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Marathon
Wir sind ein sehr düsteres Marauder Forum mit Fokus auf den Dunklen Krieg 1978. Außerdem wollen wir das HP-Universum nach und nach um weitere phantastische Elemente (vor allem der britischen Mythologie) bereichern.
Du bist bei uns richtig, wenn du düster magst und GB in den 70ern kennenlernen willst.

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Die Ausbilder des Aurorenbüros

Diese Damen und Herren stehen einerseits Novizen als Mentoren zur Verfügung, sind andererseits aber auch die wichtigsten Mitarbeiter des Aurorenbüros. Die Beschreibungen sind - sofern es noch keine angemeldeten Novizen gibt - frei wandelbar und als Vorschläge zu betrachten.

Die Strafpatrouille hält den Laden am Laufen

Im Krieg mögen vielleicht die Auroren die meisten Lorbeeren einheimsen, den Großteil der anstehenden Ermittlungsarbeit sowie der Koordination verschiedener Abteilungen übernimmt jedoch die Strafpatrouille. Mit Abstand die größte Einheit der Strafverfolgung, kümmert sie sich um alles, was keine Schwarzmagier betrifft und nicht gleich nach „Hilfe, der Weltuntergang steht bevor!“ schreit – also um so ziemlich alles.


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Geschrieben von: Regulus Black - 01.02.2026, 19:32 - Forum: Aushang - Antworten (2)


Blacklist vom 01.02.2026


Die Blacklist im Make Me Run erscheint monatlich und klopft sowohl Bewerber als auch Ingame ab. Steht ihr hier, so habt ihr 7 Tage Zeit, euch zu melden: am am achten Tag wird die Liste gelöscht und die Charaktere werden wieder frei. Für weitere Infos sichte die Aktivitätsregeln.

Überfällige Bewerbungen

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„After all is said and done
Let me walk before they make me run“

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  Bartemius Crouch
Geschrieben von: Bartemius Crouch - 05.12.2025, 21:32 - Forum: Steckbriefe - Keine Antworten

Bartemius Crouch wurde in eine traditionsbewusste, aber nicht prunkvolle Reinblutfamilie hineingeboren, in der Ordnung, Pflicht und Bildung einen höheren Stellenwert hatten als alles andere. Schon als Kind lernte er, wie wichtig Struktur und Selbstdisziplin waren; Erwartungen wurden klar ausgesprochen, und er erfüllte sie meist ohne Diskussion. Von klein auf zeigte er eine bemerkenswerte Auffassungsgabe, besonders für Logik, Sprache und Regeln etwas, das seine Eltern früh als Zeichen dafür sahen, dass sein Weg ihn eines Tages ins Ministerium führen würde. Hogwarts bestätigte diesen Eindruck nur. Crouch wurde dem Haus Ravenclaw zugeteilt, wo er schnell auffiel, allerdings nie durch Lautstärke oder besonderen Charme. Er war ein Schüler, der stets vorbereitet war, der selten Fehler machte und der früh erkannte, dass Wissen Macht ist nicht im Sinne politischer Spielchen, sondern als Werkzeug, um Klarheit und Ordnung in eine Welt zu bringen, die oft chaotisch wirkte. Er schloss enge Freundschaften nur schwer; die meisten Mitschüler respektierten ihn mehr, als dass sie ihn wirklich kannten.Seine Entscheidung, nach der Schule ins Zaubereiministerium zu gehen, war beinahe selbstverständlich. Für ihn bedeutete das Ministerium Stabilität eine Institution, die größer war als einzelne Personen und deren Regeln für alle gelten sollten. Der Krieg schwelte da bereits im Hintergrund, und Crouch war fest entschlossen, etwas beizutragen, das über persönliche Meinung hinausging. Er arbeitete diszipliniert, zielstrebig und ließ wenig Raum für Ablenkungen. Dadurch stieg er schnell auf, was ihm einerseits Anerkennung, andererseits den Ruf eines Mannes einbrachte, der keine Schwäche duldete weder bei sich noch bei anderen. Seine Ehe mit Charis war kein Märchen, aber eine Partnerschaft, die auf gegenseitigem Respekt und einer ähnlichen Lebensauffassung beruhte. Mit der Geburt seines Sohnes veränderte sich etwas in ihm, auch wenn er es selten zeigte: Eine tiefe, fast unbeholfene Fürsorge, die er nur schwer in Worte fassen konnte. Gleichzeitig legte er die Messlatte für den Jungen hoch, vielleicht zu hoch etwas, dessen Tragweite er damals noch nicht sah. Mit den Jahren, und besonders während des wachsenden Einflusses der Todesser, wurde Crouch strenger. Er glaubte fest daran, dass man Dunkelheit nur mit Klarheit und Konsequenz begegnen konnte. Je unruhiger die Zeiten wurden, desto stärker klammerte er sich an Regeln, Gesetze und Ordnung sicher in der Überzeugung, dass Nachgiebigkeit der erste Schritt ins Chaos sei. Diese Haltung brachte ihn dorthin, wo er heute steht: ein Mann, der von vielen respektiert wird, von einigen gefürchtet, und von nur sehr wenigen wirklich verstanden. Er sieht sich selbst nicht als Held, sondern als notwendige Kraft in einer Zeit, in der viele zu schwanken beginnen. Ob er damit immer richtig liegt, ist eine Frage, die er sich selbst selten stellt und wenn doch, dann nur in Momenten der Nacht, wenn niemand hinsieht und die Verantwortung plötzlich schwerer wirkt als am Tag.

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  Sirius Black
Geschrieben von: Sirius Black - 04.12.2025, 13:21 - Forum: Steckbriefe - Keine Antworten

Wenn man in einem Haus aufwächst, wie der dunklen Villa am Grimmauldplace 12, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten. Überlebe, oder zerbrich.
Sirius Kindheit war nicht geprägt durch Liebe und Unbeschwertheit, wie es eigentlich hätte sein sollen, sondern durch hohe Erwartungen, Druck und Misshandlungen aller Art, wenn er nicht funktionierte.
Er war der Erstgeborene, der Stammhalter, etwas ganz Besonderes. Auf seinen schmalen Schultern lastete das Gewicht der hohen Erwartungen seiner Eltern. 
Die ersten Jahren bemühte sich der kleine Junge redlich es allen Recht zu machen. Er hatte gelernt sein Temperament zu zügeln und nicht negativ aufzufallen, schon der kleinste Fehltritt hatte Konsequenzen. Es fiel ihm sehr schwer und nicht selten brach sein unbeherrschtes Temperament doch aus, was noch mehr Benimmunterricht und weitere Stunden im dunklen Keller bedeutet, in denen er versuchen sollte Zauber zu wirken, denn es war wichtig zu beweisen, dass er magisch begabt war…

Ein Ereignis, welches stellvertretend für seine gesamte Kindheit steht und zeitgleich sein erstes magisches Erlebnis war, hat sich in Sirius Gedächtnis eingebrannt. Es war ein verschneiter Tag zwischen Weihnachten und Neujahr an dem er ungefragt zum Spielen auf die Straße ging. Etwas das eindeutig verboten war! Das weiße Weich war verlockend, die tollenden Kinder warfen sich Schneebälle in den Nacken und der fünfjährige Sirius Black schaute aus dem mit Eisblumen gespikten Fenster sehnsuchtsvoll zu.
Im Hintergrund hörte er die langweiligen Französischübungen seines Bruders, die dumpf und monoton durch den Flur zu ihm heraufdrangen.
Er schlich sich aus dem Haus, in einen dicken Schal und einen warmen Umhang gehüllt und schloss sich den spielenden Kindern an. 
Er fühlte sich das erste Mal in seinem Leben glücklich und unbeschwert und vergaß alles um sich herum. Sie werteten ihn nicht, sie verlangten nichts von ihm, sie nahmen ihn ungefragt und ohne Vorurteile in ihrer Mitte auf. 
Das Spiel wurde heftiger und schlussendlich landete Sirius in einer Schneewehe, von einem dicklichen Jungen mit dem Gesicht hineingedrückt.
Er bekam keine Luft mehr, sein hysterisches Lachen wandelte sich in einen verzweifelten Kampf und mit einem lauten Knall flogt der Muggeljunge meterweit über die Straße, begleitet von einer Welle explodierendem Schnees. 
Als Walburga schlussendlich ihren Sohn wütend von der Straße zerrte, lag er in einer geschmolzenen Pfütze Schnee, schwarze Schmauchspuren auf den Steinen unter ihm und die Kinder waren kreischend davon gestoben. Die Stille Wut seiner Mutter entlud sich in einer heftigen Hasstriade über Muggel und darüber, dass er- der Erbe der Blacks!- sich beschmutzt hatte! Während sie Sirius unter die viel zu heiße Dusche schob und die verzauberte Wurzelbürste seinen Körper zu bearbeiten begann bis er vollkommen wund und wehrlos dastand, die dünnen Arme um seinen zitternden Körper geschlungen und mit aller Kraft versuchte nicht zu weinen, denn weinen machte alles noch schlimmer.
Seine Mutter schaute ihn missbilligend an und erwiderte nur, dass es ihm eine Lehre sein sollte. Ungehorsam werde nicht geduldet! Der kleine Junge schlich in sein Bett und erlaubte sich endlich zu weinen, die zerbissenen blutigen Lippen bebten und sein Körper wurde von Krämpfen geschüttelt, als er plötzlich das wohlbekannte Tapsen nackter Füße hörte und das Gewicht seines kleinen Bruders neben sich spürte. 
Regulus kuschelte sich an ihn, behauptete er hätte Angst vor den dunklen Schatten, aber Sirius wusste es besser und schließlich beruhigte sich sein Herzschlag und er drückte sein Gesicht an den von Tränen durchnässten Rücken seines Bruders und schlief ein, die Worte seiner Mutter im Ohr, als sein Vater nach Hause kam, Sirius habe endlich seine Magie unter Beweis gestellt und er könne anfangen seinen Sohn ernsthaft zu unterrichten.


