Potter ohne Black existieren kann. Wird es nie geben.
Wenn sie sterben, dann zusammen.

Der Zauberstab wird gehoben und noch einmal senkt James seinen Blick zu Sirius, betrachtet seinen ehemals besten Freund ein letztes Mal, bevor... Kissen(?) auf ihn herab regnen? Noch nicht mal! Sie fallen nur bis auf einen Schutzzauber und prallen daran ab! Wie billig ist das denn?! Da plant man schon mal den eigenen Abgang inklusive dramatischer Rede und dann funktioniert es noch nicht einmal, weil zwei so Schwachköpfe eine Kissenschlacht veranstalten.
Eine Kissenschlacht! Genau die beginnt, bevor James dazu kommt auch nur einen Ton zu sagen oder gar auf die Worte von Sirius zu reagieren. Magische Kissen prügeln auf James ein. Es tut natürlich nicht weh. Ist nur nervig. Kinderkram, für das er keine Zeit hat. Sein Zauberstab wird ihm aus der Hand gehauen und landet klappernd irgendwo am Boden zwischen den Trümmern.
James hat keine Chance danach zu suchen, denn plötzlich ist überall Staub. Staub, der wie der Sand eines Sandsturmes an seiner Haut schmirgelt. Er bahnt sich seinen Weg zunächst in James Augen, die er sich zu reiben beginnt und im selben Zug werden auch seine Lungen eingenommen.
Hustend und völlig blind versucht er sich vergebens gegen die Kissen zu wehren, doch es bringt nichts.
Worte dringen von Weit weg an seine Ohren. Irgendwas mit Regulus. Regulus Black? Hier?James' Herzschlag beschleunigt sich bei dem Gedanken.
Oh und um Liebe geht es. Freundschaft!
Seltsam fremde Worte, die doch etwas in dem Potter auslösen.

