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Marathon
Wir sind ein sehr düsteres Marauder Forum mit Fokus auf den Dunklen Krieg 1978. Außerdem wollen wir das HP-Universum nach und nach um weitere phantastische Elemente (vor allem der britischen Mythologie) bereichern.
Du bist bei uns richtig, wenn du düster magst und GB in den 70ern kennenlernen willst.

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Wenn es kracht sind wir schon vor Ort

Auroren mögen vielleicht als Kriegshelden gelten, doch wenn es brennt, rückt die Eingreiftruppe aus. Sie ist die Spezialeinheit der Strafverfolgung, jene, die kommt, wenn selbst erfahrene Ermittler nur noch „Oh fuck“ sagen können. Ob Festnahmen unter Fluchfeuer, Evakuierungen magischer Großereignisse oder direkte Gefechte – sie balancieren auf dem schmalen Grat von Mut und Wahnsinn.

She sold souls for headlines

Kimmkorn - dieser Name hat bisher niemandem was gesagt. Ob du muggelstämmig oder halbblütig bist sei mal dahin gestellt, auf jeden Fall bist du heute vollkommen in der magischen Welt angekommen und erarbeitest dir hier einen Ruf. Geschenkt bekommen hast du nichts – das fing an deinem ersten Schultag bei der Fahrt über den See an, als eins der anderen Kinder dein Boot zum kentern brachte und du unter dem Gekicher einiger Mädchen tropfnass an Land gezogen wurdest und ging weiter, als du immer wieder den Streichen eben jener Grazien ausgesetzt warst. Mal waren es verzauberte Schuhe, die dich wie in diesem Muggelmärchen gnadenlos durchs Schloß tanzen ließen, dann waren es Spinnen, die dir überall hin folgten. Den Schmerz hast du dir im stillen Kämmerlein von der Seele geschrieben.


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  Fünf Finger einer Hand
Geschrieben von: Regulus Black - 24.10.2025, 13:26 - Forum: Todesser - Antworten (1)



Fünf Finger einer Hand
Reinblütig. Rücksichtslos. Unaufhaltsam.
Informationen zu Voldemorts rechter Hand
Die Fünf FingerVoldemorts engste VertrauteForen-Canon

Sie sind mit ihm zur Schule gegangen oder haben sich anderweitig als außerordentlich nützlich erwiesen, als er selbst noch Herr seiner Seele war. Voldemorts engster Kreis umfasst Personen, die dem Dunklen Lord näher stehen als jeder Mensch es könnte, der ihm heute zum ersten Mal begegnet.


Abraxas Malfoy
reserviertDesmond Harrington?Der Daumenum die 50 Jahre

Die Familie Malfoy weiß schon lange sich auf der richtigen Seite zu positionieren. Man geht mit dem Zeitgeist und dieser beinhaltete zumindest für die letzten zwei Generationen, dass es von großem Vorteil ist reinblütig zu sein. Reinblütig ist bei weitem nicht mehr der gesamte Clan und dennoch haben deine Vorfahren es geschafft – hast auch du es geschafft – deinen Hauptzweig als tadellos anerkannt unter den konservativen Kräften zu erhalten.

Strategische Ehen sind an der Tagesordnung, als Oberhaupt deiner Familie bist du natürlich auch stolz darauf, dass du die Ehe zwischen deinem Sohn Lucius und einer Black eingefädelt hast. Jetzt fehlen nur noch die passenden Erben.

Lord Voldemort kennst du ebenso wie die anderen Mitglieder der rechten Hand bereits aus Schulzeiten und du hast früh erkannt, dass diese strategischen Partnerschaften Einfluss und Macht für dich und deine Lieben bedeuten. Deine Stimme im Zaubergamot gilt den Wünschen des Dunklen Lords, sofern dieser überhaupt eine Entscheidungslinie vorgibt und ansonsten bist du derjenige unter euch Fingern, der sich um eine außerordentlich gute Vernetzung kümmert.

Malfoy Manor ist ein Ort der Geselligkeit, hier kommt das halbe Ministerium nach Feierabend zusammen, wenn du mal wieder eingeladen hast. Dann werden Menschen manipuliert, geheime Unterredungen in Separés geführt und dein Einfluss weiter ausgebaut. Rohe Gewalt mag für andere das Mittel der Wahl sein, für dich sind es wohltätige Spenden und Zuwendungen zur richtigen Zeit. Das Schaffen von Gelegenheiten.

Spaßeshalber bezeichnest du dich selbst manchmal als den Daumen der Hand: Du bewegst dich sowohl unter Halbblütern als auch Reinblütern und hältst Gelegenheiten für deine Verbündeten fest. Bist nicht auf Unterstützung angewiesen, denn die blanke Münze ist meist Lock- und Druckmittel genug. Lord Voldemort zählt auf dich!


Roderick Lestrange
Hugh Jackman?Zeigefingerum die 50 Jahre

Wer sagt, dass ein Schwarzmagier ein düsteres Image pflegen muss? Roderick für seinen Teil empfindet das als lästig, ebenso wie die Bemühungen des aktuellen Zaubereiministers, besonders inkludierend zu wirken. Es gibt in der magischen Welt keinen Platz für Muggel, Schlammblüter und anderweitige Abweichungen von der Norm! Lord Voldemort hat das bereits sehr früh verstanden und das ist der Grund, wieso er ihn unterstützt.

Nicht aufgrund ganz besonderer persönlicher Sympathie, denn seien wir uns mal ehrlich: Zu Beginn der Schulkarriere des heutigen Herren der Todesser hat Roderick mit gerümpfter Nase auf ihn herabgesehen. Ein Junge, der nichts über die magische Welt wusste, aus einem Waisenhaus mit vollkommen zweifelhafter Abstammung. Es brauchte die Überzeugung anderer, bis Roderick sich der Möglichkeit öffnete, einem vielleicht nicht ganz so reinen, aber umso mächtigeren Zauberer zu folgen. Slytherins Erbe schlägt einen einzelnen Schmutzfleck im Stammbaum. Lord Voldemort verspricht die Umsetzung jener Ideologie, der Roderick bereits sein Leben lang anhängt.

Ein Mann im innersten Vertrauenskreis Voldemorts, der nicht zu hundert Prozent von ihm als Person überzeugt ist? Es ist tatsächlich möglich, doch natürlich weiß der Lestrange sehr genau worüber er den Mund zu halten hat und er weiß auch, dass es absolut nötig war seine Söhne in die Dienste des Schwarzmagiers zu stellen, um seine Position zu festigen. Auch im Zaubergamot macht er seinen Einfluss im Sinne der Sache geltend, wobei seine Meldungen auch schon lang vor Voldemorts offizieller Gründung der Todesser erzkonservativ, wenn nicht gar radikal waren. Alles, was im erlaubten Rahmen liegt.

Persönlich macht er sich gern die Hände schmutzig. Bisher noch unerkannterweise hat Roderick sich darauf spezialisiert Personen aus dem Ministerium verschwinden zu lassen. Ob nun jemand einfach das zeitliche segnen soll, ob Zungen gelockert werden müssen, oder ob es um einen gut spürbaren Schuss vor den Bug geht – Roderick erledigt den Job diskret und ohne zu viel Wirbel zu erzeugen. Also... während der Tat. Was die Medien und die Strafverfolgungsbehörden daraus machen ist etwas anderes, das ihn nicht recht interessiert, solange sich die Spuren im Sand verlieren.


Aleksander Koroljow
vergebenMittelfinger52 Jahre alt

Es als Russe ganz nach oben in der britischen Hackordnung der Schwarzmagier zu schaffen ist schon eine besondere Leistung. Aleksander hatte einerseits den Vorteil, dass es für seine Familie Tradition ist in Hogwarts zu lernen und zum anderen ausgerechnet mit Tom Riddle in einem Jahrgang zu landen.

Der Pathomentiker findet in Voldemort die emotionale Stille in einer Welt voller Gefühlschaos und mimt gern seine Leibwache, während Voldemort es ungemein praktisch findet jemanden in seinem nahen Umfeld zu wissen, der Gefühle so lesen kann wie ein Legilimentiker Gedanken. Gefühle, so wenig er sie auch versteht, sind eine vorzügliche Waffe!

Als Mitglied des Zaubergamots mimt der Mittelfinger die liberale Opposition zu den scharfen Kanten der anderen Finger. Nicht, weil er davon überzeugt wäre, sondern weil Argumente erst dann richtig aufblühen können, wenn es den richtigen Gegenwind zu ihnen gibt.
Ernsthaft: Niemand würde in diesem mitten unter Muggeln lebenden Mann einen Todesser vermuten.


Orion Black
vergebenRingfinger49 Jahre

Blacks stellen eine Größe in der schwarzmagischen Welt dar, die schlichtweg nicht wegzudiskutieren ist. Sie haben sich diesen elitären Ruf hart erkämpft und entsprechend lautet auch Orions Motto, dass man härter arbeiten muss, wenn man seinen Wunschzustand noch nicht erreicht hat. Er ist als Richter weniger ein Workaholic als ein Mensch, der sehr genau weiß welchen Einsatz er machen muss, um die eigene Agenda zu verwirklichen.

Radikal konservativ, schwarzmagisch, innerhalb des Ministeriums nicht unumstritten und doch jemand, an dem man zumindest im Bereich der Gerichtsbarkeit und im Zaubergamot kaum herum kommt: Es gab nicht nur eine Untersuchung des Aurorenbüros, weil man hoffte die Blacks der Todesserschaft überführen zu können. Konnte man nicht. So ein Pech aber auch...

Orion ist Voldemorts Aushängeschild, das Modell gelebter Reinblütigkeit. Kein Kontakt zu Muggeln gehört dazu ebenso wie die gelebte Verweigerung mit muggelstämmigen Mitarbeitern zusammenzuarbeiten. Harte Urteile gegen den 'Abschaum der Gesellschaft', zumeist milde Reaktionen bei Vergehen reinblütiger Magier, die von ihm gerichtet werden. Es kommt natürlich auch immer ein bisschen darauf an, ob derjenige als Blutsverräter gilt, oder ein Verbrechen gegen ein anderes reines Mitglied der Gesellschaft begangen hat. Kein Wunder, dass er sich vor allem mit Richter Crouch regelmäßig darüber in die Haare bekommt, doch seine Mission ist erfolgreich: Junge Zauberer sehen, dass man mit gelebter Reinblutideologie Macht wirken kann.

Orions gelebte Loyalität zu den dunklen Künsten bringt den Todessern junge Mitstreiter ein, die so sein wollen wie dieses gelebte Reinblut-Bild: Mächtig, reich und den magischen Alltag bestimmend.



Augustus Rookwood
Kleiner FingerRyan Gosling?mindestens 40 Jahre

Neben all den hohen Herren aus dem Zaubergamot erscheinst du manchmal unscheinbar, bist aber durchaus das Ass im Ärmel des Dunklen Lords. Als Stellvertretender Leiter der Mysteriumsabteilung hast du dir schon einige Jahre als Unsäglicher einen Namen gemacht und agierst innerhalb deiner Abteilung frei von Weisungen des Zaubereiministers.

Durch deine Hände wandern Zeitumkehrer, Prophezeiungen und andere große Geheimnisse der Zaubererschaft – blöd nur, dass du aufgrund deines Arbeitsgeheimnisses nicht einmal mit Voldemort darüber reden kannst. Wie gut, dass er ein begnadeter Legilimentiker ist?

Dein wahrer Wert für Voldemort besteht jedoch in deinem Forschergeist und deiner Fähigkeit neue Zauber zu entwickeln. Du sitzt da an etwas, das die Zaubererwelt verändern wird... Ein Tabu, das hoffentlich bald schon alle das fürchten lehren wird.


Weitere Informationen

Hallo dort draußen!
Voldemorts innerster Kreis besteht aus Zauberern, die ihn schon sehr lange kennen und die schon lange vor der Schaffung der Todesser an seiner Seite standen. Sie haben heute durch die Macht ihrer Familien, Ambition und Ehrgeiz in einflussreichen Status innerhalb der Gesellschaft inne und gehören nicht zu der Fraktion Reinblüter, die sich zuhause zurück lehnen und Däumchen drehen.
Bei Interesse darf sich auch einfach direkt registriert werden - reservierte und nicht mehr freie Charaktere sind als solche markiert.