Das zweite große einschneidende Erlebnis war wohl die erste Fahrt nach Hogwarts und seine Enschulung.
Aufgeregt und von freudiger Erwartung erfüllt, endlich den Fängen seiner Eltern zu entkommen und das düstere Haus zu verlassen zappelte der kleine Junge unter den missbilligenden Augen seiner Eltern am Bahnsteig herum. Gleichzeitig aber plagten ihn ein schlechtes Gewissen seinem Bruder gegenüber und die Angst, keine Freunde zu finden.
Als er das Abteil betrat, in dem ein junger Zauberer mit strubbeligen Haaren saß, war der Grundstein für sein neues Leben gelegt. James Potter wurde zu seinem besten Freund, seinem engsten Vertrauten und seinem Familienersatz, sein Lichtstrahl in der Dunkelheit.
 Durch ihn lernte Sirius das erste Mal, was es hieß so akzeptiert zu werden wie man war, angenommen zu werden als das was man ist.
Die Zugfahrt war unbeschwert und lustig und das Gefühl von Geborgenheit und gleichzeitiger Bewunderung ihm gegenüber war so intensiv, dass dieser Moment auch heute noch sein Patronusgedanke ist.
Remus und Peter nahmen ihn ebenfalls vorurteilsfrei auf und Sirius musst erschüttert feststellen, dass die Menschen vor denen seine eigenen Eltern ihn immer gewarnt hatte, die sie immer als weniger wert eingestuft hatte, ihm die glücklichsten Stunden seines bisherigen Lebens bescherten.
Diese neun Stunden Zugfahrt hatten mehr Einfluss auf sein Weltbild als die jahrelange Gehirnwäsche seiner Eltern. Und so war es für Sirius auch vollkommen klar, dass er nach Gryffindor wollte, denn dies war das bevorzugte Haus von James, Peter und Remus.
Der Gedanke, dass nur Slytherin wahre Herrscher hervorbrachte und daher das favorisierte Haus der Familie Black war, rückte in seinem Kopf weit nach hinten und übersprudelnd vor positiver Energie, setzte er sich den Huf auf und zum Erstaunen aller Anwesenden rief dieser fast augenblicklich das ersehnte Gryffindor in den Raum.
Seine Mutter schickte ihm keinen Heuler, sie schickte ihm auch keine Glückwünsche. Er bekam am dritten Tag seiner Einschulung einen einzelnen Brief auf dem die mit schwarzer Tinte scharf geschrieben Worte standen: 
Du bist eine Enttäuschung.
Sirius war sich bewusst, dass er mit der Wahl des Hutes zuhause keinen guten Stand haben würde, doch die Ferien waren noch weit entfernt und er verschloss jeden Gedanken an die Strafen die ihn erwarten würden fein säuberlich in einer kleinen Kiste seiner Seele.

Die Zeiten wurde dunkler und die Erwartungen größer. Erwartungen die er nie erfüllen konnte, denn die Enttäuschung seiner Eltern über seine Häuserzugehörigkeit lag wie eine düstere Wolke über der Familie. Ein Makel, ein Schandfleck den dieser zur Perfektion getrimmte Junge nun trug! Man musste ihm seine Flausen austreiben, sein auftretendes rebellisches Verhalten unterdrücken und die aufkeimenden Zweifel beseitigen. 
Französischunterricht, Runenlehre, schwarzmagische Flüche und die Geschichte der Reinblutfamilien. Sirius Tage waren vollgepackt mit abendlichem Unterricht, den seine Mutter ihm zuteil werden ließ. Immer wieder bekam er zu hören, welche Forschritte Regulus in der Runenmagie machte und wie dumm er sich selbst anstellte. Wie hinderlich seine neuerdings trotzige Art sei, die seine Mutter dann am Tag versuchte aus ihm heraus zu pressen. 
Oft genug setzte sie dazu ihren jüngeren Sohn ein, zwang Sirius seine Gegenwehr aufzugeben, weil sonst Regulus die Strafe zuteil wurde. Ein Mittel welches ihre Verzweiflung zeigte, da sie ihren ältesten nicht mehr durch Gewalt und Strafe an ihm selbst zu kontrollieren vermocht. Sirius begann aufzubegehren. 
Er stellte die Überzeugungen seiner Eltern in Frage, reizte sie wo er nur konnte und trieb es sogar so weit, Muggelposter in seinem Zimmer an die Wand zu hexen. 
Die Strafen seiner Eltern waren drakonisch, aber der zu Selbstbewusstsein und eisernem Willen erzogene Junge richtete diese Eigenschaften nun gegen seine Eltern. Eines Tages, Sirius hörte mal wieder mit großmöglicher Lautstärke Muggelmusik, stürmte sein Vater das Zimmer und sah Regulus bei seinem Bruder sitzen. In seiner Wut, zerrte er seinen ältesten Sohn an den Haaren aus dem Zimmer und warf ihn die Stufen hinab. 
Er, der so selten die Beherrschung verlore, schnauzte ihn an, er solle verschwinden und dieses Haus erst wieder betreten, wenn er zur Vernunft gekommen wäre. 
Sirius blieb zwei Wochen bei seinem Patenonkel Alphard, bevor er wieder nach Hogwarts ging. Und ab diesem Moment wandte er seiner Familie den Rücken zu, kam in den Ferien nicht mehr Heim und verbrachte lieber die Zeit im Schloss, statt zu Hause.

Doch auch dort war nicht alles in bester Ordnung, Remus hatte ihnen sein großes Geheimnis ein Werwolf zu sein anvertraut, aber der Animaguszauber, eine ihrer besseren Ideen, fiel ihnen mehr als schwer.
Sie hatten also keinerlei Möglichkeiten ihrem Freund in den schlimmen Nächten beizustehen und Sirius Laune verschlechterte sich zusehens. Er wurde gereizt und aggressiv, es ging ihm nicht schnell genug und er beäugte kritisch James Vernarrheit in Lily Evans, die seiner Meinung nach seinen besten Freund von den wichtigen Sachen ablenkte.
Dass sein Bruder anfing ihn zu meiden, seine Familie ihn unentwegt als minderwertig behandelte, setzte dem Ganzen noch die Krone auf und er begann seine angestaute Wut an Severus Snape auszulassen. 
Auch seine Aufnahme im Quidditchteam im dritten Jahr, konnte nicht dafür sorgen, dass er sich nicht mehr auf Severus konzentrierte und in ihm all da sah, was er verabscheute und versuchte los zu werden. 
Das vierte Jahr und Teile des fünften Jahres sollten für den Slytherin eines der Schlimmsten werden und gipfelte in einer durch James verhinderten Katastrophe. Severus, den Rumtreibern immer auf den Fersen reizte mit seiner Neugierde den jungen Black so, dass er ihm verriet, wie er an der peitschenden Weide vorbei kam. 
Typisch Sirius, hatte er keinen Moment darüber nachgedacht, was wirklich geschehen konnte und wie sein Freund Remus sich fühlen würde, wäre Severus durch seine Hand gestorben.
Die Freundschaft zu Remus bekam einen Bruch und der junge Black musste wochenlang um Vergebung bitten. Was er auch bereitwillig tat, denn er sah seinen Fehler ein. Zumindest was Remus anging.
Das die schmierige Zecke Snape es durchaus verdient hatte zu sterben, wenn er sie nicht endlich in Ruhe ließ, war für ihn noch genauso selbstverständlich wie vorher, allerdings war er klug genug diesen Gedanken vor seinen Freunden für sich zu behalten.
Dann endlich gelang ihnen etwas, was ein wenig Ruhe in die Gruppe brachte. Die Karte des Rumtreibers war geboren und das Projekt begeisterte den jungen Black so, dass er sogar vergaß, seinen Hass auf Severus weiter zu frönen. Auch die Beziehung zu Remus wurde wieder gekittet und die Vier waren unzertrennlich wie eh und je. Jeden Geheimgang, jedes versteckte Zimmer auf der Karte zu verzeichnen, beschäftigte sie monatelang. Daran änderte auch James schlussendlicher Erfolg bei Lily Evans nichts.