Die Kissenschlacht endet und hinterlässt James hustend und sich noch immer den Staub aus den Augen reibend.
Das Zischen der Schlange dringt an seine Ohren. Er fragt ob James gekommen ist um Sirius zu töten. Oder um ihn zu töten. Er solle doch die Unschuldigen vorher hier raus bringen. Das klingt beinahe als würde der Crouch ihn zum Duell fordern. Hass verspürt James wenn er an ihn denkt. Puren Hass. Er war es, der ihm seinen besten Freund nahm. Der sieben Jahre Freundschaft zerstörte und das wahre Gesicht Sirius Blacks zum Vorschein brachte. James Potter hat nie in seinem Leben jemanden mehr gehasst als ihn... und doch ist sich James nicht sicher ob er den Crouch töten könnte. Er sieht es ja selbst. Das Glück der beiden. Die Besorgnis um den jeweils anderen.
James Potter liebt Sirius Black genug um ihm dieses Glück zu gönnen. Er ist nicht hier um es zu beenden. Nicht ihr Glück beenden, jedoch sein eigenes Leid.
Genau dieser Ausdruck steht in James Augen, als er zu Barty blickt, blinzelnd gegen den Staub.
James Potter ist nicht gekommen um hier jemanden zu duellieren und zu töten. Er ist hergekommen um zu sterben. Mit ihnen. Etwas, was er sowieso für unausweichlich hält.
Und was gäbe es schöneres als ein letztes Mal vereint zu sein? Wenn auch nur im Tod?
Vielleicht sollte er also bei Barty anfangen. Ihn ausschalten, damit die Auroren sich später darum kümmern könnten ihn zu den Dementoren zu bringen.
Er will sich gerade umdrehen und nach seinem Zauberstab suchen, da überkommt ihn plötzlich ein merkwürdiges Gefühl.
Wärme. So leicht und doch so unmittelbar. Dort ist ein Körper. Unsichtbar, aber nicht unspürbar und dieser umklammert ihn in einer festen Umarmung.
Umarmungen... sie fühlen sich so falsch an. Es ist etwas, was James Potter aus seinem Leben verbannt hat, gemeinsam mit seinem Lachen. Gemeinsam mit seinen Freunden.
Aber es ist nicht nur eine Umarmung, sondern auch eine bekannte Stimme, die sich plötzlich nah an seinem Ohr befindet. Regulus. So lange hat er diese Stimme nicht gehört und doch erkennt er ihn sofort. Immerhin ist er Sirius Bruder!
So langsam sickert es zu ihm durch. Regulus Black. Er umarmt ihn. Regulus Black, der Angst vor Berührungen hatte. Der in einer Nacht im Krankenflügel einst geflüchtet ist vor James' Nähe.
Er erkennt die Anspannung in seiner Haltung wieder, spürt wie viel Panik dort vorhanden ist... und doch umarmt er ihn.
Es raubt James den Atem und er kann nichts anderes tun als seinerseits erstarrt dazustehen und Regulus zuzuhören. Er ist ohnehin entwaffnet und zudem werden seine Arme von dem Black umklammert. Trotzdem wäre es sicher ein leichtes Regulus davon zu schieben... wäre da nicht dieser Duft, der von ihm ausgeht und der James so sehr an die Vergangenheit erinnert. An Sirius.
James hebt seinen Blick, blinzelt und erblickt Sirius und Barty. Sirius umklammert Bartys Arm und sucht offenbar nach seinem Bruder. Brüder... nichts würde sie je trennen. Und Barty? Er steht dort noch immer bereit James anzugreifen um seinen Geliebten zu verteidigen.
James wird schlecht bei dem Gedanken, dass er der Feind an dieser Stelle ist. Es ist schlimm zu sehen, dass er nicht länger wichtig ist. Überflüssig.
Noch immer wird ihm schlecht wenn er Sirius und Barty zusammen sieht... doch selbst sein Herz ist nicht kalt genug um dort nicht auch Liebe zu sehen. Liebe, wie James sie einst selbst empfinden konnte. Vor langer Zeit.
Er senkt seinen Blick zu Regulus herab, den er doch nicht sieht. James Haare sie sind inzwischen voller Staub und durch die Kissenschlacht völlig durcheinander. Beinahe wie früher. Es ist ein Funkeln in seine haselnussbraunen Augen zurückgekehrt, doch noch immer überwiegen Schatten.
"Ich höre dich, Regulus.", flüstert er leise. Kaum mehr als ein Hauchen, die Stimme belegt von Staub. "Doch ich möchte kein gutes Ende, ich..."
Er schüttelt langsam den Kopf, sieht noch einmal zu Sirius und Barty.
Doch dann verlassen ihn seine Kräfte, der emotionale Schmerz überwiegt und er sinkt zu Boden. Zusammen mit Regulus wohl, der nicht genug Kraft hat dem Potter aufzuhelfen.
Auf die Knie sinkt er und vergräbt das Gesicht in den eigenen Händen.
Er will kein gutes Ende. Er will nur weg. Er will nicht länger auf dieser Welt leben müssen. Nicht ohne ihn an seiner Seite. Nicht mit Sirius als seinen Feind. James Potter ist gekommen um mit ihnen auf diese Selbstmordmission zu gehen. Ein letztes mal vereint zu sein.
Und doch ist dort Furcht. Furcht, Schmerz, so viel Schmerz und so viel Liebe.
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nowhere generation