Da wir den dunklen Krieg im Forum ausspielen spielt der Arbeitsalltag für die Charaktere eine große Rolle - stehst du eher auf private Szenen sind vielleicht andere Abteilungen des Ministeriums interessanter für dich.


Direkt zum Gesuch

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  Aleksander Koroljow
Geschrieben von: Aleksander Koroljow - 21.10.2025, 14:33 - Forum: Steckbriefe - Keine Antworten

Die ersten Erlebnisse mit der Pathomentik
Als Kind war Aleksander schon immer sehr sensibel auf alle möglichen Einflüsse. Er war ein Schreibaby, laute Umgebungen und allgemein viel Trubel um ihn herum sorgten dafür, dass er meistens anstatt zu schlafen Nächte und Tage mehr oder minder durchweinte und seine Eltern so deutlich an die Grenzen der noch ertragbaren Belastung trieb.
Im Kleinkindalter waren Wutausbrüche und Meltdowns an der Tagesordnung. Dabei schien das Kind grundsätzlich die Gefühle seiner Umgebung zu spiegeln und zu kopieren, wobei die gäußerten Bedürfnisse von dem abwichen, was Aleksander an Verhaltensmuster an den Tag legte.
Während sein Vater sich in ruhiger Strenge übte und dabei weitestgehend emotionslos blieb, hat seine Mutter versucht empathisch und liebevoll auf das Kind einzugehen. Aleksander kopierte dabei ihre Gefühle – und überreizte noch mehr, was zur Folge hatte, dass er zu seinem Vater eine deutlich engere Bindung aufbaute als zu seiner Mutter, weil Daniyar der emotional ruhigere Part war.
Im Kindesalter wurden die Symptome stärker, Emotionen sprangen zwischen Extremen hin und her und waren für Aleksander absolut nicht regulierbar. Tipps, Tricks und Übungen brachten keine Lösung und er überreizte insbesondere an vielen Menschen, sobald diese sich auch nur im Ansatz in seiner Nähe befanden.
Schnell fanden seine Eltern heraus, dass es egal war, ob er diese sah oder ob sie einfach im selben Haus waren. Und das war auch der Moment, in dem Aleksanders Mutter auffiel, dass mit ihrem Sohn etwas ganz und gar nicht stimmen konnte und es nicht daran lag, dass der Junge einfach nur resistent darin war, jegliche Erziehung seitens seiner Eltern zu ignorieren.
Aleksanders Eltern begannen zu experimentieren, ohne den Jungen darüber in Kenntnis zu setzen. Und so stellten sie schnell fest, dass er nicht auf andere Menschen, sondern auf Emotionen reagierte.
Beide Elternteile veränderten ihren Umgang mit dem eigenen Kind und schufen zunächst eine sichere Umgebung, indem sie ihm erklärten, was überhaupt mit ihm los war.
Aleksander unterzog sich also bereits im Kindesalter einer strengen emotionalen Ausbildung, in der er lernte, wie er die Emotionen anderer zu lesen hatte und wie man sich davon distanzieren konnte.
Für eine psychisch stabilen Menschen mag das eine einfache Sache sein, für einen Pathomentiker allerdings bedeutet es eine massive Anstrengung, weil Menschen einfach immer Dinge fühlen.
Eine ganze Weile war Aleksander deshalb allein, weil seine Eltern wollten, dass er erstmal im kleinen Rahmen lernte, eine Resilienz zu entwickeln. Dafür sagte die Familie tatsächlich auch Feiern im Hauptwohnsitz der Koroljows ab.
Die Intensität der zwischenmenschlichen Begegnungen wurden langsam gesteigert, sodass Aleksander im Alter von 10 Jahren bereits einen Grundwiderstand gegen die auf ihn einprasselnden Einflüsse entwickelt hatte.
Dabei ging es allerding nicht wirklich darum, die Eindrücke zu verhindern sondern mehr darum, damit umzugehen und sich Wege zu schaffen, wie man sich regulieren konnte.
Das war seinen Eltern wichtig, bevor sie dazu bereit waren, ihn überhaupt auf eine Schule zu schicken und eine ganze Weile lang stand in der Tat auch eher das Home Schooling im Raum.

Anmerkung des Autors

Noch heute hat Aleksander mit den Auswirkungen seiner magischen Fähigkeit zu kämpfen. Zeitweise sorgt die Pathomentik für:

  • emotionale Überstimulation
  • Angstzustände
  • Übermüdung
  • Anhedonie
  • emotionale Meltdowns
  • Flashbacks
  • narzisstische Verhaltensmuster
  • mangelnde Impulskontrolle
  • Nervosität
  • Hypersensibilität


Onkel Wanja und die Zauberstabwerkstatt
Der Bruder seiner Mutter war Stabmacher. Und Aleksander hatte bereits als Kind große Freude daran, seinem Onkel Iwan, den jeder immer nur Wanja nannte, Gesellschaft in der Werkstatt zu leisten. Dort, zwischen dem Holz und in der Stille fühlte der Junge sich sicher und geborgen.
An besonders vollen Tagen mit vielen Eindrücken brachten seine Eltern ihn auch ganz gezielt zu seinem Onkel, der viel Ruhe und Verständnis für seinen Neffen mitbrachte.
Dort sprachen sie nicht über Strategien. Stattdessen brachte Iwan dem Jungen die Kunst näher, Zauberstäbe anzufertigen.
Schnell stellte sich heraus, dass Aleksander ein außergewöhnliches Talent darin hatte.
Es kam sogar einmal zu einer Diskussion, in der er seinem Vater erklärte, dass die Stäbe zu ihm sprachen. Der Junge beharrte stur auf seiner Ansicht und geriet mit seinem Vater in Streit.
Einige Wochen später – Aleksander hatte in diesem Zeitraum kein Wort mit Daniyar gesprochen – kam es zu einer Unterhaltung zwischen Iwan und seinem Schwager.
Und dieser bestätigte ihm tatsächlich, dass Zauberstäbe zu ganz bestimmten Menschen sprechen konnten. Und dass Aleksander durch die Pathomentik eben einen guten Draht zu der Magie und den Emotionen der Zauberstäbe hatte.
Leider war Daniyar Koroljow völlig blind für diese ganz besondere Art der Magie und zwang seinen Sohn später dazu, in die Politik zu gehen, weil er dort die besseren Chancen für ihn sah.

Begegnungen mit Grindelwald
Für Aleksander war es nichts ungewöhnliches, dass dieser Mann in regelmäßigen Abständen bei der Familie zu Gast war. Er selbst genoss in der Regel die ausgesprochen angeregten und informativen Gespräche mit dem Mann.
Und stellte ihn, kaum dass er die Möglichkeit dazu hatte, selbstverständlich auch Tom vor. Es überraschte ihn dabei nur wenig, dass Gellert Grindelwald ausgesprochen großes Interesse an seinem besten Freund zu finden schien. Und Aleksander kann heute noch zugeben, dass er darauf ziemlich stolz gewesen ist.
Die intensiven Gespräche mit dem Mann halfen Aleksander nicht nur dabei, seine Fähigkeit noch ein bisschen besser kennenzulernen – sondern sie weckten auch sein Interesse an den dunkleren Möglichkeiten der Magie.
Der einzige Grund dafür, übrigens, dass Aleksander von Grindelwald nicht benutzt wurde war der, dass der Jungen noch zur Schule ging und Grindelwald in ihm zwar eine Möglichkeit aber keinen effektiven Krieger sah.

Einschulung auf Hogwarts
Aleksander erinnert sich noch gut daran, wie er sich dabei fühlte, dass alle aus dem Zug stiegen und er nicht schon diese Fahrt über Zeit gehabt hatte, Leute kennenzulernen.
Seine Eltern hatten es für besser befunden, ihn direkt via Portschlüssel nach Hogsmeade zu bringen. Dort wurde er auch abgeholt. Er fuhr nie mit dem Hogwarts-Express.
Von Anfang an war Aleksander also ein wenig der Außenseiter und der Umstand, dass er scheinbar ein „Mutter-Söhnchen“ war sorgte für viel Spott und Häme, weil seine Mitschüler glaubten, er hielte sich für was Besseres.
Völliger Unsinn, selbstverständlich.
Das regelte sich erst später.

Freundschaft mit Tom Riddle
Die Einteilung eines scheinbar muggelstämmigen Jungen mit dem magischen Potenzial, dass Tom Riddle mitbrachte, war ebenfalls ein Thema.
Aleksander hingegen war der erste, der sich auf die Seite des vermeintlich muggelstämmigen Kindes stellte und seinen Mitschülern mutig – und entsprechend genervt – erklärte, dass der sprechende Hut sicher keine Fehler machen würde.
Insbesondere, weil Salazar Slytherin den ja selbst mit verzaubert hätte. Und dem, so Aleksander, wolle man doch sicher kein blutsverräterisches Verhalten vorwerfen.
Die Handlung brachte ihm Tom’s Freundschaft ein. Und eine Tracht Prügel von einer Gruppe älterer Mitschüler, die dem Erstklässler offenbar lieber eine Abreibung verpassen wollte.
Die steckte der Elfjährige allerdings ein und weigerte sich außerdem standhaft, seinen Lehrern zu sagen, wem er die blauen Flecke, die gebrochene Nase und die gebrochenen Rippen zu verdanken hatte.
Stattdessen platzierte er sich Nacht für Nacht heimlich vorm Schlafsaal der älteren Schüler und sorgte dafür, dass sie fürchterliche Alpträume bekamen.
Zwar war das dann auch der Grund für Aleksanders zeitweise auftretende Schlafstörungen im ersten Schuljahr – aber unterm Strich war es ihm das wert. Zumindest für die 2 Wochen, die er die Nummer durchgezogen hat.

Szenen einer Ehe
Entgegen Aleksanders Wunsch, selbst eine Frau zu finden und diese auch zu heiraten, entschieden seine Eltern über seine Ehe.
Er selbst verliebte sich recht schnell in die selbstbewusste junge Frau, die man ihm vorstellte und war völlig hingerissen davon, dass sie so ruhig und gefasst wirkte. Die beiden kannten einander noch gar nicht, da Eileen gut 7 Jahre jünger war als ihr zukünftiger Ehemann.
Aleksander verwechselte ihren Widerwillen mit Unsicherheit und Angst vor den ehelichen Pflichten und ging entsprechend sanft und gefühlvoll vor.
Anfänglich schien sie sich einfach nur zu zieren, ein Spiel zwischen ihnen beiden, indem von Eileens Seite keinerlei Grenzen ausgesprochen oder gar eingefordert worden wären.
Mit Beginn ihrer Schwangerschaft veränderte sich das Verhältnis plötzlich und sie wies ihn immer wieder ab. Auch körperliche Nähe bekam er nicht mehr und sie konfrontierte ihn damit, dass sie ihn ohnehin nie gewollt hätte.
Das Verhältnis der beiden begann toxisch zu werden, seine Bitte um Trennung wurde von ihr ausgeschlagen und Eileen dominiert die Beziehung, indem sie sich Aleksanders Hilflosigkeit und seine Sensibilität zunutze macht.
Als dann Sergej geboren wurde, hat das Paar sich noch weiter auseinander gelebt.
Alle Liebe von Aleksanders Seite richtete sich ab diesem Moment auf das gemeinsame Kind und er ging sehr in seiner Vater Rolle auf und hatte keine Probleme damit, sich selbst in die Erziehung seines Sohnes einzubringen.
Die Wochenbettdepressionen seiner Frau allerdings waren auch für den Pathomentiker eine harte Herausforderung und ihre Weigerung sich Hilfe zu suchen brachte den Russen nah an den Rande eines Zusammenbruchs. Es kam in Folge dieser Situation und Aleksanders Unvermögen, sich von den Emotionen seiner Frau zu distanzieren zu ersten körperlichen Auseinandersetzungen, die sich schließlich so weit hochsteigerten, dass Aleksander sie nach einem heftigen Streit so heftig maßregelte, dass Eileen die nächsten Tage im Bett verbringen musste und trotz körperlicher Schmerzen durch die Hämatome jegliche Hilfe verweigerte.
Wie eine gute reinblütige Familie das nun einmal handhabt, wurde nie wieder darüber gesprochen und Aleksander musste sich von seiner herbeigeholten Mutter – die eine Heilerausbildung hat – anhören, kein guter Ehemann zu sein.