Nachdem sich in der Schule alles zum Guten gewendet hatte und Sirius einen erfolgreichen ZAG Abschluss sein eigen nennen konnte, wurde es zu Hause um so schlimmer. In den Sommerferien zwischen dem fünften und dem sechsten Schuljahr, wurde es so extrem, dass Sirius keinerlei Konversation mehr mit seinen Eltern führen konnte, die nicht in einer Streiterei endete.
Seine Unterrichtsstunden mit Orion endeten regelmäßig in körperlicher Gewalt, seine Mutter beschimpfte ihn immerfort auf ihre ganz eigene herablassende Art, er wäre ein Blutsverräter und sein kleiner Bruder versteckte sich stumm in den dunklen Ecken, nur um nicht Partei ergreifen zu müssen. 
Sirius hätte Reg am liebsten geschüttelt, ihm gesagt die Lehren seiner Eltern seien falsch, doch er wusste nicht wie er es ihm begreiflich machen sollte. Seit Regulus dem Hause Slytherin zugeteilt worden war, veränderte sich die Dynamik zwischen ihnen. Sie gingen sich aus dem Weg, ignorierten einander und fanden keinen gemeinsamen Gesprächspunkt mehr. Sie schlichen umeinander herum wie zwei Spezies, die voneinander nicht wussten, ob der eine gefährlich war, oder sich eine Symbiose lohnen würde. 
Sirius wurde von seinen Eltern zu jeder erdenklichen Möglichkeit darauf hingewiesen, wie viel besser sein Bruder doch sei. Sein Bruder, der sich nicht auflehnte, im richtigen Haus untergebracht worden war und dessen Freunde den richtgigen Blutstatus hatten. Am Morgen des ersten Schultages eskalierte der Streit zwischen ihm und seiner Mutter so sehr, dass sie einen Fluch auf ihn losließ, der Sirius an der Hüfte traf und dort die Haut bis auf den Knochen aufriss. Er flog durch den Flur, hörte die vernichtenden Worte seines Vaters aus dem Keller, in dem Regulus noch einmal Nachhilfe bekam, welcher Umgang der richtige für einen Black war- immerhin wollte man sich auf keinen Fall einen weiteren Fehltritt erlauben- und knallte gegen die Eingangstür. 
Doch anders als sonst, flüchtete er diesmal nicht vor seiner Mutter, sondern stand auf, starrte in ihr zorniges Gesicht und schickte zu ihrer Überraschung einen Entwaffnungsfluch auf sie, ihre Überraschung ausnutzend, schnappte er sich seinen gepackten Koffer und stürmte aus dem Haus. Eine Weile irrte er völlig aufgelöst durch Muggellondon auf der Suche nach dem richtigen Weg zum Bahnhof King’s Cross.
Mit den hilfsbereiten Anweisungen verchiedener Muggel, schaffte er es den kilometerlangen Weg durch Londons Straßen zu laufen, seinen Koffer hinter sich herziehend, bis zum Bahnhof. Er stieg sofort in den Zug, schaute nicht einmal aus dem Fenster und wartete, bis seine Freunde ihn in ihrer Mitte aufnahmen. Sirius Black betrat nie wieder das Haus am Grimmauldplace 12. 

Die ersten Ferien verbrachte er mit James zusammen bei den Potters und diese boten ihm an, dass er bleiben könne, so lange er wollte. 
Sirius fiel ein Stein vom Herzen, denn auch wenn er es nicht zugeben wollte, hatte er Angst nach Hause zurück zu müssen.
Den Zauberstab gegen die eigene Mutter zu richten, dass würde sich eine Walburga Black niemals gefallen lassen. 
Er verbrachte die nächsten Ferien allesamt in Godric’s Hollow, Fleamond und Euphemia wurden in kürzester Zeit für Sirius geliebte Ersatzeltern und er genoss die Zuneigung die sie ihm entgegenbrachten, ganz ohne Ansprüche zu stellen. 
Fleamond war schließlich auch sein Vertrauter, als ihn die niederschmetternde Nachricht erreichte, dass sein Patenonkel Alphard Black gestorben war und ihm sein gesamtes Vermögen hinterlassen hatte. Der Besuch bei Gringotts, die vielen Behördengänge und schlussendlich der Kauf einer eigenen Wohnung, all dies bewältigte der junge Zauberer mit James’ Vater an seiner Seite. 
Mit siebzehn war er also auf sich allein gestellt, selbstständig und mitten im Abschlussjahr.
Die neue Freiheit gefiel Sirius außerordentlich gut und er begann seine Freizeit mit Dingen zu füllen, die er zu Hause niemals gedurft hätte. 
Er schlief bis mittags, trank viel Alkohol, hatte ständig andere Frauen bei sich und kaufte sich sogar ein Muggelmotorrad, welches er illegal verzauberte. 
James verbrachte viel Zeit bei ihm und zusammen bereiteten sie sich auf ihren Abschluss vor, denn der Beschluss Auror zu werden war gefasst. 
Dass Dumbledore kurz vor ihrem Abschluss auf sie zukam und ihnen einen Platz im Orden des Phoenix anbot, machte Sirius stolz. Daher gab es für ihn auch keinerlei Grund länger als nötig zu überlegen und er willigte augenblicklich ein. 
Er wusste, viele redeten hinter seinem Rücken über ihn, die Reinblüter über seinen Verrat an der Familie, die anderen über die Tatsache, dass er der Spross der schwarzmagischsten Familie in ganz Großbritannien war. Ein Wolf im Schafspelz, niemand dem man bedingungslos vertrauen konnte. 

Dass Dumbledore aber genau das tat, war für Sirius der Aufschwung den er gebraucht hatte um seinen Weg weiter zu gehen, die Ausbildung anzufangen, auch wenn er die misstrauischen Blicke aus den eigenen Reihen spürte und seinem Vater und seinem Bruder im Ministerium über den Weg lief.
Allerdings gibt es für Sirius Black kein Aufgeben.

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  Abwesenheiten
Geschrieben von: Regulus Black - 01.12.2025, 18:30 - Forum: Aushang - Antworten (6)

Melde dich hier abwesend, falls du länger nicht zum Posten kommst. Gib bitte nur das Datum nach dem folgenden Schema an - keinen weiteren Text, weil es direkt in die Listen übernommen wird.

Zitat:01.12.2025 - 13.12.2025

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  Midas Meliflua (Aristide Avery)
Geschrieben von: Midas Meliflua - 30.11.2025, 10:34 - Forum: Steckbriefe - Keine Antworten

Einschulung von Ari - September 1970 - Aristide
Ari hatt eine Abstufung von Momenten, die an diesem Tag schlimm gewesen waren. Der Hogwartsexpress, der auf dem Gleis einfuhr und die Hand seines Vaters, die in dem Moment nicht mehr auf seiner Schulter war. Die unglaublich vielen Menschen auf dem Gleis, im Zug. Ari bei dem Versuch sein Gepäck zu tragen und die (vermutlich enttäuschten) Blicke in seinem Rücken, als er es nicht sofort schaffte (er traute sich nicht umzudrehen und nachzusehen). Der Moment, als er Prim und Midas im Zug nicht sofort fand. Leute, die nach Aris Namen fragten oder von ihren Eulen redeten oder von ihren Eltern oder ihren Zauberstäben und in welches Haus sie wollten.
Und dann der schlimmste Moment, als der Sprechende Hut auf Aristides Kopf gesetzt wurde und gefühlt ganz Hogwarts in anstarrte. Da hatte Ari sich schon entschieden - nicht für ein Haus (Slytherin war immer noch eine Option, weil Primula dort war und Ravenclaw, weil Midas dort war) sondern dafür unsichtbar zu sein. Er wollte, dass niemand ihn sehen konnte. Er wollte niemand sein. Und weil der Wunsch alle anderen übertönte brauchte der Sprechende Hut eine Weile mit ihm. Und als Aristide Avery schließlich Ravenclaw zugeteilt wurde, war er niemand, der besonders eindrucksvoll gewirkt hatte. Noch ein Erstklässler. Eher klein? Hatten die Haare nicht im Gesicht gehangen? Sah er jemandem ähnlich? Vielleicht nicht.
Midas hatte ihm einen Platz freigehalten und Leute applaudierten und erkundigten sich nach Dingen, Ari stolperte durch die Antworten wie vorher mit seinen Koffern und war dankbar, als Midas einen Witz machte, noch ein neuer Erstklässler sich zu ihnen und niemand mehr Aufmerksamkeit für ihn übrig hatte. Er hatte sich auf Hogwarts gefreut und eigentlich war er es gewohnt viele Menschen um sich herum zu haben. Aber seine Geschwister und Cousins kannte Midas, wusste worin sie gut oder schlecht waren und wo sie ihre Schokofroschkarten voreinander versteckten. Hogwarts war voller neuer Leute und niemanden davon konnte Ari einschätzen, vor allem aber war es ihm lieber, wenn niemand ihn einschätzen konnte. Er würde sich noch bei Primula entschuldigen müssen, dass er nicht zu den Slyhterins gekommen war, aber er glaubte es war eine gute Wahl bei Midas zu sein. Midas konnte so viel Platz einnehmen, dass Aristide das nicht musste.

Auswechslung von Midas - Juni 1977 - echter Midas
Midas hatte sich irgendwie vorgestellt, dass es feierlicher sein würde. Aber es war ungefähr so feierlich wie Suppe aus schlecht gewordenen Kürbissen (keine Ahnung, warum er daran dachte, mitten im Sommer - er hatte nicht einmal Hunger). Die letzte Woche hatte an Midas Nerven genagt, aber er stand in dem kleinen Raum mit der Ansammlung seiner Verwandten so vorgeblich selbstbewusst wie immer. Er hatte zu wenig geschlafen, aber das Lächeln konnte er auch im Schlaf. Der Rest war eine andere Sache, Midas als Konzept drohte wie ein Bild aus seinem Rahmen zu fallen. Er war zu nah von absoluter Panik entfernt und die meisten hier im Raum wussten das inzwischen, was erniedrigend war. Sein Spiegelbild strahlte nicht die gleiche, mühsam beherrschte Nervosität aus. Was vor allem daran lag, dass es nicht sein Spiegelbild war sondern Ari.
Aristide trug seine Kleidung, seine Nase, sein Augenbrauen, das Grün seiner Augen. Es war nicht das erste Mal, dass Midas Ari sah, wie er jemand anderen nachahmte (ihre Mitschüler, Lehrer, Aris Geschwister), aber es war seltsamer, wenn man selbst es war. Die Bewegungen waren vertraut und trotzdem noch falsch. Midas kannte Aristide so gut wie der Avery ihn - er erkannte die kleinen Anzeichen von Ari. Das lange Starren, das zu intensive Grün in den Augen wenn Ari aufgeregt war, ein kurzes Lächeln, Ari, der viel zu sanft war und (wenn man Midas fragte) vielleicht sogar zu einfältig. Glaubten sie wirklich Aristide von allen Menschen konnte alle täuschen? Aber dann nickte Ari und es sah wirklich aus wie Midas. Aris Haltung kam Midas immer weniger vor, wie Aris übliches Verschmelzen mit dem Hintergrund und immer mehr, wie er selbst sein sollte und gerade nicht mehr war. Verdammt gruselige Sache, sich selbst so zu sehen.
Aristide sah ihn an und sein Lächeln war komplett Ari, verschmitzt, aber viel zu offen. Sie würden ihn als Auroren Novizen Püree wieder nach Hause bringen, passend zu der Suppe, die Midas auch erst im Herbst bekommen würde. Nicht, dass das wirklich relevant war. Sein Verhältnis zur Zeit hatte gelitten (zu sehr, hatte ihm jemand ernsthaft versichert). Midas war ohnehin nur noch halb da, ohne dass er sich ernsthaft verstecken müssten. Aristide jedoch gewann mehr an Substanz, es war unfair wie einfach er es aussehen ließ, Midas zu sein. Aber niemand interessierte das, in dem Raum wurde anderes diskutiert. Der echte Midas hatte aufgehört zuzuhören. Und Aristide leistete ihm noch aus Gewohnheit dabei Gesellschaft, aber sein Sommer würde ganz anders werden.