FraktionTodesser
Beruf/Haus
BlutstatusSacred 28
Spieleramelie
Bartemius Crouch Jr. ist der letzte Nachkomme einer altehrwürdigen Reinblutfamilie - und abtrünnig. Er möchte endlich Beachtung finden und hat damit abgeschlossen sich für ein klein wenig Zuneigung seines Vaters auf Hogwarts abzumühen und geht jetzt lieber seinen eigenen Weg. Jetzt ist er obdachlos, vollkommen unbekannter Todesser und sitzt seine Tage im Werwolfregister ab (immerhin kann er sich dort mächtig und überlegen fühlen!).
#29
Bartys Hand zitterte nicht, aber er schreckte zusammen, als er auf einmal Regulus Stimme an seinem Ohr hörte. Laut, vertraut und sanft. Es mochte mit dem Vertrauen zum jüngeren Black Bruder nicht so weit her sein, aber ihre frühere Verbindung ließ ihn trotzdem zögern. Er antwortete nicht, hielt einzig seinen Zauberstab weiter auf James gerichtet und war sowas von bereit sich und Sirius zu schützen, wenn James eine falsche Bewegung machte. Genaugenommen machte James gar keine große Bewegung mehr, dafür aber Baby, die sich sehr lautstark einmischte und mit einer heftigen Wucht das Zaubern übernahm. Barty war fassungslos, nicht wegen ihrer Zauber und dem Angriff auf James, sondern ihrer Worte wegen. Liebe ist kein Verbrechen. So ähnlich haben er und Sirius sich immer wieder versichert, dass sie nichts verbrochen haben, nichts schlimmes getan haben. Bartys Fehler war sich den Todessern anzuschließen, okay. Diese Worte aus dem Mund einer fast Fremden zu hören, ließ Barty zaudern. Er wäre bereit gewesen. James Potter zu töten. Wenn das der Preis gewesen wäre, er hätte ihn gezahlt. Aber jetzt, mit diesen Worten im Ohr - vielleicht würde er es nicht tun können. Barty warf einen langen Blick rüber zu Baby, die mit ihrer Maske so furchterregend aussah und so sehr Partei in einem Konflikt ergriff, der nichts mit diesem Plan, diesem Anschlag gegen das Ministerium zu tun hatte. Sirius war noch immer neben ihm und Barty tastete nach seiner Hand, während die Kissen und der Staub es unmöglich machten James in diesem Chaos zu sehen. Fuck. Vielleicht wäre es besser so, besser jetzt einen Fluch in dieses Durcheinander schicken und nicht erneut sehen müssen wie der leblose, getroffene Körper zu Boden fiel. Doch dann bewegten sich die Kissen nicht länger, der Staub legte sich und Barty sah James erneut in die Augen, er war vollkommen von Staub eingehüllt.

Barty konnte nicht ausmachen, ob James noch seinen Zauberstab hielt, er konnte nicht ahnen was Regulus da tat. Alles was er wusste war, dass Sirius an seiner Seite war und keiner von ihnen beiden bisher gestorben war, dass Baby in ihnen etwas Gutes sehen konnte, dass es ein Morgen gab. Ein Morgen, was Barty unbedingt erleben wollte. Die Luft war wie elektrisiert, die Anspannung fast greifbar. Und dann spricht James, spricht diese leisen Worte und sackte in die Knie. Was war nur passiert? "Expelliarmus", sprach Barty leise die Worte des Entwaffnungszaubers. Doch statt nur einem, dem Zauberstab von Potter, fliegt ihm ein weiterer Zauberstab in die Hände. Überrascht rollte er den Stab durch seine Finger. Das ist der Zauberstab von Regulus, da ist Barty sich ganz sicher. Immerhin hatte er vier Jahre seines Lebens Zeit diesen Stab in den Händen seines Freundes zu sehen. "Regulus ist bei ihm", stellte er leise fest, auch wenn Sirius das selbst begriffen haben würde. "Finite", sagte er und war erleichtert, als Regulus wieder aus dem Nichts auftauchte, in eine Umarmung mit James versunken. "Potter, wenn du mich umbringen willst, dann musst du es mit den bloßen Händen tun. Niemand stirbt hier heute Nacht, weil wir nicht alleine hier unten sind", sagte Barty sehr laut. Von seinem Hinterkopf lief das Blut langsam in seinen Nacken. "Wenn sich jetzt also alle bitte zusammenreißen könnten", sagte er gepresst, hielt die beiden fremden Zauberstäbe gut fest und wollte gerade an ihre gemeinsame Mission erinnern, vielleicht Potter fesseln wenn nötig. Einige Explosionen schlugen zwischen ihnen ein. Mehrere Auroren tauchten am Eingang des Saales auf und nahmen sie alle ohne große Rücksicht auf den Auroren in ihrer Mitte in Beschuss. Barty schoss ihnen einen Schildzauber entgegen und packte Regulus Hand, zog ihn auf die Füße. "Zu Baby und Sirius, schnell", bat er seinen Freund. Vielleicht mussten sie das Ministerium gar nicht zerstören, vielleicht zerstörte es sich von ganz allein und vielleicht ging es gar nicht darum, dass einer von ihnen heute Nacht sein Leben lassen musste, sondern eher darum, dass sie einander schützen mussten. Die Luft war staubig und Barty griff in den Kragen des Auroren, zog ihn auf die Füße so James es einst bei ihm getan hatte. "Komm schon", rüttelte er ihn. "Wir müssen hier weg, du auch", sagte er so eindringlich er konnte und schickte einen weiteren Schildzauber den Explosionsflüchen der Auroren entgegen, die den Sitzungssaal des Zauberergamots fein säuberlich pulverisierten.
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rebel rebel