Anmerkung des Autors

Aleksander selbst befindet sich, was seine Beziehung und deren Auswüchse angeht in einem ungesunden Schwebezustand.
In der Gegenwart seiner Frau fängt er ihre negativen Gefühle ihm gegenüber auf und kann sie nicht von den eigenen trennen, die diesen in einem krassen Kontrast gegenüberstehen (Also Liebe gegen Ablehnung). Er ist nicht dazu in der Lage, ohne Hilfe von außen klar zu unterscheiden zwischen den Gefühlen gegenüber seiner Frau die er selbst hat und denen, die er von ihr übernimmt.
Obwohl Eileen nichts von den Fähigkeiten ihres Mannes weiß, spielt sie bewusst mit dessen Überforderung, weil sie glaubt, dass sie so die Gewalt über die Beziehung hat. Ihr ist gleich, wie er sich damit fühlt.
Für Aleksander hingegen gestaltet sich die Situation so, dass er es also absolut gerechtfertigt findet, seine Frau zu maßregeln. Sie lässt ihm immerhin keine andere Wahl. Er bemerkt dabei nicht, dass dieser spezielle Punkt gar nicht wirklich seine Ansicht ist sondern das, was er durch Eileen auffängt, die sich in der Ehe absolut unwohl fühlt und ihn eigentlich gar nicht will.
Sobald Aleksander sich hingegen außerhalb ihres Einflussbereiches befindet, ändert sich seine Sichtweise ein Stück weit. Er hinterfragt seine Handlungen und seine Einstellung zu der Beziehung, ist aber nicht dazu in der Lage, das für sich aufzuschlüsseln und aufzuarbeiten.
Da ihm beispielsweise von seiner Mutter gespiegelt wird, dass er der Aggressor und ein schlechter Ehemann ist, verlässt er sich darauf, ohne jemals seine eigene Sichtweise vor der anderen Person zu vertreten.
Mit der Zeit ist er dadurch zu einer Person geworden, die aufgrund dieses Traumas und der fehlenden Kommunikation und der mangelnden Fähigkeit zur Selbstreflektion das eigene Verhalten rechtfertigt, weil sich das nach Schutz anfühlt.
Er sagt also mittlerweile entweder gar nichts mehr, weil es nichts bringt und man ihn ohnehin verurteilt oder das Thema kommt zwischen Eileen und ihm immer wieder auf den Tisch bis er explodiert und sie die Ausfolgen der heftigen emotionalen Überstimulation abbekommt.
Sie empfindet dann grimmige Zufriedenheit, weil er ihr gegenüber handgreiflich wurde. Aleksander nimmt dieses Gefühl auf und glaubt, es ist das eigene Gefühl. Sobald Abstand zwischen die beiden kommt, verschwindet es und seine eigenen Emotionen und das Schuldgefühl treten nach vorne, das allerdings kann von Aleksander nicht verarbeitet werden.
Er bräuchte also Hilfe von außen, um eine Veränderung herbeizuführen.

Mittlerweile ist Aleksander verzweifelt und unglücklich in seiner Ehe. Die Zeit hat ihn stark geprägt, insbesondere weil Eileen ihm vorwirft, ihr die Liebe des gemeinsamen Sohnes zu entziehen, obwohl sie einer eigenen Aussage nach nie Mutter werden wollte.
Aleksander hat ebenfalls herausgefunden, dass seine Frau ihn mit ziemlicher Sicherheit betrügt, hat aber noch keine Beweise dafür.

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  Dairien Carrow
Geschrieben von: Dairien Carrow - 21.10.2025, 07:58 - Forum: Steckbriefe - Keine Antworten

Im Norden Englands, irgendwo zwischen windigen Hügeln und kalten Steinen, steht das alte Carrow-Anwesen. Dunkel, riesig, still und ganz sicher kein Ort, an dem man sich willkommen fühlt. Für Dairien Carrow war es kein Zuhause, sondern ein Ort, an dem man stark werden musste. Oder unterging. Er wuchs dort gemeinsam mit seinen älteren Geschwistern Alecto und Amycus sowie seinem eineiigen Zwillingsbruder Daevan auf. Von Anfang an war klar: Liebe oder Wärme gab es in dieser Familie nicht. Es ging um Stolz. Um Reinheit. Um Kontrolle. Die Eltern schweigsam, streng, voller Überzeugung, dass ihr Blut etwas Besseres war behandelten ihre Kinder wie zukünftige Soldaten. Keine Streicheleinheiten, keine Gute-Nacht-Geschichten. Dafür Flüche, Stammbaumkunde und tägliches Training in Disziplin. Schon als Babys waren Dairien und Daevan mehr Symbol als Söhne Zwillinge, doppelt so viel Reinblut, doppelt so viel Erwartung. Ihre Geburt wurde nicht mit Freude gefeiert, sondern mit alten Riten, scharfen Klingen und Schutzzaubern unter dem Kinderbett. Ihre Mutter Pompeia war schneidend und unerbittlich, ihr Vater ein stiller Schatten, der vor allem durch Abwesenheit drohte. Amycus, der Älteste, war von Anfang an das Maß aller Dinge – ruhig, stark, kontrolliert. Dairien fühlte sich nie direkt mit ihm im Streit, aber immer in einem stillen Vergleich. Während Amycus schon früh das Ideal des Carrow-Namens verkörperte, suchte Dairien seinen eigenen Weg – auch wenn der oft durch Trotz und Wut führte. Alecto, fünf Jahre älter als die Zwillinge, war schon früh mehr Aufsichtsperson als Schwester. Wer sich ihrem Urteil widersetzte, lernte schnell, was es hieß, ein Carrow zu sein. Und doch bewunderte Dairien sie – nicht, weil sie ihn liebte, sondern weil sie nie gezögert hatte. Dairien war laut. Der erste, der schrie, sich wehrte, etwas zerschlug. Daevan dagegen war der mit dem Kopf. Still, klug, beobachtend. Die beiden waren wie zwei Seiten derselben Münze – nicht zu trennen, aber völlig verschieden. Schon als Kinder spürten sie: Ihre Eltern machten Unterschiede. Die Mutter lobte Daevans Verstand, der Vater Dairiens Härte. Und dieser unausgesprochene Riss zog sich tief. Trotzdem lagen sie nachts oft nebeneinander im Bett und flüsterten sich ihre Pläne zu – wie sie Hogwarts übernehmen würden. Wie sie immer zusammenbleiben wollten. Doch mit jedem Jahr wurde diese Nähe seltener. Je mehr Dairien sich behaupten wollte, desto mehr entfernte sich Daevan. Oder war es umgekehrt? Als der Brief aus Hogwarts kam, war Dairien der Erste, der ihn aufriss. Der Sprechende Hut brauchte kaum eine Sekunde – Slytherin war klar. Und es fühlte sich an wie das erste Mal, dass jemand seine Richtung bestätigte. In Hogwarts war Dairien kein Musterschüler, aber auffällig. Er konnte lernen, wenn er wollte tat es aber nur in Fächern, die ihn interessierten. Verteidigung gegen die Dunklen Künste, Zauberkunst, und überraschenderweise auch Zaubertränke. Alles, was mit Macht, Kontrolle oder Wirkung zu tun hatte, lag ihm. Er war kein Anführer, aber Leute hörten auf ihn. Nicht, weil sie ihn mochten – sondern, weil sie wussten, was passieren konnte, wenn man ihn ignorierte. Und dann kam Queenie Arwen Kowalski. Das Halbblutmädchen, das ihn zuerst belächelte, dann nervte und schließlich nicht mehr aus seinem Kopf ging. Er verliebte sich. Heimlich. Über Jahre. Und für sie begann er, sich zu verändern. Ruhiger. Aufmerksamer. Vorsichtiger. Doch ihre Beziehung war ein Risiko. In einer Familie wie seiner war ein Mädchen wie Queenie eine Schwäche, eine Schande und doch war sie das Einzige, das ihn je wirklich berührte. Er hielt sie geheim. Bewahrte sie wie einen Zauber. Und irgendwann, da war er sich sicher, würde er alles riskieren. Für sie. Aber der Zeitpunkt kam nie. Denn seine Familie, die Erwartungen, der Name Carrow all das wurde mit jedem Jahr schwerer. Und Dairien? Lernte zu schweigen. Zu funktionieren. Und zu hassen, dass er es so gut konnte.

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  Von Mond und Stern die einander verloren
Geschrieben von: Regulus Black - 21.10.2025, 05:07 - Forum: Zivilisten - Antworten (1)

mond und stern
die einander verloren
Fieberträume
Ich liebe dich genauso sehr wie Sirius.
Regulus hielt inne, blickte verzweifelt zu Barty hinüber. Der den Mund öffnete. "Der Master redet viel im Schlaf, der gute, alte Kreacher schüttelt ihm das Kissen auf. Alle sind in Sorge um den Master, aber Kreacher hofft, er kann ihn hören und wird schnell wieder gesund."
Regulus klappte der Mund auf, er verstand nicht, er verstand nichts mehr. Er wollte irgendetwas dazu sagen, aber ihm blieben die Worte im Halse stecken. Nur ein leises, verzweifeltes "Barty" und dann hatte er das Gefühl zu ersticken, als sich Barty vor seinen Augen auflöste. Nicht in Nichts, es war eher als würde sich die Umgebung verdunkeln und nichts mehr bleiben, außer diese tiefe Schwärze. Und die Verzweiflung, die so echt war. "Barty!" Schluchzte er auf, tat es schon wieder, weinen wo keine Tränen fliessen sollten.

Er spürte leichten Druck auf seinem Gesicht und als er die Augen aufriss, da schrie er vor Entsetzen auf, weil es nicht Bartys blaue Augen waren, die ihn da begrüßten, sondern die großen Augen eines Hauselfen. Kreacher.
Hingebungsvoll tupfte Kreacher seine Tränen ab, setzte dann die Pflege des verschwitzten, vollkommen verausgabten Körpers fort. "Der Master muss etwas trinken. Und schlafen. Viel schlafen." Brabbelte das geliebte Geschöpf vor sich hin, das ihm doch nicht Barty ersetzen konnte. Regulus fühlte sich zentnerschwer. Er fühlte... Schmerz. Und das tiefe Verlangen danach, alles, alles zu betäuben. Er konnte Bartys Blick auf sich ruhen spüren. Dabei war sein bester Freund nicht hier. Dabei war das nie geschehen. Oder doch?
Ihm war kalt, aber er schwitzte als läge er im Hochsommer unter dicken Daunendecken. War das alles nur Wahn gewesen? Gehorsam schluckte Regulus die Flüssigkeit, die ihm der Hauself eingab.

Wahn. Traum. Vision. Ein Fenster in ein anderes Leben.
Regulus wusste nur, dass es weh tat und ihm die Tränen in den Augen brannten, als er wieder wegdämmerte.

Barty ist Regulus' bester Freund. Die Art bester Freund, mit dem er sich seit der ersten Klasse das Bett geteilt hat (denn dann war man nicht so allein und verloren im dunklen Kerker), obwohl dieses soft sein von den Eltern nicht gern gesehen worden wäre. Ein Freund, bei dem Regulus er selbst sein konnte, ohne dafür Verurteilung zu erfahren, eine Freundschaft, in der es keine Geheimnisse gab. Eine Beziehung, die ganz bestimmt mit den Jahren die Gerüchteküche hat brodeln lassen, weil... macht man sowas? Ist das nicht zu... eng, zu viel? Wieso beschrieb Regulus Bartys Frisur als "Vom Mond geküsstes Haar"? Sie waren zwei extrem gute Schüler, die sich in ihren Leistungen immer weiter gepusht haben.

Und dann begann das 5. Schuljahr, 1976, Sirius war aus dem Teppich gebrannt und irgendwas war in Regulus ebenfalls weggebrannt und nichts war so heil wie zuvor. Regulus hat sich von der Welt zurückgezogen, ist nicht mehr zu Barty unter die Decke geschlüpft und Barty konnte sich zwar zusammenreimen, was da in Regulus los war, aber er konnte ihm Sirius auch nicht zurückbringen, er wusste nicht wie er dieses gebrochene Herz reparieren konnte und egal was er tat, er drang nicht mehr zu ihm durch.

Schließlich begann Bartys 6. Schuljahr. Und Regulus stieg nicht in den Hogwartsexpress. Ganz so, als hätte sich diese immer geisterhafter werdende Gestalt in den Ferien in Luft aufgelöst. Funkstille.