Der falsche Zauberstab - Oktober 1977 - Midas
Der Zauber ging daneben und produzierte eine Kiste voller Akten und Schleim statt eine Kiste voller sortierter Akten. Wie viele Zauber, die in den letzten Monaten schief gelaufen waren, inklusive dem Zauber, der Midas diese Strafarbeit im Archiv eingebrockt hatte. Die Zeit mit Henry.
"Du wirst dich entscheiden müssen ob ich zu viel oder zu wenig mache.", knurrte Midas beinahe und er realisierte, dass es fast so wirkte als habe er den Zauber aus Absicht verpatzt. Aber er hatte nicht die Energie das klar zu stellen. Er hielt den Zauberstab des echten Midas voller Frust umklammert, eine Emotion, die Henry im Moment perfekt spiegelte, nein, eigentlich noch übertraf.
Henrys Zorn war nicht ganz neu, hatte bis jetzt aber nur Unterschwellig seinen Ausdruck gefunden, er hatte Midas zu verstehen gegeben, dass er ihn nicht schätzte (als Person und vermutlich als Kollegen) - aber er hatte ihn noch nie weggeschickt. Vor allem nicht, nachdem sie fast so etwas wie eine normale Unterhaltung geführt hatten. Der Zorn in Henrys Augen traf erneut auf etwas, das sich tief in Ari verknotet zu haben schien - er ließ sich nicht die Zeit durchzuatmen und zu erkunden was es war. Er starrte wütend zurück, das Grün seiner Augen mit Sicherheit um eine Schattierung dunkler. Nicht, dass es den meisten Leuten wirklich auffiel.
"Du kannst mich nicht einfach wegschicken.", er klang kleinlich, wie ein beleidigtes Kind. "Wir haben drei Jahre gemeinsame Ausbildung vor uns und ich versuche einen Weg zu finden wie das funktionieren kann." Er starrte zurück und behielt seinen Zauberstab absichtlich in der Hand, was etwas albern war - eigentlich hätte er das Ding am liebsten von sich geworfen. Zauberstäbe trugen Erinnerungen an alle ausgeführten Zauberer in sich - oder so ähnlich, Ari war kein Experte in der Materie. Aber wenn nur einer dieser Zauber zu Schulzeiten gegen Henry gerichtet worden war, dann wollte Ari nichts mehr damit zu tun haben. Was eine späte, viel zu späte Einsicht war.
Er hielt den Zauberstab zwischen beiden Händen vor Henrys Gesicht, holte tief Luft und brach ihn durch.
Das Geräusch vermischte sich mit dem schleimigen Tropfen, das der missratene Zauber immer noch verursachte, und war so unangenehm, dass Midas das Gesicht verzog. "Hier.", er ließ die Stücke seines Zauberstabes fallen und bevor er die Zeit hatte den Ausdruck in Henrys Augen zu interpretieren, machte Ari einfach weiter.
Seine Schritte in Richtung des Regals mit der Kiste waren beinahe beschwingt, diesen dummen Zauberstab los zu werden fühlte sich irgendwie befreiend an. Richtiger, als Ari geahnt hatte. Seine Schultern fanden ein wenig leichter in die aufrechte, stolze Haltung, die Midas so ausmachte.
Er hatte Henry den Rücken zugekehrt und erst bei Henrys Nachfrage, warum er das getan hatte, drehte er sich um, halb damit rechnend mit der gleichen Wut der Gerechtigkeit konfrontiert zu sein wie zuvor. Etwas in seinem Gesichtsausdruck änderte sich, als sein Blick Henry erfasste. Zu viele Sekunden verstrichen bevor er antwortete.
"Du musstest wissen, dass es mir ernst ist, oder nicht?", seine Stimme klang zu ernst, zu final. Er schüttelte es ab, fand einen schnippischen Tonfall wieder. "Davon abgesehen, das Ding war eine Katastrophe. Jeder zweite Zauber ließ irgendetwas explodieren." Nicht dass er Henry dabei ansah als wolle er wissen was passierte, wenn Henry keine andere Wahl mehr hatte als in die Luft zu gehen.

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  Nyxara Helena Avery
Geschrieben von: Nyxara Avery - 23.11.2025, 16:04 - Forum: Steckbriefe - Keine Antworten

Aufgereiht wie Pokale, die Geschichten über Siege erzählen, die man erreicht hat. Nicht in Wettkämpfen, sondern in der Gesellschaft. Soziale Siege, die den Status auf eine weitere Stufe nach oben bringen. Wobei ihnen allen nicht ganz klar war, ob es überhaupt noch eine weitere Stufe gab. Familie Avery hatte alles erreicht, was es zu erreichen gab. Sie waren wunderschön, hatten viele gesunde Kinder mit absolut reinem Blut, keine Skandale oder Geldprobleme und auch keine ausufernden Partys. Nur elegante und überall bekannte Galabälle. Es war ein Zur-Schau-Stellen der eigenen Familie. Eine Parade voller Lächerlichkeiten. Man zwang sie in Kleider und Smokings, trichterte ihnen ein, wann sie 'ja, und Amen' zu sagen hatten und wann sie einfach nur nett lächeln sollten. Klar, man liebte die Kinder, doch das soziale Rampenlicht liebte man einfach noch ein bisschen mehr.
Nicht, dass es Nyx nie gefallen hätte die schönsten Kleider der Saison anzuziehen, zu glitzern wie ein Männermagnet, zu funkeln wie der hellste Stern. Die Mitte einer solchen Veranstaltung hielt noch zu wenig Aufmerksamkeit für die Avery bereit, doch was sie mehr, als alles andere nervte, war die Tatsache, dass man sie benutzte. Ihre Eltern benutzten sie und ihre Geschwister. Dafür, um besser da zu stehen. Um Gespräche zu führen, die sie nicht selbst führen wollten. Und ja, wenn es bedarf, auch, um Kontakte und Beziehungen zu knüpfen. Manchmal wurden diese Beziehungen eben auch mit Hochzeiten besiegelt, auch, wenn das die Betroffenen gar nicht wollten. So regelte man die Dinge eben in elitären Kreisen. Und sie wurden schon früh so erzogen, dass ihnen klar war, keinerlei Mitspracherecht in dieser Angelegenheit zu haben.

Doch während das Klirren der Champagner-Gläser die meisten in das Hier und Jetzt zurückholte, hing Nyxara weiter in ihren Gedanken. Auch das Stupsen eines Ellenbogens konnte sie kaum zurückholen, während sie gedankenverloren den Blick über die hochkarierten Gäste schweifen ließ. Nach wenigen Sekunden blieben ihre dunkelbraunen Augen an einem jungen Mann hängen, der ihr nicht gänzlich unbekannt war. Und leider viel mehr mit ihrem eigenen Schicksal verwebt, als ihr lieb gewesen wäre. Éloi de Montfaucon war ein französisches Reinblut und gleichzeitig auch noch ihr Verlobter. Das war eine dieser besagten Angelegenheiten, bei denen die Avery-Sprösslinge kein Mitspracherecht hatten. Diese Verlobung wurde arrangiert, weil sie sich gut im Stammbaum machte. Eine weitere reinblütige Familie aus dem hochangesehenen Frankreich an die Averys zu binden gefiel dem Familienoberhaupt, sodass er kurzerhand seine Tochter Nyx versprach. Der lüsterne Blick in den Augen des Franzosen bescherte der jungen Frau eine Gänsehaut am ganzen Körper. Sie konnte spüren, dass ihr Zukünftiger es nicht gut mit ihr meinte und sie wusste, dass sie etwas gegen diese Hochzeit tun musste. In nur wenigen Monaten sollte sie stattfinden und das Bündnis zwischen den beiden Familien besiegeln - wäre da nicht durch die intensiven Recherchen der Hexe ein paar unschöne Dinge über die Familie de Montfaucon ans Licht gekommen. Nachdem sie ihren Eltern schwarz auf weiß belegen konnte, dass es mehrere Squibs in der Familie gab, in die sie selbst einheiraten sollte, wurde diese Verbindung voller Abscheu wieder gelöst. Und dieser Fehltritt hat sie glücklicherweise bis heute davor bewahrt, erneut verheiratet zu werden. Bis jetzt. Sie weiß, dass nach einer geeigneten Verbindung gesucht wird und wirklich gefallen tut ihr das nicht. Sofern es jedoch keine Schandflecken gibt, würde sie nun eine Hochzeit eher eingehen, als damals. Heute ist sie bereit sich zur Wehr zu setzen gegen solche Männer. Denkt sie.