FraktionPhönixorden
Beruf/Haus
BlutstatusSacred 28
SpielerLisa
Sirius Black ist ein Name, den die meisten Menschen kennen – und zu dem die meisten auch bereits eine Meinung haben, bevor sie ihn überhaupt tatschlich kennengelernt haben. So war das schon während seiner Schulzeit gewesen, so ist es auch heute noch im Arbeitskontext und überall, wo er hinkommt. Ein Großteil kennt ihn noch immer als den Black, den Reinblutspross, den Erbe dieser großen, wichtigen Familie, der in einem rassistischen, elitären Haushalt aufwuchs und der aus dieser Zeit vor allem diese renitente Arroganz und sein großes Ego behalten hat. Aber auch: Als derjenige, der gleichzeitig nicht nur seine schrecklichen Eltern, sondern auch einen geliebten Bruder zurückgelassen hat. Die anderen kennen ihn als Sirius, als Padfoot, einem jungen Mann, der zu seinen Idealen steht, der furchtlos ist und nach vorn geht. Der laut ist und manchmal ein bisschen viel, der aber auch wahnsinnig loyal ist und für seine Freunde alles tun würde.
#30
Sirius hatte sich in den vergangenen Tagen sehr, sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie das hier heute ablaufen würde. Er und Barty, sie hatten einen ziemlich konkreten Plan besprochen und verschiedene Eventualitäten und sie hatten auch einige Möglichkeiten mit einbezogen und auch Sirius allein hatte sehr, sehr lang über all das nachgedacht – dass aber ausgerechnet Regulus jetzt bei ihnen war, war schon mal die erste Abweichung ihres Plans gewesen. Die zweite war James. Und die dritte war, dass James scheinbar jenseits von Gut und Böse war.

Es ging alles wahnsinnig schnell und Sirius, der normalerweise ein Freund von Chaos und Geschwindigkeit und unvorhergesehenen Wendungen war, der konnte all das hier an diesem Ort, in diesem Moment eher gar nicht gut vertragen. Er hatte wahnsinnige Angst um Barty und obwohl er es immer noch für genau die richtige Entscheidung hielt, dass er und Barty sich geschworen hatten, diese Erde nur gemeinsam zu verlassen, war auch das gerade ein eher beklemmender Gedanke – denn jetzt hatte er nicht nur Angst um seinen Freund, sondern auch um sich selbst. Klar, das war die Idee dahinter gewesen, sie beide wussten nur zu gut, dass Sirius zu unüberlegten, waghalsigen, bescheuerten Aktionen neigte und mit diesem Schwur hielt er sich dahingehend natürlich zurück, aber jetzt, inmitten von Flüchen und Explosionen, konfrontiert mit James, bei dem ganz augenscheinlich nicht mehr sehr viel von dem James übrig war, den Sirius mal gekannt hatte, und mit diesen ganzen Gefahren kickte dieses Gefühl nochmal ganz anders.
Sirius Black hatte Angst.

Und das war ungünstig. Gar nicht hilfreich. Sehr unangenehm.