Eigentlich müsste Barty in zwei Monaten wieder die Schulbank drücken. Eigentlich beginnt bald sein UTZ-Jahr, doch ob er das nun gewollt hat (nein), oder nicht, irgendwie reißt Regulus seinen Freund doch mit sich mit.

Die Frage ist doch: Wurde Barty in dem einsamen Jahr ohne seinen besten Freund radikalisiert und will er sich jetzt deswegen den Todessern anschließen statt weiterhin die Schulbank zu drücken, oder hat er ganz andere Pläne?
Denkt er, er könne ein Stückchen früher und heile Welt zurückzubekommen? Das ist deine Entscheidung, denn für mich wichtig ist diese sehr intensive Beziehung der beiden, in der doch nie Liebe im Spiel war. Oder doch, auf Bartys Seite? Regulus, in all seinem Schlamassel, in all seinen Problemen, hatte noch nie Zeit sich über die Liebe, über all diese Körperlichkeiten Gedanken zu machen, die viele seiner pubertierenden Klassenkameraden umtrieben.



Siehst du, wie wichtig Barty für meinen Regulus ist? Ich möchte dir mit Barty einerseits viele Freiheiten geben, andererseits gibt es diese wahnsinnig enge Beziehung, die mir in dieser Form sehr wichtig ist. Ich versuche daher nochmal in Worte zu fassen, was ich mir von einem Bartemius wünsche:

  • Die beiden haben sich zu Beginn der ersten Klasse angefreundet und sind seither allerbeste Freunde
  • Regulus ist von da an auch oft mit in Bartys Bett gelegen
  • Beide sind sehr gute Schüler und haben einen Großteil des Tages damit verbracht, gemeinsam zu lernen - weit über den Unterrichtsstoff hinaus
  • Hohe Erwartungen seitens des Elternhauses schmiedeten sie noch enger zusammen
  • Barty ist bewusst, wie abgöttisch Regulus seinen Bruder liebt (und dass er das diesem nicht zeigen kann, denn er muss ihn doch beschützen?)
  • Egal wie Barty sonst tickt, gegenüber Regulus war er immer sanft, hatte immer diesen soft spot
  • Auch für Barty brach eine Welt zusammen, als Regulus nicht mehr da war
  • Er wird die Schule in diesem Sommer abbrechen und damit nicht sein 7. Schuljahr antreten - wenn du möchtest kann er jedoch Hausunterricht in Anspruch nehmen und vielleicht sogar Regulus damit einen zweiten Bildungsweg ermöglichen

Neben diesen feststehenden Dingen gibt es Bereiche, in denen du ihm auch wirklich deinen eigenen Stempel aufdrücken kannst. Wie zum Beispiel steht Barty zur Reinblutideologie?
Mein Regulus steht nicht dazu, aber abgesehen von Barty weiß das niemand. Vielleicht wird Barty im MMR nie auf den dunklen Pfaden wandeln, die wir aus den Büchern kennen - oder er steht wirklich zu Voldemorts Sache und mit dem Wegbruch seines besten Freundes kamen andere Personen in sein näheres Umfeld, die ihn in diese Richtung geführt haben.

Zu guter Letzt: was ist das nun zwischen Barty und Reg? Es ist intensiv, das ist unbestritten. Als Spieler bin ich für verschiedene Optionen offen - von ganz tiefer, platonischer Freundschaft der Seelenpartner, bis zu einer (bisher) unerwiderten Liebe des jungen Crouchs, die auch in einem Pairing münden kann. Da wäre es schön deine Ideen dazu zu hören, wobei ich es persönlich immer am schönsten finde, wenn sich solche Dinge ganz natürlich im Ingame ergeben.

Je nachdem, wann du Barty Geburtstag haben lässt, ist er jetzt 17 oder 18 Jahre alt. Das vorgestellte Avatar hier ist Lucky Blue Smith, aber solange du mir blond und blauäugig lässt (Regulus denkt sehr viel daran, an diesen Jungen mit den Mondhaaren), bin ich auch für andere Avatare offen. Troye Sivan, oder Jamie Campbell Bower, würden mir da zum Beispiel einfallen.
Regulus beposte ich sehr intensiv. Er ist mein "Hauptcharakter" und bekommt von mir immer viel Liebe ab, auch wenn ich eine stressige Zeit durchlebe. Ich würde mich freuen, wenn du ähnlich viel Leidenschaft für Barty mitbringen würdest und wir uns da zumindest einmal alle zwei Wochen hin und her schreiben könnten. Wenn das für dich passt, dann bekommst du auf jeden Fall eine sehr loyale Postpartnerin an die Seite und dann würde ich mich freuen, wenn die beiden Jungs Abenteuer und Hoffnung, Leid und Schmerz, teilen könnten. Denn auch wenn die Welt es mit ihnen irgendwie nie gut gemeint hat: Füreinander waren sie immer da.

Neben dem besten Freund gibt es aber noch mehr bespielten Anschluss: Bartys Vater Bartemius ist in der Entstehung und die Spielerin dahinter haucht außerdem einer jungen Dame Leben ein, die sich zu Regulus Freunden zählt, allerdings ein paar Jahre älter ist. Vielleicht sind Barty und sie ebenfalls befreundet? Je nachdem was du mit ihm planen möchtest, gibt es weitere Möglichkeiten für Verbindungen!

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  Dorcas Beaufort
Geschrieben von: Dorcas Beaufort - 20.10.2025, 21:35 - Forum: Steckbriefe - Keine Antworten

Some scars are from childhood, but they grow with us. Unknown

Dorcas Beaufort wurde als fünftes und vorletztes Kind seiner Mutter in eine Familie hineingeboren, die herzlich wenig mit ihm und seinen schon zuvor geborenen vier Brüdern anfangen konnte. Es war wohl reiner Trotz, der seine Mutter dazu brachte, ihm als ersten ihrer Söhne trotzdem den von ihr ausgewählten weiblichen Vornamen zu geben. Während seiner Kindheit in einer Großfamilie mit hauptsächlich weiblichen Bezugspersonen war Dorcas eigentlich immer gut behütet. Nie musste er allein spielen, immer war jemand da, spielte mit ihm oder half ihm und doch merkte er schon als kleiner Junge, dass er und seine Brüder außen vor waren. Seine Tanten und Cousinen schienen unsicher, was man mit ihm anfangen und ihn lehren sollte, wie er sich benehmen und wohin sein Weg führen sollte.

Diese Unsicherheit betraf zwar auch seine Brüder und seinen Cousin - den einzig anderen männlichen Nachkommen neben Sarines Kindern in seiner Generation -, aber Dorcas schien es immer am meisten zuzusetzen. Überhaupt galt der Junge als Sensibelchen, das wegen Nichts weinte, sich schnell in Streit verwickeln ließ, gleich darauf vollkommen in sich gekehrt in einer Ecke sitzen konnte und dann wieder wie ein aufgedrehter Flummi durch die Gegend hüpfte und sich kaum bändigen ließ. Die eine Sache, die mit Dorcas sehr zielstrebig verfolgt wurde, waren Vorübungen zur Legilimentik. Laut seiner Mutter ist sein Vater ein herausragender Legilimentiker. Neben der Tatsache, dass er kein Brite ist, war das die einzige Information, die Sarine je über den Mann Preis gab. Dorcas lernte also früh, sich lange nur auf eine Sache zu fokussieren (oder sollte es zumindest), bekam Regulationstraining und kognitive Methoden, den Kopf von eigenen Gedanken zu befreien, beigebracht. Es waren die einzigen Gelegenheiten, zu denen Sarine sich intensiv mit ihm beschäftigte. Sie zog Rouven und Caleb vor. Der eine besticht durch eine Gabe, der andere durch außergewöhnliches magisches Talent, das sich schon in früher Kindheit durch heftige magische Ausbrüche äußerte. Als schließlich Tabitha geboren wurde, als er sieben Jahre alt war, war Dorcas endgültig ein Kind der Beaufort-Gemeinschaft und nicht mehr Sarines Aufmerksamkeit Wert. Dieser wiederum beobachtete genau, sah wie seine Schwester verehrt und sein ältester Bruder ausgenutzt wurde, wann immer dieser aus Hogwarts zurückkam.
Rouven war ein Werkzeug, Tabitha die Prinzessin der Familie. Dorcas wäre lieber wie Tabitha gewesen und nicht wie Rouven, auch wenn er seinen ältesten Bruder zunehmend zu schätzen wusste und sogar begann, ihm Briefe zu schreiben, als er mit der Feder gut genug umgehen konnte. Es mochte an dem Wunsch nach Aufmerksamkeit von seiner Mutter liegen, dass er es für einige Jahre schmeichelhaft fand, mit einem Mädchen verwechselt zu werden, wann immer er abseits der Beaufort-Gemeinschaft unterwegs war, doch das sollte sich ändern …
Mit der magischen Welt - oder gar der Muggelwelt - abseits des Familiengefüges hatte Dorcas zu dieser Zeit kaum zu tun. Ausflüge in die Winkelgasse waren für ihn eine Seltenheit, weil er so schnell überreizt zu sein schien und die vielen (emotionalen) Eindrücke für ihn schwer zu verarbeiten waren. Dorcas wusste damals nicht, dass er anders war, und hätte das, was auf ihn einwirkte, nicht als die Gefühle anderer benennen können. Er sah nur, dass jeder außer ihm leicht mit großen Menschenansammlungen umgehen konnte und vermutete den Fehler bei sich selbst. Die vielen kleinen Unzulänglichkeiten, die seine unentdeckte Fähigkeit mit sich brachte, ließen es zusammen mit der nachlässigen Haltung seiner Mutter ihm gegenüber nicht zu, dass er so etwas wie ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein entwickelte. Unbemerkt von Dorcas gab es hinter seinem Rücken allerdings Getuschel und Mutmaßungen, zumindest unter den wenigen Frauen, die häufiger mit ihm zu tun hatten. Irgendetwas war seltsam an ihm und man beschloss, abzuwarten, was die ersten Schuljahre und das Erlernen von Magiekontrolle aus ihm machen würden.


School teaches you lessons you never asked for. Unknown

Dorcas hatte sich keine Sorgen um Hogwarts gemacht. Von einer großen Familiengemeinschaft in die andere, so hatte Rouven es beschrieben und auch seine anderen Brüder hatten nie viele Probleme mit dem Internatsleben gehabt. Es war wie daheim, nur mit mehr Jungen und männlichen Lehrern, einer Uniform und strikterem Unterricht. Dafür schwärmten seine Brüder von Quidditch und dem Duellierclub, von Hogsmeade und den Festessen und natürlich von allem, was sie in Hogwarts lernten. Dorcas sollte keinen so leichten Einstieg haben.

Bereits der Hogwartsexpress verwandelte ihn in ein aufgescheuchtes Graphorn und beim Festessen schaffte er es gerade mal, seine Hauszuteilung mitzumachen, ehe er meinte, vor unterdrückter Energie, Angst und Nervosität explodieren zu müssen. Er zog sich vor allen anderen in den Ravenclawturm zurück und sollte damit eine Tradition begründen, die ihn durch Hogwarts begleiten sollte. Rückzug. Besonders, aber nicht ausschließlich, in den ersten Monaten. Hogwarts fühlte sich fremd für ihn an. Als könne er seine Umgebung nicht mehr richtig einordnen und als wäre jede Situation mit mehr als einer kleinen Menschengruppe im Raum überfordernd.

Dorcas mauserte sich mit diesem Problem und mit seinem Vornamen schnell zum Opfer von Häme und Spott, schien er doch kaum einen Tag durchzuhalten, ohne dass er die Große Halle verlassen musste, in Tränen ausbrach oder einen Mitschüler schlug, der steif und fest behauptete, ihn natürlich nicht provoziert zu haben. Besonders Quidditchspiele mit ihren aufgepeitschen Gefühlen waren schlimm für Dorcas und er hielt sich bald von ihnen fern. Frieden fand er in der Bibliothek, wenn diese gerade nicht gut besetzt war. Dort hielt er seine Mitschüler seltsamerweise auch aus. Später sollte er sich zusammenreimen, dass es daran lag, dass sie sich hier aufs Lernen fokussierten und ihre Gefühle relativ unaufgeregt blieben, solang nicht gerade die Prüfungen kurz bevorstanden. Auch die Ländereien und die hohen Türme von Hogwarts boten ihm häufig eine Zuflucht.