Das hat Nyxara jedoch nicht vor diesem einen Abend der Gala bewahrt. Männer mit ihren absolut verletzlichen Egos und dem unscheinbaren Geltungsdrang eines Kleinkindes waren eine gefährliche Mischung. Schon früh hat die Avery gelernt, dass ihre eigenen Gefühle irrelevant sind, dass sie so viel Wert besitzt, wie ihr der Patriarch zusteht. Und so war es auch an diesem Abend. Ihr Wert wurde darüber bestimmt, wie gut sie sich an dem Arm dieses Mannes machte und wie gut sie am Abend sein Bett wärmen würde - weil wozu warten, wenn sie sowieso ihm gehörte? Heute ist dieser Abend nur noch eine schwammige Erinnerung, doch sicherlich hat sie jede Unterwerfung unter einem Mann ein Stückchen mehr gebrochen.

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  Orion Black
Geschrieben von: Orion Black - 08.11.2025, 21:57 - Forum: Steckbriefe - Keine Antworten

Dead Harts

Als Kind war Orion lieber jemand der beobachtete als jemand, der selbst in Aktion trat. Eine stille Neugierde wohnte ihm inne, die durchaus dazu führte, dass er jedes Buch verschlang, das er in die Finger bekam, sobald er lesen konnte. Anderen Menschen gegenüber agierte er allerdings eher scheu und zurückhaltend – sehr zum Missfallen seines Vaters, für den dieses Verhalten von einer Schwäche zeugte, die eines Blacks schlicht und ergreifend nicht zu Gesicht stand.
Einen Schwächling als Sohn gezeugt zu haben, war ein Gedanke, den Arcturus Black keineswegs ertragen konnte. Also setzte er bereits früh alles daran, Orion abzuhärten und ihm die stille, zurückhaltende Art geradezu abzuerziehen.
Natürlich förderte er den Umstand, dass sein Sohn nicht nur wusste, wie man ein Buch richtig herum hielt, sondern auch noch gerne darin las. Gleichzeitig zwang er ihn allerdings auch weg von seinen Büchern und hinein in soziale Interaktionen mit anderen. Alles in einem engen Korsett aus Erwartungen und Vorgaben, wie Orion sich als Erbe der Blacks im sozialen Gefüge zu verhalten hatte.
Tränen – ob sie nun aus Überforderung, Trotz oder Angst flossen – wurden hierbei ebenso hart geahndet wie Versagen in der Etikette oder hinter Arcturus‘ Erwartungen allgemein.
Orions Mutter hatte in dieser Hinsicht, das machte ihr Mann ausgesprochen deutlich, kein Mitspracherecht. Allerdings ist Orion ihr bis heute dankbar dafür, dass sie sich des Nachts sehr wohl zu ihrem Sohn stahl und mit ihm darüber sprach, wie er sich fühlte und was ihn bewegte. Orion ist sich keineswegs sicher, ob Arcturus‘ Drill andernfalls den gewünschten Effekt gehabt hätte oder ob er ohne den Rückhalt seiner Mutter nicht möglicherweise vielmehr daran zerbrochen wäre.
Morgens mit einem Spritzer eiskalten Wassers aus Arcturus‘ Zauberstab geweckt zu werden, ist ihm ebenso in unschöner Erinnerung geblieben, wie die Flüche und die Prügel, die es setzte, wenn er sich in Arcturus‘ Augen nicht eines Black-Erben angemessen verhielt.
Damit, dass Orion zunächst also aus Angst alles versuchte, um den Anforderungen seines Vaters gerecht zu werden und nicht weil er selbst ihnen gerecht werden wollte, schien Arcturus sich jedoch ebenso wenig zufrieden geben zu wollen.
An das Gefühl, für seinen Vater in jeder Hinsicht eine Enttäuschung zu sein, erinnert er sich allerdings noch sehr gut. Ebenso an die brennende Scham, als sein Vater im Sommer bevor Orion nach Hogwarts gehen sollte, verlauten ließ, dass er damit rechne, dass Orion der erste Black in Hufflepuff werden würde, so sehr wie er noch immer lieber im Hintergrund verschwände.
Orion wusste natürlich, dass von ihm ebenso wie von jedem anderen Black erwartet würde, dass er nach Slytherin käme. Und er selbst war sich außerdem auch sicher, dass das sehr wohl der Fall sein würde.
Das ausgesprochene Misstrauensvotum seines Vaters, der in den letzten drei Jahren bevorzugt zum Zauberstab gegriffen hatte, um den vermeintlich zu sanft geratenen Sohn abzuhärten, stach umso mehr. Allerdings hatte Orion die Werte eines Blacks eben sehr wohl verinnerlicht.
Also schwieg er dazu, schluckte jede Erwiderung, die ihm eingefallen wäre und entschied sich schlicht und ergreifend dafür, dass Arcturus seine Worte schon früh genug würde schlucken müssen.

Tatsächlich landete Orion wirklich in Slytherin – der Sprechende Hut hatte dafür auch gar nicht lange überlegen müssen. Und das Erste, was er in den Weihnachtsferien zu Arcturus sagte, auch wenn er fest damit rechnete, ordentlich verhext zu werden, war „Ich hoffe, du hast nicht zu viele Weihnachtsgeschenke mit Dachs-Motiv gekauft, Vater“.
Arcturus reagierte jedoch vollkommen anders, als Orion erwartete und begann herzlich zu lachen. Er wuschelte ihm durchs Haar und verkündete stolz, dass Orion auf Hogwarts dann ja offenkundig sein Rückgrat gefunden habe.
Mit den Jahren lernte Orion verstehen, dass sein Vater von einem echten Black scheinbare Gefühlskälte und bedingungsloses Einstehen für die eigenen Überzeugungen verlangte.

The once and future Secret

Obschon einige Jahre jünger als Tom Riddle und der größte Teil seines innersten Kreises, geriet Orion – mithin durch seine Cousine zweiten Grades, Walburga – recht schnell mit hinein in den Freundeskreis um den jungen, geheimnisvollen Slytherin mit dem zweifelhaften Nachnamen.
Orion begriff recht früh, dass der Nachname allein keineswegs ein Grund sein durfte, die offensichtlich von einer überaus magischen Abstammung zeugenden Fähigkeiten Riddles zu ignorieren. Und er hatte längst gelernt, sich in derlei Belangen auf das Bauchgefühl und die Visionen Walburgas zu verlassen.
Genau dies tat er also auch hier.
Schön während seiner Schulzeit entstanden also die Kontakte, dank denen er heute ein Teil von Lord Voldemorts rechter Hand ist. Auch wenn diese Kontakte etwas waren, das er so lange wie möglich sorgsam vor seinem Vater Arcturus geheim gehalten hat.
Erst, als Tom und Aleksander selbst die Schule bereits beendet hatten und Orion selbst bereits seine ZAGs in der Tasche hatte, erfuhr Arcturus davon. Der Versuch, diese Assoziation abzustrafen, weil er von Orion selbstredend forderte, dass dieser sich in den Kreisen seinesgleichens bewegte, endete im ersten und einzigen, ernsthaften Duell zwischen den beiden – einem, das Orion tatsächlich auch gewann und das sein Ende mit Orions Zauberstab unter Arcturus‘ Kinn fand.
Der damals Sechzehnjährige versprach seinem Vater in diesem Moment, dass, sollte er den Zauberstab noch einmal gegen ihn heben – er jeden Fluch zu spüren bekäme, den er jemals an Orion gewirkt hatte.
Es war das letzte Mal, dass Arcturus versuchte, den Zauberstab gegen ihn zu erheben.
Auch, wenn er nach diesem Duell – nach dem übrigens sein Arbeitszimmer renoviert werden musste – bis zum Beginn des nächsten Schuljahres nicht mehr mit Orion sprach.
Orion ist sich bis heute nicht sicher, ob das eine Strafe hatte sein sollen oder nicht. Er erinnert sich allerdings sehr wohl daran, dass er diese Sommerferien als überaus entspannend empfand.

What’s Love got to do with it?

Orion hatte Walburga schon als Kind von all seinen Cousins und Cousinen zweiten Grades am liebsten. Dass er sie also außerordentlich vermisst hatte, während sie in Ägypten gewesen war, hatte sowohl bei ihren als auch bei seinen Eltern für überaus große Belustigung gesorgt. Umso mehr, als er, kaum dass sie wieder zurück war, unbedingt der Erste hatte sein wollen, der sie begrüßte.
Natürlich ist Orion bewusst, dass ihre Ehe zwischen ihren Eltern längst verabredet gewesen war. Er allerdings ist sich sicher, dass die Liebe, die sie sehr wohl zueinander fühlen, schon damals durchaus vorhanden war und sieht die gemeinsame Ehe keineswegs als etwas, das sich nur aufgrund eines Entschlusses ihrer Eltern ergeben hat.
Dass seine Gefühle für sie nach der Verlobung nur wuchsen, erachtet er als selbstverständlich und als Zeichen einer gesunden Beziehung.
Er ist ausgesprochen froh darum, sie an seiner Seite zu haben und unterstützte ihre eigenen, schwarzmagischen Studien – insbesondere jene in der Nekromantie – wo und wie er nur konnte.
Umgekehrt weiß er, dass auch er sich der Unterstützung seiner Frau jederzeit sicher sein kann.
Mit ihr an seiner Seite verloren auch die Geburten ihrer gemeinsamer Söhne an Schrecken. Insbesondere in ihren ersten Jahren hatte Orion nämlich durchaus mit erheblichen Zweifeln zu kämpfen, ob er sich der Rolle als Vater gewachsen sehen würde.
Sie war es auch, die ihn bei seiner Ernennung als Richter und selbstverständlich ebenfalls als er sich aktiv den Todessern anschloss, unterstützte.