Es führt dazu, dass Barty jetzt die Sache in die Hand nahm, dass er James konfrontierte und das Reden übernahm und Sirius war gleichermaßen dankbar wie in Schockstarre. Er musste was tun, dringend – Regulus finden, James ausknocken, Barty sagen, dass er ihn liebte.

Aber bevor er all das tun konnte, schritt erstmal Baby zur Tat, was ihn immerhin soweit von seinem eigenen angespannten Gefühl in der Brust ablenkte – denn sie beschwor nicht nur ein absolut beeindruckendes Spektakel herauf, sie rief auch noch Worte, die Sirius direkt unter die Haut fuhren. Und er verstand zwar nicht, warum diese ihm bis vor einer halben Stunde noch unbekannte Frau so sehr genau Bescheid zu wissen schien über seine Liebe zu Barty und seine in die Brüche gegangene Freundschaft zu James und zu den ganzen großen Fragen dieser Welt, aber er hinterfragte das gar nicht – er spürte stattdessen ein sehr intensives Gefühl der Zuneigung und er hätte gern danke gesagt, aber weil grad keine Zeit für Rührseligkeiten war, schickte er ihr nur ein schnelles Lächeln und ein Nicken und er wusste jetzt schon sehr genau, dass er sich an Baby nach dieser Aktion hier noch sehr lang und sehr intensiv erinnern würde. Egal wie, egal in welchem Universum.

Sirius bemerkte erst danach, dass Barty ihn an der Hand genommen hatte und jetzt, als James auf seine Knie sank, drückte er sie kurz und dann hielt er die Luft an.

Um sie herum war es besorgniserregend still und alles was Sirius hörte, war sein eigener Atem. Und erst Bartys Entwaffnungszauber – und die zwei Zauberstäbe, die infolgedessen in seiner Hand landeten - rüttelte ihn aus seiner unangenehmen Schockstarre, er schüttelte leicht den Kopf und fuhr sich mit der freien Hand über sein Gesicht. Und dann kam endlich wieder Leben in ihn, gerade rechtzeitig zum Eintreffen der Auroren und Sirius folgte sofort seinem Freund, der Regulus und James aufforderte mitzukommen. Sirius trat neben letzteren griff ihn am Arm und musterte ihn von der Seite, auf der Suche nach irgendwas – nach dem James, den er kannte, nach einem Hinweis darauf, was das hier war, nach irgendeinem kleinen Funken ihrer Freundschaft. “Du hast uns an die Auroren verraten?, zischte er ihm so zu, dass nur er es hören konnte, während sie gemeinsam durch die Explosionen durch den Saal flohen. Sirius war zwischendurch immer wieder Schutzzauber in Richtung der Auroren, hatte mit einem Auge immer Barty, Regulus und Baby im Blick. „Man fuck, James, ich hab dich gewarnt, damit du heute Abend nicht hier her kommst“, fuhr er fort und er stöhnte kurz auf, als er beim Sprung über eine Steinbank mit seinem Knie auf ein Trümmerteil knallte.

Sirius wusste nicht, wie weiter: Er wollte James und Baby und vor allem Regulus hier raus bringen, aber er wollte auch noch nicht gehen – seine Mission hier war noch nicht vorbei. Er schob in diesem Moment James in den Flur vor den Plenarsälen und er verriegelte hektisch die Tür mit einem Schutzzauber, was ihnen vielleicht höchstens drei Minuten verschaffen würde. Neben ihm standen die anderen drei, alle sahen schlecht, aber intakt aus. “Wohin?“, fragte er in die Runde, als ob das eine ganz normale Frage wäre, wie die Auswahl des geeigneten Pubs für die Mittagspause. “Das Gericht machen die Auroren selber platt, hier braucht es keine Hilfe mehr von uns.“ Sein Blick suchte Bartys, fragend, unsicher, was jetzt die richtige Entscheidung wäre. “Aber ich schätze wir haben auch nicht mehr so wahnsinnig viel Zeit, um wieder nach oben und raus zu kommen.“
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