Im Unterricht sagten die meisten Lehrer Dorcas eine schnelle Auffassungsgabe nach, aber in Prüfungssituationen konnte er das Gelernte selten gut umsetzen. Besser lief es bei den Privatstunden mit seinem Bruder Bram, der ebenfalls in Ravenclaw war. Er sollte mit Dorcas weiter an seiner hoffentlich vorhandenen Legilimentik arbeiten und gab ihm auch sonst Nachhilfe, wenn es nötig war. Doch obwohl Dorcas, der zwischenzeitlich darauf bestand, nur noch ‘Cas’ genannt zu werden, übte und übte, schien er nicht in die Gedanken einer anderen Person eindringen zu können. Dafür schien sich etwas in seiner Gefühlslage zu verändern, wenn er sich auf andere Menschen fokusierte. Er konnte die verwirrenden, überfordernden Emotionen zunehmend von sich wegschieben, und schließlich verstand er, was das bedeutete. Er hatte nicht die 'Gabe' seines Vaters geerbt, aber eine andere ausgebildet. Eine, deren Seltenheit seine Mutter nicht einmal in die richtige Richtung hatte denken lassen.

Dorcas teilte diese Erkenntnis mit niemandem, aber ab der dritten Klasse, als er diese Eingebung hatte, wurde das Internatsleben für ihn einfacher. Nicht von heute auf morgen, nicht sofort spürbar, aber Stück für Stück erarbeitete er sich kleine Schnipsel von Kontrolle über sein Leben zurück. So gut es heimlich ging, recherchierte er seine eigene Fähigkeit und stieß in der Hogwartsbibliothek auf den Begriff der Pathomentik. Er brachte sich selbst über mehrere Schuljahre bei, eigene Emotionen von denen anderer zu unterscheiden. Das Wissen, dass er empfänglich für die Gefühle anderer war und das seine Reaktion beeinflusste, machte es leichter, eine Mauer aufzubauen, die zumindest in vielen Situationen das Schlimmste verhinderte. Dorcas wurde bis Ende des vierten Schulajhres vom Klassenfreak zum stillen Mitläufer, der zwar immer noch nicht wirklich dazugehörte, aber mit seinem Spitznamen 'Cas' und ohne die emotionalen Ausbrüche auch kaum mehr Grund für Häme und Spott mehr lieferte.
Es blieb dabei, dass Dorcas Quidditchspiele mied und zum Beispiel Probleme in Prüfungssituationen hatte, weil er diese Extreme schlecht so ausführlich trainieren konnte, wie den Alltag in Hogwarts. Er lernte aber auch, die Vorteile seiner Gabe zu nutzen. Er erkannte zum Beispiel, dass es relativ einfach für ihn war, zu erkennen, ob jemand log. Manchmal konnte er sogar die Gefühle einer Person beeinflussen, was er aber in seiner Hogwartszeit höchstens zufällig tat und wenn dann nur in der Form, dass er seine eigenen, in dem Moment stark ausgeprägten Gefühle, versehentlich auf sein Gegenüber übertrug. Es war immer noch nicht einfach, durch Hogwarts zu kommen. Das Mobbing hatte stark nachgelassen, aber es blieb dabei, dass immer mal wieder ein spöttischer Kommentar ihn traf oder selbst erlebte Demütigung und die darauf folgende Scham an Dorcas ausgelassen worden. Dorcas lernte, die emotionalen Anzeichen für so eine Stimmung zu lesen und Schülern aus dem Weg zu gehen, die gerade das Bedürfnis haben könnten, nach unten zu treten.

Zwei Dinge beschäftigten Dorcas in seinen späteren Schuljahren zunehmend. Ob er über seine Gabe mit seiner Familie sprechen sollte und was er mit seiner Zukunft anfangen sollte. Dorcas’ großer Traum war eine Karriere als Auror, doch obwohl er theoretisch das magische Potenzial und den Ehrgeiz dafür gehabt hätte, kam seine Gabe ihm in wichtigen Situationen immer wieder in die Quere. Auch Experimente mit Beruhigungstränken zeigten zwar eine gewisse abmildernde Wirkung, machten ihn aber gleichzeitig so müde, dass ein Ohnesgleichen wieder in unerreichbare Ferne rückte. Dorcas war frustriert. War er allein, beherrschte er jeden Zauber, jede Formel, alles was seine Lehrer je von ihm gefordert hatten, egal ob in der Theorie oder in der Praxis. Doch in einer Gruppe blieb er den Gefühlen seiner Mitschüler immer bis zu einem gewissen Grad ausgesetzt, auch wenn er inzwischen zumindest nicht mehr negativ auffiel. Er brauchte also eine Alternative für die Zukunft. Rouven hatte seine eigene Ausbildung inzwischen beendet und war als Metamorphmagus seiner Familie zu Diensten, was Dorcas vor Augen führte, wie seine Zukunft aussah, sollte seine Familie den Wert seiner Gabe erkennen. Die Beauforts waren Trickser, Erpresser, Schmeichler, Verführer. Er mit seiner Gabe hätte ein wertvolles Werkzeug sein können, wollte die Familie aber irgendwann hinter sich lassen, in der er nie wirklich einen Platz gefunden hatte.

Dorcas' fünftes Schuljahr sollte nicht nur wegen der ZAGs ein besonders angespanntes für ihn werden. Das erste Halbjahr markierte ebenfalls den Beginn des Zaubererkriegs. Hinter den schützenden Mauern von Hogwarts mochten sich viele Schüler einbilden können, dass alles wie immer war. Dorcas nicht. Er fühlte die Anspannung, die zunehmende Feindseligkeit, die Angst und die Trauer, wenn der Krieg seine ersten Opfer forderte und er den jungen Angehörigen dieser Opfer auch nur in einer der Flure begegnete. Die Ausrede, sich wegen der ZAGs noch mehr rar machen zu können und das Schuljahr an einsamen Orten, vergraben in Büchern zu verbringen, war Dorcas nur recht. Gar nicht recht waren ihm seine Abschlussnoten, die zwar nicht schlecht waren, aber weder seinen Ehrgeiz noch sein tatsächliches Können widerspiegelten. Aber er konnte die gewünschten UTZ-Fächer belegen und das war erst einmal alles, was zählte. In diesem Sommer nach seinem fünften Schuljahr kehrte er besonders ungern nach Hause zurück, aber das Anwesen der Beauforts stellte sich als eine Miniversion von Hogwarts heraus - der Krieg wurde vor der Tür ausgesperrt. Man sprach nicht viel darüber und ging seinem Alltag so gut wie möglich nach. Die Beauforts versuchten, sich aus dem Krieg so gut es ging herauszuhalten. Und weil sie Halbblüter waren und damit gleichzeitig unwichtig und doch nicht direkt auf der Abschussliste der Schwarzmagier, die sich Todesser nannten, klappte das sogar relativ gut. Dafür spürte Dorcas etwas anderes. Eine wachsende Erwartungshaltung ihm gegenüber, die er sich damals nicht erklären konnte.

Dorcas kehrte nach Hogwarts zurück, ohne viel Berührung mit dem gehabt zu haben, was in der magischen Welt vor sich ging. Aber auch ohne über das gesprochen zu haben, was er inzwischen über seine Fähigkeit wusste. Schließlich entschied Dorcas sich, seine Gabe für sich zu behalten. Die Entscheidung über seine Karriere wurde ihm dagegen abgenommen. Zwar waren seine UTZ's nicht so schlecht, wie er es in der sechsten Klasse noch geglaubt hätte, aber für seinen Geschmack lang nicht gut genug, um als Auror eine Chance zu haben. Wenn er schon in einer Prüfungssituation in der Schule nicht sein Bestes geben konnte, wie sollte er dann gegen Schwarzmagier in einer Stresssituation bestehen? Das war für Dorcas besonders bitter, weil sein Bruder Caleb nach seinen eigenen UTZ's mit Kusshand für eben diese Ausbildung genommen worden war und sich schon zu Dorcas' Abschlusszeiten zum absoluten Überflieger gemausert hatte.
Dorcas versuchte, die Sticheleien seines Bruders deswegen zu ignorieren und tat, was seiner Meinung nach der Aurorenausbildung am nächsten kam - er bewarb sich für die Ausbildung in der Strafpatrouillie. Soetwas wie die Sicherung eines Tatorts schien ihm etwas zu sein, das er auch mit seinen Einschränkungen zuverlässig hinbekommen sollte. Und ob er zu mehr in der Lage war, würde er während der Ausbildung sehen. Der weiterhin tobende Krieg bereitete ihm zwar ebenfalls Kopfschmerzen, aber Dorcas lernte schnell, dass er diesen zu spüren bekommen würde, egal ob er in der Strafverfolgung oder bei einem Zauberstabmacher arbeitete. Die Gefühle, die schon zunehmend durch die dicken Mauern des Schlosses gesickert waren, tobten in der magischen Welt wie ein Sturm, der nie an Energie zu verlieren schien.

Ein unerwartetes Hindernis sollte sich bereits kurz nach seiner Rückkehr aus Hogwarts zeigen, als die Matriarchin Sephora erfuhr, dass er sich für die Strafverfolgung beworben hatte. Nun, da er in Hogwarts ausgebildet worden war und ganz offensichtlich eine gewisse Kontrolle über das hatte, was ihn als Kind und Schulanfänger noch so sehr im Griff gehabt hatte, war die Geduld der Beauforts erschöpft. Sephora war nicht sicher, ob er wusste, was er war. Aber dass er zumindest etwas über seine Besonderheit wissen musste, um sie kontrollieren zu können. So oder so wäre es an der Zeit, herauszufinden, was an ihm anders war. Dorcas redete sich bei diesem Treffen mit klopfendem Herzen heraus und vielleicht half ihm dabei sogar seine noch nicht sehr gut trainierte Fähigkeit, Emotionen zu beeinflussen, so sehr wünschte er sich, Sephoras Misstrauen möge verschwinden und sie würde seinen Beteuerungen glauben. Aber es reichte nur für einen Aufschub. Der Frauenkreis sollte am nächsten Tag zusammenkommen, seine Symptome diskutieren und es sollte über das weitere Vorgehen entschieden werden. An eine Ausbildung bei der Strafverfolgung wäre jedenfalls nur zu denken, wenn seine Gabe dort tatsächlich den meisten Nutzen hatte. An diesem Abend überlegte Dorcas ernsthaft, seiner Familie den Rücken zu kehren und das Anwesen heimlich zu verlassen. Doch dann besuchte ihn ausgerechnet Daliah. Seine Tante, die soviel Hass für seinen Zweig der Familie spürte. Und an diesem Tag verstand Dorcas zum ersten mal Warum. Sie erzählte von dem Werwolfbiss und sie gab Preis, dass sie in all den Jahren gut im Blick behalten hatte, wer über Dorcas' eventuelle Gabe informiert war. An diesem Abend bot sie ihm an, die Erinnerungen, die mit diesem Verdacht in Verbindung standen, zu löschen. Von Dorcas wollte sie im Gegenzug auch künftig absolutes Stillschweigen über seine Fähigkeit, aber dafür selbst das Wissen, was genau es war, das ihn anders machte. Dorcas sah wenig andere Möglichkeiten und verriet sich als Pathomentiker. Am nächsten Tag wurde er nicht vor den Frauenkreis gerufen. Sephora schien sich nicht einmal an das Treffen am letzten Tag zu erinnern und rügte ihn, als er wenig später eingeladen wurde, an den Aufnahmetests im Ministerium teilzunehmen. Er hätte sie informieren müssen, wenn er sich für eine Ausbildung bewarb. Alles schien vergessen. Was blieb, war der Eindruck, dass Sephora ihn noch immer aufmerksamer im Blick hat als andere Familienmitglieder. Und natürlich Daliah, die die Tatsache, dass er ihr etwas schuldet und ein Pathomentiker ist, immer mal wieder für sich ausnutzt.