No Son of mine

Die Sache mit der Vaterschaft gestaltete sich, anders als das Richteramt, in das Orion sich schnell einfügte, deutlich schwieriger. Orion kann zumindest vor sich selbst durchaus zugeben, dass seine Vaterrolle ihn oft genug, deutlich überforderte.
In Sirius sah er früh, dass dieser einen nahezu unbrechbaren, eigenen Willen zu haben schien. Im Grunde genommen war das eine Eigenschaft, die man sich in einem Erben genau so nur wünschen konnte, und doch erfüllte sie Orion auch mit einer gewissen Sorge.
Umso mehr war er darauf bedacht, dass Regulus den ungestümen, älteren Bruder auszugleichen und zu unterstützen wusste.
Heute fragt er sich zuweilen, ob er Regulus damit zu sehr an die Seite gedrängt hat und ob er ihn mehr hätte fördern sollen.
Teilweise flüchtete er sich in der Kindererziehung lieber hinter seine berufliche Professionalität. Behandelte seine Söhne, wenn sie sich daneben benommen hatten, lieber wie Angeklagte und führte geradezu Verhandlungen mit ihnen, weil er nicht wollte, dass sie ihn als ebenso willkürlich empfanden, wie er seinen eigenen Vater empfunden hatte.
Sirius allerdings rettete er damit keineswegs.
Dass der Junge, nachdem er ausgerechnet in Gryffindor hatte landen müssen, war der erste Schritt darin gewesen, dass er der Familie mehr und mehr entglitt. Heute fragt Orion sich, ob es nicht klüger gewesen wäre, Sirius in diesem Moment direkt von der Schule zu nehmen und ihn von diesen schädlichen Einflüssen, denen er letztendlich erlegen sein muss, fern zu halten.

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  Credits
Geschrieben von: Regulus Black - 06.11.2025, 11:48 - Forum: Grundzüge - Keine Antworten

Großteils nutzt das make me run selbst gebaute technische Erweiterungen, allerdings gibt es auch Ausnahmen, die in diesem Thema gelistet werden sollen. Vielen Dank für die Bereitstellung dieser Erleichterungen im Forenalltag!

  • Enhanced Account Switcher von doylecc
  • Einverständnis Nutzungsbedingungen von doylecc
  • Prefix Filter von Mostafa Shiraali
  • Cookie Law von Matt Rogowski
  • Discord Webhooks for MyBB von Ryczypiór
  • PHP and Template Conditionals von ZiNgA BuRgA
  • XThreads System von ZiNgA BuRgA
  • Postmarathon Counter von sparks.fly und Ales

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  Aodhagán O'Suibhne
Geschrieben von: Aodhagán O'Suibhne - 31.10.2025, 19:44 - Forum: Steckbriefe - Keine Antworten

Trigger-Warnung: Tod eines Elternteils

26. Juli 1972, St. Mungos
“Dad? Warum war ich bei der Beerdigung nicht dabei, aber die Mädchen schon?” Caoimhin O’Suibhne trank einen Schluck von seinem Kaffee, während sein Blick langsam über den Jungen glitt, der sich gleich nach der Frage einen zu großen Bissen Apfelstrudel in den Mund geschoben hatte. “Weil es zu gefährlich gewesen wäre”, erklärte er dann.
“Warum war es für die Mädchen nicht gefährlich?”, verlangte er zu wissen. “Weil es um dich ging”, erwiderte der Vater. Aodhagán aß schweigend den süßen Strudel, grübelnd, bis er die Gabel neben den Teller legte und aufmerksam zu dem Vater hoch schaute. “Bin ich gefährlich für andere? Ist Mum wegen mir gestorben?”
Caoimhin schaute den Jungen für einen Moment erschrocken an, ehe er den Kopf schüttelte. “Aber nein, Aodhagán. Du bist keine Gefahr, hörst du? Für niemanden. Und sie ist auch nicht wegen dir gestorben.” Wie kam der Junge nur auf solche Gedanken? Caoimhin legte seine Hand unter das schmale Kinn, als der Aodhagán den Kopf senken wollte, suchte seinen Blick. “Du hattest Anfälle, ein paar sogar, und ich war besorgt, dass du bei der Beerdigung einen haben könntest.” Der Junge nickte langsam. “Bin ich krank, Dad?”
Caoimhin machte eine unbestimmte Bewegung mit dem Kopf, weder ein Nicken, noch ein Kopfschütteln, und griff erneut nach seinem Kaffee. “Das versuchen die Heiler herauszufinden”, erklärte er, ehe er einen Schluck trank. “Und du hilfst ihnen dabei, ja?” Aodhagán nickte erneut langsam, starrte dann auf die Krümel auf seinem Teller. “Ich will nach Hause”, erklärte er.
“Ich weiß.” Caoimhin legte eine Hand auf die des Kindes. “Du kannst nach Hause, wenn es dir besser geht.”
“Aber es geht mir gut”, widersprach der Junge. Er ballte die Hände zu Fäusten und spürte, wie ihm Tränen in die Augen stiegen. “Ich will zu dir, und Niamh und Oonagh und Brighid und… Mum…”
“Mum ist tot, Aodhagán”, erinnerte Caoimhin, wobei seine eigene Stimme schwer klang.
Der Junge hielt den Blick gesenkt. Tränen rannen ihm über die Wangen, aber er sollte nicht weinen. Er sollte stark sein. “Ich vermisse sie.” Unglaublich schwer waren die Worte. So schwer, dass er es regelrecht im Herzen spürte. So scharf, dass es weh tat. Überall.
“Ich weiß. Wir vermissen sie alle”, klang die Stimme des Vaters dumpf, wie aus weiter Ferne. “Aodhagán?” Der Vater ließ die Tasse fallen, als sein Sohn zitternd vom Stuhl glitt. Das Schluchzen wurde zu einem Wimmern, dann zu einem Schrei. “Hilfe! Ich brauche Hilfe!”, rief Caoimhin und sah sich nach den Schwestern um.

29. Juli 1972, St. Mungos
“Sind Sie sicher, dass das funktioniert?”, wollte Caoimhin wissen, während sein Blick abwägend über die junge Brünette und den kleinen Kniesel auf ihrem Arm glitt. “Eine absolute Sicherheit gibt es nie”, antwortete Arabella und setzte das Kitten auf der Bettdecke auf. “Haben Sie Geduld und beobachten Sie”, riet sie noch.
Es war schon ein Akt gewesen, die Heiler der Station davon zu überzeugen, einen Kniesel hereinzulassen. Doch am Ende hofften alle, dass es funktionierte. Seit dem Tod der Mutter hatte Aodhagán einen Anfall nach dem anderen. Manchmal lagen ein paar Stunden dazwischen, manchmal nur ein paar Minuten. Noch nicht einen Tag hatte es ganz ohne Anfall gegeben und ein Ende war nicht abzusehen. Immerhin trauerte der Junge. Inzwischen waren sich die Heiler einig, dass es unverantwortlich wäre, einen Neunjährigen über einen längeren Zeitraum mit Tränken zu betäuben. Es war eine Sache, nachts für erholsamen Schlaf zu sorgen, doch ein Kind auch tagsüber immer zu den Tränken auszusetzen - und damit auch den natürlichen Prozess der Trauer zu unterbinden - konnte einfach nicht gesund sein.
Caoimhin war verzweifelt gewesen, hatte Rat an den ungewöhnlichsten Stellen gesucht - auch in der Augurey Apotheke, wo Arabella arbeitete und ihre Kniesel ein- und ausgingen. Sie war auf die Idee gekommen, dass eines ihrer Tiere helfen könnte. Und so saßen sie nun beide am Krankenbett und beobachteten, wie Aodhagán wach wurde, wie sich seine Augen erst weiteten und dann strahlten. Geradezu zögernd strich er mit den Fingern durch das flauschige Fell, während der kleine Kater über den Körper des Jungen schritt und seinen Kopf schnurrend an dessen Kinn rieb.
“Sehen Sie?”, sprach sie leise zum Vater. “Haare und Liebe vertreiben Trauer und Kummer.” Lächelnd wandte sie sich dann an den Patienten: “Er heißt Sir Galahad." Allerdings nenne ich fast immer Cinnamon. Kaum dass er laufen konnte, hat er eine Dose mit Zimt hinuntergeworfen und sich darin gewälzt. Mehr als eine Woche hat er überall den Duft von Zimt verbreitet. Darum nenne ich ihn so.”
“Hallo Cinnamon”, begrüßte Aodhagán den Kater leise, ehe er den Blick auf den Vater richtete und fragte: “Darf ich ihn behalten?” Caoimhin nickte langsam, lächelnd und voller Hoffnung.