Change is not the enemy of who you are, but the path to who you’re becoming. Unknown

Das Ende seiner Schulzeit bedeutete für Dorcas auch das Ende von Mobbing und Häme, die zwar nicht mehr so ausgeprägt wie in seinen ersten Schuljahren gewesen waren, das Bild von ihm aber trotzdem noch geprägt hatten. Vor allem für ihn selbst. Wie sehr, das merkte er erst, als er Hogwarts das erste Mal seit Jahren für mehr als ein paar Wochen entkam. Obwohl er zurück nach Hause musste, stellte sich die Familien Enklave als geradezu angenehm im Vergleich zum Internat heraus. Ja, viele seiner weiblichen Verwandten konnten nicht viel mit ihm anfangen, aber einige respektierten oder mochten ihn und die anderen empfanden Gleichgültigkeit oder eine gewisse Skepsis, aber die war nicht einmal auf ihn persönlich, sondern sein Geschlecht gemünzt. Bald hatte Dorcas Energie und Enthusiasmus wie nie zuvor, besonders als auch die Ausbildung gut anlief. Natürlich spürte er die Auswirkungen des Krieges, aber weil diese Gefühle sich nicht auf ihn bezogen, waren sie ein bisschen leichter aus seinem Bewusstsein verbannbar, ein bisschen weniger geeignet, ihn dauernd zum Grübeln zu bringen. In gewisser Weise waren sie sogar eine Motivation, die Ausbildung gut zu meistern. Das Ministerium brauchte Nachwuchs und auch, wenn seine Familie sich raushielt, für Dorcas war schnell klar, auf welcher Seite er persönlich kämpfen wollte. Er wollte etwas gegen die Menschen tun, die andere unterdrücken wollten und als weniger Wert ansahen, nur weil sie zufällig nicht in die richtige Familie geboren worden waren. Eine andere Einstellung erlaubten seine eigenen Erfahrungen einfach nicht.
Die anderen Auszubildenden waren nicht mehr die riesige Schülerschar in Hogwarts, sondern ebenfalls für die Ausbildung begeisterte Hexen und Zauberer, von denen netterweise keiner panische Prüfungsangst hatte. Auch dass sie nur etwa ein Dutzend in Ausbildungsjahr waren, half extrem. Nein, Dorcas wurde nicht in der Nacht zum Überflieger, aber er erbrachte bessere und konsistentere Leistungen und er hatte nun seine Gabe genug im Griff, um sich in der Gruppe beliebt machen zu können. Abends fiel er trotzdem todmüde ins Bett, weil ihn ein Tag im Ministerium vollkommen auslaugte. Hin und wieder griff er auch zu einem Euphorietrank, wenn die angespannte Stimmung im Ministerium, besonders nach irgendwelchen Katastrophenmeldungen, über den Tag zuviel für ihn geworden war. Aber er hatte Erfolg und das fühlte sich gut an.

In diesem ersten Ausbildungsjahr traf Dorcas das erste Mal auf einen anderen Pathomentiker. Als Mitarbeiter des Katastrophenschutzes half er bei einem Einsatz, zu dem eine Massenpanik nach einem Angriff durch Todesser gehörte. Dorcas war damals nicht live dabei, als der andere Pathomentiker seine Fähigkeit wirkte, aber er sah ihn danach für die Nachbesprechung des Einsatzes den Flur entlangschlurfen. Offensichtlich vollkommen erschöpft und ausgelaugt. In den nächsten Monaten machte er es sich zur Aufgabe, mehr über diese Person und andere mit seinen Fähigkeiten herauszufinden und das Ergebnis war ernüchternd.
Wer seine Gabe offen zeigte, dem stand sehr sicher bevor, dass sie ausgenutzt wurde, zum Teil auf eine Weise, die Dorcas moralisch zumindest grenzwertig fand, zum Teil auf eine Art, die ihn selbst an seine Grenzen bringen würde. Schon die Gefühle eines einzelnen Menschen zu beeinflussen, das wusste Dorcas inzwischen, war unglaubluch Kräfte zehrend. Eine ganze Gruppe? Er musste keinen Pathomentiker fragen, um zu wissen, dass der regelmäßige Einsatz seiner Gabe auf so eindrückliche Art Spuren bei ihm hinterlassen würde, die ein paar Tage Einsamkeit und viel Schlaf nicht würden auslöschen können.
Dorcas stand mehr als einmal vor dem Büro des Pathomentikers, der ihm mehr über seine Gabe hätte beibringen können, aber am Ende siegte immer die Angst. Was, wenn dieser Zauberer sein Geheimnis nicht für sich behalten würde und verlangte, dass er sich ebenso in den Dienst des Ministeriums stellte wie er? Mit dem vollen Umfang seiner Fähigkeit, ohne Rücksicht darauf, dass gerade emotionale aufgepietschte Menschenmassen für Dorcas ein absoluter Alptraum waren. Was, wenn er damit konfrontiert werden würde, dass er nicht bereit war, alles für die richtige Sache zu opfern? Es war die andere Seite dieser Entscheidung, die ihn grübeln ließ. Die Kriegszeiten verlangten vielen etwas ab und Opfer wurden täglich gebracht. Und doch wollte Dorcas dieses potenzielle Opfer, seine mentale Gesundheit, nicht bringen.

Das Ende des ersten Ausbildungsjahres brachte die ersten Abschlussprüfungen mit sich, die Dorcas erfreulich gut hinter sich brachte, so dass einer Ausbildung zum Ermittler nichts im Weg stand. Dorcas wählte diesen Weg, weil er in diesem Bereich am ehesten das Gefühl hatte, mit seiner Fähigkeit von Nutzen zu sein, wenn er sie schon nicht offen für das Ministerium einsetzen wollte. Vielleicht hätte er diesen Schritt nicht gewagt, hätte sein Selbstbewusstsein sich im letzten Jahr nicht deutlich verbessert. Neben seinem guten Abschneiden in der bisherigen Ausbildung war dafür noch etwas anderes verantwortlich - sein verändertes Äußeres. Das regelmäßige körperliche Training hatte seine Statur von schmal zu sportlich verändert. Dorcas hatte sich bis dahin nicht für jemanden gehalten, der eitel war, aber ihm tat es gut, dass ein Blick in den Spiegel nun ein männlicheres Ebenbild zeigte, das eben nicht mehr so einfach mit einer Frau zu verwechseln war. Zunehmend trainierte Dorcas auch in seiner Freizeit, nahm neben Kraftsport auch Kampfsportkurse in sein persönliches Trainingsprogramm auf, und achtete mehr auf seine Kleidung. Es mussten keine feinen Stoffe oder perfekte Schnitte sein, aber es musste eher Maskulinität ausstrahlen. Damit waren auch die letzten kleinen Seitenhiebe alter Klassenkameraden in der Ministeriumskantine oder blöde Sprüche von Verdächtigen, wenn sie den früher schmalen Jungen mit den eher feinen Gesichtszügen sahen, bald Vergangenheit.
Als für Dorcas die Zeit der Verhaftungen und Verhöre losging, hatte er ein ganz anderes Auftreten und Selbstbewusstsein, als noch zur Zeit seines Hogwartsabschlusses. Dass dieser unsichere Junge von damals immer noch da ist, weiß Dorcas aber auch. Spätestens dann, wenn ihm jemand einen rosa Pullover aufquatschen will und er sehr entschieden ablehnt.

Als Auszubildender für die einfache Strafpatroullie war Dorcas gutes Mittelmaß. Definiv brauchbar, aber nicht ganz das, was man von einem Ravenclaw mit seinem Einsatz und dem Potenzial, das man manchmal erkennen konnte, erwarten würde. Als Ermittler sollte er seine Stärken besser ausspielen können. Recherchen durchführen, an etwas dranbleiben, Spuren auswerten und vor allem das Finden potenzieller Zeugen und Verdächtiger sowie deren Verhör lagen eher in Dorcas' stärkeren Bereichen. Besonders in Letzterem konnte er sich bald einen Ruf als herausragender Auszubildender erarbeiten. Sein 'Instinkt' für Lügen, für Menschen, die etwas zu verbergen hatten, schien geradezu traumwandlerisch sicher. Und Dorcas selbst nutzte die Tatsache, dass man ihn bald seine eigenen Verhöre führen ließ - natürlich immer noch von einem ausgebildeten Ermittler begleitet - um seine Gabe zu trainieren. Besonders den Part davon, den er bisher kaum ausgebildet hatte. Das Beeinflussen fremder Emotionen war ihm immer moralisch fragwürdig erschienen und er hatte es meist aus Versehen getan, wenn es passiert war. Aber bei Verbrechern? Ihre Angst und Nervosität zu verstärken oder ihnen das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen in ihn zu vermitteln, damit ihre Zungen sich lockerten, das fand er vertretbar. Hier ging es um ein höheres Wohl und diese Menschen hatten es verdient, die Konsequenzen ihrer Handlungen erfahren zu müssen. Er half nur, sie diesen Konsequenzen zuzuführen.
In den zwei Jahren seiner Ausbildung konnte Dorcas, dem immer noch nur das Selbststudium blieb und dessen Gelegenheiten durch die Anzahl an Verhöhren eingeschränkt war, die er durchführen konnte, begrenzt war, natürlich keine Perfektion im Umgang mit diesem Part seiner Fähigkeit erreichen, aber er lernte zumindest in Ansätzen, Emotionen hervorzurufen, die gerade nicht sowieso schon in seinem Gegenüber vorhanden waren. Er merkte bald, dass er dabei auch sehr vorsichtig vorgehen musste. Der ein oder andere Verdächtige beschwerte sich über unlautere Maßnahmen. Man habe ihm etwas in den Kaffee getan, damit er beim Verhör alles ausplaudert. Niemand nahm diese Menschen ernst, schließlich waren sie Täter, die versuchten, sich aus Verbrechen herauszureden. Und sie sprachen von angeblichen Veritasserum, weil sie keine Ahnung hatten, wie es sich anfühlte, von einem Pathomentiker beeinflusst zu werden. Aber es war eine gute Erinnerung daran, dass er vorsichtig sein musste, besonders mit dem Einschleusen von Gefühlen, die so noch nicht in seinem Gegenüber schwelten.

Für den Moment schöpfte jedoch scheinbar niemand Verdacht. Es herrschte Krieg. Die Rate an Verbrechen stieg mit jedem Monat und niemand hatte Zeit sich darüber Gedanken zu machen, ob das ein oder andere Verhör nicht etwas sehr glatt lief. Zumindest schien es Dorcas so. Er fand seinen Rhythmus, trainierte und apparierte hin und wieder an einsame Orte, um den Stress abzubauen und ein paar ruhige Stunden ohne die Emotionen anderer um sich zu haben. Er wäre gern von Beruhigungs- und Euphorietränken weggekommen, aber er brauchte sie an besonders schlimmen oder langen Tagen oder wenn das Chaos des Krieges Doppeldienste verlangte und die Müdigkeit seine mentalen Barrieren mehr und mehr Bröckeln ließen. Ein Privatleben? Das hatte er in dieser Zeit nicht. Zu ausgelaugt war er von der Ausbildung und dem, was er schon durch den notwendigen Kontakt zu seiner Umwelt an Emotionen aufnahm. Zum Glück gab es aus seiner Hogwartszeit nicht viele Freundschaften zu halten und zum Glück wussten die Frauen in seiner Familie noch immer nicht, was sie mit den Männern in ihrer Runde anfangen sollten, also respektierte man seine Zurückgezogenheit. Nur wenige Familienfeste und Pubabende waren in diesen zwei Jahrne notwendig, um Dorcas' dünnes soziales Netzwerk zufriedenzustellen.

"Not every love story is meant to last forever. Some are meant to teach us something and then let us go."

Im Juni 1976 beendete Dorcas seine Ausbildung zum Ermittler. Als Elaine, eine seiner ihm gegenüber freundlich gestimmten Cousinen im Juli für die Sommerferien vor ihrem siebten Schuljahr nach Godrics Hollow zurückkehrte, sollte einer dieser Partys stattfinden, bei denen er sich nicht herausreden konnte, einen geselligen Abend mit ihr und ihren Freunden zu verbringen. Es galt, seinen Abschluss zu feiern, zumindest so nebenbei auf einer Party. Dorcas trank nicht oft, aber wenn auf ihn selbst angestoßen wurde? Er war eben immer noch zu sehr der Junge, der es anderen Recht machen wollte. Dorcas schreibt es gern einer Mischung aus Alkohol und seiner Gabe zu, dass er an diesem Abend knutschend mit Henry Morganach, Elaines bestem Freund, in einer stillen dunklen Ecke abseits der Party landete. Es scheint eine etwas dünne Erklärung dafür zu sein, dass dieser Moment nicht einzigartig blieb, sondern die beiden sogar eine Beziehung eingingen, aber Dorcas hatte von Pathomentikern gelesen, die ihr ganzes Eheleben auf der Lüge begründeten, dass die Gefühle ihres Partners ihre eigenen wären. Heute denkt Dorcas mit gemischten Gefühlen an diesen Sommer zurück. Nicht einmal, weil er ihn mit einem anderen Mann verbracht hat, sondern weil er eine wirklich schöne Zeit hatte, auch im Rückblick betrachtet, die doch eine Lüge war. Und weil er einen Mann verletzt hat, den er vielleicht nicht liebt, der ihm aber trotzdem wichtig ist.

Als der Sommer endete und Henry für sein letztes Schuljahr nach Hogwrats zurückkehrte, spürte Dorcas bald, dass er nicht das Gleiche für den Ravenclaw empfand wie er für ihn. Obwohl er ihn zweifellos immer noch mochte, waren beim Gedanken an ihn, als er erst einmal ein paar Wochen aus dem direkten Einflussbereich des Jüngeren heraus war, keine Gefühle über Sympathie hinaus mehr im Spiel. Für Dorcas war es eine ernüchternde Lektion darüber, wie wenig er auf das Vertrauen konnte, was er fühlte. Er beendete die Beziehung noch im gleichen Jahr und hat sich seitdem von romantischen Verwicklungen ferngehalten, auch wenn er eine gewisse Sehnsucht danach, zu jemandem zu gehören, nicht leugnen kann. Aber wie soll er sich mit einer Fähigkeit wie seiner je sicher sein?

New Chances, New Choices

Dorcas arbeitete ein knappes Jahr als Ermittler, als er die Formulare für die Bewerbung zur Aurorenausbildung auf seinem Schreibtisch fand. Sein direkter Vorgesetzter führte im folgenden Gespräch aus, dass er sich in der Strafverfolgung bewiesen hatte und es in den aktuellen Zeiten mehr sehr gut ausgebildete Auroren brauchte. Dorcas hatte seine innigsten Berufswunsch nie geheimgehalten und seine Eignung schien nach diesen vier Jahren im Ministerium unumstritten. Heute vermutet Dorcas, dass neben den Kriegszeiten und der notwendigkeit für einen steten Aurorennachwuchs auch Albus Dumbledore seine Finger im Spiel hatte. Damals wusste Dorcas noch nicht, dass der Zauberer auf ihn aufmerksam geworden war und seine Gabe zu erahnen schien. Aber konnte es Zufall sein, dass Dorcas nach bestandener Aufnahmeprüfung ausgerechnet Frank Longbottom als Mentor zugeteilt bekam? Dorcas ahnte in den ersten Monaten natürlich nichts von dessen Mitgliedschaft in einer Organisation, von der er bisher ebensowenig gehört hatte.Da war nur das Gefühl von Wachsamkeit, das Frank Longbottom auszustrahlen schien. Aber er war Auror und nicht wenige ältere Auroren waren geradezu paranoid, also erschien Dorcas eine erhöhte Aufmerksamkeit in seiner Nähe kaum ungewöhnlich. Meinte er außerdem, dass sein Mentor ihn etwas genauer im Blick zu behalten schien und er mehr Feldaufgaben bekam als die anderen Auszubildenden? Auch das, aber in der Kantine erzählten nicht wenige angehende Auroren, dass sie denselben Eindruck in ihrer eigenen Ausbildung hatten, also mochte es nur Einbildung sein. Außerdem hatte Dorcas ausnahmsweise andere Probleme, als sich ausschließlich über seine Ausbildung Gedanken zu machen ...

Als seine Cousine Elaine im Sommer 1977 ankündigte, die Aurorenausbildung ebenfalls zu absolvieren, freute sich Dorcas, ein freundliches Gesicht in seinem Jahrgang zu haben, auch wenn es in gewisser Weise bedeutete, im Ministerium unter der Beobachtung seiner Familie zu stehen. Das tat er so oder so. Die Beauforts waren keine kleine Familie und besetzten diverse Stellen auch in der Strafverfolgung. Dass Henry - ihr bester Freund und Dorcas' erfolglose Sommerromanze - mit ihr die Ausbildung beginnen wollte und Sephora, die Matriarchin der Familie, noch die wundervolle Idee hatte, sie alle Drei gemeinsam mit anderen Auszubildenden in eine Villa der Familie zu stecken, war da schon eine andere Sache. Dorcas, der seinen Auszug aus dem Haus in Grodrics Hollow schon im letzten Jahr als Ermittler geplant hatte, erkannte sehr wohl den Wunsch der Matriarchin, so eine gewisse Kontrolle über sein Leben zu behalten. Und doch wollte er noch keinen zu starken Bruch zu seiner Familie riskieren, so dass ein Nein nicht in Frage kam. Dorcas arrangierte sich also. Er arrangierte sich mit Elaine, die immerhin zu seinen liebsten Cousinen gehörte und sich gern als Kopf der neuen WG sah. Er arrangierte sich mit Henry, dessen Gefühle für Dorcas leider nicht komplett verschwunden waren und der mit der Tatsache, dass er auf Männer stehen könnte, deutlich mehr Probleme hatte als Dorcas. Vermutlich auch, weil Dorcas sich gar nicht so sicher war, aus eigenem Antrieb heraus überhaupt Männer anziehend zu finden. Die beiden einigten sich jedenfalls darauf, ihre frühere Beziehung, wie schon in diesem letzten Sommer, nicht allzu offen zu behandeln. Dorcas arrangierte sich auch mit dem Einzug von Midas Meliflua, einem ehemaligen Mitschüler, dessen vorrangiger Charakterzug in Hogwarts gewesen zu sein schien, dass er ein Arschloch war, welches es zwischenzeitlich besonders auf Henry abgesehen hatte. Dorcas gab sein Bestes, mit diesem neuen Umfeld umzugehen, auch wenn ihm die Gefühle jedes WG-Mitglieds auf die ein oder andere Art häufig Kopfschmerzen bereiteten.

Das neue Jahr brachte verstärkt Einsätze für Dorcas, die ihm dank seiner Gabe relativ problemlos gelangen, auch wenn die Informationen, die er erhielt, dürftig waren. Er schätzte, dass sein Vertrauen ins Ministerium geprüft wurde, und führte seine Aufgaben aus. Hatte dieser Zauberer etwas zu verbergen? Log jene Hexe in Bezug auf ihre Zeugenaussage? Viele Befragungen fanden außerhalb des Ministeriums statt, was Dorcas unter 'Feldeinsatz' verbuchte, und nicht wenige ordnete Frank Longbottom als 'sensible Operationen' ein, was bedeutete, Dorcas durfte nicht darüber sprechen. Kein ungewöhnliches Vorgehen im Aurorenbüro, schließlich hatten Schwarzmagier ihre Spione im Ministerium und im Chaos des Krieges gingen auch im Ministerium Informationen schnell in die falschen Hände. Heute fragt sich Dorcas trotzdem, ob er - gerade als Pathomentiker - nicht hätte Verdacht schöpfen sollen. Aber da ist das Problem, dass er Gefühle zwar spürt, aber immer noch selbst interpretieren muss. Und sein Mentor log ihn nie an, wenn er sagte, er hätte einen Auftrag für ihn oder dass dieser besser nicht in großer Runde diskutiert wurde. Auch das ein oder andere Gespräch über seine persönliche Meinung zur politischen Lage oder seinen Moralvorstellungen wunderte Dorcas nicht. Auroren waren ein eingeschworener Haufen. Sie wussten gern, wer da neben ihnen stand und ihnen den Rücken freihielt.

Erst als er eines Tages Albus Dumbledore gegenüberstand und ein - zumindest für ihn - ungeplantes persönliches Gespräch mit dem Schulleiter hatte, wurde ihm bewusst, dass er in den letzten Monaten nicht nur hinsichtlich seiner Fähigkeiten als Auror geprüft worden war. Als erste Person sagte Dumbledore ihm gerade heraus, was er war, und machte keinen Hehl daraus, dass er Dorcas' Pathomentik gern einsetzen würde. Für das höhere Wohl, verstand sich. Und der Phönixorden, von dessen Existenz Dorcas nun erfuhr, klang nach einer Gruppe, für die es sich lohnen konnte, seine Fähigkeit einzusetzen. Dorcas entschied sich, dem Orden beizutreten. Seine ersten Monate blieben eine Bewährungsprobe. Er kannte nur die Identität von Dumbledore und Frank Longbottom als Ordensmitglieder und erledigte erste Aufträge unter der Führung seines Aurorenmentors. Erst im April sollte er einem ersten tatsächlichen Treffen des Ordens beiwohnen und Dorcas hat den Verdacht, dass er damit schon recht schnell seine 'Probezeit' bestanden hatte. Grund dafür war wohl die Entscheidung seines Mentors, zur HIT-Einheit zu wechseln. Das war auch der Grund, warum er gemeinsam mit seinen WG-Mitbewohnern, die auch unter dem Longbottom ihre Ausbildung begonnen hatten, schon im Mai 1978 für die Prüfungen zugelassen wurde, die das Ende ihres ersten Ausbildungsjahres markieren sollten. Jetzt hat Dorcas das zweite Jahr in seiner Ausbildung begonnen. Eigentlich ein Grund zur Freude, aber da ist der Krieg und bei aller Überzeugung für die gute Sache die Frage, wie Albus Dumbledore ihn einsetzen will. Und ob er auf dem besten Weg ist, emotional auszubrennen oder seinen Verstand einzubüßen, wie soviele Pathomentiker vor ihm, wenn er sich zu sehr einspannen lässt.

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  Der Tagesprophet
Geschrieben von: Regulus Black - 20.10.2025, 18:35 - Forum: Roter Faden & Plots - Keine Antworten

National Weather

London: neblig und regnerisch, bis zu 17°

Edinburgh: windig und wechselhaft, bis zu 15°


Aspekt des Tages

Fische sollten sich heute vor Fremden mit zu breitem Lächeln hüten.


01.07.1978
BEFUGNISSE DER STRAFVERFOLGUNG ERWEITERT
Mit einer knappen Mehrheit hat das Zaubergamot die Befugnisse der Auroren bei der Amtsausübung deutlich ausgeweitet.

Künftig dürfen die Mitglieder der Abteilung ohne richterlichen Hausdurchsuchungsbefehl tätig werden, wenn sie eine Person einer staatsfeindlichen Straftat verdächtigen. Eine Bewilligung des Leiters der Aurorenzentrale genügt nun, um eine Durchsuchung durchzuführen.

Ziel der Maßnahme sei es laut Regierung, die Bekämpfung von Verbrechen zu beschleunigen. Befürworter der neuen Regelung versprechen sich von den erleichterten Eingriffsbefugnissen eine effektivere Aufklärung der in den vergangenen Monaten stark zunehmenden Straftaten.

Kritische Stimmen warnen jedoch vor einem Eingriff in die Privatsphäre unbescholtener Bürger. Besonders der Aurorenleiter Rufus Scrimgeour und der amtierende Zaubereiminister gelten als Hardliner, die strikte Sicherheitsmaßnahmen befürworten.

Der Minister kündigte darüber hinaus eine Verschärfung im Kampf gegen Schwarzmagier an, blieb jedoch konkretisierende Details schuldig. Er betonte, man wolle „Verbrechern keine zu tiefen Einblicke in die Arbeitsweise der Aurorenzentrale gewähren“.

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Neues Kapitel in der Winkelgasse:
Apotheke weicht Buchhandlung
Das Gamp-Handelsimperium gestaltet ehemalige Apotheke um.

Die traditionsreiche Apotheke „Cervopes Elixiere“ schließt nach über dreißig Jahren ihre Türen. Die Besitzerin zieht sich aus dem Geschäftsleben zurück.

An ihrer Stelle eröffnet die Familie Gamp das neue Buchgeschäft „In 80 Seiten um die Welt“. Laut Ankündigung sollen dort Reiseberichte, Abenteuerromane und magische Lektüre angeboten werden – von Klassikern bis zu aktuellen Neuerscheinungen.

Die Winkelgasse begrüßt damit ein neues Angebot für alle Liebhaber der Literatur. Die Eröffnung ist bereits für den 10. Juli geplant.
Großbritannien


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  Canon/Familienreservierungen
Geschrieben von: Regulus Black - 20.10.2025, 17:51 - Forum: Aushang - Antworten (4)

Hier könnt ihr Charaktere oder Familien reservieren. Bitte antwortet lediglich mit dem Namen des Charakters/der Familie ohne jegliches schmückende Beiwerk, da es direkt in den Listen landet. Die bestehenden Reservierungen könnt ihr hier einsehen.