1. September 1973, Kings Cross
Aodhagán atmete tief durch. Das hier war etwas, das er immer gewollt hatte! Er stand auf dem Bahnsteig 9 ¾. Hunderte andere Schüler und Schülerinnen, zum Teil schon in schwarzen Roben und zum Teil noch in ihrer Alltagskleidung, liefen umher. Freunde begrüßten einander. Eltern verabschiedeten ihre Kinder. Die Rauchwolke der magischen Lock zog gen Himmel. Frösche quakten, Eulen schrien, Katzen fauchten und Cinnamon kratzte an seinem Korb. Er mochte es nicht, eingesperrt zu sein. Caoimhin meinte allerdings, es wäre sicherer.
Aodhagán spürte seinen Herzschlag überdeutlich in seiner Brust und die Hand des Vaters schwer auf seiner Schulter. “Ist alles in Ordnung, Junge?” Aodhagán nickte mechanisch. Er hatte das hier immer gewollt. Wie jeder junge Zauberer. Er wollte nach Hogwarts, freute sich auf das Schloss, auf neue Freunde und darauf, endlich richtig zaubern zu lernen. Es sollte alles in Ordnung sein.
Die Frage war, was machten diese Zauberer dann hier? Sie ragten in der Schülerschar auf, wie zwei Leuchttürme und trugen silberne Masken. Sie zogen ihre Zauberstäbe. Aodhagán wollte rufen, wollte sie warnen, doch er bekam keine Luft, brachte keinen Ton heraus. Grüne Lichtblitze zischten mitten in eine Schülergruppe, Körper fielen - und Aodhagán spürte weiches Fell zwischen seinen Fingern. Er spürte regelrecht das Vibrieren des warmen Körpers, der sich gegen seine Brust und seinen Hals schmiegte. Der Junge schnappte nach Luft, als wäre er bei einem Tauchgang zu lange unter Wasser gewesen.
“Du solltest lieber zuhause bleiben”, hörte er die Stimme des Vaters wie durch eine dicke Schicht Watte. Aodhagán schüttelte den Kopf und realisierte erst bei dieser Bewegung, dass er auf dem kalten Boden lag.
“Nein”, keuchte er, atmete tief durch und stemmte sich mit purer Willenskraft in eine sitzende Position. “Ich will nach Hogwarts, Dad. Ich… ich schaff das schon.” Er drückte Cinnamon an sich und griff nach dem Stück Schokolade, das mit einem Mal vor seinem Gesicht schwebte. “Ich will nach Hogwarts, Dad.” Betonte er, schob sich die Schokolade in den Mund und kam wieder auf die Beine.
Caoimhin beobachtete den Jungen skeptisch und deutete schließlich auf den Zug. “Dann solltest du dich beeilen. Es sieht nicht so aus, als wollten sie noch lange warten.”
Aodhagán sah sich um und realisierte, dass der Bahnsteig inzwischen so gut wie leer war. Dafür klebten Dutzende Gesichter an den Fenstern der Waggons. Er spürte, wie ihm das Blut ins Gesicht schoss, umfasste den schnurrenden Kniesel noch etwas fester und konzentrierte sich auf den süßen Geschmack in seinem Mund. Jetzt bloß kein weiterer Anfall!, schoss es ihm durch den Kopf.
“Wir… wir sehen uns Weihnachten, Dad”, entschied er, ließ gerade noch zu, dass Caoimhin ihm ein weiteres Mal die Schulter drückte und beeilte sich dann, in den Zug zu steigen.

28. Juni 1978, Hogwarts
“Gealaí! Gealaí!” Aodhagán hörte seine Schwester deutlich aus dem Gemurmel und Geraune der übrigen Schüler heraus. Niemand sonst rief ihn mit seinem zweiten Vornamen. “Ich komm gleich nach”, meinte er zu den Freunden und drehte sich mit einem leisen Seufzer um, um gegen den Strom der Schüler die Treppe wieder hinunter zu gehen, Brighid entgegen. “Gealaí!”, rief sie noch einmal und blieb regelrecht atemlos bei ihm stehen, zwei Stufen unter ihm, so dass sie kleiner wirkte, als sie eigentlich war. “Was ist denn?”, fragte er und rieb sich den Oberarm, nachdem er von einem älteren Schüler im Vorbeigehen angerempelt wurde. “Miss Bletchley hat geschrieben. Sie holt uns am Bahnhof ab.” Brighid hatte rote Wangen und hielt einen Brief in der Hand. Offenbar freute sie sich über die Nachricht und Aodhagán konnte es ihr nicht verübeln. Bei ihrer ersten Begegnung mit der Leiterin des Waisenhauses war Miss Bletchley freundlich und verständnisvoll gewesen.
“Hm, komm mal mit.” Aodhagán umfasste das Handgelenk der kleinen Schwester und zog sie von der Treppe runter in den Gang, der zum Klassenzimmer für Verwandlung führte. Schon nach wenigen Schritten war es erheblich ruhiger. Die letzten Prüfungen waren in allen Klassen geschrieben und die letzten Tage des Schuljahres hatten sie frei. Kaum jemand hatte einen Grund noch die Klassenräume aufzusuchen. Die meisten Jugendlichen zog es nach dem Frühstück hinaus in die warme Juni-Sonne. Eben dahin wollte Aodhagán auch, nachdem er seinen Besen aus dem Ravenclaw-Turm geholt hatte. Auf die Wiesen und hinüber zum Stadion, wo er mit dem Rest des Teams noch ein paar Runden fliegen und ein paar Bälle werfen würde. Ein letztes, lockeres Training vor den Sommerferien. Das hatte nun zu warten.
“Zeig mal her”, sagte Aodhagán und zog Brighid den Brief aus der Hand. Rasch überflog er die schwungvollen Zeilen, blieb an ein paar Worten hängen und nickte langsam. “Sie wird dich abholen”, betonte er, drehte das Pergament so, dass das Mädchen es lesen konnte und deutete auf die passenden Zeilen. “Na und?” Verständnislos zog sie ihm den Brief wieder aus den Fingern. “Du hast doch auch einen bekommen, oder?”
Aodhagán seufzte leise. Er hätte diesen Moment gerne noch ein paar Stunden hinaus gezögert, bis er wenigstens selbst verdaut hatte, was er eben beim Frühstück gelesen hatte. Genau deswegen wollte er auf das Quidditchfeld. “Nicht direkt”, erwiderte er und zog einen ganz ähnlichen Brief aus der Hosentasche. Langsam faltete er das Pergament auseinander, als könnte er damit das Unvermeidliche hinauszögern, und reichte ihn Brighid zum Lesen. “Mr. Black wird mich abholen.”
“Mr. Black?”, echote sie regelrecht schrill, so dass Aodhagán unruhig den Gang entlang schaute. Das brauchte auch nicht direkt die ganze Schule wissen. “Welcher? Der Vater von unseren Blacks?” Ein schiefes Grinsen huschte über die Lippen des Ravenclaw. Es war ja nicht so, als wären sie enge Freunde von Sirius oder Regulus. Sie gingen nur einfach zufällig auf dieselbe Schule und hatten ab und zu mal mehr und mal weniger miteinander zu tun. Meistens eher weniger. Aber Blacks waren bekannt - ganz besonders für ihren Status in der gehobenen Welt der Reinblüter und für ihren Hang zu schwarzer Magie. “Was will der denn von dir?”, fragte Brighid weiter. Aodhagán hob leicht die Schultern. “Ich weiß nicht genau”, erwiderte er, obwohl das nicht so ganz stimmte. Es war kein Geheimnis, dass er Dinge sah. Möglicherweise hatte Regulus davon zuhause erzählt. Vielleicht wusste es Mr. Black auch aus ganz anderen Quellen. Jedenfalls konnte er sich vorstellen, dass eine solche Gabe - selbst wenn Aodhagán sie allzu gerne als Fluch bezeichnete - für so eine alte, ambitionierte Familie interessant sein könnte.
“Moment, heißt das, du wirst bei denen wohnen?” Offenbar hatte Brighid die entscheidenden Zeilen des Briefes gefunden und sah ihren Bruder nun bestürzt an. “Heißt das, wir werden uns gar nicht sehen?”
“Doch, natürlich!”, erklärte Aodhagán mit Nachdruck. Er legte die Hände an Brighids Schultern. Sie war zwar ein Jahr jünger als er, doch sie waren beinahe gleich groß. “Ich verspreche dir, ich werde alles versuchen, damit ich dich besuchen kann.” Er legte seine Arme um sie, als sie sich an ihn lehnte. “Sie können uns nicht einfach so trennen, okay?”

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  Henry Morganach
Geschrieben von: Henry Morganach - 26.10.2025, 12:03 - Forum: Steckbriefe - Antworten (5)

A Childhood Between Two Worlds


Henry wurde am 17. März 1958 geboren und damit ausgerechnet an einem irischen Nationalfeiertag, dem St. Patrick’s Day – ein Umstand, der im später im Leben noch ziemlich zu schaffen machen sollte. Er wuchs als Kind eines Runenschmieds und einer Goldschmiedin im Stadtteil Howth an der Küste von Dublin auf. Touristik bestimmte das Leben der Familie, da seine Mutter den Schmuck bis heute im eigenen Laden ausstellt und hauptsächlich davon lebt, weshalb sie vor allem in den Sommermonaten weniger Zeit für die Familie hatte. Sein Vater arbeitete sehr zurückgezogen in seiner kleinen schmiede, war wenig präsent und wenn dann erzählte er kaum von dem, was er da tat. So verbrachte er als Kind viel Zeit im Laden und der Goldschmiede seiner Mutter, wo er sich viel mit sich selbst beschäftigen musste.
Als er älter wurde und nicht mehr alles an nette Kund:innen ausplauderte, durfte Henry ab und zu mit seinem Vater in die Winkelgasse, aber dafür musste er immer ziemlich viel betteln. Nach dem Besuchen erzählte er wochenlang von nichts anderem und malte die fantasievollsten Bilder über all die Dinge, die er entdeckt hatte.

Mit 5 Jahren kam Henry an die Grundschule im Dorf, die eine reine Jungenschule war. Trotz der Uniform merkte man schnell, welche Kinder aus wohlhabenden Familien stammten und welche eher nicht und schnell wurde der Morganach wegen seiner etwas spitzen Ohren zur Zielscheibe. Er schloss ein paar lockere Freundschaften, kam aber irgendwie nie so richtig in der Gruppe an, das es einfach zu viele gab, die sich über ihn lustig machten. Im Unterricht wurde Henry oft mit dem Bild des Leprechauns und des Topfs voll Gold konfrontiert: Beides war präsent in Schulbüchern und Bastelarbeiten, sowie in vielen der Folklore. Lieder über Kobolde, die sie einüben mussten, wurden von seinen Klassenkammeraden heimlich umgedichtet und verfolgten ihn durch seine gesamte Schulzeit hindurch. Bei Theateraufführungen zum St. Patricksday und Projekten, wurde er stets von seinen Mitschülern als Leprechaun vorgeschlagen - seiner Körpergröße und der Ohren sei Dank.

In seiner Freizeit - besonders wenn er wieder einen harten Tag in der Schule hinter sich hatte - machte Henry einsame Streifzüge über die Klippenpfade des Howth Head bis zum Leuchtturm, auf den weiten Highlands und den Wäldern, wo er schon früh eine Vorliebe für besondere Stöcke entwickelte und sich vorstellte wie es sein würde, endlich einen eigenen Zauberstab zu besitzen.
Als Henry an einem verregneten Schultag in der 3. Klasse mal wieder eine Abreibung bekam explodierte er - beziehungsweise das Waschbecken gegen das er sich lehnte, während er von 3 anderen Jungs bedrängt wurde und begoss alle Anwesenden mit einer riesigen Wasserfontäne: Sein erster Magieausbruch. Er erleichterte ihn, machte ihm aber gleichzeitig Angst - und rief eine Ministeriumsarbeiterin auf den Plan, die Erinnerungen anpassen musste.
Als ähnliche Vorfälle sich wiederholten, begannen viele Mitschüler einen Bogen um den Morganach zu machen und wenige wollten noch etwas mit ihm zu tun haben, denn bald schon schworen seine Mitschüler, gesehen zu haben, wie Henry Dinge mit bloßen Händen zerstörte. Das gute an Muggeln war, dass sie bereit waren, sich Dinge logisch zu erklären und Henry selten selbst eine gute Erklärung finden musste - nur die Klappe halten, nicken und nachsitzen musste er.
2 Jahre wartete er sehnsüchtig auf den Hogwartsbrief und darauf, dass an der Schule für Hexerei und Zauberei endlich bessere Tage auf ihn warten würden.


Lessons Written in Ink and Ash


Voller Vorfreude aber auch voller Angst stieg Henry am 1. September in den Zug nach Hogwarts, wo er zwischen Staunen und Unsicherheit den Tag verbrachte, ohne jemanden zu kennen. Er fühlte sich nicht sehr wohl, als er vor aller Augen den sprechenden Hut aufsetzte und nach Ravenclaw eingeteilt wurde und der Applaus hörte sich in seinen Ohren an wie blanker Hohn. Auch die ersten Wochen waren für den Morganach herausfordernd, ohne Freude in einer fremden Umgebung zu sein machte ihm sehr zu schaffen und er hatte den Eindruck, dass es niemandem sonst so ging.
Wenigstens der Unterricht machte ihm Spaß und vermochte ihn abzulenken, wenngleich er Geschichte der Zauberei furchtbar fand. Es war nicht nur langweilig, die Tatsache, dass sie mit den Koboldkriegen begannen verunsicherte ihn so sehr, dass er jedes Mal nervöse Flecken im Gesicht bekam, sobald er das Fach auf seinem Tagesplan las.
Nach einigen Wochen freundete er sich mit Elaine Beaufort an und die beiden wurden Freude, bald sogar beste Freunde. Er öffnete sich nicht vielen, denn seine Erfahrungen in der Muggelwelt hatten ihn zu sehr geprägt, als dass er nochmal leichtfertig vertrauen könnte und so wuchs sein Freundeskreis nur sehr langsam an.
Henry entwickelte sich gut, er hatte sogar den Eindruck, sein Vater sei das erste mal Stolz auf ihn, doch es machte ihm gleichzeitig Probleme - und er verheimlichte das - sein magisches Potenzial nicht im Griff zu haben. Henry bevorzugte die Fächer, in denen er seinen Zauberstab wenig nutzen musste, denn immer wieder floss zu viel Magie und seine Zauber wurden zu heftig, schossen deutlich übers Ziel hinaus und wurden manchmal sogar gefährlich. Es dauerte mehrere Jahre, bis Henry es schaffte, seine Magie richtig zu dosieren und noch heute muss er immer ein bisschen zurückhalten.
In seiner Freizeit machte Henry Sport - hauptsächlich kletterte er heimlich und joggte oder lief - , las Abenteuerromane und zeichnete. Langsam kam er an und gewöhnte sich an das neue Leben, in dem er nicht der Außenseiter, Freak oder das Maskotchen war. Nach und nach konnte er sogar zulassen, dass er mehr Menschen in sein Herz schloss, ohne Angst zurückgestoßen zu werden.
Eines Abends gegen Anfang des 5. Schuljahres - Ravenclaw hatte gerade ein Quidditch-Match gewonnen und das wurde im Gemeinschaftsraum gebührend gefeiert - bekam Henry mit, wie ein Mitschüler aus seinem Schlafsaal - Aristide - von ein paar anderen aufs Korn genommen wurde. Henry kannte das Gefühl, diesen Gesichtsausdruck nur zu gut - packte Aris Hand, schleuderte den Jungs einen bissigen Spruch an den Kopf und nahm Ari mit sich zu seinen Freunden. Sie unterhielten sich - nach fast 5 Jahren gefühlt zum ersten mal so richtig - über alles mögliche und am Ende des Abends schlug der Morganach sogar vor, dass er ihn Mal in den Ferien in Howth besuchen kommen konnte, wenn er den Stadtteil mit einem Local erkunden wollte.
So weit kam es allerdings nie, denn Ari's Cousin Midas bekam irgendwie Wind von der Sache und aus einem harmlosen Scherz über Henrys Ohren wurde ein monatelanges Martyrium aus Anfeindungen und Mobbing, was darin gipfelte, dass Midas als Konsequenz für sein Fehlverhalten seinen Posten als Teamkapitän von Ravenclaw verlor, was dessen Wut leider weiter anfachte.
Leider endete die Geschichte damit nicht, sondern setzte sich nach den Sommerferien weiter fort; nach den Sommerferien von Henrys erstem Kuss. Bis dahin war Henry sich nicht sicher gewesen, ob er überhaupt auf Mädchen steht, doch als er Niamh kennenlernte, ein Muggelmädchen, das Urlaub in seinem Küstenort machte, änderte sich das. Man konnte sagen sie hatte eine beinahe magische Anziehung auf ihn. Mit ihrer etwas unbeholfene Art und den so vertrauten und doch fremden Augen zogen sie ihn in ihren Bann und nachdem sie ihm seinen ersten Kuss schenkte war es um Henry geschehen. Doch nach diesem Kuss verschwand Niamh, so plötzlich wie sie gekommen war und ging ihm doch lange Zeit nicht mehr aus dem Kopf.
Zurück in Hogwarts ging der Midas-Alptraum weiter und Henry fasste den Entschluss, dass er kein weiteres Jahr so leben konnte. Auch wenn es ihn viel Überwindung kostete, begann er sich zu wehren und zwischen den beiden entstand eine regelrechte Fehde, bei der Henry meist den Kürzeren zog und die erst endete, als Midas die Schule endlich verließ. Es dauerte ein Bisschen, bis Henry das realisierte, doch er schöpfte Halt aus seiner ersten Beziehung, die sie allerdings geheim hielten, denn in den Sommerferien vor seinem letzten Jahr verliebte er sich in Elaines Cousin. Dorcas trennte sich kurz vor Weihnachten jedoch wieder von Henry, welcher versuchte sich mit Büchern und Quidditch abzulenken, was immerhin ein etwas half. Er schaffte einen guten Abschluss und hatte damit alle Voraussetzungen für die Aurorenausbildung, für die er die Aufnahmeprüfung bereits im Frühjahr bestanden hatte.

Roots in Shadow, Heart in Light


Henry zog mit einigen anderen Rookies in eine WG, eine für Muggel baufällig wirkende Villa und schon in seiner ersten Woche als Rookie wurde Henry wieder mit Midas konfrontiert. Dieser war ihm gegenüber zum Glück deutlich zurückhaltender und schwor auch sonst, sich geändert zu haben. Nach einem Streit im Archiv bat Midas um Henrys Segen für seinen Einzug in die WG - und bot ihm im Gegenzug einen Offenbarungsschwur an, der aktiv wurde, sollte er Henry je wieder angreifen. Es war wohl seiner Schwäche für 2. Chancen geschuldet, dass der Ire einwilligte und so fanden sie sich einige Tage später in seinem Zimmer wieder, wo Midas ihm eine Perle überreichte, die (s)ein Geheimnis verbarg. Midas aktivierte die Prägung auf Henry mit dessen Speichel und einem Zauber, sodass sein Geheimnis offenbart werden würde, sollte er dem Morganach willentlich Schaden zufügen. Da Henry sich nicht sicher war, ob der Zauber wirklich funktionierte, suchte er seinen Vater auf um sich durch dessen Expertise bestätigen zu lassen, dass der Zauber tatsächlich funktionsfähig war.

Henry leistete sein erstes Jahr als Novize mit Frank Longbottom als Ausbilder und merkte schnell, dass der Job Herausforderungen beinhaltete, die er nicht erwartet hätte. Er hatte es sich spannend vorgestellt, Auror zu werden und natürlich war ihm klar gewesen, dass der Job anspruchsvoll und gefährlich war; das Maß an Verantwortungsbewusstsein, das man von ihm verlangte war jedoch unerwartet und der Morganach hatte nicht geahnt, dass ihm Folgsamkeit so schwer fallen würde - wobei es da andere gab, die sich sichtlich schwerer taten. Doch Franks Methoden machten es ihm manchmal wirklich nicht einfach, forderten ihn immer wieder heraus. Henry biss sich jedoch durch, stets das Ziel vor Augen, nie mehr das Opfer zu sein sondern jemand, den man schätzt und respektiert.
Im Mai ließ Frank ihn und seine anderen Erstsemester prüfen und Henry war so stolz darauf, wie gut er die Prüfung meisterte. Bei der anschließenden Party in der Beaufort-Villa schlugen alle etwas über die Strenge, doch Henry ist sie vor allem deshalb im Gedächtnis geblieben, weil er bei einem Trinkspiel in kleiner Runde seine noch immer nicht ganz erloschenen Gefühle für Dorcas offenbart hat.

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