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  Avatar-Reservierungen
Geschrieben von: Regulus Black - 20.10.2025, 17:48 - Forum: Aushang - Antworten (8)

Hier könnt ihr Avatare reservieren. Bitte antwortet lediglich mit dem Namen der Avatarperson ohne jegliches schmückendes Beiwerk, da es direkt in den Listen landet. Die bestehenden Reservierungen könnt ihr hier einsehen.

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  Remus Lupin
Geschrieben von: Remus Lupin - 19.10.2025, 19:31 - Forum: Steckbriefe - Keine Antworten

Remus John Lupin wurde am 10. März 1960 in einem kleinen, windstillen Dorf in Yorkshire geboren. Seine Eltern Hope, eine Muggel, und Lyall, ein Zauberer liebten ihn mehr, als es ihre Worte jemals zeigen konnten. Er war ein ruhiges, neugieriges Kind, das Bücher lieber hatte als Spielzeug, und das schon früh mehr verstand, als man einem Kind zumuten sollte.Als er fünf war, geschah das, was seine ganze Welt veränderte. Ein Angriff brutal, sinnlos, eine Strafe für etwas, das sein Vater gesagt hatte. Fenrir Greyback. Ein Name, den Lyall später nicht mehr aussprach, als würde das Schweigen die Schuld vertreiben. Remus überlebte, aber die Wunde blieb, tiefer, als irgendein Heiler sie schließen konnte. Von da an war nichts mehr normal. Seine Eltern hielten ihn fern von anderen Kindern, aus Angst, jemand könnte etwas merken. Und doch war es genau diese Zeit, die ihn lehrte, was Rücksicht ist. Was Liebe bedeutet, wenn sie unter Angst weiterleben muss. Der Brief aus Hogwarts kam, als niemand mehr wirklich damit gerechnet hatte. Seine Eltern dachten, Dumbledore würde sich weigern, einen Jungen wie ihn aufzunehmen. Stattdessen schrieb der Schulleiter persönlich, mit ruhiger Hand, und versprach, alles zu tun, damit Remus dort sicher sein könne. Es war das erste Mal, dass jemand ihm das Gefühl gab, er gehöre irgendwohin. Die ersten Wochen in Hogwarts waren schwer. Er war still, vorsichtig, bemühte sich, unsichtbar zu bleiben. Doch dann kamen James, Sirius und Peter. Und mit ihnen alles, was Leben ausmacht Lachen, Chaos, Nähe. Er konnte lange nicht glauben, dass sie ihn wirklich mochten. Aber sie blieben. Und als sie eines Tages herausfanden, was er war, taten sie nicht, was er befürchtet hatte. Sie liefen nicht weg.Sie blieben. Und das war vielleicht der wichtigste Moment seines Lebens. Aus diesen Jahren wurde mehr als nur Freundschaft. Sie wurden Familie. Die Nächte im Schlafsaal, das Flüstern über den Vollmond, die Streiche, das gemeinsame Lernen. James war der Mut, den Remus nie hatte. Sirius das Feuer, das er oft gebraucht hätte. Peter der Beweis, dass selbst die Stillen wichtig sind. Zusammen gaben sie ihm das Gefühl, nicht „anders“ zu sein, sondern einfach er selbst. Remus war nie laut. Er war der, der den Überblick behielt, der half, der aufpasste, dass niemand sich verrannte. Seine Lehrer mochten ihn nicht, weil er ehrgeizig war, sondern weil er verlässlich war. Doch trotz allem blieb diese kleine Stimme, die ihn nie ganz in Ruhe ließ. Die daran erinnerte, dass es Grenzen gab. Dass er gefährlich sein konnte. Und dass er nicht vergessen durfte, wer er war. Nach Hogwarts kam der Krieg. Viel zu schnell.
Er war gerade achtzehn, kaum fertig mit den Prüfungen, als die Welt draußen sich veränderte. Menschen verschwanden, Angst kroch in die Straßen, und der Name Voldemort war kein Flüstern mehr, sondern ein Echo. Remus hätte fliehen können. Es hätte niemanden überrascht. Aber er blieb. Dumbledore bot ihm einen Platz im Orden des Phönix an, und er sagte Ja ohne zu wissen, was das bedeuten würde. Seitdem lebt er irgendwo zwischen Mut und Vorsicht. Er arbeitet im Hintergrund, als Bote, als Beobachter, als jemand, der da ist, wenn andere nicht können. Er schläft auf der Couch bei Peter , da er gerade erst ein Job bekommen hat und sich dort erst beweisen muss.

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  Arbeiten im St. Mungo Hospital
Geschrieben von: Regulus Black - 17.10.2025, 22:14 - Forum: Grundzüge - Keine Antworten



Puls? Stabil.
Laune? Frag nicht.
Allgemeine Informationen zum St. Mungos Hospital

Gegründet im 17. Jahrhundert von Mungo Bonham, einem Heiler mit zugegebenermaßen mehr Idealismus als Selbsterhaltungstrieb, steht das St.-Mungo-Hospital heute mitten in London – gut getarnt als ein sehr heruntergekommenes Kaufhaus mit dem Namen Reinig und Tunkunter GmbH. Wer das Gebäude zum ersten Mal sieht, vermutet darin höchstens ein paar verirrte Schaufensterpuppen mit modischen Krisen. Keinen zweiten Blick wert, nur eine Frage der Zeit, bis es abgerissen wird, um einem Bürokomplex Platz zu machen.

Zugang erhält nur, wer mit der hässlichsten Puppe im Schaufenster redet, die herunterhängende künstliche Wimpern und ein grünes Nylonkleid vorzuweisen hat. Ein paar Worte über den Anlass des Besuchs genügen, dann nickt sie leicht und krümmt einen ihrer Finger – und schon darf man durch die Glaswand treten. Der Übergang fühlt sich an wie ein kühler Regenschauer, nur ohne das nasse Ende. Drinnen herrscht das übliche geordnete Chaos eines Empfangsbereiches eines Krankenhauses und das Schaufenster im Rücken ist verschwunden, offenbart die von der anderen Seite magisch verborgene Tür.

Das St. Mungo ist in der magischen Welt die erste Adresse, wenn es um Krankheiten, Flüche, Verwandlungsunfälle oder spontane Explosionen geht. Die Heiler hier sind routiniert, oft müde, aber brillant – Menschen, die selbst in Angesicht eines Drachenbisses' noch sachlich bleiben. Zwischen den Etagen für Zauberunfälle, Fluchschäden und Magische Pestillenzen verliert man leicht den Überblick – oder den Appetit. Doch die Heiler des St. Mungo halten den Laden am Laufen.


Ausbildung

Wer im St. Mungo Heiler werden will, braucht mehr als nur einen ruhigen Zauberstab und starke Nerven.
UTZ-Abschlüsse in Zaubertränke und Kräuterkunde mit mindestens einem E sind Pflicht, gute Noten in Verwandlung und Zauberkunst sehr empfehlenswert. Wer das nicht vorweisen kann, darf sein Glück als Pfleger oder Trank-Assistent versuchen – eine ehrliche Arbeit mit bescheidenem Lohn, aber immerhin mit Aussicht auf ein sicheres Einkommen und gelegentlich eine Tasse Tee in der Pause. Mit Fleiß, Geduld und einem gewissen Hang zum Selbstopfer kann man sich irgendwann auch für die Heilerausbildung empfehlen.

Pfleger übernehmen im Alltag alles, was Heiler gern vermeiden: Körperpflege, Essensausgabe, das Wechseln von Verbänden – kurz gesagt, sie halten den Betrieb am Laufen. Trank-Assistenten arbeiten im Hintergrund, sortieren Zutaten, rühren Tränke an und sorgen dafür, dass kein Heiler versehentlich etwas in die Luft jagt. Ohne sie ginge hier gar nichts, auch wenn das selten jemand laut ausspricht.

Heilernovizen starten ihre Laufbahn direkt im Betrieb – meistens in der Aufnahme, wo sie unter Aufsicht Diagnosen beobachten und lernen, kleinere Blessuren zu behandeln. Wer dabei weder das Bewusstsein noch das Interesse an der Arbeit verliert, darf nach einer nicht näher festgelegten Einarbeitungszeit in verschiedene Abteilungen hineinschnuppern. Dafür muss sich ein Ausbilder des Novizen annehmen, sodass manche bereits nach wenigen Wochen erste Abteilungsluft schnuppern, während andere monatelang die Grundlagen erlernen. In gewisser Weise fördert das natürlich die Vetternwirtschaft, doch ein wirklicher Nachteil ist es auch nicht die Grundlagen intensiv zu erlernen und so hatte bisher noch keine leitende Stelle ernsthaftes Interesse daran etwas am Staus Quo zu ändern.

Entsprechend dem Prozedere ist auch die Wahl der Abteilung nur bis zu einem gewissen Grad einer eigenen Entscheidung geschuldet: Man wird dorthin beordert, wo man mit seinen Fähigkeiten am Besten hinpasst. Natürlich ist es Gang und Gebe, dass Novizen gerade in ihren bevorzugten Abteilungen versuchen die Aufmerksamkeit ihrer Ausbilder zu erregen!
Sollte man sich in einer ungeliebten Abteilung allerdings absichtlich ungeschickt anstellen, kann das rasch das Ende der Karriere bedeuten: Heiler haben die Verpflichtung nach bestem Wissen Patienten zu behandeln und dürfen sie auch nicht wegen ihrer Abstammung oder politischen Einstellung abweisen. Das St. Mungos beweist hier keinerlei Nachsicht.

Bei Vertragsunterzeichnung leisten alle Heiler den Eid, jeden Patienten nach bestem Wissen zu behandeln – unabhängig von Blutstatus und Gesinnung. Das bedeutet auch, dass man unter Umständen auch mal einen Todesser zusammenflickt, bevor man die Strafverfolgung ruft. Professionalität ist hier kein Ideal, sondern Pflicht.

Wie lange die Ausbildung dauert, ist so individuell wie die Patienten. Manche schaffen es in zwei Jahren, andere brauchen sechs, bis sie ihr Handwerk perfektioniert haben. Das ist ganz sicher auch von der Abteilung und der angestrebten Zuständigkeit abhängig: manches braucht mehr Zeit als anderes.
Das Gehalt eines Novizen ist nur geringfügig kleiner als das eines frisch angestellten Heilers, der damit gut über die Runden kommt. Das Gehalt ist solide, aber niemand wird hier reich – außer vielleicht an Erfahrung. Wer in St. Mungo arbeitet, tut es selten allein wegen des Geldes.


Das Miteinander in der Abteilung

Im St. Mungo kennt man sich. Jede Abteilung hat zwar irgendwo ihren eigenen Rhythmus, ihren eigenen Humor und ihre eigenen Eigenheiten, doch wer hier länger arbeitet merkt schnell, dass das Hospital weniger ein Gebäude als ein lebender Organismus ist, der nur funktioniert, weil alle seine Teile wissen, was die anderen tun.

Heiler und Pfleger verbringen so viel Zeit miteinander, dass man oft schon an der Art erkennt, wie jemand seufzt, ob er gerade aus der Fluchschäden- oder der Zauberunfallabteilung kommt. Man kennt die Gesichter, die Stimmen, die Eigenarten – wenn jemand neu ist, fällt das sofort auf. Sich hier als Heiler auszugeben, ohne wirklich einer zu sein, ist daher schlicht unmöglich. Mit einem direkten Draht zur Strafpatrouille, die doch immer wieder einmal pöbelnde Patienten oder Gäste händeln muss, ist es auch einfach nicht empfehlenswert hier für Ärger zu sorgen.

Trotzdem der eigentlich fixen Zuteilung der Heiler hilft man sich regelmäßig gegenseitig wo es nur geht. Wenn in einer Abteilung Engpässe herrschen, springt man ohne weitere Fragen ein – egal wie groß das durchwegs zu große Überstundenkonto bereits ist. Es ist ein System aus Loyalität, Kameradschaft und einem Galgenhumor, der dabei hilft, die langen Schichten und die schwereren Tage zu überstehen.



Zum St. Mungo-Gesuch



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